Oglala Sioux Tribe of Pine Ridge
HOME
Stammesverwaltung: Pine Ridge, SD

Counties:
Bennet, Jackson, Shannon, SD

Communities (Distrikte):
Eagle Nest, LaCreek, Medicine Root, Pass Creek,  Pine Ridge, Porcupine, Wakpamni,  White Clay,  Wounded Knee

Hier ans�ssige Stammesgruppen:
Oglala, eine von sieben Teton Stammesgruppen

Population eingetragener Stammesmitglieder:
17 775

Population der Reservation:
20 806

Sprache:
Lakota, Englisch

Landareal gesamt:
2 000 000 acres

Davon in Stammesbesitz bzw in Stammespacht:
1 771 180 acres

Davon in Besitz von Nicht-Indianern:
nicht bekannt

Bericht von Gudrun Richter
Wer endlich nach einem langen anstrengenden Flug in Rapid City angekommen ist und Ausschau nach einer Verkehrsverbindung in Richtung Pine Ridge Reservation h�lt, wird wohl arg entt�uscht werden. Die gibt es n�mlich nicht. Das blieb mir jedoch erspart, denn Gedanken �ber die M�glichkeiten meiner Fortbewegung musste ich mir nicht machen. Im Sommer 2002 vermittelte mir der "Verein zu Unterst�tzung Nordamerikanischer Indianer" eine von den Oglalas organisierte Reise und ich wurde vom Flughafen abgeholt. Wer jedoch nicht auf Reiseleiter oder Freunde zur�ckgreifen kann, miete sich ein Auto, da auch die Entfernungen in den USA gewaltiger sind als bei uns. Das Problem der Mobilit�t endet aber nicht mit dem Betreten der Reservation. Auch hier erschweren Entfernungen, Wetterbedingungen und fehlende Verkehrsmittel die Bewegungsfreiheit. Sieht man von den Schulbussen ab, gibt es keine �ffentlichen Verkehrsmittel in Pine Ridge, so dass sich jeglicher Verkehr auf Privatfahrzeuge beschr�nkt.  Nicht nur mir wird die Vielzahl von Autowracks aufgefallen sein, die sich um viele Anwesen scharen wie wohl fr�her die Ponyherden um das Lager.
Nachdem an unserem Auto ein Teil (ich habe keine Ahnung von Technik !) seine Funktion verweigert hatte und wir alle Freunde abgeklappert hatten auf der Suche nach Ersatz, begriff ich von ganz allein, dass die Menschen auf diese Wracks angewiesen sind. Man braucht sie einfach als notwendiges Ersatzteillager. Nicht alle Leute besitzen ein Auto und sind so auf Freunde und Verwandte angewiesen. Viele Lakotas m�ssen ihre Wege zu Fu� zur�cklegen. Aufgrund der Entfernungen und Wetterbedingungen erscheint eine Kombination aus Trampen und Zufu�gehen als geeignete Notl�sung. Die Menschen sind nicht nur freundlich und hilfsbereit sondern auf gegenseitige Hilfe angewiesen.
Eines Abends fanden wir auf unserem Heimweg auf einer abgelegenen "Strasse" eine Familie mit "Kind und Kegel" neben ihrem streikenden Fahrzeug. Da auch vereinte Versuche, es wieder halbwegs fahrt�chtig zu machen scheiterten, blieb nur eine Wahl. Meine Begleiter schob (!) das Auto mit unserem Van vor sich her, bis wir den Wohnort dieser Leute erreichten. Diese Aktion bot einen  Anblick bei dem wohl jedem deutschen Autobesitzer das Herz bluten w�rde. Nun konnte ich mir auch lebhaft vorstellen, warum so viele Rez-Autos Beulen haben.
Highway 18 durchquert die Reservation von Osten nach Nordwesten und ist ihre Hauptader.
Daneben existieren nur wenige sogenannte "Allwetterstrassen". Zu isoliert liegenden H�usern und Ortschaften f�hren unbefestigte Schotterstrassen, die oft nicht als solche zu erkennen sind. Die meisten H�user sind w�hrend heftiger Regenf�lle oder Schneest�rme von der Umwelt abgeschnitten.
Eine der gr�sseren Ortschaften auf der Reservation ist Pine Ridge. Hier befinden sich die Verwaltungszentren f�r Versorgungseinrichtungen, das "B�ro f�r indianische Angelegenheiten", die Stammesregierung und staatliche Beh�rden. Hier findet man auch das einzige gr�ssere Einkaufszentrum der Reservation, das
