Persönliches

Mein Profil

Jörg Lehmann;
Jahrgang 1964;
Diplom Pädagoge,
lösungsorientierter Berater,
systemischer Therapeut und Familientherapeut, nach den Standards der DGFS ausgebildet und anerkannt
(DGSF= Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie und Familientherapie),
systemischer Supervisor (IFS),
Heilpraktiker (Psychotherapie)


Das Konzept



Gesetzliche Grundlage
Die in der XXXXX Schule von mir angebotene Familienberatung deckt sich mit dem Auftrag im Rahmen der Hilfen zur Erziehung formulierten Ziele des KJHG § 28.

Sie soll SchülerInnen der XXXXX Schule und deren Familien bei der Klärung und Bewältigung individueller, familiärer und besonders schulbezogener Probleme unterstützen.

Meine Beratungsangebote umfassen im Schwerpunkt die Gewährung pädagogischer und der damit verbundenen therapeutischen Leistungen nach § 27 Abs. 3 KJHG, sowie Beratungstätigkeit nach § 28 KJHG und §31 KJHG (Erziehungsberatung und sozialpädagogische Familienhilfe)

2.0 Systemtheorie

Die systemische Sichtweise ist immer eine auf Ganzheitlichkeit ausgerichtete Sichtweise.
Klient ist immer das System. Jedes System - also auch jede Familie – ist in einer einmaligen Art des Zusammenlebens organisiert. Sie konstruiert durch ihren Umgang miteinander ihre spezifische Wirklichkeit, die u.a. durch bewusste und unbewusste Normen, Verhaltensweisen und Regeln bestimmt ist. Symptome entstehen dann, wenn diese Regeln und Normen der Lebenswirklichkeit nicht mehr entsprechen.

In einem System gibt es immer Interdependenzen, d.h. gegenseitige Abhängigkeiten der Familien-mitglieder sowie der anderen beteiligten Systeme (z.B. Schule, mit dem Subsystemen Klasse, Lehrer, Freundschaften etc.) untereinander. Die Familie ist ein offenes, soziales System und ihre Struktur äußert sich durch die Art und Weise wie die Mitglieder miteinander umgehen. Ähnlich strukturiert ist das System Schule, für die die folgende Ausführung ebenso gültig ist.

Wichtiges Element der Systemtheorie ist die Prozesshaftigkeit des Systems Familie, denn Verän-derung vollzieht sich nicht im Individuum, sondern zwischen ihm und den anderen Systemmitgliedern.
Ich gehe davon aus, dass jedes System die Fähigkeit hat, sich selbst zu regulieren (Autopoiese). Ist in einem System diese Fähigkeit gestört, kann es von außen wieder in Gang gesetzt werden. Symptome eines Einzelnen verstehen sich also nur im Sinnzusammenhang der Gesamtfamilie. Einerseits dient die Funktion des Symptoms zur Aufrechterhaltung der Homöostase, andererseits bietet sie die Chance zur Veränderung. An dieser Stelle suchen Familien neue Lösungen, sucht der Schüler im System Schule ebenfalls nach neuen Lösungswegen.

3.0 Konzept der lösungsorientierten Beratung / Familientherapie

Ich orientiere mich in meiner Arbeit nicht am Symptom eines einzelnen Familienmitgliedes, sondern an der aktuellen Lebenswelt des Schülers innerhalb des Kontextes Schule und Familie.

Probleme werden als Symptom gesehen, als Zeichen, dass das Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist. Systemisches Vorgehen beabsichtigt, die eigenen verdeckten Ressourcen zu aktivieren. Hierbei steht weniger das traditionelle Ursachen – Wirkung – Denken im Vordergrund, sondern die zirkuläre vernetzte Sichtweise.

Der Beratungsdienst versteht sich als Angebot für SchülerInnen in Problemsituationen. Diese können sich äußern durch auftretenden Leistungsabfall, durch (plötzliches) auffälliges Verhalten, einsetzendes Fernbleiben vom Unterricht sowie andere Faktoren, welche durch die Lehrkräfte als entwicklungs-hemmend und schädlich für den Schüler/die Schülerin wahrgenommen werden.

Das Ziel ist meiner Beratung ist es zum einen durch lösungsorientierte Fragetechniken die Sicht auf die Problemsituation durch neue Blickwinkel zu verändern und zum anderen bei familiären Problemen, festgefahrenen Familienstrukturen zu verändern, d.h. aktuelle Krisen – bzw. Spannungssituationen zu bewältigen. Die bisherige Sicht des Schul- und Familiensystems wird erweitert, neu vernetzt und verknüpft, der Sinn des Symptoms in einen größeren Zusammenhang gestellt.

