LOB und Drogen

Lösungsorientierte Therapie und Beratung mit Drogenkonsumenten

Institut für Psychologie - Universität Koblenz

Seminar: Familienberatung - Sommersemester 98 - Dozent: Prof. Dr. Elisabeth Sander

Referent: Jens Geilich

1 Einleitung

2 Historische Entwicklung der Erklärung und Behandlung von Sucht

2.1 Der Begriff "Droge"

2.2 Der Begriff "Sucht"

3 Der lösungs-orientierte Ansatz in der Therapie von Drogenkonsumenten

3.1 Arbeitshypothesen als Grundlage eines "lösungs-orientierten" Ansatzes

3.2 Die Umsetzung der Arbeitshypothesen in die Praxis

3.2.1 Die Kriterien eindeutig definierter Ziele

3.2.2 Die Konstruktion von Lösungen

4 Literaturverzeichnis



Einleitung

Drogen, Drogenkonsum und damit zusammenhängende Drogenabhängigkeit beschäftigte seit Jahrzehnten die Gesellschaft und Öffentlichkeit in Deutschland und in vielen anderen Ländern der Welt und gilt auch heute noch, "international als eines der großen, ungelösten gesellschaftlichen Probleme"(Herwig-Lempp, 1994, S.11).

Spricht man vom "Kampf gegen die Drogen", meint man damit in erster Linie den Kampf gegen die illegalen Substanzen, wie Canabis, Heroin, Kokain, usw. Die legalen Drogen, teils als Genußmittel proklamiert, wie z.B. Alkohol und Nikotin, sowie Medikamente, geraten bei dieser Trennung von legal und illegal ein wenig in den Hintergrund, entgegen aller Zahlen und Fakten in den Statistiken. Betrachtet man nämlich diese "nackten" Zahlen, erkennt man schnell, den doch vergleichsweise geringen Anteil von geschätzten Konsumenten "harter" illegaler Drogen, zu dem Anteil der Konsumenten legaler Substanzen. Das man trotzdem an der Annahme der größeren Gefährlichkeit illegaler Drogen festhält, wird noch unverständlicher beim Vergleich der Zahlen von den sog. Rauschgifttoten und Todesfällen im Zusammenhang mit Alkohol : So starben 1993 am Konsum illegaler Drogen 1.738 Menschen, im Zusammenhang mit Alkohol jedoch 40-50.000 Menschen.

Durch diese Präsenz des "Drogenproblems", auch durch tatkräftige Unterstützung der Berichterstattung der Massenmedien, weiß jeder, wie er sich den "typischen" Drogenabhängigen vorzustellen hat und was demnach Drogenabhängigkeit bedeutet :

Drogenabhängigkeit wird in der breiten Öffentlichkeit und teilweise von einigen Fachleuten als "die Unfähigkeit, in einer selbständigen und eigenverantwortlichen Weise mit Drogen, d.h. Substanzen mit einem "Suchtpotential", umzugehen" (Herwig-Lempp, 1994, S.11), angesehen. Dementsprechend handelt es sich beim Drogenabhängigen um einen, der alle Kontrolle und Selbstbestimmung, im Bezug auf seinen Konsum, verloren hat, als Kranker infolge des Drogenkonsums gilt, dem, nur durch intensive Therapie und Hilfe von außen es ermöglicht wird, der Drogensucht zu entkommen. Viele halten Drogenkonsum gar für unheilbar, nach dem Motto, "einmal süchtig - immer süchtig", insbesondere im Zusammenhang mit Alkoholikern.

In dieser Arbeit soll ein Ansatz in der Drogenberatung und Therapie vorgestellt werden, der von anderen Grundannahmen bezüglich Drogenabhängigkeit ausgeht. Diese Grundannahmen, sowie deren Umsetzung in die Praxis, werden in den nachfolgenden Kapiteln vorgestellt und beleuchtet. Zuvor wird versucht, dem Rahmen entsprechend, die historische Entwicklung der Erklärung und Behandlung von Sucht, kurz aufzuzeigen.

Praktische Anwendung findet der Ansatz in der "niederschwelligen", "akzeptierenden" Drogenarbeit, sowie in Beratung und ambulanter Therapie mit systemischer Perspektive.

Angemerkt sei an dieser Stelle, daß Drogenberatung oft auch im "klassischen Stil" passiert, d.h., daß KlientInnen nach Vermittlung in eine Entgiftungs- und darauf folgende Therapieeinrichtung bitten und diesem dann nachgekommen wird. Dieser klassischen Form von Beratung soll in dieser Arbeit weniger Augenmerk geschenkt werden, obwohl viele der noch vorzustellenden Grundannahmen auch dieser zu Grunde liegen.

Dieser Ansatz, der lösungs- und Ressourcen-orientierten Beratung und Therapie, kommt in der Jugend- und Drogenberatungsstelle des Caritasverbandes Koblenz, in der der Autor zur Zeit sein Praktikum absolviert, bevorzugt zum Einsatz. Dementsprechend gilt den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen dieser Einrichtung sein besonderer Dank für ihre Unterstützung, besonders bei der Literaturauswahl.

Historische Entwicklung der Erklärung und Behandlung von Sucht

Es wäre vermessen zu behaupten, man hätte heute das "Drogenproblem" gelöst oder "im Griff", ganz im Gegenteil: Trotz immenser Aufwände durch Polizei und Justiz, ist dem Problem nicht beizukommen. Trotz intensivster Forschung ist bis heute kein wirksames Präventionsprogramm und erfolgreiches Therapiemodell entwickelt worden. Unklarheit und Uneinigkeit besteht sogar bei der Erklärung, was denn nun Drogen einerseits und Drogenabhängigkeit andererseits sei. Herwig-Lempp schreibt dazu: "Es hat den Anschein, als ob die fortwährende Aufstockung der Forschungsmittel statt größerer Klarheit nur eine Vervielfachung der Theorien mit sich brachte" (1994, S.13).

In diesem Kapitel soll nun versucht werden, eine Übersicht über einige Definitionen der Begriffe "Drogen" und "Sucht" darzustellen und einen Umgang hinsichtlich des lösungs-orientierten Ansatzes mit diesen Erklärungsprinzipien und Theorien, vorzuschlagen. Dies ist von Nöten, da sich jede "Behandlung von Sucht" auf ihre spezifischen Erklärungsprinzipien oder Definitionen, was denn überhaupt Sucht sei, gründet.

Zunächst soll sich der, einer Sucht zu Grunde liegenden Substanz mit Hilfe von Definitionsansätzen des Begriffs "Droge", zumindest ein "bißchen", angenähert werden. Danach geht es um die historische Entwicklung der Suchtdefinition bzw. der Behandlung von Sucht. Dies geschieht mittels einer Einordnung unter die Oberbegriffe Weltanschauungsmodelle, Krankheitsmodelle, familientherapeutische Modelle und schließlich des lösungs-orientierten Modells. Der Begriff "historische Entwicklung" soll, das sei hier noch angemerkt, nicht implizieren, daß eine Suchtdefinition und Behandlung von der nachfolgenden abgelöst wurde. Vielmehr existieren heute mehrere Suchtdefinitionen und Behandlungen nebeneinander. Überschrift des Kapitels, sowie die Oberbegriffe sind dem Aufsatz "Systemische Reflexionen zur Sucht - Das Frankfurter Modell der Suchttherapie" von Walter Schwertl aus dem Buch "Sucht in systemischer Perspektive - Theorie-Forschung-Praxis" von Schwertl / Emlein / Staubach / Zwingmann, 1998, S.14-42, entnommen.

