Ich meine, warum müssen Frauen immer alles so verkomplizieren? Sie finden sarkastische Untertöne, wo keine sind, sexistische Andeutungen in allem, was ich sage, wo mir doch nichts ferner liegt und halten sich ständig für die besseren Menschenkenner. Da sitzen sie, gucken mich an mit diesem „ich weiß genau, was du gerade denkst“ – Blick und werden durch meinen unsicheren Gesichtsausdruck noch in ihrer Meinung bekräftigt. Es kann ja sein, daß ich manchmal meine Mimik nicht unter Kontrolle habe, bin ich deswegen ein schlechter Mensch? Frauen nehmen ja auch immer alles so extrem ernst, was ich sage, deuten in jede Kleinigkeit eine boshafte Absicht, doch selber hauen sie mit ihren Spitzen und Stacheln nur so um sich. Es ist auch erschreckend, wie oft ich schon auf diese Frauen-Tricks hereingefallen bin, erst nachdem alles verloren ist, ich mich bis auf die Knochen blamiert habe, meine innersten Gefühle offenbart oder von meinen dunkelsten Geheimnissen erzählt habe, merke ich an ihrem Blick, daß das alles reine Strategie war. Dann gehen sie einfach weg mit diesem selbstgefälligen Lächeln, schauen mich ein letztes Mal an mit ihren wunderschönen Augen, die durch den spöttischen Blick wie Feuerbälle in meinen brennen, werfen ihr Haar zurück, greifen sich die Handtasche und verschwinden aus der Tür, aus meinem Leben. Sie gehen aus der Tür meines Lebens. Bin ich zu gutgläubig? Gehe ich zu blauäugig an Verabredungen heran? Ein Freund von mir sagte einmal, daß die Lösung des Problems ganz nahe läge: Ich gebe zuviel preis. Schon nach den ersten drei oder vier Verabredungen wissen die Frauen praktisch alles über mich – welche Sportarten ich mag, was ich morgens gerne zum Frühstück esse, wie meine Beziehung zu meiner Mutter ist, ob ich eine eigene Wohnung habe, welchen Wagen ich fahre, ob ich bei meinen Arbeitskollegen beliebt bin, ob ich beim Sex lieber unten liege, welche Musik ich höre, welchen Kinofilm ich als letztes gesehen habe, und, und, und. Ich meine, sie fragen mich, es ist ja nicht so, daß ich da sitze und nicht mehr aufhören kann zu erzählen. Sie fragen mich, ich antworte, das Date ist vorbei, ich bringe sie nach Hause, ich fühle mich nackt. Entblößt. Ich habe mich vor einer fremden Frau ausgezogen, ihr erzählt, was sie wissen wollte und merke wieder zu spät, daß ich es war, der die ganze Zeit geredet hat, sie hat nichts erzählt. Mit kleinen Einwürfen à la „stimmt, bei mir ist das auch so“ oder „ja, das habe ich gehört“ geben die Frauen mir das Gefühl, daß sie sich auch einbringen, sich zeigen, aber letzten Endes weiß ich nichts über sie. Nur Belangloses. Daß sie gerne Bananenjoghurt mit Nüssen essen zum Beispiel, oder die Dallas Cowboys ihre Lieblingsmannschaft sind. Strategie. Reine Strategie. Jetzt frage ich mich, vielleicht ist das keine Absicht, vielleicht liegt es ja an ihrer Natur. - Wahrscheinlich ist es ihnen angeboren, die Männer auf diese Art zu quälen, ihnen Seelenschmerz zu bereiten. Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß ich langsam aber sicher auf die 30 zusteuere, ohne die Frau meines Lebens getroffen zu haben. Wenn ich zurückblicke, kann ich mich nicht daran erinnern, jemals geliebt zu haben. Außer in der High School vielleicht. Das war früher – aber Liebe? Richtige Liebe? Ich möchte jemanden treffen, bei dem ich sicher sein kann, daß ich mit ihr glücklich, Kinder haben, mit ihr alt werde. Im Moment allerdings befinde ich mich in der Phase, in der ich mir gewahr werde, daß mir das wohl nicht mehr passiert. Ich, Chris Easterberg, werde allein sterben. Und das nur, weil ich die Frauen nicht verstehe, Zeichen nicht deuten kann. Langweilig bin. Wahrscheinlich langweilen Sie sich auch bereits. Ich meine, lehnen Sie sich zurück, sie brauchen ja nichts dafür zu tun, daß ich Ihnen die traurige Geschichte meines Lebens erzähle. Sie brauchen ja nicht mal eine Strategie auszuklügeln, ich mache das ganz von alleine. Ich ziehe mich vor Ihnen aus. Wenn es Ihnen nicht gefällt, schauen sie einfach weg. Nehmen Sie ein besseres Buch zur Hand. Das dürfte nicht schwer zu finden sein. 1. Montag Ich fuhr also zur Arbeit, nach einem der grauenhaftesten Wochenenden meines Lebens. Sarah hieß sie diesmal, ein wunderschönes Exemplar, groß, schlank, aber nicht zu schlank, ich finde frauliche Figuren ja sehr anziehend. Ich hatte sie auf einer Party von Mark, einem Arbeitskollegen und Freund von mir, kennengelernt und sie gefragt, ob sie nicht mit mir ausgehen wolle. Sie schaute mich an mit ihren schönen dunklen Augen und sagte, sie wolle dies sehr gerne. Um das mal klarzustellen: Verabredungen zu kriegen fällt mir nicht schwer. – Nur die Damen für mich längerfristig für mich zu interessieren, darin liegt mein Problem. Ich meine, ich sehe ganz gut aus, weiß, wie ich mich kleiden soll ohne peinlich oder spießig zu wirken. – Ich achte auf meine Gesundheit und rauche nicht, ernähre mich gesund, treibe Sport, darauf stehen die Frauen. Auf gut gekleidete, stilvolle und sportliche Männer. Hab ich gehört. Meine Quote ist auch nicht schlecht, es überraschte mich nicht, daß Sarah an diesem Abend zugesagt hatte. – Möchten Sie, daß ich mich kurz beschreibe? – Ich hoffe, Sie haben sich noch kein Bild von meinem Äußeren in Ihrem Kopf zusammengebastelt und sind jetzt enttäuscht, daß es mit der Realität nicht übereinstimmt. Vielleicht haben Sie sich ja gedacht, daß ich ca. 1.85 m groß bin, wobei Beine und Oberkörper gut proportioniert sind, er könnte schwarze Haare haben, glauben Sie, grüne Augen und große starke Hände. Na ja, Sie sind gut im Raten, würde ich sagen. Sie merken bestimmt, daß die Beschreibung vornehmlich für die weiblichen Leser unter Ihnen gedacht war, Männer interessiert das doch nicht. Na ja, manche schon. Für die unter Ihnen, die mit ungelegenen Erektionen, nicht zum Kopfhaar passenden Bartwuchs und dem Geheimnis der Frauen zu kämpfen haben: Ich weiß, was Sie fühlen! Ich weiß, was Sie Tag für Tag durchmachen! Ich bin einer von Ihnen. Und ich beneide diejenigen unter Ihnen, die es geschafft haben, eine Frau emotional an sich zu binden! Sarah jedenfalls war nur eine von vielen attraktiven Frauen, die das Vergnügen hatten, mir in meinem Schlafzimmer eine Nacht Gesellschaft zu leisten, um es unverfänglich auszudrücken. – Leider war sie wie alle anderen, die ich kennenlernte. Leicht zu haben, manipulierend, schnell gelangweilt. Sie hat mir nicht einmal ihre Telefonnummer dagelassen. Mein Gott, es muß doch möglich sein, eine Frau länger als 2 Tage für mich zu interessieren! Ist es denn so offensichtlich, daß ich nichts besonderes bin? Ich hoffe sehr, Sie bekommen jetzt nicht den Eindruck, daß ich einer von den