| ARTILLERY - B.A.C.K. |
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ARTILLERY gehörten in den 80ern zum Besten, was
die europäsche Speed- und Thrash-Szene zu bieten hatte. Als sich
die dänische Combo einige Zeit nach dem Release ihres dritten und
besten Albums "By Inheritance" trennte, verdingten sich die beiden Band-Köpfe,
die Stützer-Brüder Morten und Michael, bei den eher durchschnittlichen
Missing Link. Im Zuge des Reunion-Wahns holte man dann letztes Jahr
Sänger Flemming Ronsdorf von seiner Beatles-Coverband zurück
und machte sich daran, Material für ein neues Album zu schreiben.
Und wider Erwarten haben es die mittlerweile als Trio (plus Session-Drummer)
existierenden ARTILLERY geschafft, fast nahtlos an ihre ersten Versuche
anzuknüpfen. Das programmatisch betitelte "B.A.C.K." ignoriert
nahezu sämtliche Entwicklungen, die in den letzten acht Jahren
vonstatten gegangen sind und rödelt sich konsequent thrashig durch
zehn Tracks, die mit Pantera, Machine Head & Co. nix zu tun haben. Statt
dessen quäkt sich Ronsdorf mal wieder ultrageil durch Speed-Granaten
wie 'Cybermind', 'WWW' oder 'Theatrical Exposure' (bester Song des Albums!)
und stellt mit jedem Ton klar, wer Dänemarks bester Metal-Export
ist. Vielleicht waren die Erwartungen nicht ganz so groß, aber
"B.A.C.K." läuft meiner bescheidenen Meinung nach mehrere Sekunden
vor dem Agent Steel-Comeback ins Ziel.
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29. Mai 2000