Der Begriff "Droge"

Natürlich kann im Rahmen dieser Arbeit nicht auf alle Definitionen des Begriffs "Droge" eingegangen werden. Die Auswahl der Definitionsansätze bezieht sich auf diejenigen, denen seitens der Autoren der verwendeten Literatur die größte Beachtung geschenkt worden ist.

Vogt/Scheerer (1989) schlagen eine Unterteilung der Definitionen in vier Gruppen vor:

1. dem pharmazeutischen Verständnis : Drogen sind "sowohl Grundstoffe für Arzneimittel als auch die daraus zubereiteten oder aus mehreren von ihnen zusammengesetzten Medikamente" (zit. n. Herwig-Lempp, 1994, S.20)




Der Vorteil dieser Definition besteht darin, daß auf Fragen der Bewertung, moralisch oder juristischer Art, sowie der psychoaktiven Wirkung verzichtet wird. Nachteil ist, daß es weltweit viele unterschiedlichen Substanzen gibt, die als Medikamente verwendet werden. Der Drogenbegriff ist demnach inhaltsleer. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) bemühte sich daher in den 60er Jahren um eine Definition, die diesem entgegenwirken sollte, schuf aber einen so weiten Drogenbegriff, daß es schwer fällt, zwischen Drogen und anderen Nahrungsmitteln, der Atemluft oder Trinkwasser zu unterscheiden. 1981 unternahm dann die WHO einen weiteren Definitionsversuch, der drei Ebenen der Drogendefinition vorschlug: die erste Ebene besagt, daß Drogen alle Substanzen sind, "deren Konsum biologische Funktionen und Strukturen verändern" (zit. n. ebd., S.21), wobei alle Substanzen zur Aufrechterhaltung des "normalen Gesundheitszustandes" ausgenommen sind. Die zweite Ebene differenziert nach verschiedenen Anwendungsgebieten, dem medizinischen oder nicht-medizinischen Gebrauch und die dritte Ebene bezieht sich auf die psychoaktiv-wirkenden Substanzen.

Angeknüpft an diese dritte Ebene der Definition folgt die zweite Gruppe nach der vorgeschlagenen Unterteilung von Vogt/Scheerer (1989):
2. "Drogen in diesem Sinne sind alle Stoffe, Mittel, Substanzen, die aufgrund ihrer chemischen Natur Strukturen oder Funktionen im lebenden Organismus verändern, wobei sich diese Veränderung insbesondere in den Sinnesempfindungen, in der Stimmungslage, im Bewußtsein oder in anderen psychischen Bereichen oder im Verhalten bemerkbar machen" (Vogt/Scheerer, 1989, S.5f).




Die dritte Gruppe bezieht sich auf das Alltagsverständnis von Drogen:
3. Demnach versteht man als Drogen alle Stoffe, deren Konsum verboten ist. Im Gegensatz dazu stehen Drogen, die kulturell integriert und legal sind, die sogenannten Genußmittel.




Diese Definition hat jedoch keine weltweite Gültigkeit, da z.B. Alkohol, hierzulande ein Genußmittel, in den meisten islamischen Ländern verboten ist. Außerdem hat eine solche Definition keinen historischen Bestand. Im 17. Jahrhundert bspw. stand Koffeinkonsum in unseren Landen unter Todesstrafe und Tabak war in Preußen verboten. Auch die Wirkung der Substanzen bleibt in dieser Definition unbeleuchtet. Benzin, Äther und Lösungsstoffe, die über ihren nützlichen Gebrauch hinaus als Schnüffelstoffe "mißbraucht" werden können, fallen nicht unter diese Definition. Auch viele Gewürzmittel wirken bei nicht küchenüblichen Dosierungen halluzinogen.

Die vierte Gruppe trägt dann den "neuen Süchten" Rechnung, die der "Nichtsubstanzen" oder den "stoffungebundenen Süchten", wie z.B. Spielsucht, die Sucht nach Luxus, Fernsehsucht, usw.
4. "Als Droge wird in diesem Verständnis schlechthin alles bezeichnet, was in irgendeiner Weise besonders abhängig machen, berauschen, faszinieren, aber auch schaden kann." (Vogt/Scheerer, 1989, S.7)

Hier fließt immer eine moralisch-politische Dimension mit ein, die gewisse unerwünschten Verhaltensweisen als lasterhaft und gefährlich stigmatisieren und demnach wird für solche ein Beratungs- und Therapiebedarf impliziert.

Begriffsklärung hin zu einer Definition geschieht immer nach ganz bestimmten Interessen der jeweiligen Personengruppe, die definiert. Auffällig bei der Vorstellung dieser Definitionen bezüglich Drogen ist, daß die offenen Definitionen gleichzeitig auch die inhaltsleersten sind.

Für diese Arbeit im Hinblick auf lösungs-orientierte Drogenberatung und Therapie bietet sich nach Herwig-Lempp (1994, S.23) die zweite Gruppe der vorgeschlagenen Unterteilung nach Vogt/Scheerer (1989) an. Diese Definition bildet einen Kompromiß zwischen Wertfreiheit und Offenheit. Diese Offenheit oder auch Unklarheit bezüglich des Drogenbegriffs ist es auch, die möglicherweise auch wieder Nahrungsmittel unter diese Definition fassen lassen kann. Geht man von einer Wirkung einer Substanz aus, ob er Droge ist oder nicht, darf man die Art der Droge, die Dosierung, die Applikationsweise, die physische und psychische Verfassung, sowie die Erwartung einer Wirkung seitens des Konsumenten, nicht unberücksichtigt lassen. Gerade die Erwartung einer Wirkung scheint diese, in einer nicht geringen Weise, zu beeinflussen, wie die Placebo-Untersuchungen von einigen Wissenschaftlern beweisen.

Der Begriff "Sucht"

Ähnlich wie bei der Definitionsfindung des Begriffs Droge, ist die Situation beim Begriff der Drogenabhängigkeit bzw. Sucht. Auch hier ist die Definitionsfindung erheblich von den Interessen der definierenden Person oder Personengruppe beeinflußt. Letztendlich bestimmt die Definition auch die Methoden des Vorgehens gegen die Sucht auf präventiver, gesetzlich / polizeilicher (in Bezug auf die illegalen Drogen) und schließlich beratender / therapeutischer Ebene.

Auch hier lassen sich die verschiedensten Definitionen des Begriffs anführen und kritisieren, was aber den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Als Beispiel sollen hier nun zwei Definitionen angeführt werden :

Es war ebenfalls, wie bei der Definition des Begriffs Droge, eine Expertengruppe der WHO (1952), die eine erste international verbindliche Festlegung auf ein einheitliches Verständnis des Begriffs "Sucht" vorschlug:

"Sucht (drug addiction) ist ein Zustand periodischer oder chronischer Intoxikation, der durch die wiederholte Einnahme einer (natürlichen oder synthetischen) Droge hervorgerufen wird. Ihre Charakteristika sind (1) ein überwältigendes Verlangen oder Bedürfnis (zwanghafter Art), die Drogeneinnahme fortzusetzen und sich diese mit allen Mitteln zu beschaffen; (2) eine Tendenz zur Dosissteigerung; (3) eine psychische (psychologische) und allgemein eine physische Abhängigkeit von den Drogenwirkungen; (4) zerstörerische Wirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft" (zit. n. Vogt/Scheerer, 1989, S.14).

