[Holia, Mond der Stürme 998]

 

Der Winter wurde erstaunlicherweise ein recht milder Winter, was die Kälte anging. Es gab kaum Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im Mond der Stürme, und normalerweise war es in jenem Mond immer ziemlich kalt. Dafür war das Wetter so schlecht wie es selten in den vergangenen Wintern gewesen war. Es regnete fast jeden Tag, und ein rauher Sturm fegte über das karge, trostlos wirkende Land. Bald würde der Wintermond beginnen.

"Vater Himmel ist böse auf uns," sagte Ram Derran mürrisch und blickte in den wolkenverhangenen Himmel auf. Es grollte von oben, wie zur Bestätigung seiner Worte. Pakuna sah ihren Mann ängstlich an.

"Ram..." flüsterte sie, und der Schamane sah vom Fenster ab und seine hübsche Frau an.

"Wir müssen uns um Zoras‘ Ritual kümmern," sagte der Mann dumpf. "In ein paar Tagen wird er sechzehn und ist noch immer kein Mann, verdammt – Vater Himmel grollt über uns, und Mutter Erde wird von dem ewigen Regen davonschwimmen, Pakuna! – Wir müssen das Blutritual so schnell wie möglich mit ihm durchziehen... ansonsten – überleben wir diesen Winter vielleicht nicht."

Pakuna erstarrte.

"Aber – Ram-..." stammelte sie, "W-woher-... nehmen wir so schnell eine Frau dafür??! Wir haben jetzt seit Monden gesucht, aber-..." Ram Derran unterbrach sie, ohne sie anzusehen.

"Dann wirst du das Ritual mit ihm machen."

 

Die Frau fiel aus allen Wolken und glaubte im ersten Moment, sich verhört zu haben.

"W-... ... was??" stammelte sie dann, und jetzt sah Ram sie an.

"Du wirst ihm das Blutritual geben, Pakuna!" sagte er ernst, "Du bist eine gute Zauberin, an Macht muss das reichen! – Du weißt genauso gut wie ich, dass wir nie eine mächtige Magierin auftreiben können! – Im Endeffekt, wen schert es, hauptsache, er bekommt endlich das Blutritual!!" Pakuna starrte ihn an.

"A-aber – i-ich bin seine Mutter!!!" stieß sie hervor, "Ich kann doch nicht mit meinem eigenen Sohn schlafen!! – Das ist Inzest!!"

"NA UND??!!" fuhr Ram sie an, "In tausenden Familien sind ganze Generationen durch Inzest gezeugt worden!!! Es ist vielleicht keine edle Weise, aber es ist einfach momentan unsere einzige Möglichkeit, Pakuna!!"

"A-a-aber-...!!" keuchte die Frau, und sie wurde unter Rams messerscharfen Blick blass. "Ich – ich liebe meinen Sohn!!" rief sie dann, "Wenn ich ihn-... – i-ich kann ihn nicht wie einen Mann berühren, Ram!! Ich könnte ihm nie wieder in die Augen sehen!! Ich könnte nie wieder seine Mutter sein und ihn lieben wie meinen Sohn, wenn ich mit ihm schlafe!!"

"Willst du dich etwa gegen die Geister sträuben??!" schnauzte ihr Mann sie wütend an, "Du wirst das tun!!! Mit allem, was dazugehört!! Ich besorge dir die Materialien, und morgen nacht ziehst du das mit ihm durch!!!" Pakuna keuchte.

"Was, morgen schon??!!"

"Jawohl!" brummte Ram Derran, "Morgen! – Was brauchst du? Öl, Farbe?" Pakuna antwortete nicht – sie war schockiert. Wie konnte er von ihr verlangen, ihren Sohn zu berühren, wie sie normalerweise ihren Mann berührte? Nebenbei, wie konnte ausgerechnet Ram das recht sein? Er hasste Zoras doch so sehr... wieso war es ihm dann recht, wenn seine Frau seinen so verhassten Sohn berührte – und sich mit ihm vereinigte?

Pakuna sank leichenblass zu Boden, und sie spürte, dass ihr schlecht wurde.

"Und wenn er-... nicht will...?" flüsterte si tonlos, als Ram gehen wollte, und Ram Derran drehte sich in der Stubentür um und sah sie an.

"Der hat zu wollen!! Er muss dem Willen der Geister gehorchen!"