"Sioux Nation Shopping Center". Nat�rlich gibt es auch kleinere "Tante Emma-L�den" wie z.B. den "Yellow Bird's Store" (unbedingt vorbeischauen und das Eis kosten!). Big Bat's Texaco ist eine Kombination aus Tankstelle, Souvenirshop und Bistro. Als Indian Frybread Fan konnten mich Taco John's und Pizza Hut nicht zu ihren G�sten z�hlen. Aber es fallen jedes Jahr genug Touristen �ber die Reservation herein, die einen entsprechenden Appetit mitbringen. Um ausgedehnt "shoppen" zu gehen, ein Kino oder Konzert zu besuchen oder einfach nur in einer gem�tlichen Bar oder einem Restaurant zusammenzusitzen, mussten wir auf die St�dte im Umkreis der Reservation ausweichen. Rapid City, Gordon, Chadron und Rushville in Nebraska liegen einige Autostunden von der Reservation entfernt. Wirtschaftlich gesehen ist Pine Ridge wohl die �rmste unter den Sioux Reservationen. Armut, Arbeitslosigkeit (manchmal bis zu 80%), Alkohol- und Drogenmissbrauch, Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen, Strassengangs und h�usliche Gewalt schaffen weitere soziale Probleme. Probleme, die nicht "typisch indianisch" sondern typisch f�r die Verh�ltnisse, unter denen Menschen auf der ganzen Welt gezwungen sind zu leben.
Der Stamm unterh�lt ein ausgedehntes Park und Erholungsdepartment, das gef�hrte Jagsausfl�ge auf Kleinwild, aber auch auf B�ffel und Elk anbietet, die
Cedar Pass Lodge, ein Motel mit Restaurant und Souvenirshops in den Badlands und das Prairie Wind Casino. Die gr�ssten Arbeitgeber sind der Oglala Sioux Stamm, das Oglala Lakota College, das BIA, das Indian Health Center und das Prairie Wind Casino. Gudrun
BILDER
Eine Bar im Mittelwesten mit dem zweisprachigen  Hinweis: "Indianer Zugelassen". Zur Information: Bis in die fr�hen 70er Jahre hinein lautete dieser Hinweis noch "Keine Indianer Zugelassen".
BILDER von DER PINE RIDGE RESERVATION
Karte der Pine Ridge Oglala Sioux Tribe Reservation
Eingangsschild zur Pine Ridge Rez
Lustiges Stopschild, �berklebt mit dem Lakotawort f�r "Stehen(bleiben)"
DIE BADLANDS
BILDUNG
RED CLOUD INDIAN SCHOOL
Red Coud Indian School
Red Coud Indian School Verwaltung
Red Could Indian School Postkarte
Red Coud Indian School Kirche von Innen
Malerei in der Red Cloud Indian School
Red Cloud Indian School Kirche Fenster
OGLALA LAKOTA COLLEGE
Das Schild, das das Oglala Lakota College ank�ndigt
Das Oglala Lakota College Vorderansicht
Oglala Lakota College von Hinten mit Nancy
PORCUPINE ELEMENTARY SCHOOL
Computerunterricht
Klassenzimmer
Zahlenlehrkarten
LITTLE WOUND HIGHSCHOOL
Little Wound Highschool Eingang
Little Wound Highschool
EINKAUFEN
Common Cents Lebensmittelladen
Lakota Trade Center in Kyle
RADIOSTATION IN PINE RIDGE
Die KILI-Radiostation
HOUSING
Pine Ridge Rez im Winter
Powwowarea in der Pine Ridge Reservation
Haus in der Slim Butte Community
GRABST�TTEN AUF DEM GEBIET DER PINE RIDGE REZ UND N�HE
DAS WOUNDED KNEE MAHNMAL
Wounded Knee Community Besucherzentrum Die neue Kirche in der Ortschaft  Wounded Knee
Das Wounded Knee Mahnmal im Winter
Das Wounded Knee Mahnmal aus Martins Sammlung
Das Wounded Knee Mahnmal aus Nancy's Sammlung
Das Wounded Knee Mahnmal aus Martins Sammlung
RED CLOUD Mahpiya Luta
Red Cloud war einer der bedeutendsten Lakota-F�hrer des 19. Jahrhunderts. Er wurde 1822 in der N�he des North Platte Rivers im heutigen Nebraska geboren. Seine Mutter war eine Oglala Lakota und sein Vater war ein Sicangu Lakota.
Seit 1866 war er einer der bedeutendsten Anf�hrer im Krieg gegen die Vereinigten Staaten, die immer mehr Forts entlang des Bozeman Trails bauten, der mitten durch Lakotaland verlief. Nachdem mehr und mehr Siedler und Goldsucher Lakotaland  durchquerten, f�hrte er eine Reihe von Angriffen gegen Forts der Armee der Vereinigten Staaten entlang des Bozeman Trails an. Einer der bedeutendsten Siege unter Red Clouds F�hrung war hier das sogenannte Fetterman Massaker im Dezember 1866. Red Clouds Krieg war so erfolgreich, da� die Regierung der Vereinigten Staaten 1868 dem Vertrag von Fort Laramie, der den Lakota unter anderem die westliche H�lfte des heutigen South Dakota, einschliesslich der heiligen Black Hills auf immer und ewig zusicherte und da� die Armee die Forts entlang des Bozeman Trails zu verlassen hatte. Es sollte jedoch nicht dabei bleiben...
*1822     +1909
Mahpiya Lutas Grabst�tte
ANNE MAE AQUASCH
Back to Rez Hauptpage
Hosted by www.Geocities.ws

1