Am 3. Dezember 1998 erkl�rte die Organisation f�r
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent-wicklung (OECD) in Paris, da� das MAI, das
Multilaterale Abkommen �ber Investitionen dort nicht l�nger verhandelt werden w�rde.
Der Grund: Frankreich hatte beim Ministertreffen An-fang Oktober 1998 seinen Austritt aus
den MAI-Verhandlungen erkl�rt. Das MAI sei f�r Frankreich inakzeptabel und "nicht
reformierbar". Damit waren die Verhandlungen �ber das MAI, so schien es,
gescheitert.
Die franz�sische Regierung war zu dieser Entscheidung aufgrund eines
Untersuchungsberichts �ber die Auswirkungen des MAI f�r Frankreich gekommen. Er wurde
von Catherine Lalu-mi�re, einer Gr�nen Abgeordneten des Europaparlaments, durchgef�hrt.
Eine �hnliche Untersuchung wurde von keinem anderen der 29 Mitgliedsl�nder der OECD in
Auftrag gegeben. Doch die Entscheidung der franz�sischen Regierung ist ohne den breiten,
internationalen Wi-derstand gegen das MAI nicht zu erkl�ren.
Dieser hatte sich Anfang 1997 in Kanada entz�ndet, als ein Exemplar des
MAI-Vertragsent-wurfs, �ber den seit 1995 in Geheimverhandlungen diskutiert wurde, an die
�ffentlichkeit ge-schmuggelt und von kritischen B�rgerInnen analysiert und ins Internet
gesetzt wurde. Darauf-hin entstand sehr schnell in vielen L�ndern eine Protestbewegung
gegen das MAI. Sie entz�n-dete sich einmal an dem undemokratischen Vorgehen, durch das
ein solch entscheidendes Ab-kommen ohne Wissen der B�rgerInnen und an den Parlamenten
vorbei verhandelt wurde. Das MAI sei ein Drakula, der das Licht des Tages scheut, schrieb
Lori Wallach, die Expertin f�r internationales Handelsrecht beim Public Citizens Global
Trade Watch Zentrum in Washington. Mit Maude Barlow und Tony Clarke (Kanada) war sie eine
der ersten und vehementesten Gegnerinnen des MAI. Das Public Citizens Global Trade Watch
versorgt die Anti-MAI-Kampagne bis heute mit relevanten Informationen zum Thema MAI und
seiner "Klone".
Kritik am MAI
Neben dem Demokratiedefizit und dem Mangel an Transparenz
kritisieren die MAI-GegnerInnen auch die gesamte Zielrichtung und die wesentlichen
Klauseln des MAI.
Beim MAI gehe es um einen Versuch der gro�en Transnationalen Konzerne (TNKs) im glo-balen
Markt nicht nur die �konomische, sondern auch die politische Macht in ihre H�nde zu
bekommen. (Clarke/Barlow 1997). Das MAI unterh�hle die Souver�nit�t von Staaten,
Provin-zen und Kommunen, vor allem in bezug auf eine eigenst�ndige Wirtschafts- und
Kulturpolitik. Dieser Vorwurf fand besonders in Kanada und Frankreich ein starkes Echo. In
beiden L�ndern wollen viele Menschen nicht, da� sie ihre eigenst�ndige Kulturpolitik
den Profitinteressen gro-�er Medienkonzerne aus den USA oder Australien unterordnen
sollen. Kritiker aus der 3. Welt, wie Martin Khor vom Third World Network, sehen im MAI
vor allem einen Versuch seitens der reichen L�nder, in den Entwicklungsl�ndern eine
eigenst�ndige Wirtschaftspolitik zu verhindern. Sie sollten sich ohne Einschr�nkungen
dem internationalen Kapital und seinen Profitinteressen �ffnen (Khor 1998).
Die Betreiber des MAI, die Industrieverb�nde und die Wirtschaftsministerien der
OECD-L�nder, begr�ndeten das MAI meist mit der Notwendigkeit einer multilateralen
Zusammenfas-sung der Vielzahl von bilateralen Vertr�gen zum Schutz von
Auslandsinvestitionen. Sie sagten, es gehe haupts�chlich um den Schutz vor Enteignung
ausl�ndischer Investoren und um die Nichtdiskriminierung zwischen inl�ndischen und
ausl�ndischen Investoren. Die entsprechende MAI-Klausel besagte, da� ausl�ndische
Investoren wie inl�ndische behandelt werden m�ssten ("Inl�nderbehandlung"),
und da� ihnen sogar der Meistbeg�nstigtenstatus zugute kommen m�sste (Mies 1998, S.
38-39).