"Ram," stöhnte Pakuna, "Du weißt, was ich meine!!-... ... Eine Frau kann man zwingen, einen Jungen nicht! Wie soll ich ihn zu so etwas zwingen??! Er muss aus freien Stücken diese Lust aufbauen, und das wird er bei mir nicht können!!"

"Wozu hast du weibliche Reize??" fragte Ram Derran, "Reg ihn auf, verdammt!! Sieh mich nicht so an, ich weiß ja wohl am besten von uns allen, wie gut du stimulieren kannst, Pakuna!! – Und dann wirst du ihn so lange erregen, bis sein Körper schwach wird und dir gehorcht!! Weißt du-..." Der Mann sah seine Frau komisch an, "Der Geist muss da nicht mitspielen, Pakuna. Nur sein Körper muss mitspielen. Wenn du seinen Körper besitzt, hast du ihn rum!" Pakuna schluchzte.

"Oh mein Himmel, nein..." heulte sie, "Das – das kann ich nicht. Das kann ich nicht, Ram!!!"

"Meine Güte!!!" schrie Ram ärgerlich, "Du hast sogar an Arlons Schwanz rumgefummelt, da wirst du ja wohl auch an Zoras‘ rumfummeln können!!!"

"ALS OB DAS BEI ARLON FREIWILLIG GEWESEN WÄRE!!!!!" schrie Pakuna unter Tränen, "Das kann ich nicht!!! Ram, bitte-... – BITTE!!!"

"NEIN, ZUM TEUFEL!!!!" brüllte Ram Derran und schlug ihr heftig ins Gesicht, dass sie zu Boden stürzte. Pakuna keuchte und hielt sich die gerötete Wange. Ihre Lippe blutete, und sie starrte ihren Mann mit weit aufgerissenen Augen an.

"Du-... du schlägst mich...?" stammelte sie tonlos, und er sah verbittert zur Seite.

"Verdammt, ich-... – es tut mir leid!!!" schrie er verzweifelt, "Pakuna!!! Es geht einfach nicht anders!! – Versprich mir-... versprich mir, dass du das morgen tust!!! – Verstanden?" Pakuna schniefte.

"Ram... ... ..." Dann brach sie den Satz ab. Sie hatte keine Wahl.

 

"Wie jetzt, heute nacht??!" fragte Zoras ungläubig, als sich sein Vater vor ihm aufbäumte wie eine große, dunkle Gewitterwolke, und in jedem Moment könnte daraus ein tödlicher Blitz auf Zoras schießen und ihn vernichten. Wie zur Untermalung seiner grauslichen Gedanken grollte der Himmel draußen, während Ram Derran noch schwieg.

"Was fragst du?" brummte der Mann, "Du wirst eben in dieser Nacht dein Blutritual bekommen, damit die Geister aufhören, uns zu zürnen, Zoras!! Hast du mich verstanden? – Wenn du dich sträuben willst... werden die Mächte der Schöpfung dich bestrafen." Zoras keuchte.

Er war noch nicht soweit. Er war absolut noch nicht soweit! Wie konnte sein Vater von ihm verlangen, aus heiterem Himmel ohne Vorwarnung plötzlich so eine Hürde zu überwinden? Er hätte gerne etwas Zeit gehabt, um sich seelisch darauf einzustellen, etwas derartig intimes über sich ergehen zu lassen – schmerzhaft wurde ihm bewusst, dass er diese Zeit nicht hatte. Es war schon nachmittag, er hatte also nichtmal mehr einen halben Tag.

"I-ich-..." stammelte er nur und senkte dann den Kopf. "Ja, Vater," kam dann dumpf als Zustimmung. Ram Derran seufzte.

"Ganz davon abgesehen verstehe ich dein Problem nicht," sagte er mürrisch, "Die anderen Widerlinge hier im Dorf sind doch alle völlig versessen auf Sex! – Und du..."

"Ich hab Angst, es zu verhauen, verdammt..." stammelte Zoras zitternd, und Ram Derran erstarrte. Zoras fragte sich, wieso er das vor seinem Vater zugegeben hatte. Noch nie war er so offen ihm gegenüber gewesen. Niemals wollte er sich irgendeine Schwäche oder eine Angst eingestehen. Warum tat er es jetzt? War die Angst so groß, dass er sie nicht bei sich halten konnte?

"Du Trottel," gab Ram zu hören und starrte Zoras entrüstet an, "Meine Güte, du hast doch ganz andere Dinge vor! Wie war das, vor ein paar Jahren hast du große Töne gespuckt, du wolltest Geisterjäger werden??! – Und dann hast du Angst vor Sex??!!"

