Jenny Legenstein in skug Nr. 69

Wieder haben die fahrenden Gesellen Jorge Blanco und Raoul Corona ihre Huftiere gesattelt und sich auf die Reise begeben, um das Gl�ck zu suchen. Weit sind sie herumgekommen. Die Lassos Mariachis haben die Frontera hinter sich gelassen und gelangten �ber Ozeane und Flussl�ufe fast nach El Dorado, sahen die K�ste Afrikas und machten Zwischenstopp in Rom. In zw�lf Songs berichtet das Duo aus Wienexico von Begegnungen, Begebenheiten und Beobachtungen in dem ihnen eigenen Tex-Mex-Stil: Harmonischer Zwiegesang vorwiegend in Moll begleitet von Gitarren-Arpeggios. Erweitert wurde der Latin-Sound mit modernster Computertechnik und postmodernem Eklektizismus. Mittels Sampling, Bl�sers�tzen, weiblicher Verst�rkung im vokalen Bereich (Birgit Paul) und vergr��ertem Instrumentarium st��t Vamos in neue R�ume vor - z.B. in die der Durtonarten. Diesmal spielen sich also ungl�ckselige Love-Stories nicht nur in Westernlandschaften ab (�Gringo�), auch am Rio del la Plata und auf hoher See (�Chiquitita�) findet sich kein Happy End in trauter Zwei- oder Dreisamkeit. Insgesamt nimmt man das aber doch nicht zu tragisch, zwar reminisziert man beim Abstecher nach Paris Serge Gainsbourg (�Je t�aime�), jedoch geraten in den italienischen Impressionen Calvino, Fellini, Caprisonne, Paolo Conte, der Papst und ein namenloser Hund in ein absurdes Karussell (�Faro Triste�). Dem sinnlosen Treiben der Welt wird eine ordentliche Portion Nonsens entgegengesetzt und das ist gut so.

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