Die Kritik an diesen Klauseln zur Inl�nder- und Meistbeg�nstigtenbehandlung
ausl�ndischer Investoren richtete sich vor allem dagegen, da� Regierungen nun das Recht
aufgeben m�ssten, kleine oder mittlere Betriebe oder wirtschaftlich schwache Regionen vor
der Konkurrenz gi-gantischer TNKs zu sch�tzen. Nach NAFTA sollte unter dem MAI und
�hnlichen Abkommen ein solcher Protektionismus verboten sein. Die Freihandelsdoktrin
besagt, da� nationale Regie-rungen sich aus dem Marktgeschehen heraushalten sollen, damit
ein "ebenes Spielfeld" f�r alle Kokurrenten entstehen k�nne. Die Klauseln zur
Inl�nderbehandlung und Meistbeg�nstigung bedeuten jedoch, da� dieses "ebene
Spielfeld" dadurch entsteht, da� die Gro�en die Kleinen platt machen und da� kein
Staat das mehr verhindern darf.
Weitere wichtige Kritikpunkte betrafen die im Abkommensentwurf angelegten Versuche,
Um-weltstandards zum Vorteil transnationaler Investoren zu lockern und Normen zum Schutz
von ArbeiterInnen und sozialen Minderheiten abzusenken. Zwar wurde dies nicht explizit so
ge-sagt, aber das ergab sich aus der Interpretation einzelner Klauseln, z.B. des Verbots
von Lei-stungsauflagen.
Das MAI war nach dem Muster von NAFTA (North American Free Trade Agreement) (unter Kanada,
USA und Mexiko) konzipiert worden, ging aber in einzelnen Klauseln �ber NAFTA hinaus. So
z.B. die Klauseln �ber den Ausstieg aus dem Vertrag. Beim NAFTA ist das nach vier Jahren
m�glich. Beim MAI sollte es anders sein: bei schon get�tigten ausl�ndischen
Inve-stitionen sollte der Vertrag noch f�nfzehn Jahre nach der K�ndigung (die erst nach
f�nf Jahren nach dem Eintritt m�glich sein sollte,) g�ltig bleiben. Ein Staat sollte
also mindestens zwanzig Jahre durch das MAI "gefangen" bleiben. Das hei�t, das
Abkommen m��te eingehalten wer-den, auch wenn inzwischen andere Parteien an die Macht
gekommen w�ren, die der neolibera-len Freihandelspolitik nicht beipflichteten.
Auch die Klauseln �ber die Streitschlichtung und Enteignung einschlie�lich sogenannter
"indi-rekter Enteignung" haben heftige Kritik hervorgerufen. Kanada hat die
Erfahrung gemacht, da� es von dem US-Konzern Ethyl wegen "indirekter
Enteignung" auf Schadensersatzforde-rungen inH�he von 250 Millionen US $ verklagt
wurde, weil es durch ein Gesetz einen gesundheitssch�dlichen Benzinzusatzstoff (MMT)
verboten hatte (Mies/v.Werlhof 1998, S.43-44), was nach NAFTA nicht zul�ssig war. Als
"indirekte Enteignung" gelten nach NAFTA alle Gesetze und Ma�nahmen, die die
Profitaussichten eines in dem betreffenden Land niedergelas-senen ausl�ndischen Investors
schm�lert. Das bedeutet faktisch, da� die Vertragsparteien keine weiteren Gesetze zum
Schutz der Umwelt machen d�rfen, wenn sie nicht Kompensationen in Millionen- oder
Milliardenh�he zahlen wollen. Der kanadische Staat hat sein Verbot von MMT im August 1998
zur�ckgezogen, weil er die Entsch�digung von 250 Millionen Dollar an die amerikanische
Ethyl Corporation nicht zahlen wollte.
Beim MAI k�nnen solche Streitf�lle zwischen Konzernen und Regierungen u.a. von einer
inter-nationalen Schiedsstelle, der International Chamber of Commerce (ICC) (der
Internationalen Handelskammer) entschieden werden, von einem nicht demokratisch
legitimierten Gremium, in dem die Gro�konzerne das Sagen haben.
Was besonders viele Menschen emp�rte, war auch die Tatsache, da� das MAI nach seiner
Ra-tifizierung nicht nur f�r alle vertragsabschlie�enden nationalen, sondern auch f�r
alle subnatio-nalen Regierungen gelten sollte, d.h. f�r L�nder, Provinzen und sogar f�r
Kommunen, die alle-samt nichts von den OECD-Verhandlungen gewu�t hatten und nicht gefragt
wurden, ob sie ein solches Abkommen wollten oder nicht. In mehreren L�ndern hat diese
Emp�rung dazu gef�hrt, da� sich zahlreiche Provinzen und Stadt- und Gemeinder�te vom
MAI distanzierten und sich zu "MAI-freien Zonen" erkl�rten. Das ist z.B. der
Fall in den USA f�r San Francisco, Berkeley, Chicago, Seattle, Metropolitan King County
u.a., in Kanada f�r die St�dte-Vereinigung in British Columbia, f�r Victoria, Montreal,
Halifax u.a.
in �sterreich f�r die L�nder Salzburg, Vorarlberg, Steiermark, die St�dte Innsbruck
und Graz, in Italien erkl�rten sich mehr als 10 St�dte einschlie�lich Roms zu
"MAI-freien Zonen".
In Deutschland hat bisher lediglich der Stadtrat von M�nchen sich offiziell gegen das MAI
ausgesprochen (Mies/v.Werlhof 1998).