"N-nicht vor dem, was passiert!!!" versuchte der Junge völlig verlegen, sich rauszureden, "Nur davor, dass ich das nicht kann!! – I-ch weiß doch garnichts darüber-..."

"Erwartest du, dass ich dir zeige, wie man einen Schwanz benutzt, oder wie??!" empörte sich sein Vater, "Himmel, wenn du Held dir selbst die obere Magie beigebracht hast – wozu normalerweise spezielle Lehrer da sind – wirst du ja wohl fähig sein, mit einer Frau zu schlafen!! Und wenn es das erste und letzte Mal ist, dass du das tust!! Du wirst das heute nacht tun, kapiert??! Du bist fast sechzehn, es wird höchste Zeit, dass du ein Mann wirst, du Null!" Zoras sah betrübt zur Seite. Er wollte trotzdem nicht.

"Und wer... ist die Frau, mit der ich schlafen soll, Vater...?" fragte er dann leise. Ram Derran zögerte mit der Antwort.

"Deine Mutter," kam dann dumpf, und der Mann verließ Zoras‘ Zimmer einfach. Zoras erstarrte und riss den Kopf hoch, im selben Moment krachte draußen ein gewaltiger Donner aus dem schwarzen Himmel, und der Regen wurde stärker.

"W-... WAS??!!" schrie er dann und stürzte zur Tür, "VATER!!! – D-das ist nicht dein Ernst!!"

"Und ob!!" blaffte Ram Derran ihn an, "Wir haben einfach keine andere Frau, die das übernehmen könnte, also wird Pakuna es tun!! Weder du noch sie wird sich sträuben, verstanden??!!" Zoras war so schockiert, dass er nichtmal einen Ton herausbekam. Als er Ram nicht widersprach, ging sein Vater einfach. Zoras blieb im Türrahmen stehen, unfähig, sich zu bewegen.

Seine Mutter. Er würde in der kommenden Nacht seine eigene Mutter berühren müssen wie eine Frau. Seine Mutter, die der einzige Mensch auf der Welt war, den er liebte. Die der einzige Mensch war, der ihn liebte. Zu keinem Menschen der Welt hatte er jemals so eine Beziehung gehabt wie zu seiner Mutter, nichtmal zu Chenoa, obwohl er sie gemocht und sehr geschätzt und respektiert hatte. Bei Chenoa war das etwas anderes gewesen als das, was es bei Pakuna war. Nach dieser Nacht würde sich seine Beziehung zu seiner Mutter erheblich ändern, das wusste er. Er sank mit einem Keuchen zu Boden, als seine Beine ihm ihren Dienst versagten. Er hatte das Gefühl, dass seine Knie wie Pudding waren, und seine Füße waren nicht fähig, ihn länger zu tragen. Und niemals zuvor hatte er sich mehr gewünscht, das verdammte Ritual niemals machen zu müssen.

 

Der Abend kam so schnell. Viel zu schnell für den Jungen, und mit allergrößter Mühe schleppte er sich auf den Befehl seines missgelaunten Vaters hin ins Badezimmer. Seine Beine hatten keine Lust, sich zu bewegen, und er hatte auch keine Lust, sich zu bewegen.

"Stell dich nicht so beschissen an, du Nichtsnutz!!" pflaumte Ram Derran ihn an und knallte die Badezimmertür zu, "Du wirst das schon überleben, zum Geier!!"

Zoras war sich nicht sicher, ob er es überleben würde, dachte er unsicher, als er weiß wie eine Wand auf den Boden des Badezimmers sank und zitternd mit seinen Händen durch seine schwarzen Haare fuhr.

"Jetzt zieh dich aus und wasch dich gefälligst!!" kam Rams Stimme noch ärgerlich von draußen, "Oder soll deine Mutter im Bett Wurzeln schlagen??!!"

"Ja – JA, VERDAMMT!!!" brüllte Zoras, "Immer mit der Ruhe!! Ich-... ich mach ja..." Er zitterte am ganzen Körper, und er hörte erleichtert, wie sein Vater wegging. Er klammerte sich an der Zinkwanne fest, in der noch etwas kaltes Wasser war. Ihm wurde übel, als er an das dachte, was passieren würde, wenn er ins Schlafzimmer gehen würde. Und das musste er, ob er wollte oder nicht. Widerwillig zog er sich komplett aus und hockte sich immer noch zitternd wieder auf den kalten Boden des Zimmers.

