Der internationale Flughafen Chicago-O'Hare zählt vom Passagieraufkommen her zu den größten der Welt.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Stadtbild von Vertretern
moderner Architektur geprägt.
So wurde der erste Wolkenkratzer der Welt 1885 in Chicago erbaut.
Die meisten Architekten, deren Gebäude maßgeblich die Skyline
von Chicago prägen, gehörten der Chicago School an.
Im Herzen der Stadt befinden sich einige der weltweit höchsten
Gebäude,
darunter der 442 Meter hohe Sears Tower. Der Bau von hohen Bürogebäuden
wird fortgesetzt.
Die Einwohnerzahl Chicagos beträgt etwa 2,77 Millionen;
in der gesamten Agglomeration leben etwa acht Millionen Menschen.
In Chicago ist das kulturelle Erbe der Immigranten stark präsent
und Angehörige zahlreicher ethnischer Gruppen leben in der Stadt.
So sind z. B. viele Bewohner deutscher, polnischer und irischer Abstammung.
Chicago ist mit zahlreichen Hochschulen und Universitäten
ein bedeutendes Zentrum der höheren Bildung.
In der renommierten Universität von Chicago (gegründet 1890)
wurde
1942 die weltweit erste kontrollierte Atomkettenreaktion ausgelöst.
Andere renommierte Hochschulen sind
die Northwestern University (1851),
das Illinois Institut für Technologie (1940),
die katholische Loyola University (1870),
die De Paul University (1898)
und
die Chicago State University (1867).
Chicago ist Sitz mehrerer Museen,
zu denen u. a. das Kunstinstitut von Chicago (gegründet 1879),
eines der größten Kunstmuseen des Landes,
das Field Museum zur Naturgeschichte (1893)
und das Du Sable Museum zu Afroamerikanischer Kunst gehören.
Im Hyde Park befinden sich das Orientalische Institut und das Wissenschafts-
und Industriemuseum (1893).
Im Lincoln Park sind die Chicagoer Akademie der Wissenschaften (1857)
und die Chicagoer Geschichtsgesellschaft (1856) ansässig.
Erwähnenswert ist außerdem das zeitgenössische Kunstmuseum
(Museum of Contemporary Art).
Das 1891 gegründete Chicagoer Symphonieorchester gilt als eines
der bekanntesten der Welt.
Chicago zählt zu den wichtigsten Verkehrszentren der Vereinigten
Staaten.
Der Hafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Exportgüter
wie Eisenerz, Kohle, chemische Erzeugnisse, Textilien, Erdöl und Getreide.
Ausländische Schiffe erreichen den Hafen über den Sankt-Lorenz-Seeweg
und liefern Autos, Stahl, Fisch und alkoholische Getränke.
Wichtigster Produktionszweig ist die Herstellung elektronischer Geräte,
darüber hinaus sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Verarbeitung von
Nahrungsmitteln,
Druckgewerbe sowie die Herstellung von Präzisionsinstrumenten,
Textilien, Stahl, Metallwaren und chemischen Erzeugnissen von Bedeutung.
Chicago ist ein bedeutender Messestandort, Sitz einer Wertpapierbörse
und wichtiger Handelsplatz auch für Getreide, Fisch und Blumen.
1673 passierten die französischen Forschungsreisenden Jacques Marquette
und Louis Jolliet das Gebiet des heutigen Chicago,
das von den hier lebenden Indianern „Checagou" genannt wurde.
Etwa ein Jahrhundert später errichtete Jean Baptiste Point du Sable,
ein haitianischer Händler afrikanischer und französischer
Abstammung,
die erste ständige Siedlung nahe der Mündung des Flusses
Chicago.
Bis 1837 betrug die Einwohnerzahl aufgrund der Hafenausbauten
und des Baubeginns an Illinois- und Michigankanal etwa 4 000.
Der Bevölkerungszuwachs war rapide, und wurde durch die Fertigstellung
des Kanals 1848
sowie den Bau der Eisenbahn Anfang der fünfziger Jahre des 19.
Jahrhunderts vorangetrieben. S
chon bald entwickelte sich Chicago zu einem großen Eisenbahnknotenpunkt
und einem bedeutenden Industriezentrum.
"Chicago (Stadt, Illinois)," Microsoft® Encarta®
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2002