Die Menschen dieser Provinzen, St�dte und Gemeinden sind nicht bereit, die politische
Kon-trolle �ber ihre lokale Wirtschaft und ihre unmittelbaren Lebensbedingungen sang- und
klang-los in die H�nde globaler Gro�konzerne zu legen, die keinerlei Verpflichtungen
gegen�ber den Menschen und der Natur akzeptieren, sondern nur Rechte f�r sich fordern.
Dort, wo die Menschen etwas �ber das MAI erfuhren - in Deutschland ist es immer noch
weit-hin unbekannt - geschah so etwas wie eine pl�tzliche �konomische Alphabetisierung.
Sie be-gannen zu verstehen, da� Begriffe wie "Wirtschaft", "Handel"
und "Investitionen" keine harmlosen und segensreichen Realit�ten bezeichnen,
sondern da� es dabei um die Kontrolle und Kommerzialisierung ihres eigenen Lebens geht.
Viele fingen an, den "freien Markt" in Fra-ge zu stellen.
Das gescheiterte MAI ist der bisher deutlichste und unverbl�mteste Ausdruck der
wirtschafts-liberalen Weltanschauung, die seit den achtziger Jahren weltweit als allein
g�ltiges Glaubens-bekenntnis von den "global players", den TNKs, der Weltbank,
dem Internationalen W�h-rungsfonds (IWF), der WTO aber auch von konservativen wie
sozialdemokratischen Politikern gepredigt wird. Globalisierung, Deregulierung
(Liberalisierung) und Privatisierung kurz: die G - L - P - Politik sind die S�ulen dieses
Credos.
Da� es sich hierbei in der Tat um einen quasi religi�sen Glauben an die
"Marktkr�fte" und nicht um eine empirische Beschreibung der Realit�t handelt,
gibt Herr Helmut Maucher, Chef des Nestl�-Konzerns und Vorsitzender der ICC, in folgendem
Zitat indirekt selbst zu:
"Tats�chlich kann man ja keinem normalen Menschen mehr erkl�ren, da� jeden Tag die
Aktienkurse steigen und gleichzeitig mehr Leute auf die Stra�e gesetzt werden. Nur, wahr
bleibt auch: Wettbewerbsf�higkeit ist am Ende die sicherste Methode, Arbeitspl�tze zu
schaffen - auch wenn der Weg dahin manchmal rauh ist" (zit. in: Mies/ v. Werlhof
1998, S. 166).
Die Klone des MAI in der WTO
Nach dem Scheitern des MAI in der OECD verk�ndeten einige der deutschen NROs, die an der
Anti-MAI-Kampagne beteiligt waren, das MAI sei nun tot. Da die deutschen Medien so-wieso
kaum etwas �ber das MAI und seine m�glichen negativen Konsequenzen berichtet hat-ten,
gingen viele der Menschen, die sich �ber das MAI aufgeregt hatten, beruhigt zur
Tagesordnung �ber.
Doch das MAI war keinesfalls tot. Seine Erfinder, angef�hrt von dem bisherigen Kommissar
f�r Aussenhandel in der Europ�ischen Kommission, Sir Leon Brittan, hatten schon vor dem
Ende des MAI in der OECD damit begonnen, weitere MAI-m��ige Freihandelsabkommen
auszuhecken. Diese "Klone des MAI", wie Lori Wallach und Christian de Brie (Le
Monde Di-plomatique, Mai 1999) diese Neusch�pfungen nennen, erschienen unter anderen
Namen und sollten auch an einem anderen Ort verhandelt werden, n�mlich in der
Welthandelsorganisation, WTO. Nach dem Ende des MAI in der OECD sah Sir Leon Brittan die
Stunde der Europ�er gekommen. Es ging ihm vor allem um die Errichtung einer neuen
Freihandelszone zwischen den USA und der EU. Am 18. Mai 1998 schlug er zun�chst einen
"New Transatlantic Market-place" (NTM) vor. Dieses Projekt scheiterte an der
Ablehnung der Franzosen. Doch schon im September 1998 gab es einen neuen MAI-Klon: die
Transatlantic Economic Partnership (TEP) (die Transatlantische Wirtschaftspartnerschaft)
(TWP). Wie Christian de Brie berichtet, ent-stand dieser Klon angeblich, um
"technische Handelshemmnisse" zwischen den USA und Eu-ropa zu beseitigen. Und so
wurde eine Kurzfassung dieses Abkommens vom Europaparlament im November 1998 gebilligt,
und Leon Brittan bekam das Mandat, �ber TWP weiterzuverhan-deln. Schon bei der TWP wurde
deutlich, da� Teile des MAI geschickt in das Abkommen ein-gebaut worden waren, z.B.
Bestimmungen �ber Investitionen. Als neuen Ort f�r die Verhand-lungen �ber weitere
Investitions- und Handelsfreiheit sieht die TWP die WTO vor. Die WTO war von den
Europ�ern von Anfang an (1996) als Ort f�r die MAI-Verhand-lungen favorisiert worden
(Khor 1999). Die USA hingegen bevorzugten die OECD, den Club der 29 reichsten L�nder der
Welt.
