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Pressemitteilung: 20.12.02
Arbeitsgemeinschaft gegen kommunalen Ausverkauf
Die "Arbeitsgemeinschaft gegen kommunalen Ausverkauf" hat sich am 13.11.02 im
Ruhrgebiet gegründet, um den Ausverkauf der Städte zu verhindern. Es ist ein Bündnis
von lokalen Parteien/Fraktionen in den Stadträten, neun Attac Lokalgruppen, BUND NRW
sowie Gewerkschaftsmitgliedern, die den Ausverkauf der kommunalen Daseinsvorsorge nicht
hinnehmen wollen. Insbesondere soll auf die Problematik der Cross-Border-Leasing Verträge
hingewiesen werden.
Die Arbeitsgemeinschaft ist der Auffassung, dass die finanzielle Not der Kommunen im
Ruhrgebiet sowie auch im Osten Deutschlands nicht durch den Ausverkauf der kommunalen
Daseinsvorsorge behoben werden kann. Sie warnt davor, sich auf halblegale Steuertricks bis
hin zur kriminellen Steuerhinterziehung von Konzernen und Großbanken einzulassen. Zum
anderen ist der Bürger und Steuerzahler in den Kommunen doppelt von diesen Tricks
betroffen. Er zahlt die Zeche für die sogenannten "eleganten" Lösungen von
Stadtkämmerern.
Die Arbeitsgemeinschaft nimmt nun Einfluss auf die Kommunalpolitiker jeglicher
Parteiausrichtung aller Ruhrgebietsstädte, die in den meisten Fällen über die
Cross-Border-Leasing Verträge nicht die Risiken kennen und meist nur aus Unkenntnis
heraus abnicken.
Zum anderen ist es der Arbeitsgemeinschaft ein Anliegen gerade auch die Bezirksregierungen
in NRW auf die Problematik der CBL Verträge hinzuweisen
.
Sie fordert in einem Offenen Brief auf, die Kommunen vor Ort vor solchen vermeintlich
"guten Geschäften" zu warnen, wie es auch schon vom Innenministerium in
Niedersachsen und Bayern geschehen ist.
Die "Arbeitsgemeinschaft gegen kommunalen Ausverkauf" fordert die
Regierungspräsidenten dazu auf, ihrer Verantwortung als zuständige Aufsichtsbehörden
umgehend gerecht zu werden und die Kommunen nicht ins Unglück für alle folgenden
Generationen laufen zu lassen.
Der Pressesprecher der Arbeitgemeinschaft Rüdiger Heescher sieht in den CBL Verträgen
eine sehr weitreichende Konsequenz für unsere politische Kultur quer durch alle Parteien
und fasst es so zusammen: "Nach unserer Auffassung liegt die Problematik solcher
Verträge vielmehr darin, dass die verantwortlichen Kommunalpolitiker mit dem Abschluss
solcher Verträge massi v gegen ihre Pflicht verstoßen, die Selbstbestimmung für ihre
Gemeinde aufrechtzu erhalten und die Daseinsvorsorge zu gewährleisten."
Anbei: Offener Brief an die Regierungspräsidenten der Bezirksregierungen in NRW
Für weitere Informationen wenden Sie sich an den Pressekontakt der
"Arbeitsgemeinschaft gegen kommunalen Ausverkauf":
Rüdiger Heescher, Tel: 02302-401427, email: [email protected]
Rüdiger Heescher Bürgernetz "Regenbogen" Hauptstr. 68 @-politische
Informationsstelle 58452 Witten Postfach 1202, priv Tel: 02302/401427 49549 Ladbergen,
Fax/Voice: 01212/510542029
attac Deutschland: http://www.attac-netzwerk.de
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