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Robert Buchschwenter Lassos Mariachis. Seit einigen Monaten ziehen sie durchs feuchtkalte Österreich, um mit zwei Gitarren und einem mit vielen Tequilas gewaschenen Gesang Wüstenstimmung zu machen. Doch der Klang ihrer Desperado-Schnulzen im Tex-Mex-Stil täuscht ebenso über ihre Herkunft wie der Künstlername: Jorge Blanco und Raoul Corona sind waschechte Grazer im Wiener Exil. Höchstens die stilecht vorgetragenen Nonsense-Texte der Lassos Mariachis lassen erkennen, dass nicht alles zwischen Kakteen geboren wird, was nach Hispano-Herzschmerz tönt. Spätestens wenn sie mit virtuoser Flamencogitarre „In die Berg“ aufbrechen, kommen die Älpler hinter den Mariachis zum Vorschein – und auch gleich zum Handkuß: „Meine Freind san die Kia/ Und die Berg san die Bam/ Joho dort auf da Alma/ Is da Frieden daham.“ Wer die Lassos Mariachis als Blödelpartie abtut, überhört den musikalischen Ernst hinter solcher Ironie. „Amigos“, ihr zweites Album, ist ein gediegener Gemütsfetzen, der einen zu Tränen rührt, um diese dann wieder mit Textzeilen wie „Ich habe Schmerz/ Du hast Dolores“ wegzuwischen.
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