Völlig im Unklaren läßt diese Definition einen "über die Bestandteile der psychischen und der somatischen Anteile" (Herwig-Lempp, 1994, S.28; vgl. auch Vogt/Scheerer, 1989), ob Sucht nur dann vorliegt, wenn ein oder mehrere oder alle Kriterien erfüllt sind. Hier wird die Interessenlage besonders deutlich: Den definierenden Personen ging es weniger um exakte Klärung in klinischem Interesse, sondern vielmehr um Kontrollaspekte.

1964 wurde dann, weil immer mehr Stoffe unter die strengen Anforderungen eines internationalen Suchtstoffabkommen subsumiert wurden, eine neue Definition seitens der WHO gefunden, wobei man sich anstatt des Begriffs "Sucht" auf den Begriff der "Abhängigkeit einigte.

Drogenabhängigkeit ist demnach ein "Zustand, der sich aus der wiederholten Einnahme einer Droge ergibt, wobei die Einnahme periodisch oder kontinuierlich erfolgen kann. Ihre Charakteristika variieren in Abhängigkeit von der benutzten Droge" (zit. n. Vogt/Scheerer, 1989, S.15). Zusammen mit dieser Definition erfolgte eine Auflistung von sieben Stoffgruppen: 1. Morphine, 2. Barbiturate und Alkohol, 3. Kokain, 4. Cannabis, 5. Amphetamine, 6. Khat, und 7. Halluzinogene. Die Kritik an dieser Definition läßt sich an der Klassifizierung der einzelnen Stoffgruppen festmachen, wo Nikotin und Koffein bspw. komplett fehlen. Auf die übliche Unterscheidung zwischen psychischer und physischer Abhängigkeit wurde hier zumindest in der Formulierung der Definition verzichtet. Stattdessen wird mit der Formulierung des "wiederholten Konsums" einer Substanz immer eine (psychische) Abhängigkeit gleichgesetzt. Die physische Abhängigkeit wird nach der jeweiligen Stoffgruppe unterschieden, d.h. die körperliche Auswirkung einer Substanz.

Schwertl unternimmt in seinem Aufsatz "Systemische Reflexionen zur Sucht - Das Frankfurter Modell der Suchttherapie" eine Unterteilung der Erklärungs- und Behandlungsansätze des Begriffs/Phänomens Sucht. Diese Gruppen, unter die man alle Suchtdefinitionen unterteilen kann, sollen im folgenden vorgestellt und kurz erläutert werden.

Weltanschauungsmodelle

Kennzeichnend für diese Modelle ist die Annahme, daß ein Fehlverhalten des Süchtigen vorliegt. Dieses äußert sich im "hemmungslosem Verlangen nach Scheinwerten" (Schwertl, 1998, S.18), fehlender Selbstbeherrschung und Willensschwachheit. Nach dieser Vorstellung sind Süchtige charakterlich fehlentwickelt. Es werden hier Krankheitskategorien zu Hilfe genommen, um norm- und sozialabweichendes Verhalten zu bezeichnen. Das "Mehr- Verlangen", was abweicht von der Norm, wird hier pathologisiert und als Suchtkrankheit deklariert. Diese Normen bestimmen, wann Abweichung vorliegt und wann diese Abweichung als Krankheit bezeichnet wird. "Dieser cut-off wurde weder einheitlich ausgewiesen noch definiert und infolgedessen auch nicht reflektiert" (ebd., S.18)

Dementsprechend ist das Ziel der Behandlung weder die Heilung, noch die Förderung eigener Ressourcen, sondern nur die Angleichung und Anpassung an die geltende Norm, im Bezug auf Drogenabhängigkeit ist diese die Abstinenz. Der Rückfall wird dementsprechend als erneute Entgleisung und persönliche Schuld verstanden.

Krankheitsmodelle

Seit dem Bundessozialgerichtsurteil vom 18.06.1968 wird dem Konsum von Rauschmitteln Krankheitswert zugemessen. Sozialrechtlich gesehen wurde Suchthilfe zu einer gesetzlich verankerten Versicherungsleistung.

Sucht bzw. Drogenabhängigkeit war die Unfähigkeit zu kontrolliertem Konsum und in Bezug auf illegale Drogen den Verzicht auf Konsum. Der Kontrollverlust war hier entscheidender Faktor. Der Konsum von Rauschmitteln mußte in das medizinische Modell übertragen werden. Dies geschah in einer gewissen Analogie zur Behandlung von Infektionskrankheiten.

Der Betroffene wird "als willensschwach, krank, als für sich selbst nicht verantwortlich erklärt, weshalb man von (ihm) Unterordnung verlangt" (ebd., S.20)

Widerstand, Widerspruch und mangelnde Mitarbeit seitens der Patienten ist suchtspezifisch zu erklären, ist somit teil des Krankheitsbildes und "Verifikation der erstellten Diagnose" (ebd., S.20).

Die Verantwortung über Denken, Handeln und Entscheiden des willenlos gewordenen Patienten, übernimmt der Helfer. Diese Verantwortungsübernahme endet bei Regelverstößen des Patienten, wo die medizinischen Modelle zu den weltanschaulichen überwechseln, "damit das jeweils gegenüber dem Täter praktizierte Sanktionsmodell in Kraft treten kann" (ebd., S.20). Das Krankheitsmodell zeichnet sich durch eine "Zentralideetendenz" (Dörner, 1989) aus, psychologische und soziale Faktoren werden unbeachtet in den Hintergrund gedrängt; es findet eine Reduktion auf Pathologie, auf Defizite, die innerhalb der betroffenen Person in Form von Suchtstrukturen liegen.

Familientherapeutische Modell

Das familientherapeutische Modell geht von einem spezifischen Typus familiärer Dynamik, der "Suchtfamilie" aus. Nach Ansicht dieses Modells lagen die Suchtstrukturen, im Gegensatz zum medizinischen Krankheitsmodell nicht in der betroffenen Person, sondern in der Familie. Befriedigende Erklärungen, "was man sich darunter vorstellen könne" (ebd., S.23), blieben, nach Ansicht Schwertls (1998), aus. Für die Sucht konnte "kein theoretisch befriedigendes Modell hinsichtlich des Zusammenwirkens individueller, dyadischer, familiärer und sozialer Komponenten" (ebd., S.24) erarbeitet werden.

Jedoch konnten mittels der Familienperspektive, aufgrund der Relativierung der Konzentration auf das Individuum, systemische Konzepte ermöglicht werden.

Das systemisch – lösungs-orientierte Modell

Dieses Modell soll an dieser Stelle nur anhand von Stichpunkten vorgestellt werden. Ausführliche Erklärungen und Erläuterungen ergeben sich aus dem nachfolgenden Kapitel "Der lösungs-orientierte Ansatz in der Therapie von Drogenkonsumenten".

* Das Erklärungsprinzip "Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit" wird ersetzt durch das Erklärungsprinzip "entgleiste Selbstmedikation" (vgl. Schwertl, 1998, S.26).