Einen wichtigen Bestandteil systemischer Diagnostik stellt die Erfassung der Struktur des jeweiligen Systems dar. Die diagnostische Beschreibung der Symptomatik und deren Auswirkung auf das Umfeld geschieht vorwiegend in Form von zirkulären Hypothesen, die vergangenheits-, gegenwarts – und zukunftsbezogen miteinander verknüpft sind (Mehrgenerationsperspektive bei Familien).

In der lösungsorientierten Kurzzeittherapie geht es darum, die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was schon jetzt gut läuft, auf Ausnahmen vom Problem(verhalten), auf Kompetenzen und Ressourcen über die Schüler bereits verfügen und die sie nutzen könnten, um eine für sie erfreulichere – und somit wünschenswertere – Zukunft zu nutzen. Sie blendet nicht die Seite des Problems aus, sondern sieht darin nur die eine Seite der Medaille.

Das bedeutet ebenso, das niemand ein Problem haben kann, ohne nicht schon eine Idee der
Lösung im Sinn einer wünschenswerten Situation zu haben. Geleitet ist diese Idee von der Überzeugung, dass Menschen ihr Leben selbst gestalten und organisieren können.
Lösungsorientiertes Arbeiten zielt darauf ab, mit den KlientInnen konkrete, beobachtbare und
positiv definierte Ziele, die in ihrem Einflussbereich liegen, in kleinen Schritten zu erarbeiten und zu entwickeln. Der Fokus auf Ausnahmen, kleine Änderungen und Ressourcen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Schwerpunkt der Arbeit auf Erfolg und Fortschritt liegt.

Positive Wertschätzung, Echtheit und Empathie sind unabdingbare Voraussetzungen für den
Verlauf eines effektiven Beratungsprozesses.

4. Zielgruppe

Bei der lösungsorientierten / systemischen Familienberatung handelt es sich um eine Hilfestellung für Schüler und deren Familien, bei denen nicht krankheitswertige Symptome oder Störungen im Vordergrund stehen, sondern schulbezogene Probleme, Lebensbewältigungsschwierigkeiten, Entwicklungsbehinderungen und Eingliederungsprobleme in das soziale Umfeld.

Indikation:
· Störungen im Kindes- und Jugendalters
· Vernachlässigung
· Verwahrlosung
· Sexuelle Misshandlungen
· Seelische oder körperliche Misshandlungen
· Soziale Auffälligkeiten in Verbindung mit psychosomatischen Erkrankungen
· Schul- und Leistungsprobleme
· Schulische Auffälligkeiten und Integrationsprobleme
· Ablösungsprobleme Jugendlicher in unterschiedlichen Ausprägungen
· Multiproblemlagen

5. Ziele

Einrichtung eines kurzen Weges zwischen Schüler, Schulproblematik, Lehrer und BeratungsangebotKlärung der SchülerInnenproblematik mit dem Ziel ressourcenorientierte Lösungen zu findenEinbindung der Familie bei familiengenerierten SchulproblemenSchnelles Handeln bei akuten Störungen von Seiten der SchülerInnenEinbindung eines Hilfesystems (Beratung) in das Schulsystem

6.0 Leistungen

Lösungsorientierte Beratung / Kurzzeittherapie
Systemische Familienberatung

Systemische Familienberatung wird nicht nur mit Familien, sondern häufig auch mit Einzelnen
durchgeführt. Speziell in Ablösungskrisen Jugendlicher hat sich teilweise die Einzelarbeit mit
dem/der Jugendlichen in vielen Fällen bewährt.

Phasen des therapeutischen Prozesses :
· Kontaktaufnahme
· Erstgespräch
· Kontrakt, Hilfeplanung
· Arbeitsphase
· Ablösephase

Die Termine werden individuell über die Beratungslehrerin und den Beteiligten abgestimmt.

Die Dauer der jeweiligen Beratungssitzung umfasst 45 Minuten. Die Häufigkeit der Beratungssitzungen hängt von den Beteiligten ab, sollte jedoch nicht länger als 4 Wochen auseinander liegen.

Der Beratungsraum der zur Verfügung gestellt wird, muss mindestens über 4 Sitzmöglichkeiten und ausreichend Raum für szenische Darstellungen verfügen.

Die Kosten liegen zwischen 60 und 100 € pro Beratungseinheit (45 Minuten)


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