Vom 30. November bis 3. Dezember 1999 soll nun die dritte Ministerratstagung der WTO in
Seattle (USA) stattfinden. Bei dieser Ministerratstagung sollte urspr�nglich, 5 Jahre
nach Gr�ndung der WTO, festgestellt werden, ob die GATT-Bestimmungen, die im Januar 1995
in die WTO �bernommen worden waren, sich bew�hrt h�tten. Doch Leon Brittan und die
hinter ihm stehende Industrielobby wollen, da� neue Themen in die WTO eingef�hrt werden.
Diese sind bereits in der TWP vorgesehen. Es sind vor allem Bestimmungen �ber
Investitionen, �ber �ffentliches Beschaffungswesen und �ber Wettbewerb. Die TWP geht in
ihrer Liberalisie-rungspolitik damit noch �ber das MAI hinaus. Beim MAI ging es nur um
Auslandsinvestitio-nen.
Um die Anti-MAI-Bewegung zu befriedigen, wurden auch einige Passagen �ber Umwelt- und
Arbeitsrechte in die TWP eingebaut, die aber nur Empfehlungscharakter haben.
Wie beim MAI!
Die Millennium-Runde
Als Kr�nung des Ganzen schlug Sir Leon Brittan eine sogenannte
"Jahrtausendrunde" (eine Millennium Runde) vor, die Anfang Dezember 1999 in
Seattle er�ffnet werden soll. Dort soll dann den 134 WTO-L�ndern, zu denen viele L�nder
des S�dens geh�ren, das, was im MAI und in der TWP bereits vorbereitet wurde, als Teil
der WTO als bindend durchgesetzt werden. Das hei�t konkret, da� die L�nder des S�dens,
die nicht an den MAI-Verhandlungen beteiligt waren, automatisch durch die WTO einer
MAI-m��igen Disziplin unterworfen werden sollen. Diese wird sogar noch versch�rft durch
neue Bestimmungen �ber die "Freiheit" des Wettbe-werbs von Investitionen,
Dienstleistungen, TRIPs und die Liberalisierung des �ffentlichen Be-schaffungswesen.
Die EU-Kommission entpuppt sich dabei als die sch�rfste Betreiberin einer weiteren,
umfas-senderen Liberalisierungsrunde. Ihr Konzept f�r die
"WTO-Jahrtausendrunde" leitet sie mit folgenden Worten ein:
"Die Europ�ische Gemeinschaft geh�rt zu den energischsten Bef�rwortern einer neuen
Runde von Handelsverhandlungen im Jahr 2000 ("Jahrtausendrunde"). Umfassende
Han-delsverhandlungen, die als ein einheitliches Ganzes gef�hrt werden und allen
WTO-Mitgliedern ausgewogene Vorteile bieten, werden einen wichtigen Beitrag zum
welt-weiten Wirtschaftswachstum leisten und das auf festen Regeln beruhende Handelssystem
weiter st�rken" (Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europ�ische Parlament
8.7.1999).
Kritiker, wie Martin Khor vom Third World Network in Malaysia, sehen in der geplanten
Mil-lennium-Runde einen noch perfideren Versuch der reichsten L�nder der Welt (USA und
EU-L�nder) als beim MAI, die gesamten Wirtschaften der Entwicklungsl�nder ungesch�tzt
den Profitinteressen gigantischer TNKs und globaler Banken auszuliefern. Unter
Investitionen ist da nicht nur, wie beim MAI, die weite Definition von Investitionen, die
auch Portfolio Investi-tionen, d.h. auch Spekulationsinvestitionen umfa�t, zu verstehen,
sondern auch die Klauseln �ber Inl�nder- und Meistbeg�nstigten-Behandlung bedeuten,
da� alle ausl�ndischen Investoren das Recht auf Zugang und auf eine 100-prozentige
Eigent�merschaft im Ausland etablieren k�nnen. Kein Staat d�rfte verlangen, da�
einheimische Firmen an Joint Ventures beteiligt w�r-den. Ausl�nder und ausl�ndische
Firmen w�rden sogar besser als einheimische behandelt, denn keine Regierung d�rfte ihnen
Kontrollen �ber den freien Flu� ihres Kapitals auferlegen. Sie d�rften es nach Belieben
in ein Land hinein und aus einem Land hinaus transferieren. Dieser freie Kapitaltransfer,
so Martin Khor, habe bereits in der Vergangenheit in Asien zu pl�tzlichen
Zusammenbr�chen der Finanzsysteme und der Realwirtschaften gef�hrt. Vor allem aber
h�tten die Regierungen des S�dens keine M�glichkeit mehr, eine eigenst�ndige
Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik zu betreiben.