Damit ist gemeint, daß der Konsum von Drogen für einen Klienten eine gewählte Handlung auf ein bestehendes System-Umwelt-Problem ist (vgl. ebd., S.25 und Tretter 1987). Herwig.Lempp (1994) geht noch weiter, wenn er vorschlägt, dem Erklärungsprinzip "Drogenabhängigkeit" das Erklärungsprinzip der "Autonomie" entgegenzusetzen. Demnach wird das Bild des drogenabhängigen Klienten, der alle Selbständigkeit und Kontrolle verloren hat, von dem Bild einer selbstbestimmten, autonomen Person ersetzt, die selbst Sinn stiftet, bewertet und die "unter den ihr erkennbaren und ihr zur Verfügung stehenden Alternativen jeweils die (auswählt), die sie für die günstigste hält" (Herwig-Lempp, 1994, S.92).

* Daraus ergibt sich, daß der Mensch grundsätzlich und prinzipiell als autonomes Wesen betrachtet wird.
* Durch den Verzicht einer Orientierung an einem Krankheitskonzept, wird der Fokus weg von Ursache und Diagnose, hin zur Orientierung am Individuum, "der als Kunde zu verstehen ist" (Schwertl, 1998, S.26), und zur Lösung des "Problems" gelenkt. Diese Lösungen werden vom Klienten selbst entwickelt, dem damit die Rolle des "Experten" zugespielt wird. Dem Berater oder Therapeuten kommt hierbei die Aufgabe zu, günstige Bedingungen für mögliche Veränderungen hinsichtlich der Erhöhung der Handlungsfreiheit, zu schaffen.

Der lösungs-orientierte Ansatz in der Therapie von Drogenkonsumenten

In diesem Kapitel sollen zunächst die Grundlagen eines lösungs-orientierten Ansatzes in Form von Arbeitshypothesen vorgestellt werden. Sie bilden Handlungsgrundlage eines jeden Vorgehens und den Grundstock eines lösungs-orientierten Therapiemodells. Ohne diesen wäre das Anwenden des lösungs-orientierten Ansatzes nur das Anwenden bestimmter therapeutischer Techniken.

Danach soll die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis anhand von zwei Wegen zur Lösungskonstruktion vorgestellt werden.

Arbeitshypothesen als Grundlage eines "lösungs-orientierten" Ansatzes

"Menschen haben alles, was sie brauchen, um ihr Problem zu lösen" (Walter/Peller, 1996, 3.Aufl., S.41).

Im Gegensatz zu den Modellen, die von der Annahme ausgehen, daß Probleme aus Fehlern oder Dysfunktionen in der Struktur des Individuums oder der Familie herzuleiten wären, betont diese spezifisch ERICKSONsche Annahme die Fähigkeit eines jeden Individuums oder jeder Familie, das Problem selbst zu lösen und einen Handlungsablauf zu verändern. Mit Krankheitskonzepten als Erklärungsprinzipien für bestimmte Verhaltensweisen und des "Ursache-Wirkung-Blickwinkels", schwingt automatisch eine Aberkennung von Lösungskompetenzen seitens der KlientIn mit.

Nach dem Verständnis dieses Ansatzes bestehen Probleme in der Art, "wie Menschen ihre Situation definieren und wie sie an fehlgeleiteten Handlungen festhalten" (ebd., S.42). Das gezeigte Verhalten einer KlientIn, ist immer als das, aus ihrer Perspektive erkennbar, beste unter ihren Verhaltensalternativen zu verstehen. (vgl. Herwig-Lempp 1994, S.147)

Allein aus dem Verzicht eines Krankheitskonzeptes als Erklärungsprinzip für ein bestimmtes Verhalten, wird der Blick von möglichen Ursachen auf die Lösungen des Problems gelenkt. Aufgabe der TherapeutIn ist es, Änderungen in Richtung Lösung (wie die KlientIn es will) flexibel zu erleichtern.

"Therapie ist ein ziel- oder lösungs-orientiertes Vorhaben – mit der KlientIn als ExpertIn" (ebd., S.46).

Im Gegensatz zu den Modellen der Beurteilung (assessment) oder Diagnose, in welchen der TherapeutIn klar die Rolle der ExpertIn zugeordnet ist, die Symptome beobachtet, Untersuchungen im Hinblick auf das/die Symptom(e) durchführt, eine Diagnose stellt und dann einen Behandlungsplan für die PatientIn verschreibt, liegt beim lösungs-orientierten Ansatz die Expertenrolle und die Verantwortung auf der Seite der KlientIn. Die TherapeutIn ist in diesem Modell Helfer bei der Definition von Zielen der Therapie, die von der KlientIn bestimmt werden. "KlientInnen sind Experten für das, was sie ändern und zu bestimmen, woran sie arbeiten wollen" (ebd., S.47)

Entdeckt die TherapeutIn Probleme oder findet sie andere Ziele für erstrebenswerter, kann sie dieses der KlientIn vorschlagen, jedoch entscheidet letztendlich die KlientIn, ob die Ziele in Richtung der Erkenntnis der TherapeutIn verändert werden. Demnach sollte sich die TherapeutIn weiterhin auf solche Probleme und Ziele konzentrieren, die die KlientIn definiert hat, auch wenn sie von der Überzeugung der TherapeutIn abweichen.

Hierbei findet die Unterscheidung zwischen freiwilligen und unfreiwilligen KlientInnen eine besondere Bedeutung. Kommen KlientInnen unfreiwillig in die Beratung bzw. Therapie, erkundet die TherapeutIn, ob trotz der erzwungenen Umstände, Ziele bestimmt werden können.

"Eine Ausrichtung auf das Positive, auf die Lösung und auf die Zukunft erleichtert eine Veränderung in die gewünschte Richtung. Deshalb soll man sich auf lösungs-orientiertes und nicht auf problem-orientiertes Sprechen konzentrieren"(ebd., S.27).

Man kann sich diese Grundannahme am besten deutlich machen, wenn man einen Hürdenläufer vor dem Start beobachtet: Oft stehen die Athleten auf der Bahn mit geschlossenen Augen und laufen das Rennen in ihrem Geiste durch. Dabei schaffen sie sich ein Selbstbild, wo sie genau das tun, was sie im nächsten Moment tun wollen, wie das optimale Rennen für sie stattfindet.

Im Therapieprozeß läßt sich die TherapeutIn auf das ein, was die KlientIn tut, was sie tun wird, was sie tun will und was eventuell schon funktioniert. Dabei formen die KlientInnen geistige Selbstbilder beim, oder nach dem Lösen eines Problems.

"Ausnahmen zu jedem Problem können von TherapeutIn und KlientIn erschaffen und zur Konstruktion von Lösungen benutzt werden" (ebd., S.29).

KlientInnen stecken oft in Erwartungen fest, wie eine Lösung aussehen soll. Mögliche Lösungsalternativen werden nicht erkannt oder als nicht relevant angesehen. "Ausnahme-Zeiten", dann, wenn ein Problem nicht besteht, oder dessen Auswirkungen nicht spürbar sind, werden als irrelevant hinsichtlich Problemlösung verkannt, da solche Zeiten nicht lange genug andauern, oder keine "wirklichen" Lösungen repräsentieren.

Aufgabe der TherapeutIn ist es, solche Ausnahmen aufzuspüren oder gemeinsam mit der KlientIn zu konstruieren. Dabei erfahren KlientInnen ein Gefühl von Kontrolle über die Entwicklung von Lösungen bei einem Problem, welches unlösbar schien.

"Änderung tritt immer auf" (ebd., S.32).

