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CD des Monats August 2002 Dass es in Wien nicht nur elektronische Fahrstuhlmusik oder ansprechenden Hiphop gibt, wei� man. Aber dass in der Bundeshauptstadt auch zwei eigenartige Gringos existieren, die gerne Mariachis w�ren, haben Sie das auch gewusst? Die Lassos Mariachis jedenfalls haben nicht nur bereits die zweite CD herausgebracht, sondern auch auf Sammelalben wie "Heimat" und "LoveSexAmour" (beide pumpkin records) mitgewirkt. Au�erdem taucht der Name neuerdings immer wieder auf Konzertplakaten auf � soll hei�en,langsam aber sicher sollte man sie kennen (lernen). "Amigos" ist so etwas wie ein Konzeptalbum. Das bringt an positivem eine gewisse Geschlossenheit, ein gr�ndlich abgehandeltes Thema (Liebe, Trennung, Staub,...). Das was bei "echten" Mariachis schwungvoll, kreischend, hysterisch fr�hlich w�re, das ist bei den Wienern tendenziell traurig, depressiv, von Einsamkeit und Verlassenheitsgef�hlen getr�nkt. Die Geschlossenheit bringt es allerdings auch mit sich, dass die CD wenig Tempo, wenig Witz aufbringt. Die genannten Beitr�ge auf den Pumpkin-Compilations liefern demgegen�ber mehr Skurrilit�t, Ironie, Spiel mit eigenen kulturellen Wurzeln. "Amigos" hingegen hat nur selten solche Momente. Aber einige hervorstechende Songs gibt es schon. "Bauhaus", "Johnny (Wayne)" oder "Vorbei" sind solche, wohingegen speziell die erste H�lfte der CD irgendwie l�hmend wirkt. Vielleicht sollte man bei CDs immer erw�hnen, f�r welche Augenblicke im Leben sie sich besonders eignen: Nun denn: "Amigos" ist gut f�r verregnete Sonntagnachmittage, im Fernsehen l�uft Formel 1 oder Springreiten, Heinz Pr�ller oder Peter Nidetzky weggeschaltet, die Mariachis spielen auf. Oder: "Amigos" ist gut, wenn man halbtraurig sein will, ohne wirklich Grund daf�r zu haben. |