Verflucht, ist mir schlecht-... ... – ich kann doch nicht-... mit meiner Mutter-...! Oh mein Himmel, nein...

Nervös fuhr er sich durch die Haare und griff dann einen zerfetzten Lappen, den er in die Zinkwanne tauchte, um sich dann flüchtig mit dem nassen Stück Stoff zu waschen. Als er fertig war und den Lappen schon wieder wegpacken wollte, stutzte er plötzlich.

Zu... zu schnell... dachte er völlig neben sich, Das ging zu schnell, das war nicht genug-... – ich darf-... die Geister nicht beleidigen!! Er kniff verzweifelt die Augen zu und tauchte den Lappen erneut ins Wasser, um sich nochmal ausführlicher zu waschen. Im Spiegel sah er die hässliche Tätowierung auf seinem Rücken und seinem Bein, und er keuchte und klammerte sich an die Wand, um nicht umzukippen. Ihm wurde ganz plötzlich schwindelig, und mit einem Husten brach er wieder vor der Toilette zusammen und starrte unentwegt ins Leere.

Scheisse, ich glaub, ich muss kotzen-... Er hob zitternd die Hände zu seinem Mund und wartete fast darauf, dass sein Magen sich zusammenziehen würde und er sich übergeben müsste – aber es kam nichts. Nichts geschah. Resigniert stand er nach einer Weile endlich wieder auf und band sich ein Handtuch um die Hüften. Wieso konnte diese Nacht nicht einfach übersprungen werden? Wieso gab es kein Gerät, an dem er nur einen Schalter betätigen musste und damit einfach zum nächsten Tag springen könnte? Dann hätte er das Ritual hinter sich, ohne es bemerkt zu haben. Er fragte sich, ob er nicht eine Vollnarkose bekommen könnte, dann würde er es nicht merken. Andererseits funktionierte die Geschichte nicht, wenn er unter Narkose stand – bei Frauen würde das gehen. Aber er war ein Junge, und bei dieser Geschichte waren seine Instinkte von Bedeutung. Mädchen hatten es in dem Punkt echt leichter, dachte er sich verbittert, als er sich aus dem Bad schlich und sich dann widerwillig auf den Weg ins Schlafzimmer machte – da würde Pakuna auf ihn warten, um ihn dann so zu berühren, wie eine Frau einen Mann berühren sollte.

Zu seinem Glück ließ Ram nichts mehr von sich hören. Das Gemecker seines Vaters war wirklich das Letzte, was er jetzt gebrauchen konnte. Vielleicht hatte Ram ihn auch garnicht gehört, wie er aus dem Badezimmer gegangen war. Eigentlich scherte es ihn einen Dreck.

Vor der Schlafzimmertür blieb er kurz stehen und sah stumm auf die Türklinke.

Okay – wenn ich da jetzt reingehe-... werde ich das hinter mich bringen müssen. Mit meiner Mutter. Er senkte bitter den Kopf. Scheisse... – w-wieso – wieso ich, verdammt??!! Damit ergriff er wütend die Türklinke, stieß die Tür auf und platzte ins Schlafzimmer – und er wurde still.

In dem Raum gab es nicht mehr als das eine, große Bett, das immer da stand. Das Bett seiner Eltern. Zoras sah Pakuna auf dem Bett sitzen, sie kehrte ihm den Rücken zu. Auf dem Boden standen diverse Kerzen, deren Flammen den Raum spärlich erhellten. Draußen war es dunkel, und der Regen platterte ununterbrochen gegen das kleine Fenster im Raum. Zoras sah stirnrunzelnd seine Mutter an, während er die Tür zögernd hinter sich wieder schloss. Sie war nackt, und im Schein der Kerzen sah er die mit Farbe aufgemalten Muster auf ihren Armen und ihren Oberschenkeln.

"Du bist... also da..." flüsterte die Frau fast unhörbar vor ihm, und er fuhr zusammen, als er plötzlich ihre Stimme hörte.

"M-...Mutter!" keuchte er, und Pakuna drehte sich zu ihm um – ihre großen, braunen Augen waren weit aufgerissen und strahlten dasselbe, schreckliche Gefühl aus, das er selbst auch spürte.

Sie wollte das genauso wenig wie er.

Als er ihr ins Gesicht sah, sah er auch die Muster auf ihrem Gesicht, dann auf ihren Brüsten und ihrem Bauch.

