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Weissbier - ein Bier mit langer Tradition
                                       Die wichtigesten Daten aus der
                                    jahrtausendealten Bier-Geschichte




4000 v. Chr.    Unglaublich ...
                       Ein St�ck Brot, welches in einen Wasserkrug fiel und dort vergor, soll, laut Schriften der
                       Sumerer, der Beginn der Biergeschichte sein.

2000 v. Chr.    Der babylonische Brauergott Marduk:
                       Der Ursprung der langen Weissbier-Tradition l�sst sich bis ins antike Babylon zur�ckverfolgen.
                       Das �lteste bekannte Braueremblem ist die Spitzhacke des babylonischen Brauergottes Marduk.

1600 v. Chr.    Bier im Reich der Pharaonen:
                       Auf einer Tontafel aus dem alten �gypten findet sich erstmals die Beschreibung einer Brauerei.

800 v. Chr.      Bier auf deutschen Boden:
                       Eine bei Kulmbach gefundene Bieramphore aus der fr�hen Hallstattzeit liefert den Beweis daf�r,
                       dass bereits 800 v. Chr. Bier auf deutschem Boden gebraut wurde.

Geb. Christi    Bier erobert Germanien:
                       Zur Zeitenwende ist die Herstellung von Bier bei fast allen germanischen St�mmen bekannt und
                       beliebt. Auch die R�mer, die das Bier zwar als Barbarenges�ff bezeichneten, sind dem
                       Gerstensaft nicht abgeneigt. Bier war jahrtausendelang eines der Hauptgetr�nke der Menschen.
                       Es diente trotz des Alkoholgehalts als Durstl�scher und - wegen seines hohen Kaloriengehalts -
                       oft auch als Nahrungsmittel
                       Also - Bier war und ist ein Grundnahrungsmittel mit vier Buchstaben! Nicht "Brot"!
                       Im Bier sind lebensnotwendige Vitamine wie Niacin (B3 - zur Energiegewinnung, mitbeteiligt an
                       Reparatur der Erbsubstanz und Produktion von Botenstoffen im Gehirn), Riboflavin (B2 - lindert
                       Schweregrad von Mirg�ne, gut f�r Augen, Haare, N�gel, Haut, Magen-Darm-Trakt), Pyridoxin
                       (B6 - Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen) und Fols�ure (wie Pyridoxin plus Abwehr einiger
                       Krebsformen). Den nat�rlichen Verbindungen aus dem Hopfen wird eine herzst�rkende Wirkung
                       nachgesagt und sie sollen Osteoporose vorbeugen.

600 n. Chr.      Bieropfer in Bayern:
                       Bereits im Fr�hmittelalter wird die Kunst des Bierbrauens am Fu�e der Alpen ausge�bt. Ein
                       irischer Missionar, der in die Gegend der bayerischen Seen kommt, berichtet von einem
                       Bieropfer, das einem heidnischen Gott dargebracht wurde.

719 n. Chr.      Lex Alemannorum:
                       Herzog Lantfrit bestimmt in dem Gesetzestext "Lex Alemannorum", dass alle unfreien Bauern
                       Bier als Abgabe an ihre Herrschaft zu leisten haben.

815 n. Chr.      Bier in M�nchen:
                       F�r das Jahr 815 gibt es den ersten Nachweis dar�ber, dass in M�nchen Bier gebraut wurde.



                                                 
1328 n. Chr.    Augustiner Brauerei:
                       Bereits 1294 war der Grundstein f�r das Augustiner-Kloster auf dem Haberfeld an der
                       Neuhauser Gasse gelegt. Urkundlich steht fest, dass im Jahre 1328 im Klostergeb�ude ein
                       Brauhaus bestand und berieben wurde. 1328 gilt daher als Gr�ndungsjahr der Augustiner-
                       Brauerei, die damit die �lteste aller bestehenden M�nchner Brauereinen ist.

                                    
             1363 n. Chr.    Franziskaner Br�u:
                       Die "Br�ustatt bei den Franziskanern" in der Residenzstrasse wird erstmals urkundlich erw�hnt.
                       Der Name geht auf ein schr�g gegen�berliegendes Kloster der Franziskaner-Br�der zur�ck.




1380 n. Chr.    Unterg�hriges Bier aus B�hmen:
                       Bisher war haupts�chlich oberg�riges Bier gebraut worden. Der Vorteil war, dass w�hrend des
                       ganzen Jahres und sehr kurzfristig Bier hergestellt werden konnte. Leider war das Bier bei
                       unsachgem��em Umgang mit den "wilden Hefen", die sich in der Luft befinden, nicht lange
                       haltbar. Aus B�hmen dringt nun die unterg�rige Brauweise nach Deutschland vor. Das Bier kann
                       zwar wegen der einzuhaltenden niedrigen Brautemperaturen nur im Winterhalbjahr hergestellt
                       werden, ist aber deutlich l�nger haltbar.