"Es er�brigt sich zu sagen, da� der Abschlu� eines solchen Abkommens in der WTO
die Entwicklungsl�nder daran hindern w�rde, einheimische Investoren, Firmen oder
Land-wirte zu f�rdern. Diese w�rden sich der Bedrohung gegen�bersehen, da� ihre
Produkte von der Konkurrenz viel m�chtigerer ausl�ndischer Firmen weggewischt w�rden,
oder da� sie von ihnen geschluckt w�rden . . . "(Khor 1999, �bers. M.M. S. 25).
Die Ideen �ber Wettbewerb in der Millennium-Runde zielen aber genau in diese Richtung.
Alle Einschr�nkungen des Wettbewerbs, die ein Land zum Schutz irgendwelcher
Wirtschafts-sektoren -gebiete und -gruppen aufgestellt hat, sollen nach dem Willen der
Freihandelsfanatiker der Millennium-Runde, vor allem der EU, fallen. Alle Vorteile, die
lokalen Firmen oder Farmen in bezug auf Produktion oder Marktzugang gew�hrt wurden,
m��ten genauso ausl�ndischen TNKs zugute kommen:
"Wenn man gigantischen Internationalen Firmen gleiche Rechte gew�hrt wie lokalen,
dann werden sie diese, die meist nur Klein- oder Mittelbetriebe sind, �berw�ltigen. Aber
solche Argumente werden von den reichen L�ndern nicht akzeptiert. Sie bestehen darauf,
da� ihren Riesenkonzernen ein 'ebenes Spielfeld' f�r einen 'gleichberechtigten'
Wettbe-werb mit den Kleinen bereitet wird" (Khor 1999).
�hnlich ist es mit dem �ffentlichen Beschaffungswesen. Bislang hatten die �ffentlichen
H�n-de das Recht, ihre Ausschreibungen und Materialbeschaffung Firmen des eigenen Landes
zu-gute kommen zu lassen. Es ist nun die Absicht der reichen L�nder, die
Regierungsbeschaffun-gen auch in den Entwicklungsl�ndern, die in der WTO sind, nach dem
"Inl�nderprinzip" f�r alle ausl�ndischen Firmen zug�nglich zu machen.
Keine Regierung d�rfte dann mehr einheimische Firmen bei solchen Transaktionen und
Be-schaffungen bevorzugen. Wenn eine Regierung dennoch bei einer Beschaffung, einem
Kon-trakt, einer Dienstleistung oder einer Privatisierung �ffentlichen Eigentums
Einheimische be-vorzugen w�rde, k�nnte sie von einer ausl�ndischen Firma wegen
Diskriminierung bei der WTO verklagt werden. Damit w�rden nicht nur, so Martin Khor, die
Befugnisse der WTO enorm ausgeweitet, sondern die Konzerne der reichen L�nder h�tten
direkten Zugang zu allen Eigentumswerten und Einflu� auf alle Regierungsentscheidungen in
bezug auf �ffentliche Auf-tr�ge und Beschaffung. Im Endeffekt w�rde das auf eine
Rekolonisierung dieser L�nder hin-auslaufen (Khor 1999, S. 25).
Obwohl die Vorbereitungen auf die Ministerratstagung in der WTO schon auf vollen Touren
laufen, liest man in der deutschen Presse kaum etwas dar�ber. Selbst der Begriff
"Millennium-Runde" ist so gut wie unbekannt. Scheute schon das MAI das Licht der
�ffentlichkeit, so sind die Verhandlungen �ber die MAI-Klone, insbesondere �ber die
Bem�hungen, eine Millennium-Runde in der WTO zu initiieren, noch undurchsichtiger.
Dieser Mangel an �ffentlichkeit widerspricht zwar der offiziellen Politik der
Bef�rworter wei-terer Liberalisierung der �konomie. Nach den Erfahrungen, die man mit
dem internationalen Widerstand gegen das MAI gemacht hat, verk�ndeten die Betreiber des
MAI, man wolle in Zukunft den "Dialog mit der Zivilgesellschaft" suchen und f�r
mehr "Transparenz" sorgen. So betont die EU-Kommission in ihrem "Konzept
der EU f�r die WTO-Jahrtausendrunde", da� auf "Vertrauensbildung in der
�ffentlichkeit" hingewirkt werden m�sse. "Den europ�ischen B�rgern mu� das
sichere Gef�hl vermittelt werden, da� die europ�ische Union ihren Markt �ffnet,
gleichzeitig aber den grundlegenden Anliegen der B�rger Rechnung tr�gt"
(EU-Kommission Mitteilungen der Kommission an den Rat und das Europ�ische Parlament
8.7.1999). Unter "Zivilgesellschaft" versteht die EU-Kommission jedoch vor allem
die Indu-strielobbies, den Trade Union Advisory Council (TUAC) (den Internationalen
Gewerkschafts-rat), Verbraucherverb�nde und "respektable"
Nichtregierungsorganisationen (NRO). In Deutschland l�dt die Regierung das "Forum
f�r Umwelt und Entwicklung" zu solchen "Dialo-gen" ein. Mit der Vielzahl
von Initiativen, Oppositionsgruppen und Kampagnen gegen das MAI und seine Klone will man
eigentlich nichts zu tun haben.