Ereignisse und Sachen sind einer ständigen Änderung unterworfen. Nach HERAKLIT kann man nicht zweimal in denselben Fluß steigen. Als BeraterIn oder TherapeutIn sollte man auch darauf achten, daß man nach dieser Erkenntnis Äußerungen über die Probleme der KlientInnen macht. Mit der Aussage "Die KlientIn ist drogensüchtig" schwingt immer etwas Unveränderliches mit. Dabei versetzen wir die KlientIn in die Lage des Ausgeliefertseins, einer gewissen Endgültigkeit, die im Hinblick auf mögliche Lösungen weniger hilfreich und nützlich ist. Gleichzeitig zwingt uns eine derartige Aussage dazu, Erklärungen zu finden, wie diese KlientIn wieder "drogen-unabhängig" wird.

Außerdem hat es etwas paradoxes an sich, wenn man erst über Stabilität und Problem-Erhaltung spricht, "die KlientIn ist süchtig", dann aber den Versuch unternimmt, Erklärungen dafür zu finden, wie man sie von diesem Zustand in einen anderen bewegen, sprich verändern, können.

Als wesentlich hilfreicher und nützlicher scheint es zu sein, wenn man von der Annahme ausgeht, daß Änderung immer stattfindet und demnach der Aufgabe nachkommt, der KlientIn beim aufspüren und auswählen solcher Änderungen und Entwicklungswege zu helfen. Im Gespräch mit der KlientIn empfiehlt es sich daher, auf die Verbform "sein" oder "ist" zugunsten der Verben "zeigen", "werden", "scheinen" oder "handeln", zu verzichten.

Mit der Aussage "die KlientIn zeigt süchtiges Verhalten" impliziert man gleichzeitig immer eine Möglichkeit zur Veränderung dieses Verhaltens und daß es sich hierbei nicht um etwas Endgültiges handelt.

Im Zusammenspiel mit der Grundannahme, daß es "Ausnahme-Zeiten" gibt und diese konstruierbar sind, unterstreicht man eine solche Veränderbarkeit und "Nicht-Endgültigkeit".

"Kleine Änderungen führen zu größeren Änderungen" (ebd., S.35).

Mit dieser Grundannahme wird die Überzeugung betont, daß eine KlientIn mit kleinen Änderungen Erfolge erleben kann und daß dadurch die KlientIn leichteren Zugang zu ihren Ressourcen erkennt, um auch die größeren Probleme zu lösen. Die schwierigen und großen Probleme erscheinen der KlientIn danach nicht mehr so übermächtig und unlösbar, als wenn man von der Annahme geleitet wird, daß die großen und schwierigen Probleme auch nur durch dementsprechend groß angelegte und umschweifende Lösungen bewältigt werden können.

Ein Vertrauen auf die Wirkung der kleinen Änderungen bedeutet auch, "daß Probleme nur genau so groß sind, wie unsere Definitionen von ihnen" (ebd., S.37). Jedes Problem, so groß es auch zu sein scheint, wird Schritt für Schritt mittels kleiner Änderungen gelöst werden.

"KlientInnen sind immer kooperativ. Sie zeigen uns ihre Überzeugung, wie Änderung eintreten kann. Wenn wir ihr Denken und Handeln zutreffend verstehen, ist Kooperieren unvermeidlich" (ebd., S.38 vgl. auch De Shazer, 1982, 1985a, 1986, Gilligan, 1987).

Nach dem lösungs-orientierten Ansatz gibt es keine "widerspenstigen" KlientInnen. BANDLER & GRINDER sagen, es gäbe nur unflexible TherapeutInnen (1979).Handelt eine KlientIn nicht nach den Vorstellungen der TherapeutIn, wird das nicht so verstanden, als sei die KlientIn nicht oder noch nicht bereit, ihr Problem lösen zu wollen. Vielmehr zeigt die KlientIn, daß ihr Verhalten nach ihrer Ansicht, das beste darstellt, welches sie zum jetzigen Zeitpunkt tun kann, das Tempo der erarbeiteten Änderungen hinsichtlich der Lösung vielleicht zu schnell ist.

Der lösungs-orientierte Ansatz geht von der Annahme aus, daß KlientInnen immer bereit sind, ihre Probleme, vorausgesetzt sie haben ein Verhalten als problematisch definiert, zu lösen.

Der sogenannte Rückfall wird in der Drogenberatung somit nicht als Zeichen des "Nicht-Wollens" oder "Nicht-Mehr-Wollens" angesehen, sondern ebenfalls als, nach Ansicht der KlientIn gegenwärtig bestes, Problemlösungsverhalten akzeptiert. Lösungsverhalten der KlientInnen werden somit nie, auch wenn sie von der Vorstellung der TherapeutIn abweichen, als schlecht oder schlechter, sondern als "ganz einfach anders" betrachtet (Walter/Peller, 1996, S.39). Kooperation im Sinne der Grundannahme bedeutet, daß TherapeutInnen immer flexibel genug sein müssen, sich auf die Einzigartigkeit des Problemlösungsverhaltens der KlientInnen einzulassen, es in dieser Weise zu nutzen; sie ist unvermeidlich.

"Bedeutung und Erfahrung sind interaktional konstruiert. Bedeutung ist die Welt (bzw. das Medium), in der wir leben. Wir verleihen unserer Erfahrung eine Bedeutung, und im selben Moment ist Bedeutung auch Teil unserer Erfahrung. Bedeutung wird uns nicht von außen aufgezwungen oder bestimmt. Wir informieren unsere Welt durch Interaktion" (ebd., S.42).

"Informieren" meint in diesem Sinne der Erfahrung und der Existenz "sozial und individuell eine Form geben, daß Bedeutung relativ ist in Hinblick auf die teilnehmende BeobachterIn" (ebd., S.43) Handlungen und Verhalten wird eine individuelle Bedeutung zugewiesen, die sehr verschieden ausfallen können. Eine erhobene Hand kann für verschiedene Personen verschiedene Bedeutungen haben: Für eine LehrerIn in einer Unterrichtsstunde ist sie ein Zeichen für eine gewünschte Wortmeldung, der Taxifahrer interpretiert sie als Zeichen, daß der Anzeigende ein Taxi benötigt und er anhalten soll, usw. Trotz der physisch immer gleichen Geste, hat sie unterschiedliche Bedeutungen in-formiert durch BeobachterInnen und handelnder Person, je nach dem Kontext, in dem sie benutzt wird. Es gibt keine richtige oder falsche Bedeutung, Fehlwahrnehmungen sind nicht möglich. "Bedeutung läßt sich nicht von Erfahrung oder von der Person, die Bedeutung zuschreibt, trennen" (ebd., S. 43).

Im Therapieprozeß sind Probleme, Ziele und Lösungen Bedeutungen und treten in dessen Bereich auf. Das Ändern von Bedeutungen ist zugleich eine Änderung der Erfahrung. KlientInnen können einer Änderung die Bedeutung zuweisen, "daß ein Problem nicht länger existiert" (ebd., S.44), oder daß die Möglichkeit einer Alternative besteht, etwas anderes zu tun, das zu tun, was sie wollen.

"Handlungen und Beschreibungen sind zirkulär" (ebd., S.44).

