Christopher Gohl
Die Filme Woody Allens und die jüdische Tradition
Prof. Dr. Peter Drexler
Uni Potsdam, Sommersemester 99

Zelig sind die Juden der Moderne
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Woody Allen & die Diaspora-Situation

 Autor: Christopher Gohl, [email protected]
Matrikel Nummer 136683
April 2000

 Gott fragte Adam: "Wo bist Du?" Was heißt das? Die Heilige Schrift ist ewig: jede Zeit, jede Generation und jeder Mensch sind in ihr beschlossen. Darum fragt Gott eigentlich jeden Menschen zu jeder Zeit: "Wo bist Du in Deiner Welt?"
Rabbi Schne ur Salman aus Reussen

Wann immer wir Daseinsfragen stellen, stoßen wir auf das Fremde. Wer bin ich? Wo bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? - all dies sind Fragen, welche das Fremde in mir befragen.
Vilém Flusser, aus: Jude sein - Essays, Briefe, Fiktionen

Wir wandeln in uns selbst als die einzige Wirklichkeit in einem Schattenreich unerlöster Möglichkeiten unser selbst.
Georg Simmel, zitiert in Margarete Susman: (see bibliography)

"Weil er uns Angst macht, stellt der Fremde unsere eigene Rolle in der Gesellschaft in Frage. Ich muß ihn mir ansehen, um zu begreifen, daß auch ich, in den Augen eines anderen, ein Fremder sein kann. Für ihn wäre ich jemand, der ihm Angst macht. Betrachtet man die ganze Menschheit, so kann man schließen, daß wir allesamt Fremde sind. Wir alle tragen etwas in uns, das uns nicht gehört, das wir nicht enträtseln, in das wir nicht vordringen können. Weil er mir auf eine Weise ähnlich ist, erschreckt mich der Fremde. Letztlich fürchte ich ihn nur, weil ich vor mir selbst erschrecke. Wie, wenn ich der andere wäre? Die Wahrheit ist: er gleicht mir."
Elie Wiesel, zitiert auf einer Tafel der Ausstellung "Der Fremde" in der Jugendherberge Dresden, 1999

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