4. Texte und Materialien aus dem internationalen Netz:
(Literaturhinweise und weitere Netzadressen)
Die Auswahl der Artikel erfolgte einerseits um unterschiedliche Quellen im Originaltext zu zeigen, andererseits auch um auf die Schwierigkeiten bei einer geeigneten oder repräsentativen Auswahl zu diesem Thema hinzuweisen. Die im Rahmen der folgenden Texte ersichtlichen Ansichten müssen keineswegs mit der Meinung der Autoren dieser Arbeit identisch sein! Darüber hinaus weisen die Verfasser dieser Texte auf Problemstellungen hin, welche grundsätzlich sehr interessant sein mögen, für mathemtische Betrachtungen jedoch wenig ergiebig sind. Hierfür mögen auch Bücher oder Zeitschrieften zu den Themen Geographie, Philosophie etc. die geignete Literatur sein. Einige Aufgaben sind inhaltlich auf die Texte abgestimmt!
http://www.kaufering.de/Bevoelkerung/people.htm (Anzahl der Menschen auf dieser Erde)
Text 1
Angeblich geht der Mensch (Homo erectus) seit rund 2 Millionen Jahren
aufrecht durch die Welt. Dass es aber den Menschen kaum so lange geben kann,
soll folgendes Denkmodell zeigen: Nehmen wir an, dass im Jahre 3200 v. Chr. die Sintflut stattfand. Nach der Überlieferung befanden sich 3 junge Ehepaare auf der Arche. Wenn nun nach jeweils 30 Jahren eine Generation auf die nächste folgte, und von vier Ehepaaren drei jeweils zwei Kinder und ein Ehepaar drei Kinder bekamen, dann kommen wir aus diesen jungen Ehepaaren, die sich auf der Arche befanden, im Jahre 2000 n. Chr. auf rund 5,5 Milliarden Menschen. Diese Rechnung ist sehr nahe, an der heute bekannten Erdbevölkerung von 6 Milliarden Menschen. Heutzutage haben wir weltweit sogar eine durchschnittliche Kinderzahl pro Ehepaar von 3,5. Bei dieser hohen Zuwachsrate wären sogar nur 1500 Jahre nötig gewesen, um die heutige Bevölkerung zu erreichen. Anhänger der Evolutionstheorie meinen, dass die ersten Menschen (Homo Sapiens Sapiens) schon vor 40.000 Jahren gelebt hätten. Wäre dies so, und wären von 23 Ehepaaren zwei Kinder und nur von einem Ehepaar drei Kinder geboren worden, so läge die heutige Weltbevölkerung bei sage und schreibe 430 Milliarden Menschen. 40.000 Jahre sind also viel zu lange, geschweige 2 Millionen Jahre!
(http://www.walter-jandik.de/philosophie-014.htm)
Text 2, Das Wachstum der Erdbevölkerung
Bis zirka zum Jahre 1800 hat es gedauert, bis die menschliche Bevölkerung der Erde bei der stolzen Zahl von 1 Milliarde Exemplaren angelangt war. Dazu hat es zirka 2,5 Millionen Jahre gebraucht, wenn die Wissenschaft mittlerweile an ihren Zahlen festhält. Zu meiner Schulzeit, von 1948 bis 1958, hieß es noch, daß die Menschheit seit 500.000 Jahren besteht, und daß der Java-Mensch der älteste menschliche Einwohner unseres Planeten sei. Ob 500.000 Jahre oder 2,5 Millionen Jahre ist aber völlig belanglos, wenn es um das heutige Bevölkerungswachstum geht. Ob die Vermehrung auf 1 Milliarde in 2,5 Millionen oder in 500.000 Jahren erfolgt ist, ist bedeutungslos gegenüber dem Wachstum seit 1800 nämlich auf 2 Milliarden bis zum Jahre 1927, auf 3 Milliarden bis zum Jahre 1960 und, um es kurz zu machen, auf 6 Milliarden bis zum Jahre 1999. Dabei hat es eigentlich recht langsam angefangen. Seit Christi Geburt bis zum Jahre 1100 nach Christi waren es immer konstant zirka 300 Millionen Menschen. Im Jahre 1700 waren es etwa 600 Millionen, im Jahre 1850 waren es schon über 1,3 Milliarden Menschen.