Zwischen Problem- oder Zielbeschreibung, dem Ergreifen einer bestimmten Handlung, der Beschreibung der Handlung und der Ergebnisse, der weiteren Wahl von anschließenden Handlungen, usw., besteht eine zirkuläre Beziehung. Man beschreibt, deutet oder wertet ein bestimmtes Verhalten und stimmt die reaktive Handlung, welche man anschließt, auf diese Beschreibung ab. Man bekommt eine Rückmeldung auf diese gewählte Handlung, die, gemessen an der zuvor getroffenen Beschreibung, als Erfolg oder Mißerfolg gewertet werden kann. Bei unterschiedlicher Beschreibung des selben Verhaltens werden möglicherweise andere Handlungen und daraufhin wahrscheinlich andere Rückmeldungen und Wertungen der Rückmeldungen erfolgen.

"Die Bedeutung einer Botschaft ist die Antwort, die Sie erhalten" (ebd., S.45 vgl. auch Bandler & Grinder, 1979; Dilts et al., 1980).

Es gibt keine absolute Bedeutung einer Geste, die ihr innewohnt, deutlich gemacht an dem vorherigen Beispiel mit der erhobenen Hand. Wird einer Handlung oder Geste eine, vom Handelnden abweichende Bedeutung, beigemessen, spricht man von einem Mißverständnis. Dabei wird die Verantwortung bei der deutenden BeobachterIn gesehen, die Handlung oder Geste richtig zu verstehen. Für den lösungs-orientierten Ansatz ist es nützlicher, die Verantwortung über klare Kommunikation, nonverbale wie verbale, bei der TherapeutIn zu lokalisieren. Die TherapeutIn hat die Verantwortung, bei Bedeutungen der KlientIn, die von ihren Absichten abweichen, "etwas anders zu machen" (ebd., S.45).

"Jede Änderung, wie KlientInnen ein Ziel (eine Lösung) beschreiben und/oder was sie tun, beeinflußt zukünftige Interaktionen aller Beteiligten" (ebd., S.48).

Beim lösungs-orientierten Ansatz ist die TherapeutIn stets bemüht, eine prozeß-orientierte, zirkuläre Sichtweise von Lösungen zu erlangen und aufrecht zu erhalten. "...wir (richten) unser Augenmerk auf den rekursiven Prozeß, wie man eine Situation definiert, was man tut, wie man das dann definiert, was man dann tut usw" (ebd., S.49).

Dadurch gelangt man zu der Annahme, daß jede Änderung irgendwo- und wann im Interaktionsprozeß, alle folgenden Interaktionen verändert, ob eine Lösung versucht wird, zu erreichen, oder um eine Lösung oder ein Ziel gemeinsam zu erreichen.

Die Umsetzung der Arbeitshypothesen in die Praxis

Die Kriterien eindeutig definierter Ziele

Im Gegensatz zu anderen Modellen, welche auf einem normativen Ansatz von psychischer Gesundheit basieren, wo TherapeutInnen die Rolle der ExpertInnen übernehmen und von dort aus Ziele für die KlientInnen bestimmen, handelt es sich bei einem lösungs-orientierten Ansatz um ein konsumentInnen-orientiertes Modell, wo die Konzentration und Fokussierung seitens der TherapetInnen auf den Willen und die Ziele der KlientInnen gerichtet ist.

Folgende Kriterien sind als Leitlinien für die TherapeutIn wichtig, um der KlientIn Hilfestellung bei der Entwicklung eigens formulierter Ziele zu geben.

* die positive Darstellung: das Ziel soll in einer positiven Form dargestellt werden, die KlientIn soll beschreiben, was sie machen und denken wird, nicht was sie nicht machen oder nicht denken wird;

Beschreiben KlientInnen ein negatives Bild, z.B. "Ich will mich nicht mehr von der Droge bestimmen lassen", so ist das Schlüsselwort für ein Hervorrufen einer positive Darstellung "stattdessen". Die Frage der TherapeutIn ist in diesem Fall: "Was würden Sie stattdessen tun?"

* die prozeßhafte Darstellung:Ziele sollen als Beschreibungen eines fließenden Prozesses dargestellt werden. Eine prozeßhafte Darstellung eines Ziels, seitens der KlientIn, wird von der TherapeutIn durch das Fragen nach dem "Wie" provoziert; "Wie wollen Sie das tun?"
* die Darstellung im Hier und Jetzt:Oft stellen KlientInnen ihr Ziel als ein Objekt in der fernen Zukunft dar, z.B.: "Ich möchte eine Entscheidung treffen, ob ich weiterhin Drogen nehme, oder nicht."

Die Frage der TherapeutIn auf eine solche Darstellung, um sie in das Hier und Jetzt zu transportieren, könnte so lauten: "Wenn Sie auf dem Weg sind, jetzt eine Entscheidung zu fällen, was würden sie machen oder was würden Sie anders machen?" (Frage zit. n. Walter/Peller, 1996, S.76)

* eine Darstellung so spezifisch wie möglich: Eine spezifische Beschreibung eines Ziels als Prozeß besitzt einen größere Aufforderungscharakter für die KlientIn, als unspezifische bzw. weniger spezifische Aussagen. Um eine spezifischere Beschreibung bei der KlientIn zu provozieren, hilft die Aufforderung: "Bitte schildern Sie mir genauer, wie Sie dies machen!"
* Ziele, die im Kontrollbereich der KlientIn liegen: KlientInnen beschreiben öfters eine Bedingung (A), die erst eintreten muß, aber nicht in ihrem Einflußgebiet liegt, bevor sie ihr Ziel (B) erreichen, bzw. Handlungen in Richtung Lösung einleiten, können. Die Aufgabe der TherapeutIn ist dann, der KlientIn eine umgekehrte Annahme vorzuschlagen, daß die Handlungen in Richtung Lösung seitens der KlientIn (B), zum Eintreten der Vorbedingung (A) führen kann und daß (B) oft eine Handlung oder Denkweise, die im Kontrollbereich der KlientIn liegt (A), mit einschließt. Eine Frage, die hier zum Erfolg führen kann, lautet: "Was werden Sie tun, wenn das eintritt?" (Frage zit. n. ebd., S.82, Abb.2)
* "In der Sprache der KlientIn" (ebd., S.80): Ziele sollen in der Sprache der KlientIn formuliert werden, um sicherzustellen, daß sie den Wünschen der KlientIn entsprechen.

Die Konstruktion von Lösungen

Im folgenden Kapitel sollen Wege zur Lösungskonstruktion vorgestellt werden. Neben den Grundannahmen sind die Kriterien eindeutig definierter Ziele Handlungsgrundlagen, letztere besonders bei der Definition des Therapieziels seitens der KlientInnen.

Einen kurzen Überblick über Wege, Lösungen zu konstruieren, soll die folgende Abbildung geben. Dazu sei noch folgendes anzumerken: Es handelt sich hier um eine schematische Darstellung. Dies bedeutet, daß die vorgestellten Wege nicht die einzigen und richtigen sind, Lösungen zu konstruieren. Jede KlientIn sowie TherapeutIn ist anders und einzigartig und es kann demzufolge keinen festgelegten Weg zur Konstruktion von Lösungen geben.

Der Rahmen des Ziels

Der erste Schritt zur Konstruktion von Lösungen und damit der erste wichtige Punkt im Gespräch mit KlientInnen ist die Klärung des Ziels. Wie bereits schon mehrmals angemerkt, wird das Ziel der Therapie von der KlientIn definiert und bestimmt. Die TherapeutIn "mißt" die Aussagen der KlientIn an den zuvor beschriebenen Kriterien eindeutig definierter Ziele.

