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Der Mond
Der Mond hat eine sehr wichtige Stellung im Hexen- und Heidentum. Viele Rituale und Feste richten sich nach dem Mond.
Früher wurde mehr nach dem Mond gelebt als heute. Sie schauten in den Himmel und wussten, welche Mondphase gerade ist, sie brauchten keinen Mondkalender. Am Mondstand konnten sich die Menschen orientieren und wussten so, welche Zeitspanne um war, schließlich gab es ja mal eine Zeit ohne Kalender.

Ein Mondmonat von Neumond bis Neumond dauert 29,5 Tage. Auf Neumond folgt der zunehmende Mond mit Sichel nach links, bis zum Vollmond. Dann beginnt die Phase des abnehmenden Mondes mit Sichel nach rechts. 3-4 Tage vor Neumond haben wir den sogenannten dunklen Mond und dann beginnt der Zyklus von Neuem mit Neumond.
Wenn der Mond voll ist, sprechen wir von Esbat, d.h. der Mond wird gefeiert. Da, wie oben schon erwähnt, der Zyklus des Mondes 29,5 Tage hat, wird ihm oft nachgesagt, dass er weiblich ist (wird verdeutlicht durch z.B.: spanisch Luna = Mond). Zudem war Luna auch eine römische Göttin.
Der Neumond
Der Neumond steht für Anfang und Ende des Mondzyklus. In diesem Stadium befindet sich der Mond zwischen Erde und Sonne, so dass seine der Erde zugewandte Seite das Sonnenlicht nicht mehr reflektieren kann; daher ist der Mond auch 3 Tage unsichtbar. Die reinigende Wirkung der Mondkraft erreicht ihren Höhepunkt. Die Erde atmet aus und die Säfte regen sich in Mensch und Natur. Neumond ist ein guter Fastentag, um den Organismus zu veranlassen auf körpereigene Vorräte zurückzugreifen. Es ist ein guter Zeitpunkt für den Beginn einer Kur.
Auf chirurgische Eingriffe sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, da Wunden mehr bluten und schlechter heilen.
Wetterwechsel ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen des Neumondes!
Göttin: Hekate, sie ist die Hüterin der Weisheiten und Geheimnisse der Erde, der Hebammen und der Wegkreuzungen. Sie ist auch die Alte, die Strafende, die Dunkle, die Göttin der Hexen.

Der zunehmende Mond
Der zunehmende Mond steht für Aufnahme und Wachstum. Die positiven Einflüsse überwiegen jetzt, die Energien werden besser aufgenommen und gespeichert. Die Säfte steigen nach oben. Es ist die Zeit der Aufnahme und Regeneration. Alles was nach oben wächst und Früchte trägt, sollte ausgesät, gepflanzt und gepflegt werden. Die Selbstheilungskraft ist sehr groß. Diese Phase eignet sich also gut, um sich zu kräftigen und zu erholen. Mit fortschreitender Zunahme des Mondes verzögert sich der Heilungsprozess bei Verletzungen, deshalb ist es angebracht auf chirurgische Eingriffe in der Nähe des Vollmondes zu verzichten. Keine Impfungen!
Göttin: Persephone, die den Weg in die Unterwelt mit dem weiblichen Blut einweiht und sich um die toten Seelen kümmert.

Der Vollmond
Der Vollmond hat die stärkste Kraft. Starke Energien wirken auf Körper und Psyche. Er bietet eine gute Gelegenheit, um seelische Konflikte zu erkennen und zu bewältigen. Es ist die Zeit starker Gefühle, positive wie negative. In den wenigen Stunden des Vollmondes werden hohe Geburtenzahlen, viele Unfälle und Gewaltverbrechen registriert. In der Natur findet ein Wechsel von Aufnahme zu Abgabe statt. Heilkräftige Pflanzen und Kräuter, die bei Vollmond gesammelt werden, wirken besonders stark. Viele Menschen reagieren häufig mit Nervosität, Unruhe und Schlaflosigkeit. Sensible Menschen haben oft eindrucksvolle Träume und Visionen. Man ist jetzt auch zu außergewöhnlichen Aktivitäten bereit. Weil Wunden stärker und länger Bluten sollte auch hier auf chirurgische Eingriffe verzichtet werden. Außerdem steigt die Anfälligkeit für gesundheitliche Beschwerden, wie z.B. Asthma oder Allergien. Keine Impfungen!
Göttin: Ishtar von Babylon, deren Fruchtbarkeit ihrem Volk das Leben schenkte. Herrin des Lebens und des Lichtes.

Der abnehmender Mond
Der abnehmende Mond steht für die Abgabe von Kräften und Energien. Er befreit von Zweifeln sowie Ängsten und bündelt die positiven Gefühle für den nun bald beginnenden neuen Zyklus.
Die Erde atmet ein und die Säfte fließen abwärts, die Energien gehen in die Wurzeln. Jetzt ist Zeit, zu pflanzen, zu säen, zur Düngung und zur Bewässerung. Der Organismus ist in bester Form. Körperliche und geistige Höchstleistungen gelingen müheloser. Optimaler Zeitpunkt für chirurgische Eingriffe, da Wunden weniger bluten und schneller heilen.
Göttin: Demeter, die Wächterin des Lebens auf der Erde, sie ist die Hüterin dieser Zeit. Sie lässt Pflanzen und Früchte gedeihen und ist die Gesetzgeberin.
Es gibt noch zwei weitere Mondphasen, die allerdings nichts mit den bereits beschriebenen Mondphasen zu tun haben. Diese ergeben sich aus dem siderischen (auf die Sterne bezogenen) Umlauf des Mondes, bei dem der Mond die zwölf Tierkreiszeichen durchläuft.
Der aufsteigende Mond (Sichel nach oben)
Aufsteigend durchquert der Mond dabei alle Tierkreiszeichen zwischen der Winter- und der Sommersonnenwende, also von Schütze über Steinbock, Wassermann, Fische, Widder und Stier bis zu den Zwillingen, wo er seinen Wendepunkt erreicht.
Der Zeitraum des aufsteigenden Mondes kann als Phase des Ausatmens der Erde betrachtet werden. Wachstum, Reifung und Ernte sind bestimmend. Die Entwicklung über der Erdoberfläche ist der bei zunehmenden Mond.

Der absteigende Mond (Sichel nach unten)
Absteigend durchwandert der Mond alle Tierkreiszeichen der Monate Juni bis Dezember, also Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion und Schütze, hier ist wieder der Wendepunkt.
Der Zeitraum des absteigenden Mondes kann als Phase des Einatmens der Erde gesehen werden. Vor allem Pflanzarbeiten sind nun begünstigt. Die Entwicklung unter der Erdoberfläche ist der bei abnehmenden Mond ähnlich.
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