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BRIEF AUS PRAG - DIVERSE WOMEN FOR DIVERSITY:

 

An den Generalsekret�r der Vereinten Nationen, Kofi Anan, den Genraldirektor der FAO,Herrn Diouf, den Generaldirektor der ILO,Herrn Juan Somavia, den Direktor des Internationalen W�hrungsfonds, Herrn K�hler, den Pr�sidenten der Weltbank, Herrn Wolfensohn, den Generaldirektor der World Trade Organisation , Herrn Moore, den Pr�sidenten der Tschechischen Republik, Herrn Havel, an alle anderen internationalen Organisationen und an alle B�rgerInnen der Welt

 

Wir, verschiedene Frauen aus unterschiedlichen Gesellschaften sind in Prag zusammengekommen, um unsere Erfahrungen �ber die Auswirkungen der Globalisierungspolitik der Bretton Woods Institutionen, der „Unheiligen Trinit�t" GATT/WTO, IWF und WB auszutauschen. Das Thema unseres Treffens war: „DAS LEBEN IST KEINE HANDELSWARE: Alternativen f�r Frauen, Kinder und die Natur im Gegensatz zur Politik von WTO, WB und IWF".

Die Polizei versuchte unsere Zusammenkunft zu verhindern, indem sie das „Nationale Haus", wo unser Treffen stattfinden sollte, durch weitr�umige Polizeiabsperrungen umzingelte. Spezialkr�fte der Polizei blockierten den Eingang und schickten unsere eingeladenen G�ste weg. Diese Blockade ist nur ein weiteres Symbol daf�r, dass die �konomische Globalisierung zunehmend zu einem Krieg gegen die B�rger wird. Die Bretton Woods Institutionen benutzen die Polizeikr�fte der verschiedenen L�nder, um die demokratischen Rechte der Menschen auf freie Meinungs�u�erung und friedliche Versammlung zu unterdr�cken.

Wir, die Diverse Women for Diversity haben die Vereinten Nationen immer als die demokratische Alternative zu der Unheiligen Allianz von Bretton Woods angesehen. Wir sind jetzt aber zutiefst beunruhigt �ber die Tatsache, dass diese Institution, die ja „uns, dem Volk geh�rt", von den transnationalen Konzernen f�r deren Interessen vereinnahmt wurde (Hijacking).

Es ist z.B. die ausdr�ckliche Aufgabe der UN – Organisation f�r Landwirtschaft und Ern�hrung (FAO), die Interessen der Kleinbauern in der Dritten Welt zu sch�tzen. Stattdessen unterst�tzte der FAO-Chef �ffentlich die Bio-Tech-Industrie, um Einflu� auf die Entscheidungen der G8 L�nder in Okinawa zu nehmen, wo es um genetisch manipulierte Nahrung ging.
Au�erdem gelangte ein internes Dokument von Monsanto an die �ffentlichkeit, aus dem hervorgeht, dass Monsanto die UN-Organisationen FAO und WHO systematisch beeinflusst hat, was den Vorwurf des „Hijacking" best�tigt.

Weiterhin: Das FAO World Food Program (WFP), das eingerichtet wurde, um die Hungernden zu n�hren, wird benutzt, um gentechnisch verseuchte Nahrung, die die Konsumenten im Norden zur�ckweisen, bei Frauen und Kindern der Dritten Welt abzuladen. Die finanziellen Ressourcen, die bestimmt waren, den Armen gesunde, ad�quate und kulturell akzeptierte Nahrung zu geben, sind in eine Subvention f�r die Biotech-Industrie verwandelt worden. Wir rufen die FAO auf, bis zum Weltern�hrungstag am 16. Oktober 2000 damit aufzuh�ren, WPF Geld zu benutzen, um ungekennzeichnete, ungetrennte und ungetestete GM-Nahrung zu kaufen und zu verteilen.

Wir, die Diverse Women For Diversity, k�mpfen f�r biologische und kulturelle Vielfalt, �konomischen und politischen Pluralismus, f�r Frieden und Demokratie. Wir rufen die Vereinten Nationen auf, die Praxis der Konzerne zu stoppen, die UN-Organisationen f�r ihre Interesssen einzuspannen. Die Vereinten Nationen sollen vielmehr die F�hrung �bernehmen bei einer Umstrukturierung des IWF, der Weltbank und der WTO, so dass diese Institutionen tats�chlich dem friedlichen und gerechten Zusammenleben aller Menschen auf diesem Planeten dienen k�nnen – dem zuk�nftigen Planeten der Freundschaft

 

Sekretariat A-60 Hauz Khas, New Dehi, 110 016 Indien. E-mail: [email protected]

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