Die erste mögliche Frage in einer Sitzung könnte demnach lauten :

"Mit welchem Ziel kommen Sie hierher?" (Frage zit. n. ebd., S.87)

Die Antworten, die TherapeutInnen auf diese Frage bekommen, sind häufig Klagen über bestehende Situationen, möglicherweise auch Wünsche, oder Diagnosen, die sie sich selbst gegeben haben, oder die von Fachleuten stammen. All diese Formen von Antworten enthalten aber keine Zielbeschreibungen und "scheitern" an den Kriterien eindeutig definierter Ziele. Die TherapeutIn muß nun Hilfestellung geben, Klagen oder Wünsche in Ziele zu übersetzten. Dies geschieht mittels weiterer Fragen :

"Können Sie mir sagen, was sie gerne verändern würden, oder wie sie die Dinge gerne anders angehen würden?" oder:

"Wobei kann ich Ihnen dabei helfen?" oder: "Können Sie mir bitte noch mal sagen, wie für Sie das Ergebnis der Therapie aussehen könnte?"

Können KlientInnen an diesem Punkt kein eindeutig formuliertes Ziel definieren, ist es hilfreich, nach einer eindeutigen Problemformulierung zu fragen. Damit wird nun nicht eine positive Aussage provoziert, jedoch impliziert eine Formulierung eines Problems auch eine Veränderungsmöglichkeit. Man könnte folgende Frage stellen:

"Worin besteht das Problem für Sie?" Auf die folgende Problembeschreibung kann die TherapeutIn nun die Frage stellen: "Was würden Sie stattdessen gerne tun?" Die Antworten hierauf besitzen in der Regel einen positiven Charakter.

Der Rahmen der Ausnahmen

Im Rahmen der Ausnahmen geht es darum, mittels Fragesequenzen es der KlientIn zu ermöglichen, Ausnahmen zum Problem zu schaffen, die spezifische Andersartigkeit bei diesen Ausnahmen zu erkennen und zu formulieren und sie dann mit dem Therapieziel zu verbinden und letztendlich ihnen zu folgen. Gelingt es der TherapeutIn zusammen mit der KlientIn Ausnahmezeiten des Problems aufzuspüren, hat dies den Effekt, daß die KlientIn ihre eigenen Kompetenzen und Ressourcen in Richtung Problemlösung erkennt und daß sie von sich aus Zeiten schafft oder geschaffen hat, wo das Problem gelöst bzw. nicht anwesend war, die KlientIn selbständig schon auf dem Weg der Besserung war bzw. ist. Es fällt leichter, ein Problem anzugehen, wenn man weiß, daß man es zumindest in gewissen Zeiten im Griff hat bzw. hatte, anstatt mit der Auffassung, diesem vollkommen hilflos und ausgeliefert zu sein. Hier wirkt der sog. Drehtüreffekt, d.h., ist die Tür in Bewegung, so kann man leichter durch sie hindurch gehen, als wenn man sie erst noch in Bewegung versetzten muß.

Die grundlegende Annahme, die diesem vorausgeht, wurde in Kapitel 3.1.4 ausführlich vorgestellt. Liegen Zeiten vor, wo ein Problem besteht, impliziert eine solche Feststellung Zeiten, wo dieses Problem nicht besteht. Diesen Ausnahmezeiten gilt an dieser Stelle die Hauptaufmerksamkeit. Hierbei kann folgende Fragesequenz für die TherapeutIn als grundlegend angesehen werden:

* das Hervorlocken von Ausnahmen, bspw. durch die Frage: "Wann realisieren Sie ein klein wenig von dem, was Sie wollen?" Eine solche Fragestellung ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die KlientIn zuvor ein eine eindeutige Zielaussage getroffen hat. Befinden sich die Aussagen der KlientIn noch im Rahmen von Problemaussagen, kann folgende Frage Ausnahmezeiten hervorlocken: "In welchen Zeiten tritt das Problem nicht auf?"
* die Unterschiede zwischen Problemzeiten und Ausnahmezeiten hervorheben, bspw, durch die Frage: "Was ist in den Zeiten, wo das Problem nicht auftaucht anders?"
* Spezifizieren, bspw. durch die Frage: "Was machen Sie dann anders?" Nach Unterschieden außerhalb des Bezugrahmens der KlientIn könnte mittels folgender Variation gefragt werden: "Wenn Sie anders handeln, wie gehen die anderen mit Ihnen um?" oder: "Wie gehen die anderen anders mit Ihnen um, wenn sie denken, daß Sie anders handeln?"
* Verbinden der Ausnahmen mit dem Therapieziel:

"Also, wenn Sie so weitermachen, denken Sie dann, daß Sie am Anfang eines Weges sind, auf dem Sie das bekommen, was Sie wollen?" (Frage zit. n. ebd., S.116)

* Aufforderung, das Ziel zu verfolgen durch das weitere Umsetzen der Ausnahmen:

"Wie werden Sie damit fortfahren?" "Wie sagen Sie voraus, daß Sie damit fortfahren?" "Wie werden andere wissen, daß Sie damit fortfahren?" (alle Fragen zit. n. ebd., S.116)

Wichtig ist, damit auf der Grundlage dieser erarbeiteten Ausnahmen eine Therapie aufgebaut werden kann, diese an folgenden drei Kriterien zu überprüfen:

1. stimmen die Ausnahmen mit den Kriterien eindeutig formulierter Ziele überein,
2. sind sie mit dem Therapieziel erfolgreich verbunden und von der KlientIn als Therapieziel akzeptiert worden und
3. aus der Sicht der KlientIn so bedeutsam, daß sie wahrscheinlich weiter bestehen können.



Der Rahmen hypothetischer Lösungen - Die "Wunder-Frage"

Ein anderer Weg, das Therapiegespräch lösungs-orientiert und nicht problem-orientiert zu gestalten, bietet sich durch den Rahmen hypothetischer Lösungen. Dieser Weg kommt dann zu einer besonderen Bedeutung, wenn es den KlientInnen schwer fällt, ihre Ziele in einem positiven Rahmen darzustellen, ihre Situation nur in einem Problem-Rahmen sehen und es ihnen nicht möglich ist, Ausnahmen ausfindig zu machen.

Mittels dieses Rahmens der hypothetischen Lösungen soll es den KlientInnen leichter gemacht werden, sich von ihrer eingeengten und einengenden Problemdefinition zu lösen. Diese Grenzen der Problemdefinition beschränken nämlich oft die Möglichkeiten, Lösungen zu erkennen und auszuwählen.

Das Brief Family Therapy Center in Milwaukee setzt in diesem Rahmen der hypothetischen Lösungen die sogenannte "Wunder-Frage" ein : "Stellen Sie sich vor, es wäre Nacht und sie schliefen, und es passiert ein Wunder, und das Problem wäre gelöst. Wie würden Sie das wissen? Was würde anders sein?" (De Shazer, 1988, S.5)

Diese Frage muß natürlich der Weltansicht der KlientInnen angepaßt gestellt werden.

Akzeptiert die KlientIn die Vorstellung eines Wunders, kann man die Wunderfrage vielleicht so stellen:

"Stellen Sie sich vor über Nacht geschähe ein Wunder und am nächsten Morgen, wenn Sie aufwachen ist Ihr Problem gelöst oder Sie befänden sich auf einem zuversichtlichen Weg zur Lösung. Wie würde das sich bei Ihnen bemerkbar machen, oder was würden Sie anders machen?"