Kerlen bin, die sich mit einer schnellen Nummer zufrieden geben. Ganz und gar nicht. Ich kriege eben nicht mehr – meine letzte Beziehung, die über ein Wochenende hinausging, ist 2 Jahre her, und selbst die hielt nur 2 Monate. Und bevor ich gar keinen Sex habe, nehme ich doch den, den ich kriegen kann, selbst, wenn es frustrierend ist, so auf Dauer. Können Sie mich verstehen? Ich muß auch ein wenig daran denken, was die Leute sagen – wenn man nicht dem Image als Frauenheld gerecht wird, das ich in der Firma nun mal habe, kann das heutzutage schon zur Obdachlosigkeit führen – Denken Sie nur daran, wie wichtig Reputation für das Leben ist: Man würde mir vorhalten, ich wäre impotent oder schwul, die anderen Abteilungsleiter würden mich auf einmal nicht mehr als gleichberechtigt ansehen, der Chef bemerkt eine sinkende Produktivität aufgrund mangelnder Kommunikationsbereitschaft – er wird sich einen neuen, extrem potenten und 100%ig heterosexuellen Abteilungsleiter suchen, mich wegen irgendeiner Sache, die nur halb so schlimm und eigentlich schon verjährt ist, rauswerfen, ich werde meine Miete nicht mehr bezahlen können, lande auf der Straße. So geht das heute zu. Nein, nein, da gelobe ich mir doch meine wochenendlichen Aktivitäten und den allmontaglichen lauten Schwatz über Frauen mit Mark in der Mittagspause. Jedenfalls, bis dahin war noch etwas Zeit, und ich lief den Gang entlang, um mir Kaffee am Automaten im vierten Stock zu holen. Eigentlich haben wir hier oben im fünften auch einen Automaten, und der ist auch nicht kaputt und spuckt ranzige Kondensmilch aus, wie der im vierten, aber Anne arbeitet nicht im Büro nebenan. Ich begebe mich seit fünf Jahren jeden Morgen zwischen zehn und elf Uhr auf eine gefährliche Mission, balanciere den heißen Kaffee und einen Marsriegel zusammen in der linken Hand, um die rechte freizuhalten, damit ich gegebenenfalls Anne winken kann, wenn die Tür zu ihrem Büro offen sein sollte. Aber ich winke natürlich nicht aufdringlich, ich setze auch keines dieser gewinnenden Autoverkäuferlächeln auf, ich winke nur kurz, versuche, es beiläufig aussehen zu lassen. Ein schnelles Winken, ein Gruß, eine Geste, nichts weiter. Und doch klopft mein Herz jeden Morgen wie verrückt, wenn ich daran denke, sie eventuell wiederzusehen. Montags steht die Tür meistens offen, weil sie sehr viel Arbeit von Kollegen zugeteilt bekommt, die die Tür gleich für die nächsten offen lassen wollen. Ich laufe also vorbei, versuche, schon von weitem zu spähen, ob sich eventuell ein Lichtstrahl, der aus Annes Zimmer kommt, auf dem bürograuen Flurteppich langzieht, doch die Neonlampen an der Decke waren zu hell, um es mich erkennen zu lassen. Ich setzte mein gleichgültiges Gesicht auf, trainierte schon mal ein en passantes Lächeln aufzusetzen und den Schritt zu verlangsamen. Die Tür stand offen, ich blickte hinein, hob leicht die Hand, um den geübten, perfektionierten Gruß zu vollziehen, mein Lächeln sitzt, ich blicke in den Raum, doch leider wurde mein Blick aufgefangen von einem sehr breiten Rücken, der einem Mann gehörte, der sich auf Annes Schreibtisch stützte und mit ihr zu sprechen schien. Es sah ganz so aus, als würde ich soeben Zeuge eines Techtelmechtels unter dem Dache von Symagur Inc. New York. Nicht gut, gar nicht gut, ich verwandelte mich also zurück