Die weitere Hochrechnung -9 Milliarden für das Jahr 2043- macht mir persönlich schon seit vielen Jahren Angst und Bange, wenn ich an die Bedürfnisse dieser Menschenmasse denke.
(http://www.klimaschutz-durch-kernenergie.de/klimaschutz_d_kernenergie/kapitelzwei.htm)
Text 3: Am 9. Juli 1998 gab der United Nations Population Fund* die Pressemitteilung OBV/53 POP/675 heraus. Darin wurde mitgeteilt, daß die Weltbevölkerung im Jahre 1800 eine Milliarde erreicht hatte, und daß sie sich bis 1930 auf zwei Milliarden verdoppelt hatte. Es dauerte nur weitere 30 Jahre bis 3 Milliarden erreicht waren, und nur 14 Jahre später, 1974, waren es 4 Milliarden. 1987 war die Weltbevölkerung auf 5 Milliarden angewachsen. "Im Jahre 1999 werden doppelt so viele Menschen auf der Erde leben wie 1960"
Der United Nations Population Fund erklärte den 12. Oktober 1999 zum "Tag der 6 Milliarden." In nur 39 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt!
Sämtliche Experten sind sich einig, daß die Geschwindigkeit weiterer Verdoppelungen sich in der Zukunft reduzieren wird. Die Vereinten Nationen sagen voraus, daß die Bevölkerung zwischen 2050 und 2070 9,5 Milliarden Menschen erreicht. Es wird allerdings nicht das Ende der Verdoppelungen vorhergesagt, sondern lediglich, daß zukünftige Verdoppelungen länger dauern werden. Es sollte zu denken geben, daß nur zehn Verdoppelungen eine Multiplikation mit 1024 ergeben. Aus den jetzigen 6 Milliarden werden dann mehr als 6 Billionen... Wo werden all diese Menschen leben?
(http://members.ozemail.com.au/~bnbgames/6Bill_Deutsch.html)
Text 4: Wie viele Menschen erträgt die Natur? Die Umweltbelastung hängt ab von den Faktoren Bevölkerungsdichte (B), Ressourcenverbrauch pro Kopf (Konsumverhalten K) und Technologie (mehr oder weniger umweltbelastende Technik T): U = B x K x T Je nachdem, wie viel wir konsumieren und wie umweltschonend die von uns angewendete Technologie ist, erträgt die Erde mehr oder weniger Menschen. Nach William Rees und Mathis Wackernagel ("Our Ecological Footprint", 1996) beträgt die Fläche von ökologisch produktivem Land weltweit rund 9 Mrd. ha. Bei einer Weltbevölkerung von 6 Milliarden würde demnach pro Person 1,5 ha zur Verfügung stehen. Der Verbrauch ist aber sehr ungleich verteilt. Der "ökologische Fussabdruck" eines Menschen (dabei wird der Energieverbrauch in die dafür beanspruchte Landfläche umgerechnet) beträgt bei einem durchschnittlichen Lebensstandard wie in Indien 0,4 ha, bei einem europäischen Niveau 3-4 ha, beim USA-Level 5,1 ha. Rees und Wackernagel weisen darauf hin, dass der heutige weltweite (in Nord und Süd sehr unterschiedliche) Ressourcenverbrauch die langfristige Tragfähigkeit der Erde bereits um 30% übersteigt. Wenn alle Menschen soviel verbrauchen würden wie die Amerikaner, bräuchte es drei Erdbälle wie den unsrigen, um der Nachfrage nach Ressourcen zu genügen. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch bei einem angemessenen, bescheidenen Lebensstil etwa 2 - 3 ha benötigt, dann hätten auf der Erde 3 bis maximal 4,5 Mrd. Menschen Platz. Prof. Arthur A. Westing, Oslo, kam in einer 1990 erschienenen Studie zum Schluss, die Tragfähigkeit der Erde liege bei 2 Mrd. Menschen. 1994 kam die amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft zum gleichen Ergebnis. Auf ähnliche Resultate kamen die amerikanischen Professoren Paul Ehrlich und David Pimentel. Wie man auch rechnet, die heutige Zahl von 6 Mrd. Erdbewohnern ist in jedem Fall zu hoch.