Durch diese Frage wird die KlientIn, die sich darauf einläßt, um die Frage zu beantworten, automatisch in einen Rahmen gesetzt, wo das Problem gelöst ist bzw. gelöst werden kann. Die TherapeutIn sollte darauf achten, daß die Antwort prozeßorientiert ausfällt, d.h., die KlientIn Handlungsbeschreibungen als Antwort formuliert. Antwortet die KlientIn mit vollendeten Tatsachen, etwa "Dann werde ich keine Drogen mehr nehmen", oder "dann werden ich die Entscheidung getroffen haben, keine Drogen mehr zu nehmen", dann kann die TherapeutIn die Frage umformuliert wiederholen und den Akzent auf "den Weg hin zur Lösung" betonen: "Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf, haben eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen, befinden sich aber auf dem Weg zur Lösung oder zur Entscheidung. Was würden Sie dann anders machen?"

Man kann auf die Vorstellung eines Wunders verzichten, wenn KlientInnen dies in ihrer Weltansicht nicht akzeptieren würden. Dann könnte eine Variation der Wunderfrage folgendermaßen formuliert sein:

"Nehmen wir einmal an, dies wäre die letzte Sitzung. Sie würden die Einrichtung verlassen, Ihr Problem wäre gelöst oder Sie befänden sich auf einem zuversichtlichen Weg hin zur Lösung. Was würden Sie anders machen?"

Antworten KlientInnen mit: "Ich werde gar nichts anders machen, ich werde mich nur anders fühlen", dann bedeutet dies kein "Widerstand". Das "Territorium" des Rahmens der hypothetischen Lösungen ist für manche KlientInnen nicht einfach zu betreten. Die TherapeutIn auf die Antwort die Frage um: "Stellen Sie sich vor, Sie würden sich anders fühlen, was würden Sie anders machen?"

Es gibt KlientInnen, die antworten, sie würden nichts anders machen, aber andere würden anders sein bzw. etwas anders machen. In diesem Fall formuliert die TherapeutIn die Frage erneut um: "Stellen Sie sich vor, die oder der Andere verhält sich so, wie Sie es wollen. Was würden Sie anders machen?" Bleiben die KlientInnen bei ihrer Antwort, daß sie nichts anders machen würden, kann die TherapeutIn den Bezugsrahmen ändern indem sie fragt:

"Was wird der oder die andere sagen, was Sie anders machen werden?"

Letztendlich wird man mit viel Geduld bei jeder KlientIn Antworten bekommen, mit denen die TherapeutIn arbeiten kann. Diese Antworten müssen an den Kriterien eindeutig definierter Ziele "gemessen" werden. Dann gilt es, die hypothetische Lösung in die Gegenwart zu transportieren, indem man die KlientIn fragt, inwiefern eine Lösung jetzt schon realisiert wird. Mittels der Frage: "Erzählen Sie mir doch bitte, inwiefern die (hypothetische) Lösung zumindest ein klein wenig jetzt schon realisiert wird?"

Waren KlientInnen vorher nicht in der Lage, Ausnahmen zu formulieren, werden sie jetzt, durch den kleinen "Umweg" der hypothetischen Lösungen, eher imstande sein, eine solche Ausnahme zu suchen und zu finden.

Berichtet die KlientIn von einer Ausnahme, besteht nun die Möglichkeit, den Rahmen hypothetischer Lösungen zu verlassen und in den Rahmen der Ausnahmen zu wechseln. Die TherapeutIn konzentriert sich nun auf die von der KlientIn formulierte Ausnahme. Das kann kann dann mittels der Fragen, die im Kapitel 3.2.2.2 (Rahmen der Ausnahmen) ausführlicher beleuchtet wurden, geschehen.

Literaturverzeichnis

* Bandler, Richard & Grinder, John. (1979). Frogs into Princes. Moab, Utah. Real People Press. dtsch: Neue Wege der Kurzzeittherapie. Paderborn. Junfermann, 1981.
* Böllinger, Lorenz / Stöver, Heino / Fietzek, Lothar. (1995). Drogenpraxis - Drogenrecht - Drogenpolitik. Leitfaden für Drogenbenutzer, Eltern, Drogenberater, Ärzte und Juristen (4. Auflage). Frankfurt a.M. Fachhochschulverlag.
* De Shazer, Steve. (1982). Some Conceptual Distinctions Are More Useful than Others. Family Process 21, S.71-84.
* De Shazer, Steve. (1985). Keys to Solution in Brief Therapy. New York. Norton. dtsch: Wege der erfolgreichen Kurztherapie. Stuttgart. Klett-Cotta, 1989.
* De Shazer, Steve / Berg, Insoo Kim / Lipchik, Eve / Nunnally, Elam / Molnar, Alex / Gingerich, Wallace / Weiner-Davis, Michele. (1986). Brief Therapy: Focused Solution Development. Family Prozess 25, S. 207-222. dtsch: Familiendynamik 11(3), S. 182-205.
* De Shazer, Steve. (1988). Clues: Investigating Solutions in Brief Therapy. New York. Norton. dtsch: Der Dreh. Überraschende Wendungen und Lösungen in der Kurzzeittherapie. Heidelberg. Cl.Auer, 1989.
* Dilts, Robert / Grinder, John / Bandler, Richard / Bandler, Leslie C. / DeLozier, Judith. (1980). Neuro-Linguistic Programming: Vol. I. The Study of the Structure of Subjective Experience. Cupertino, California. Meta Publications. dtsch: Strukturen subjektiver Erfahrung, ihre Erforschung und Veränderung durch NLP. Paderborn. Junfermann, 1984.
* Dörner, D. (1989). Die Logik des Mißlingens. Reinbek
* Gilligan, Stephen G. (1987). Therapeutic Trances: The Cooperation Principle in Ericksonian Therapy. New York. Brunner/Mazel. dtsch: Therapeutische Trance. Das Prinzip Kooperation in der Ericksonschen Hypnotherapie. Heidelberg. Cl.Auer, 1991.
* Herwig-Lempp, Johannes. (1994). Von der Sucht zur Selbstbestimmung. Drogenkonsumenten als Subjekte. Dortmund. Borgmann Publishing.
* Junge, B. (1994). Alkohl. In: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.), Jahrbuch Sucht ´95. Geesthacht. Neuland.
* Schwertl, Walter / Emlein, Günther / Staubach, Maria L. / Zwingmann, Elke. (1998). Sucht in systemischer Perspektive. Theorie-Forschung-Praxis. Göttingen. Vandenhoeck & Ruprecht.
* Tretter, F. (1987). Perspektiven einer psychiatrischen Ökologie der Sucht. In: Dörner, K. (Hrsg.), Neue Praxis braucht neue Theorien - ökologische und andere Denkansätze für gemeindepsychiatrisches Handeln (S.145-171). Gütersloh.
* Vogt, Irmgard / Scheerer, Sebastian. (1989). Drogen und Drogenpolitik. Ein Handbuch. Frankfurt a.M./New York. Campus.
* Walter, John L. / Peller, Jane E. (1996). Lösungs-orientierte Kurztherapie. Ein Lehr- und Lernbuch. Band 9: Systemische Studien. (3. Auflage). Dortmund. Verlag Modernes Lernen.


(C) 2004 - Alle Rechte vorhehalten

Diese Seite drucken

Hosted by www.Geocities.ws

1