Was diese neue Liberalisierungsrunde jedoch so schwer durchschaubar macht, ist nicht nur
das Schweigen der Presse und mangelnde Transparenz. Vielmehr wird jetzt eine bewu�te
Salami-taktik angewandt, um die relevanten MAI-Klauseln st�ckweise in die WTO und in
andere bi-laterale oder multilaterale Abkommen einzubauen. Seit Ende letzten Jahres sind
eine Reihe von Einzelabkommen verhandelt worden, die alle den Inhalt und den Geist des MAI
in sich tragen und auf die Millennium Runde hin konzipiert wurden. Das sind z.B. die
Freihandelsverhand-lungen zwischen der EU und Japan (5.1.1999), der Vorschlag Kanadas vom
16.6.99, so etwas wie ein gigantisches transatlantisches NAFTA zwischen den USA, Kanada
und der EU zu eta-blieren. Kanada hat Angst, bei der engen Zusammenarbeit zwischen der EU
und den USA han-delsm��ig marginalisiert zu werden. Au�erdem gibt es Absprachen
zwischen den vier wirt-schaftlich st�rksten L�ndern und Regionen, den sogenannten
"Quads": den USA, der EU, Ja-pan und Kanada. Diese "Quads" stimmen
ihre Politik in der WTO so miteinander ab, da� die vielen L�nder des S�dens, die
Mitglieder der WTO sind, kaum eine Chance haben sollen, diese Politik abzulehnen. Im Juni
1999 schlo� die EU ein MAI-m��iges Abkommen mit Mexiko ab.
Die Durchschaubarkeit dieser Vielzahl von Handels- und Investitionsabkommen wird in
Europa nicht zuletzt dadurch erschwert, da� die Verhandlungen von der EU-Kommission,
gef�hrt werden, nicht mehr von den Wirtschaftsministerien der einzelnen EU-L�nder. Die
EU-Kommission operiert zwar als die Exekutive der EU, sie hat jedoch kein direktes
parlamentari-sches Mandat daf�r. Ihre Beschl�sse k�nnen erst im Nachhinein von den
einzelnen L�nderpar-lamenten ratifiziert oder abgelehnt werden. Wer also jetzt z.B. das
deutsche Wirtschaftsmini-sterium nach der "deutschen Position" zur
Millennium-Runde fragt, bekommt keine oder eine ausweichende Antwort. Der/die FragerIn
wird auf Br�ssel verwiesen. Das hei�t zwar nicht, da� es tats�chlich keine deutsche
Politik mehr in bezug auf die WTO und Aussenhandelsab-kommen gibt. Bei informellen
Gespr�chen wurden die deutschen Industrielobbies bei der Re-gierung vorstellig, um ihre
W�nsche f�r den G7/G8 Gipfel (Juni 1999 in K�ln) anzumelden. Doch f�r das breite
Publikum gibt es keine Ansprechpartner mehr im Wirtschaftsministerium f�r das Gebiet
Aussenhandel.
Es gibt auch verschiedene Versuche, die L�nder des S�dens, vor allem Lateinamerikas, in
die Freihandelspolitik der "Quads" einzubinden. Das Abkommen der EU mit
Brasilien (Ende Juni 1999) soll die MAI-Prinzipien f�r Handel und Investitionen zwischen
diesen Regionen festle-gen. Solche bilaterale Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung sind
Vorarbeiten f�r die Durchsetzung dessen, was die EU anstrebt: eine Millennium-Runde in
der WTO, durch die alle Mitgliedsl�nder �konomisch auf Globalisierung, Liberalisierung
und Privatisierung festgenagelt werden. Wenn dieses Projekt realisiert w�rde, w�rde das
totgeglaubte MAI doch zur neuen "globalen Wirtschaftsverfassung", wie Renato
Ruggiero, der fr�here Pr�sident der WTO, das MAI genannt hatte, wenn auch durch die
Hintert�r und scheibchenweise. Vor allem w�ren die L�nder des S�dens dann gleich
v�lkerrechtlich in diese "Verfassung" eingebunden, was sie beim MAI noch nicht
waren.
Der internationale Widerstand geht weiter
Ob Sir Leon Brittan und die Industrielobbies, die sein Jahrtausendprojekt unterst�tzen,
der ERT (European Round Table of Industrialists) der UNICE, (die Organisation
Europ�ischer Unternehmer) TABD (der Transantlantic Business Dialogue), die ICC
(Internationale Han-delskammer) u.a. in Seattle tats�chlich Erfolg haben werden, ist
jedoch noch nicht ausgemacht. Denn trotz der Salamitaktik und der Versuche, die
MAI-Opposition in die Liberalisierungspo-litik einzubinden, geht der internationale
Widerstand gegen das MAI und seine Klone weiter. Ja, er weitet sich sogar aus und bezieht
sich nicht mehr nur auf ein einzelnes Abkommen, wie das MAI, sondern zunehmend merken die
Menschen, da� die ganze Richtung dieser GLP-Politik sch�dlich ist.