(http://www.ecopop.ch/A5BEVOELKWELT/weltbev.html)
Text 5Würden wir die Erdbevölkerung auf genau 100 Menschen reduzieren und dabei alle heutigen Verhältnisse beibehalten, käme in etwa folgendes heraus: 57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Nord- und Südamerikaner, 8 Afrikaner; 52 Frauen, 48 Männer; 70 Nicht-Weiße, 30 Weiße; 70 Nichtchristen, 30 Christen. 6 Menschen besäßen 59% des Wohlstandes auf der Welt und alle 6 würden in den Vereinigten Staaten wohnen. 80 würden in unwürdigen Wohnungen leben. 70 wären Analphabeten.
50 wären unterernährt. 1 läge gerade im Sterben, 1 würde gerade geboren werden, 1 (ja, wirklich nur 1) hätte eine höhere Bildung, 1 besäße einen Computer (http://www.diegeliebte.de/nachdenkliches/erdbevoelkerung.htm)
Text 6, ZAHLENSPIELE, Rezension zu einem Buch Eigentlich sollte das Erreichen der Sechs-Milliarden-Grenze der Erdbevölkerung Anlass zum Jubeln sein und nicht zum Klagen, meint NOVO-Autor Frank Füredi. Doch mit solchem Zukunftsoptimismus stehen Leute wie er am Ende des Millenniums allein auf weiter Flur. Das Geschäft mit apokalyptischen Horrormeldungen boomt weiter. Heute bedrückt die vermeintliche Überbevölkerung die Alarmisten-Gemüter. Dabei zeigt eine nüchterne Betrachtung der Lage, dass auch das Gerede um die Sechs-Milliarden-Problematik heiße Luft ist. Auch ohne UN-Bevölkerungsprogramme sinken weltweit die Geburtenraten. Legt man niedrige Schätzungen zugrunde, so wird die Erdbevölkerung etwa ab dem Jahre 2035 wieder schrumpfen. Auch bei den mittleren Schätzungen wird die Wachstumskurve bald in die Horizontale übergehen. Von den hohen UN-Schätzungen kann getrost abgesehen werden, denn sie dienen primär als alarmistische Begründung, die eigene Bevölkerungskommission nicht auflösen zu müssen. Selbst wenn die Erdbevölkerung weiter anwüchse: warum sollte das automatisch zur Apokalypse führen? Der angebliche Zusammenhang zwischen Armut und Bevölkerungswachstum ist längst widerlegt. Und Platz gibt es auf diesem Planeten noch reichlich. Man bedenke: Siedlungen (das sind Straßen, Gebäude, Industrielagen usw.) belegen heute nur 0,36 Prozent der Kontinente und Inseln. 60 Prozent der Menschen konzentrieren sich auf 10 Prozent der Landfläche. Hingegen werden 40 Prozent der eisfreien Landfläche landwirtschaftlich genutzt, ein Drittel für Acker, der Rest als Weidefläche zumeist für Rinder und Schafe. Warum die Bevölkerungslobbyisten es dennoch nicht lassen können, die Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika mit Geburtenkontrollprogrammen zu überhäufen, lesen Sie ab Seite 12. Während die einen im globalen Maßstab vor zu viel Mensch warnen, lamentieren die anderen übers Gegenteil. Die Bevölkerung in Deutschland wird bis 2050 deutlich sinken, konstatierte kürzlich das DIW. Ähnlich ergeht es unseren europäischen Nachbarn. Problematisiert wird bei diesbezüglichen Zahlenspielen vor allem das Anwachsen des Anteils der Älteren. Dabei sind solche Verschiebungen in der Alterspyramide nichts Neues. Im Laufe des Jahrhunderts hat sich der Anteil der Älteren verdreifacht. Gleichzeitig haben die industrialisierten Länder einen enormen Wohlstandzuwachs durchlebt, weshalb man sich um die Alterung bislang keine Sorgen machte. (http://www.novo-magazin.de/43/43editorial.htm)
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(E mail, Thomas Anton Gobold)
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