|
|
Die militärische Besetzung von Mazedonien Von Michel Chossudovski, Professor für Wirtschaft, Universität Ottawa Die westliche Presse stellt die USA und die EU als Vermittler" in einem internen Konflikt" dar. Die öffentliche Meinung soll glauben, dass die mazedonische Krise die sozialen, politischen und sprachlichen Rechte der ethnischen albanischen Minderheit betrifft und dass sich die internationale Gemeinschaft" verpflichtet hat, die Gewalt zwischen den Regierungsmächten und den ethnisch albanischen Rebellen" zu beenden, indem sie den beiden opponierenden Seiten hilft, eine Lösung zu finden. Die Wahrheit ist jedoch, dass das US-amerikanische Militär die Terroristen berät und ausstaffiert. Die KLA NLA ( Kosovo-Befreiungsarmee Nationale Befreiungsarmee ) stellt eine Vertretung der amerikanischen Militärkräfte dar. Die KLA NLA Anführer, die im Kosovo bis vor kurzem auf der Gehaltsliste der UNO standen, wurden von britischen und amerikanischen Spezialeinheiten ausgebildet. Die Medien beschreiben die Terroristen als albanische Rebellen", die sich für die Rechte einer ethnischen Minderheit in Mazedonien einsetzen. Es ist hingegen vielfach dokumentiert, dass es sich bei der KLA NLA um eine wohlorganisierte Söldner-Armee handelt, die sowohl Rekruten von NATO-Ländern, als auch Mujahedin (heilige Krieger) aus einigen islamischen Ländern mit einbezieht. Das westliche Medien-Mantra stellt den US-amerikanischen Bevollmächtigten James Pardew als einen ausländischen Vermittler" dar. Tatsächlich besteht sein militärisches Geheimdienst-Mandat darin, (mittels Drohungen, Einschüchterungen und politischer Manipulation) das Unterzeichnen eines Rahmen-Abkommens" durchzusetzen. Sinn und Zweck dieses Rahmen-Abkommens" besteht darin, der militärischen Besetzung Mazedoniens durch NATO-Truppen Legitimität zu verleihen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die mazedonischen Parteivorsitzenden getäuscht und gleichgeschaltet und (entsprechend einer Quelle) auch direkt von mächtigen amerikanischen Unternehmen bestochen. Die Auslieferung an den Feind Das Rahmen-Abkommen" von Ohrid, das von den mazedonischen Parteivorsitzenden genehmigt werden musste, hat nichts mit Frieden" zu tun. Es handelt sich dabei um einen Auslieferungsvertrag an den Feind. Während die US- und EU-Vermittler" versprachen, dass das Friedensabkommen als Basis für die Entwaffnung der Rebellen" dienen, und einen Waffenstillstand geltend machen würde, ist es offensichtlich, das genau das Gegenteil eintreten wird. Die NATO hat nicht die Absicht, die Waffen ihrer eigenen Stellvertreter-Armee zu konfiszieren. Washington hat die Terroristen gerade erst mit brandneuen Waffen made in Amerika" ausstaffiert. Nach der Genehmingung des Rahmen-Abkommens" durch die mazedonischen Parteien hat ein NATO-Sprecher klargestellt : Sie (die NATO) würde tatsächlich die ethnischen albanischen Rebellen nicht entwaffnen, sondern sich auf ihre Kooperation bei der Waffenniederlegung verlassen. Ein NATO-Vertreter sagte, dass die Waffenauslieferung der Nationalen Befreiungs-Armee (NLA) Guerilla eine Vertrauensangelegenheit wäre und berichtet, dass die neuen Entwaffnungsgarantien, die die NATO an die führenden Politiker der ehemals jugoslawischen Republiken gegeben hat, falsch seien." Operation Wesentliche Ernte" Unter dem Kode-Name Essential Harvest" (wesentliche Ernte) dient die NATO-Intervention unter britischem Kommando im wesentlichen fünf Zwecken : die militärische Besetzung Mazedoniens durch die NATO unter Verletzung von internationalem Recht. Die Militarisierung des Balkans Die Verwandlung Mazenoniens in ein Protektorat des westlichen Militärbündnisses stellt einen weiteren Schritt der Militarisierung des Balkans dar. In vieler Hinsicht ist es eine Neuauflage der Besetzung des tschechischen Sudetenlands durch Nazi-Deutschland unter dem Münchner Abkommen. Dieses wurde zwischen Adolph Hitler und dem britischen Premierminister Neville Chamberlain abgeschlossen. Die Annexion des Sudetenlandes an das dritte Reich war ein Meilenstein auf der folgenden Invasion Polens 1939. Widerstand gegen das Rahmen-Abkommen" Es ist wichtig, dass sich die mazedonischen Bürger aller ethnischen Gruppen zusammenschließen und sich gemeinsam der Invasion ihres Landes durch die NATO-Truppen widersetzen. Es muss ein eindeutiger Widerstand gegen eine Anerkennung des Rahmen-Abkommens" durch die mazedonischen Politiker geleistet werden. Der Feind ist die NATO. Es sollte deutlich gemacht werden, dass selbst wenn das Rahmen-Abkommen" nicht ratifiziert wird, die NATO bereits den Beschluß gefasst hat, Mazedonien zu überfallen. Sowohl die Mazedonier, als auch die ethnischen Albaner sind die Opfer der von der NATO gesponserten Terroristen und sollten sich so weit wie möglich solidarisch zueinander verhalten. Bei den Minderheitenrechten in Mazedonien handelt es sich um eine interne Angelegenheit, die im Rahmen der existierenden nationalen, politischen und sozialen Institutionen ohne Intervention von außen verhandelt werden müssen. Die NATO benutzt den Gegenstand der sozialen und sprachlichen Rechte, um zwischen den Mazedoniern und den ethnischen Albanern Streit zu schüren. In diesem hinterhältigen Plan benutzt die NATO den Vorwand von Minderheitenrechten, um das Land militärisch zu besetzen. In den NATO-Ländern und auf der ganzen Welt sollten die Menschen, die sich in ihren jeweiligen Kommunen individuell und kollektiv engagieren, die ernsthafte Gefahr, der Mazedonien ausgesetzt ist, erkennen. Die sogenannte Nationale Befreiungs-Armee (NLA) ist eine Stellvertreter-Armee der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Terroristen werden von Washington finanziert und unterstützt. Bei dem Krieg in Mazedonien handelt es sich um einen Eroberungskrieg. Der Komplizenschaft zwischen Staatsoberhäupten und Regierungschefs der NATO-Länder muss sich widersetzt werden. Die NATO übt internationalen Terrorismus aus. Sie sendet Truppen in ein souveränes Land, verletzt dabei ihre eigene Satzung, missachtet internationales Recht und obendrein fehlt ihr die legislative Genehmigung und die parlamentarische Auseinandersetzung in den NATO-Mitgliedsstaaten. Die geopolitischen Auswirkungen sind weitreichend. Die Unterzeichnung des Ohrider Rahmen-Abkommens" wird die Besetzung Mazedoniens durch NATO-Truppen und die Militarisierung der gesamten Balkanregion legitimieren. Übersetzung aus dem englischen : Regina Schwarz
|