Am 18. - 21. M�rz 1999 fand ein internationales Strategietreffen der
Anti-MAI-AktivistInnen /Gruppen in Genf statt. Dort wurde dar�ber diskutiert, wie zu
verhindern sei, da� das Projekt MAI in der Form der Millennium-Runde in die WTO
transferiert wird. Am Ende dieses Tref-fens wurde eine Erkl�rung verabschiedet, in der
die neoliberale Freihandelspolitik der Uruguay-Runde kritisiert wurde, die zun�chst im
GATT und dann in der WTO institutionalisiert wurde. Sie sollte zuerst durch das MAI und
jetzt durch die Millennium-Runde weiter verfolgt werden. Diese globale Politik habe bisher
lediglich den gro�en transnationalen Konzernen gedient, habe zur Verarmung der Mehrheit
der Weltbev�lkerung, zu weiterer Umweltzerst�rung, zur Desta-bilisierung ganzer
Volkswirtschaften und zu mehr Ungleichheit zwischen den und innerhalb der V�lker
gef�hrt.
Die Anti-MAI-AktivistInnen kritisieren, da� die reichen L�nder in der WTO und die TNKs
die Probleme, die der globale Freihandel geschaffen hat, nicht untersuchen und beheben
wollen. Statt dessen versuchen sie, die Liberalisierung durch die Einf�hrung neuer Themen
in die WTO-Agenda (Investitionen, �ffentliches Beschaffungswesen, Wettbewerb)
weiterzutreiben und zu versch�rfen. Die MAI-KritikerInnen rufen deshalb zu einem
Moratorium f�r solche Verhandlungen auf und verlangen, da� erst einmal, so wie es
geplant war, eine Evaluierung des bisherigen Wirkens der WTO durchgef�hrt wird. Bei
dieser Evaluierung sollten vor allem die Auswirkungen der globalen Freihandelspolitik auf
marginaliserte Gemeinschaften, auf Demo-kratie, Umwelt, Gesundheit, Menschenrechte,
Arbeiterrechte und die Rechte von Frauen und Kindern untersucht werden. Sie verweisen
darauf, da� das Scheitern des MAI in der OECD Ausdruck einer tiefen und breiten
Opposition der Bev�lkerung gegen die Deregulierung der globalen �konomie und die
zunehmende, auch politische, Herrschaft der Konzerne sei. Diese Erkl�rung wurde bis zum
15. Oktober 1999 von 1200 Organisationen und Gruppen unter-schrieben (s. Teil II).
Die Opposition gegen das MAI und seine Klone, insbesondere auch gegen die Millennium Runde
in der WTO, beschr�nkt sich heute nicht mehr nur auf sogenannte NGOs, sondern ist auch
von einer Reihe von Regierungen insbesondere des S�dens aufgegriffen worden. Die Kritik,
die Martin Khor gegen die Millennium-Runde �u�erte, wird von Indien, Pakistan,
Malay-sia, den Philippinen, S�dkorea, �gypten, Ghana und anderen L�ndern des S�dens
geteilt. Sie alle wollen sicherstellen, da� sie trotz Mitgliedschaft in der WTO eine
eigenst�ndige Wirt-schafts- und Finanzpolitik im Interesse ihrer V�lker betreiben
k�nnen. Bef�rworter der Millen-nium-Runde sind jedoch L�nder wie Mexiko und Brasilien,
die bereits MAI-�hnliche Abkom-men mit der EU abgeschlossen haben.
Doch auch L�nder im Norden lehnen solche Abkommen ab. Norwegen hat z.B. erkl�rt, da� es
gegen das MAI und weitere Investitionsabkommen dieser Art ist. In vielen L�ndern des
Nor-dens hat es inzwischen parlamentarische und �ffentliche Debatten zum MAI und seinen
Klonen gegeben.
In Deutschland wartet frau/man jedoch vergeblich auf eine �ffentliche parlamentarische
Aus-einandersetzung mit diesem Thema. Die faktisch existierende Gro�e Koalition in bezug
auf die neoliberale GLP-Politik verhindert eine kritische �ffentlichkeit im Rahmen des
Parlaments. Auch die gro�en Medien schweigen zu Seattle und zur Millennium Runde. Die
Kampagne ge-gen das MAI und seine Klone hat in Deutschland bisher nicht die Unterst�tzung
gro�er Um-weltverb�nde, der Gewerkschaften, einzelner Kommunen, der Kirchen oder
namhafter (linker) Wissenschaftler oder Juristen gefunden. Ganz im Gegensatz zu Kanada, wo
die Regierung von Juristen wegen Verfassungsbruchs angeklagt wurde.
Doch auch in den reichsten L�ndern des Nordens breitet sich der Widerstand gegen die
neoli-berale Globalisierungspolitik aus. Dieser Widerstand richtet sich noch nicht immer
"gegen die ganze Richtung", sondern konzentriert sich noch auf bestimmte
Auswirkungen der Globalisie-rung. Hier ist vor allem die Kampagne gegen Gen-Nahrung in
Gro�britannien und den USA zu nennen. In England sahen sich gro�e Supermarktketten wie
TESCO gezwungen, Gen-Nahrung aus den Regalen zu nehmen, weil die Konsumenten Firmen, die
solche Produkte herstellen, insbesondere Monsanto, nicht nur boykottierten, sondern auch
sozial �chteten. Selbst Prinz Charles schrieb einen Leitartikel gegen Monsanto in THE
ECOLOGIST (Nr. 5 Band 28, 1998).
