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Aufruf zur Fahrt nach Genua
Vom 20. bis 22. Juli findet in Genua der erste "Weltwirtschaftsgipfel" (G7/G8) des 21. Jahrhunderts statt. Der Gipfel, auf dem sich die Vertreter der m�chtigsten Industriestaaten treffen, ist Symbol f�r eine neoliberale Politik, die bei immer mehr Menschen in der ganzen Welt auf Kritik, Ablehnung und Widerstand st��t. Die Gipfel werden daher seit geraumer Zeit von starken Protesten begleitet. Beim Gipfel in Birmingham 1998 fand z.B. eine Demonstration mit 60.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen statt, 1999 in K�ln waren 40.000 Menschen auf den Beinen.
Die Mobilisierung nach Genua reiht sich in die Serie internationaler Protestaktionen gegen die herrschenden politischen Verh�ltnisse, wie sie in Seattle 1999 und 2000 in Prag stattfanden. Der gro�e Erfolg dieser Proteste wurde m�glich, weil ein breites Spektrum unterschiedlicher Gruppen mit einer gro�en Vielfalt an Aktionsformen das gemeinsame Ziel verfolgt, Protest gegen die herrschende Politik zu artikulieren. Bereits vom 14.-16. Juni wird es z.B. in G�teborg anl�sslich des EU-Gipfels (15./16.06.) zu internationalen Protestaktionen kommen, au�erdem werden Proteste in Barcelona (Weltbanktagung) und Salzburg (World Economic Forum) vorbereitet. Vom 16. bis zum 27. Juli werden - parallel zu Genua - anl�sslich der Weltklimakonferenz auch in Bonn Aktionen durchgef�hrt. In Italien hat sich ein breites Aktionsb�ndnis gebildet, das unter anderem eine internationale Gro�demonstration am 21. Juli vorbereitet.
Auch aus der Bundesrepublik werden sich Gruppen, Organisationen und Netzwerke an den Aktionen in Genua beteiligen. Sie stehen f�r unterschiedliche thematische und politische Ans�tze und Grund�berzeugungen. Einige stellen sich gegen die Politik der G 7/G8, weil sie konkrete Einzelaspekte kritisieren, wie z.B. die Verschuldung der Entwicklungsl�nder, die Struktur des internationalen Finanzsystems, die Praxis bei den Exportb�rgschaften (Hermeskredite) oder die neue Verhandlungsrunde in der Welthandelsorganisation (WTO). Und einigen geht es um die Kritik an der neoliberalen Globalisierung oder am Kapitalismus insgesamt, weil sie darin die Ursache f�r einen gro�en Teil der Missst�nde sehen. Ungeachtet dieser Unterschiede wollen alle, dass m�glichst viele Menschen aus der Bundesrepublik nach Genua fahren und dazu beitragen, dass die Aktionen dort zu einem Erfolg werden. Auf nach Genua! Zu den Gruppen, die nach Genua fahren geh�ren: Arbeitermacht, ATTAC Deutschland, Eurom�sche, Erlassjahrkampagne 2000, KAIROS Europa, Linksruck, Politische Aktion Erfurt, sch�ner leben G�ttingen, Sozialistische Alternative, The Voice Jena, WEED - Weltwirtschaft, �kologie und Entwicklung Die Liste ist offen und wird fortlaufend erg�nzt. Kontakt: www.attac-netzwerk.de/koeln/ [email protected]Dirk Kr�ger, 02203/185802
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