"Sag nicht Mutter..." flüsterte Pakuna leise, "Zoras – sag nicht-... meinen Namen, solange wir hier sind... – du weißt, warum... wir hier sind?" Zoras sah zur Seite.

"Ja. Natürlich."

"Die Geister wollen-... dass du endlich den Zauber empfängst, der dich zum Mann macht, Zoras... du bist sehr spät dran..." Er sah verlegen auf seine Füße. "Und die Geister wollen-... dass ich dir diesen Zauber gebe... es ist-... ihr Wille – und wir beide müssen uns dem beugen, weil wir Schamanen sind." Zoras seufzte.

"Ich weiß nichtmal, was ich tun muss..." stammelte er, und Pakuna erhob sich etwas, bevor sie eine Hand hob und ihn mit ihren riesigen Augen ansah.

"Komm," sagte sie leise, "Komm hierher und-... setz dich hin..." Er hörte genau, dass ihre Stimme zitterte. Er tat ihr den Gefallen und setzte sich zu ihr auf das Bett – im nächsten Moment zog sie an dem Handtuch, das um seinen Unterkörper gewickelt war, bis der Knoten sich löste und das Handtuch von seinen Seiten rutschte. "An sich ist dieses Blutritual... weit mehr als nur eine Sache der Körper und des Fleisches," sagte Pakuna langsam, "An sich ist es... eine Sache des Geistes, Zoras... – ich werde dir dieses... geistreiche am Ritual... nicht geben können, das wissen wir beide, und-... Ram weiß das auch." Der Junge erzitterte.

"Mir ist schlecht..." murmelte er, und Pakuna griff hinter sich und holte einen kleinen Becher mit Flüssigkeit hervor.

"Das ist das rituelle Getränk aus Blut und gegorenem Beerensaft," erklärte sie ihm, "Du – musst das jetzt trinken. Es wird dir helfen, die Trance zu bekommen, die du brauchst-... und ich fürchte-... dass du eine weitaus stärkere und heftigere Trance brauchen wirst als andere Jungen in dieser Situation..."

Zoras trank das Gebräu, es schmeckte widerlich. Er wusste, wovon Pakuna sprach, und warum er eine stärkere Trance brauchte als andere. Die Trance würde seine Sinne benebeln und es ihm leichter machen, damit frtig zu werden, mit seiner Mutter zu schlafen. Obwohl das Getränk ekelhaft war, trank er alles aus, in der Hoffnung, nachher so betrunken zu sein, dass er nicht mehr wissen würde, dass es Pakuna war, mit der er schlief – er würde sie vielleicht für irgendeine andere Frau halten, und dann wäre es egal, ob er mit ihr schlief oder nicht.

Er spürte, wie das Gebräu ihn schwindelig machte und wie ihm plötzlich heiß wurde. Die Übelkeit nahm zu seinem Pech ebenfalls zu, und er fasste keuchend nach seinem Kopf, als er sich wieder am liebsten übergeben hätte – dann spürte er Pakunas Hände über seine Brust streichen, und er fuhr zusammen.

"Nnh-... w-was-...?" stammelte er etwas wackelig, und ihr hübsches Gesicht tauchte vor ihm auf.

"Shhht," flüsterte sie ängstlich, "Sei still, Zoras... bitte... lass einfach... den Zauber geschehen..." Er blinzelte und sah, wie sie eine kleine Schale mit Öl hervorholte und ihre Hände hineintauchte. Sie bestrich seine Schultern, seine Brust, seinen Bauch und dann sein Gesicht mit dem rituellen Öl, schließlich seinen ganzen Körper. Er ließ es zitternd über sich ergehen und versuchte, seine Übelkeit zu unterdrücken. Verkrampft schloss er die Augen und krallte sich an en Laken im Bett fest, als er Pakunas Hände über seine Oberschenkel streicheln spürte. Mit einem mal merkte er zu seinem Entsetzen, wie seine Haut reagierte, als Pakuna ihn weiter berührte und sanft das Öl verteilte. Die Stellen, die sie berührten, brannten wie Feuer, und er keuchte leise, als ihm wieder heiß wurde.

Was ist das? fragte er sich selbst, Warum brennt meine Haut?... Wieso ist es so warm hier...?