�hnliche Bewegungen gibt es in den USA. Hier ist, wie Jonathan Peterson, ein Reporter der
Los Angeles Times, schreibt, ein regelrechter "Handelskrieg" der B�rgerInnen
gegen die Re-gierung ausgebrochen. Pl�tzlich verbinden die Menschen mit dem Begriff
"Handel" die dunkel-sten Assoziationen �ber pers�nliche Unsicherheit in einer
"amoralischen globalen �konomie". Was bis vor kurzem noch als gut galt -
n�mlich der weltweite Abbau von Handelsschranken - w�rde jetzt als Bedrohung gesehen:
die weitere Ausdehnung von NAFTA, der Abbau von Handelsschranken gegen�ber Afrika und der
Karibik, die Ermunterung Chinas, der WTO bei-zutreten. Trotz hohem Besch�ftigungsgrad -
133 Millionen haben Jobs - trotz steigender Ein-kommen und einer boomenden Wirtschaft
scheint die amerikanische �ffentlichkeit dem neoli-beralen Freihandelscredo nicht mehr zu
glauben. Das sei eine entscheidende Wende. Denn vor allem ArbeiterInnen in der Stahl- und
Bekleidungsindustrie leiden unter der Billiglohnkonkur-renz aus dem Weltmarkt. Au�erdem
verzeichnet die USA inzwischen ein steigendes Handels-defizit. Selbst die
US-Handelsbeauftragte Charlene Barshefsky, eine Bef�rworterin des Frei-handelsdogmas, gab
in einem Interview zu, da� der Segen des globalen Freihandels, billigere Preise und
gr��ere Auswahl f�r Konsumenten kein Trost seien, wenn pl�tzlich am Fabriktor st�nde:
"Nach Mexiko verlagert."
Was neu ist, ist auch die Allianz zwischen Gewerkschaften (die gegen die Abwanderung ihrer
Betriebe in Billiglohnl�nder protestieren), Umweltverb�nden, (wie dem Sierra Club)
Anti-MAI- und kritischen Konsumentenorganisationen, (wie dem Public Citizen's Global Trade
Watch) die ma�geblich dazu beigetragen haben, da� das MAI in der OECD geplatzt ist.
W�h-rend der Staat und die Industrielobbies millionenschwere Public-Relations-Kampagnen
veran-stalten, um dem Volk die Freihandelsdoktrin weiter zu verkaufen, bekommen sie als
"Gl�ubi-ge" dieses Credos selbst Zweifel. W�hrend einer "National Trade
Education Tour", als er mit Transparenten von Umweltverb�nden, Public Citizen's und
Gewerkschaften konfrontiert wur-de, sagte der US-Handelsminister Bill Daly: "Wir
m�ssen dem amerikanischen Volk zwar die Wohltaten des Handels klarmachen, gleichzeitig
m�ssen wir, die Gl�ubigen, zugeben, da� es legitime �ngste in bezug auf den Handel
gibt" ("Trade's Image Takes Beating Among Public", Los Angeles Times, 31.
Mai 1999).
Literatur
Clarke, Tony & Maude Barlow (1997): MAI- The Multilateral Agreement on Investment and
the Threat to Canadian Sovereignty. Toronto, Stoddart.
Barlow, Maude & Tony Clarke (1998) MAI - The Multilateral Agreement on Investment and
the Threat to American Freedom. Toronto, Stoddart.
Khor, Martin (1998) Die Folgen des MAI f�r den S�den, in: Maria Mies, Claudia v. Werlhof
(Hrsg.) Lizenz zum Pl�ndern. Das Multilaterale Abkommen �ber Investitionen: MAI.
Globalisierung der Konzernherrschaft und was wir dagegen tun k�nnen. Hamburg,
Rotbuch/EVA, (S. 64 ff ).
Khor, Martin (1999) New Battles Begin Soon in the WTO, in: Third World Resurgence. Penang
(Malaysia) No 103, (S. 23 ff ).
Mies, Maria, Claudia v. Werlhof (Hrsg.) (1998) Lizenz zum Pl�ndern. Das Multilaterale
Abkommen �ber Investitionen: MAI. Globalisierung der Konzernherrschaft und was wir
dagegen tun k�nnen. Hamburg, Rotbuch/EVA.
Mitteilungen der Kommission an den Rat und das Europ�ische Parlament: "Das Konzept
der EU f�r die WTO-Jahrtausendrunde".
THE ECOLOGIST Nr. Vol. 28 No 4 (Juli/August 1998) How to Escape the Global Eco-nomy.
und: Vol. 28 No 5 (Sept./Oct. 1998) The Monsanto Files: Can we survive Genetic
Engineering?