THERAPY ? - Troublegum  

"Jensman"

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Der gewissenhafte Mitarbeiter des Plattenladens stand zweifellos vor einer schwierigen Aufgabe: Stelle ich dieses Album nun zu den Metal-Scheiben, in die Punk-Ecke, ins Indie-Regal oder doch in die Alternative-Abteilung? Die einfache Antwort: Es paßt überall und nirgends, sollte aber in jedem Fall ganz vorne stehen. Denn Troublegum von 1994, das dritte Album der Nordiren, baut auf viele Elemente, ist facettenreich, vielschichtig -- und einfach brillant. Gitarrist Andy Cairns klotzt mit zentnerschweren Metal-Riffs, überrascht mit melodiösen Parts und glänzt auch als Sänger durch die Verbindung von Harmonie und Härte: mal manisch depressiv und beschwörend, dann wieder euphorisch und ungestüm. Beeindruckend auch die Rhythmusfraktion: Drummer Fyfe Ewing werkelt, als ginge es um sein Leben, Michael McKeegans Bassläufe sorgen für atemloses Staunen. Die Wände vibrieren, die Ohren glühen und das Herz hüpft vor Freude. Grandios das von "Nowhere" entfachte musikalische Feuerwerk aus rasenden Gitarren und treibenden Rhythmen, ohrwurmtauglich die Hookline vom vorwärts preschenden "Screamager", markerschütternd und bedrohlich Cairns "Trigger Inside", eindringlich das hymnenartige "Hellbelly".  

01. Knives
02. Screamager
03. Hellbelly
04. Stop It You're Killing Me
05. Nowhere
06. Die Laughing
07. Unbeliever
08. Trigger Inside
09. Lunacy Booth
10. Isolation
11. Turn
12. Femtex
13. Unrequited
14. Brainsaw 


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28. Juni 2000 1

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