von dem netten beiläufigen Grüßer in Chris Easterberg, dem Mann, dem sein Kaffee gerade aus der Hand auf den bürograuen Teppich gefallen ist, dessen Hosenbeine durchnäßt und heiß am Bein klebten und dem Mann, dessen Stolz ruiniert wurde von Anne, die den lauten Platsch gehört hatte - und mein Fluchen offensichtlich auch, aus ihrem Büro gerannt kam und nun an meinem Hosenbein schrubbte. Normalerweise würde ich mich über solch eine Geste freuen, nur in diesem Moment fühlte ich mich unwohl. – Der Schrank stand nun im Türrahmen und betrachtete abwechselnd Anne und mich, nicht ohne ein höhnisches Grinsen. Er rauchte eine Zigarre, was ihn noch unsympathischer machte. Und im Bürokomplex rauchen, das dürfen nur die Dickbäuche aus der Chefetage. Und hier hatten wir offensichtlich ein Exemplar. Was fand Anne nur an ihm? Geld. Es mußte das Geld sein. Er zog noch einmal, dann drückte er die Zigarre aus, verabschiedete sich von Anne und watschelte mit seinen dicken sich aneinander reibenden Beinen den Flur weiter. Anne stand nun auf und lächelte mich an. – Ich konnte es nicht einordnen – war es der „Ich will mit dir schlafen“ - oder eher der Mitleidsblick? Die beiden konnte ich noch nie auseinanderhalten. „Der Kaffee war ja sehr heiß.“ bemerkte sie. Es war ganz offensichtlich der Mitleidsblick. Ich nickte nur. „Ich bin Angie.“ sagte sie. Das war mir sympathisch – ich war Stones Fan. Inoffiziell. Es war also ein A- Name. Ich hatte doch Recht. – Mark und ich hatten sie vor 6 Jahren Anne getauft, erstens, weil sie einen Namen brauchte und uns der richtige nicht bekannt war, zweitens paßte Anne zu ihr. Aber mit Angie gab ich mich zufrieden. Ja - Angie war nett. 3 Jahre nach dem letzten Wortwechsel, der am Automaten stattfand und sich um einem vom kochendheißen Kaffee verformten Plastikbecher drehte, stand ich ihr nun gegenüber, die Hosenbeine noch immer naß, nur war der Kaffee inzwischen abgekühlt und so fühlte ich mich wie auf magische Weise in Kindergartentage versetzt. Auf den Marsriegel war ich ebenfalls getreten, was die Sache nicht gerade besser aussehen ließ. Ich fühlte mich von ihr auf eine merkwürdige Art und Weise beobachtet, und geistesgegenwärtig rief ich mir den Dickbauch ins Gedächtnis. Mein sowieso schon von Kaffee durchtränkter Stolz war nun aufgeweicht wie ein Zwieback im Kamillentee. Und anstatt des „Wollen Sie heute abend mit mir ausgehen?“ sagte ich nur: „Ich muß los, ich habe noch eine Menge zu tun. Vielen Dank noch mal...“ Ich deutete auf meine zuckenden Beine, die jeden Kontakt mit der feuchten, kalten Hose scheuten. „Das war doch kein Problem.“ lächelte sie und ging zurück in ihr Büro. Fehler. Oder? Die Stelle, in der sich meine Kollegen über mich lustig machten, lasse ich aus und drehe die Zeit vor bis zur Mittagspause, in der ich Mark traf. „Hey! Na, wie war’s mit Sarah?“ rief Mark laut, wie verabredet. Mrs. Portman, meine Sekretärin blickte flüchtig über ihre Brillengläser direkt in mein Gesicht. Überhaupt habe ich das Gefühl, sie weiß genau, was mit mir los ist. Wenn jemals jemand das Gerücht in die Welt setzen wird, ich sei schwul oder impotent, ich weiß, wen ich zuerst verdächtigen würde. „Es lief ganz gut.