Er erzitterte, als Pakuna von ihm abließ und die Ölschale auf den Boden zu den Kerzen stellte. Langsam öffnete er die Augen und sah die Frau vor sich an, die ihn jetzt langsam ins Bett niederdrückte, bis er auf dem Rücken lag, und sich über ihn beugte. Zoras starrte sie an, und sie erwiederte seinen völlig verwirrten und fast ängstlichen Blick.

Warum? fragte er sich tonlos.

"Wehr dich bitte nicht-..." stammelte Pakuna ängstlich, "Zoras... bitte – bitte wehr dich nicht..." Er verstand nicht, wogegen er sich in dem Moment hätte wehren sollen, aber er wurde eines Besseren belehrt, als er plötzlich ihren Hand von seinem Bauchnabel hinunter bis in seine Intimzone fahren spürte. Zuerst wollte er zappeln, aber er sollte sich ja nicht wehren – stattdessen starrte er Pakuna mit aufgerissenen Augen an, als sie ihn plötzlich da berührte, wo kein Mensch der Welt ihn jemals berühren durfte. Sofort fing er auch in der Mitte zu brennen an, er spürte, wie die Flamme ausschlug und wie es schmerzte und kribbelte, schließlich gab er ein völlig perplexes Keuchen von sich und krallte sich noch fester an die Decke.

"O-oh mein Himmel-...!!" keuchte er, "Bitte nicht – bitte nicht da, Mutter!!-..."

"Ich muss!" flüsterte Pakuna verzweifelt, "Bitte-..." Sie beugte sich zu ihm herunter und flüsterte ihm ins Ohr: "Verzeih mir, Zoras... mein Liebling-... – bitte verzeih mir das hier!"

"Himmel – Himmel, nein-...!!" stöhnte Zoras, als sie ihre hand an seiner Männlichkeit bewegte, und er spürte wieder, wie in ihm plötzlich das Feuer der Hitze aufflammte. Während ihre eine Hand an seinem Glied ausharrte, bewegte sich die andere jetzt langsam über seine vom Öl glänzende Brust, über seinen Bauch und wieder über seine Brust, und sie fuhr mit den Fingern seine Rippen nach und hinterließ damit eine brennende Spur aus Feuer auf seiner Haut. Zoras keuchte und kniff entsetzt die Augen zu, als sein ganzer Körper brannte und kribbelte, und ihm wurde noch schlechter als vorher. Das Feuer brannte auf ihm, in ihm, überall, und er hatte das Gefühl, dass es ihn zerreißen wollte. Er spürte, wie Pakuna sich wieder über ihn beugte, ihre langen, offenen Haare strichen über seinen nackten Körper und kitzelten ihn. Keuchend drehte er den Kopf zur Seite, als er das Feuer in seinen Lenden aufflammen spürte. Sein Körper reagierte ganz eindeutig auf die Berührungen der Frau, die ihn dermaßen erregten – er wollte nicht, dass sein Körper reagierte. Er hätte am liebsten vor Wut darüber laut geschrien. Wieso reagierte sein Körper auf seine eigene Mutter? Warum?! Sein Geist wollte die Vereinigung kein Stück mehr als vorher – sein Körper schon.

"Bitte-..." stammelte Pakuna, "E-es wird alles gut werden, Zoras – sträub dich nicht, die Geister-... dürfen nicht beleidigt werden!" Er sah ihr ins Gesicht und blinzelte. Sie hatte in ihrem Gesicht mit der Farbe um ihre Augen herumgemalt. Zoras erkannte jetzt die tiefen Ringe unter ihren Augen, die sie mit der Farbe zu verstecken versuchte – sie hatte geweint. Sie hatte geweint, weil sie ihn so berühren musste – weil sie ihm damit wehtun musste. Nicht körperlich, aber seelisch. Nichts war schmerzhafter als die Beziehung zu der einzigen Person der Welt, die er liebte, durch so etwas beenden zu müssen. Er würde Pakuna nie mehr ins Gesicht sehen können nach dieser Nacht.

Zoras sah betreten auf seine Brust.

"Ich sträube mich garnicht..." sagte er unsicher, "I-ich – ich will das nicht – m-mein Körper hat einen anderen Willen als ich, Mutter!! Ich weiß nicht, was ich tun soll-...!"

"Shhht..." kam von ihr, "Sei ruhig, Zoras-... es ist nur-... der Zauber, der dich berührt... der dich in Flammen setzt, Zoras..."