                                     1417 n. Chr.    Hacker-Pschorr:
                       Das M�nchner Brauhaus Ecke Sendlinger-/Hackenstrasse wurde in diesem Jahr als erste
                       Hackerbraust�tte erw�hnt.



1516 n. Chr.    23. April - Das bayerische Reinheitsgebot:
                       Herzog Wilhelm IV von Bayern erl�sst das Reinheitsgebot. Zum Brauen von Bier darf nur noch
                       Malz, Hopfen und Wasser verwendet werden. Damit war Schluss mit der Giftmischerei, denn
                       im Mittelalter wurde dem Bier so ziemlich alles beigemischt, was man sich vorstellen kann: von
                       Blut �ber Baumrinde, bis hin zu Drogen, sogar Gift! Danke Willi!

1520 n. Chr.    Weizen-Bier aus B�hmen:
                       Erneut aus B�hmen gelangt die Kenntnis des Brauens von oberg�rig vergorenem Weizen-Bier
                       nach Deutschland. Dieses Weissbier ("weiss Behaimisch Pier") kann w�hrend des ganzen Jahres
                       hergestellt werden, verst��t aber wegen des Zusatzes von Hefe gegen das Reinheitsgebot!
                       Toll Willi!

1567 n. Chr.    Weissbier wird verboten:
                       Wegen der leichten Verderblichkeit wird das Weissbier als ungesund diffamiert und schlie�lich
                       von Herzog Albrecht IV von Bayern ganz verboten! Albrecht du Depp!

1602 n. Chr.    Weissbier-Brauen wird zum Staatsmonopol:
                       Herzog Maximilian I von Bayern erkennt, dass Weissbier ein ideales Erfrischungsgetr�nk f�r die
                       Bev�lkerung und nicht gesundheitsgef�hrdend ist. Er bringt nach und nach alle Brauereien
                       Bayerns, die oberg�riges Weissbier herstellen, in Staatsbesitz und errichtet so ein Staatsmonopol
                       auf das Brauen von Weissbier. Damit soll der Staatshaushalt saniert werden. Denn seit 1572 liegt
                       auf Weissbier die vierfache Steuer von Braunbier. Als Ausgleich f�r den Versto� gegen das
                       Reinheitsgebot leistet Maximilian eine Bu�abgabe an die Landschaft.

1683 n. Chr.    Bayerische Truppen im Siegesrausch:
                       Die bayerischen Truppen, die vor Wien gegen die T�rken k�mpfen und am Ende als Sieger vom
                       Feld gehen, werden �ber die Donau mit Weissbier aus Bayern versorgt.



                                     1780 n. Chr.    Paulaner-Brauerei:
                       Aus dem Jahr 1634 stammt die erste Urkunde, eine Klage anderer Brauereien, weil das Bier,
                       welches nicht selber von den M�nchen in der Fastenzeit getrunken wurde, an Arme verschenkt
                       bzw. im Kloster ausgeschenkt wurde.Erst im Jahr 1780 durften die Paulaner-Brauerei offiziell
                       uneingeschr�nkt Bier ausschenken. Die Jahresproduktion lag damals bei gut dem vierfachen
                       gegen�ber den anderen Brauereien.


  
1798 n. Chr.    Ende des Weissbiermonopols in Bayern:
                       W�hrend des 18. Jahrhunderts verliert das Weissbier immer mehr an Bedeutung. Die Biertrinker
                       wenden sich verst�rkt dem Braunbier zu. Als Konsequenz daraus hebt Kurf�rst Karl Theodor
                       von Bayern das Weissbiermonopol auf.



                                   1363 n. Chr.    Erdinger Weissbier:
                       Gr�ndung der Brauerei in der Kordonhausgasse 8 vom Erdinger Johann Kienle.



2000 n. Chr.    Weissbier im Aufschwung:
                       Seit den 60er Jahren erlebt das Weissbier einen nachhaltigen Aufschwung. Immer mehr
                       Brauereien nehmen diese bayerische Spezialit�t in ihr Sortiment auf. Und auch heute noch sind
                       die Bayern Weltmeister in der Kunst des Weissbierbrauens. Aus dem einstigen f�rstlichen
                       Privileg ist ein Genuss geworden, der die ganze Welt und mich erfrischt ...       
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