“ log ich, sah Mrs. Portman prüfend an, um zu beweisen, daß sie nicht die einzige in diesem Gebäude war, die streng gucken kann, doch sie hatte sich wieder ganz ihrer Schreibarbeit zugewandt. Wieder ein typisches Verhaltensmuster einer Frau: Sie sehen nur das, was sie wollen, ignorieren das, was nicht in ihr Bild paßt und leben sehr gut damit. Es ist pathetisch. Wir liefen zum Fahrstuhl und unterhielten uns über das verlorene Spiel der Knicks, das Wetter und Marks Eroberung, die er am Wochenende getätigt hat, über Anne, die eigentlich Angie war und meine fleckige Hose. Und anstelle des traditionellen Mittagessens in Barnie’s Cantina auf der gegenüberliegenden Straßenseite fuhr ich mit Mark nach Hause und zog mich um. Während der ganzen Zeit versuchte mich Mark zu überreden, Angie vor den Feierabend noch aufzusuchen und sie, diesmal mit sauberer Hose, zu fragen, ob sie mit mir ausgehen wollte. „Tu’s einfach, sonst mach ich es.“ sagte er so nebenher. Aber für mich bedeutete die ganze Sache viel mehr, als bloß zu einer Frau zu gehen, sie zu bitten, mit mir einen Abend zu verbringen. – In diesem Fall wollte ich nichts falsch machen. Seit 5 Jahren sehe ich sie jeden Tag, wir haben zusammen in der Firma angefangen. – Nein, sie ist keine Massenware, sie ist etwas Besonderes und wer sagt mir überhaupt, daß sie nicht sowieso schon vergeben ist. Was war denn mit dem flirtenden Dickbauch vorhin? „Mach doch.“ sagte ich in einem Anfall geistiger Umnachtung. Ich hätte damit rechnen müssen, daß Mark es wörtlich nimmt und meine Aussage nicht auf verletzten Stolz zurückführt. Andererseits könnte ich durch Mark auch rauskriegen, ob sie mit dem Dickwanst was laufen hat, ohne mir selbst die Blöße zu geben. – Wir fuhren zurück ins Büro, gingen getrennte Wege. Er zu Angie, ich in mein Zimmer. Der Plan war genial: Mark geht zu ihr, vielleicht war ihr dicker Freund auch da, fragt sie, ob sie mit ihm ausgehen will und sie sagt: „Leider nein, mein Verlobter hätte etwas dagegen.“, dabei würde sie sich mit einem verliebten Blick an den Dickbauch wenden, ihn umarmen und Mark in seinem Designeranzug würde wahrscheinlich das erste Mal in seinem Leben so richtig dumm dastehen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch – er ist mein Freund, und meinetwegen kann er jede Frau der Welt in den Mark - Harem sperren, nur Angie nicht. Die war für mich bestimmt. Das wußte ich seit dem Tag, an dem ich sie das erste Mal gesehen habe. Aber die kriegt er nicht, gegen Chefetagengeld kommt selbst Mark nicht an. Ein Schatten näherte sich der geriffelten Glastür, ich erkannte Marks Umrisse. Jetzt mußte ich ihn trösten, ohne meine Freude zu zeigen. „Rate mal, wer heute Abend mit Angie weggeht!“ strahlte er, nachdem er die Tür mit solch einem Schwung aufgerissen hatte, daß die wackelnden Porzellankatzen auf Mrs. Portmans Schreibtisch draußen zu hören waren. Ach was, hätte eh nicht funktioniert, dachte ich den ganzen Tag lang, ich habe nichts falsch gemacht, das ganze war nur eine unglückliche Verkettung von Zufällen. – Über Zufälle dachte ich sowieso gerne nach. Vielleicht war das mein Problem, das, und meine mich zermarternde Zweitrangigkeit. An diesem Abend hockte ich zu Hause und sah mir die millionste Wiederholung von Cagney und Lacey an. Ich tat mir sehr leid, und wenn ich es mir genau überlege, zurecht. Spätestens jetzt haben auch Sie entdeckt, was das Leitmotiv meines Lebens ist: Ich finde keine Frau. Es ist mir vorbestimmt.