In der Tat, das tat er. Ihn in Flammen setzen. Mit einem Seufzen beugte Pakuna sich hinunter zu seinem Hals und berührte ihn ganz zärtlich mit den Lippen, und Zoras kniff die Augen zu, als das Feuer sich in seinen Lenden ausbreitete und seinen Körper zu elektrisieren schien.

Zoras spürte, wie Pakunas Hand sich wieder an seiner Männlichkeit bewegte, gleichzeitig spürte er ihre Lippen an seinem Hals und seinem Schlüsslbein, und wie die Berührung ihres Mundes war wie ein Schwall flüssiges Feuer auf seiner Haut. Er gab ein verzweifeltes Keuchen von sich, als ihre andere Hand über seine Lenden fuhr, rauf und runter, und sein Körper spielte das widerwärtige Spiel mit, sein Körper reagierte auf sie und ließ sich erregen und stimulieren, obwohl sein Geist sich so sehr sträubte wie es nur möglich war. Pakuna berührte ihn stillschweigend weiter und ließ jeden Zoll seines Körpers vor Verlangen brennen, und als er ihre Lippen seine Brustwarze berühren spürte, konnte er ein lustschweres Stöhnen nicht mehr unterdrücken – sein Körper ging mit ihm durch, und Zoras wurde fast rasend zornig, als er das erneut feststellte. Die Frau musste, um die Geister nicht zu erzürnen, an Zoras‘ schwache Punkte appellieren, und das tat sie, als sie mit der Hand heftiger über sein Glied strich und mit der Zunge kurz in seinen Bauchnabel fuhr. Plötzlich schoss die Lust wie eine Stichflamme in ihm hoch, und er stöhnte vor Verlangen nach der Vereinigung auf und hob leicht die Hüften, als er spürte, wie er vor Erregung unter Pakunas Hand hart wurde. Noch nie hatte er so eine unglaubliche Hitze in sich gespürt, und niemals zuvor hatte er dieses Gefühl der Lust gespürt, es verwirrte ihn und machte ihm Angst.

Hör auf, Derran... befahl er sich innerlich, Bitte!! Hör auf, zu reagieren, verdammt!!-... Doch er war wie gelähmt vor Erregung und hatte seinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Er drehte keuchend den Kopf zur Seite und griff hysterisch nach den Laken, um sich an irgendetwas festzuhalten, als ihm wieder übel wurde. Das gleichzeitige Gefühl von Verlangen und Übelkeit war furchtbar, und er wünschte sich emhr als je zuvor, es wäre einfach vorbei.

Dann erhob sich Pakuna von ihm und sah ihn traurig an, als er zu ihr aufsah. Im Licht der Kerzen glänzte ihr ebenfalls eingeölter Körper. Ihre Haare fielen ihr verspielt über die Schultern, und Zoras keuchte, als ihm klar wurde, wie hübsch sie war – und dass ihr Anblick seine männlichen Instinkte erneut erregte. Er behielt krampfhaft seine Hände bei sich, obwohl er plötzlich aus unerfindlichen Gründen das starke Verlangen spürte, die Frau zu berühren. Pakuna setzte sich auf ihn und strich ihm langsam über den Bauch und über seine Lenden, bis er wieder stöhnte und seinen Rücken durchbog. Während sein Körper unter dem Feuer fast verbrannte und es kaum noch aushielt, schrie seine Seele im Inneren wutentbrannt so laut sie konnte und hätte sich am liebsten von ihrer Hülle befreit.

"M-Mutter-...!" stöhnte er und schloss die Augen, "I-ich kann nicht – ich kann das nicht-...!"

"Um Himmels Willen, du kannst!" keuchte Pakuna erschrocken und sah auf seinen Intimbereich, "U-und wie du kannst, Zoras-... lass den Zauber dich... zum Mann machen... – und nenn mich nicht Mutter, bitte-... nicht jetzt..." Er stöhnte auf, als sie sich erneut erhob, und er drehte den Kopf zu ihr hin, als sie sich wieder über ihn beugte und sich breitbeinig über seinen Unterkörper kniete. Er zitterte vor Erregung, sein Bauch bebte, und Zoras stöhnte auf, als Pakuna mit der Hand nach seiner pulsierenden Erektion griff und sich wieder über ihn beugte – dann stieß sie ihn langsam in ihren Unterkörper hinein, und zum ersten mal in seinem Leben drang er in eine Frau ein; obwohl sein Geist sich sträubte. Pakuna keuchte, und er konnte erneut ein lustschweres Stöhnen nicht zurückhalten, in dem Moment beugte sie sich, nun mit ihm vereint, wieder über ihn und strich ihm mit traurigen Augen über das Gesicht. "Mein Himml, verzeih mir..." flüsterte sie, und Zoras keuchte. Plötzlich war nur noch Hitze um ihn herum, als läge er im Feuer. Sein Körper brannte, alles an ihm brannte. Es schmerzte, und er keuchte wieder und drehte rasch den Kopf zur Seite, als er merkte, wie auch seine Hände brannten und die Frau auf ihm gerne angefasst hätten. Pakuna merkte, dass er schwer mit sich kämpfte, und sie kämpfte ebenfalls mit sich, um sich der Geister zuliebe dazu durchzuringen, sich auf ihm zu bewegen – sich zu bewegen, wie sie sich für Ram bewegte, wenn sie mit ihm schlief. Sie könnte sich einfach vorstellen, Zoras wäre Ram – er sah ihm äußerlich auch relativ ähnlich, er war nur kleiner und schmaler als sein Vater.

Zoras stöhnte, als Pakunas Bewegungen ihn erneut stimulierten, er hatte das Gefühl, immer mehr anzuschwellen vor Erregung – dann verlor er gänzlich die Kontrolle über seinen Körper, und er griff Pakunas Arme und zog sie zu sich herunter. Sie keuchte leise seinen Namen, als er anfing, ihren Körper zu streicheln, ihre Arme, ihren Bauch, ihre runden Brüste, und sie bewegten sich weiter, fanden einen gleichmäßigen Rhythmus. Pakuna sah ihm groß ins Gesicht, und er fuhr ihr hastig über die Hüften und auf ihren Rücken, bevor er sie zu sich herunterzog und sie dann verlangend auf den Mund küsste.

Nein!! schrie er innerlich, Aufhören, aufhören!! HÖR AUF, ZORAS!!!! VERDAMMT NOCHMAL, SIE IST MEINE MUTTER!!!!

Aber sein Körper hörte nicht auf ihn. Das Getränk stieg ihm immer mehr zu Kopf und benebelte sämtliche seiner Sinne, während ein Hitzeschwall nach dem anderen seinen Körper überrollte, jedes mal, wenn er wieder tiefer in sie eindrang, sich etwas zurückzog und dann wieder eindrang. Pakuna bog keuchend ihren Rücken durch und schrie seinen Namen, als er ihre Hüften fasste und ihren heißen Unterkörper fest an seinen presste. Er hasste seinen Körper, er hasste dieses Feuer um ihn herum – in ihm. Mit jedem Stoß wurde es ihm abstoßender, und er spürte die Übelkeit mit aller Heftigkeit zurückkehren, ihm wurde schlecht.

"Verdammt-...!" stöhnte er völlig neben sich und wunderte sich darüber, dass er noch sprechen konnte, "V-verdammt, ich-...!"

"Es tut mir leid – es tut mir leid!" keuchte Pakuna über ihm und bewegte sich schneller, er brauchte ein bisschen, um sich dem Tempo wieder anzupassen, und er stöhnte vor Lust erneut auf, als sie mit den Händen seine Brust berührte und dann mit ihren Lippen und ihrer Zunge seinen Hals berührte. Er blinzelte erschrocken und keuchte, als die Frau ihn berührte, wie noch niemals irgendjemand ihn berührt hatte, und das Feuer in seinen Lenden schlug wieder Stichflammen, als der Tanz auf seinen Höhepunkt zulief.

"P-...Pakuna-...!" stammelte er außer sich ihren Namen, "B-bitte – ich-... – i-ich muss-..."

"Sag nicht-... meinen Namen – Zoras!" stöhnte Pakuna, "Bitte..." Er konnte nicht antworten – er konnte nicht mehr sprechen, als er den Mund öffnete, war alles, was er hervorbrachte, ein erregtes Stöhnen, und er spürte, wie er plötzlich aufbrach wie ein vereister Fluss im Frühling – nur, dass es kein Wasser war, was herausbrach, sondern flüssiges Feuer... Laut schrie er ein letztes Mal Pakunas Namen, als sein Höhepunkt kam, und er presste seine Hüften gegen ihre, während sie sich mit einem Stöhnen zurückbog. Sie beide erreichten die Höhen der Lust, bevor sie erschöpft in sich zusammenbrachen und sich dann zitternd in den Armen lagen.

Hosted by www.Geocities.ws

1