|
|
!!! Aufruf !!!Startet kommunale Bürgerentscheide für das Trinkwasser und gegen den Ausverkauf des öffentlichen Eigentums ! Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger, liebe Freundinnen und Freunde, immer schneller und häufiger verkaufen unsere Politiker öffentliches Eigentum,
öffentliche Güter, Elektrizitätswerke, Krankenhäuser, öffentlichen Nahverkehr und vor
allem eines: das Trinkwasser ! Im Falle der Trinkwasserversorgung kann der Ausverkauf besonders bedrohlich sein: Wasser ist Leben, Leben ist Wasser, und es ist unmöglich, ohne Wasser zu leben. Deshalb machen wir uns in höchstem Maße erpressbar, wenn wir unser Wasser verkaufen. Wir müssen letztlich JEDEN Preis bezahlen, um Trinkwasser zu bekommen ! Unsere Gesetze, Grundgesetz, Gemeindeordnung, und auch der europäische Grundlagenvertrag, legen die Daseinsvorsorge - und damit auch das Wasser - in die Hände der Kommunen. Aus gutem Grunde: die Lebensgrundlagen können und dürfen nicht verkauft -, sie dürfen nicht zum Spekulationsobjekt werden. Doch diese Gesetze werden mißachtet. Das sogenannte GATS-Abkommen (Handel mit öffentlichen Dienstleistungen) verschärft all dies noch, indem es auch den Handel mit der Daseinsvorsorge weltweit völkerrechtlich bindend festschreiben will !! Die Verhandlungen finden weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, also hinter verschlossenen Türen. Das GATS-Abkommen soll bis 2005 weltweit bindend Gültigkeit erlangen und würde sich, im Falle des Inkrafttretens, über alle anderen Gesetze und internationale Abkommen stellen. So könnten z.B. Umweltabkommen und Menschenrechte zu Makulatur werden. Die Unterschrift eines Landes unter das GATS-Abkommen ist bindend. Es würde den Ausverkauf öffentlicher Güter auf unabsehbare Zeit festschreiben. Wesentliche Lebensbereiche, Schule, Gesundheit, Soziales, wären dadurch von Profitmaximierung bestimmt. Dennoch halten unsere Regierungen den Steigbügel für eine schleichende "Machtübernahme" internationaler Konzerne. Dagegen steht unser Grundgesetz, welches festschreibt, dass die Bürgerschaft der Souverän ist und nicht etwa internationale Konzerne. Und es fordert uns auf, Angriffe auf die demokratische Verfassung abzuwehren.
Bürgerentscheide sind das stärkste demokratische Instrument der Bürgerinnen und Bürger, mit dem die Lebensbedingungen gestaltet werden können. Daher stellt sich die brennende Frage: Wie können wir den Ausverkauf öffentlicher Güter wirkungsvoll stoppen? Inzwischen gibt es in allen Bundesländern die Möglichkeit, von kommunalen und landesweiten Bürgerentscheiden. Die formalen Voraussetzungen sind, je nach Bundesland, unterschiedlich. Bürgerentscheide haben in vielen Fällen zum Erfolg geführt. Sie wirken mobilisierend und ein wichtiges Thema kann so zum Stadtgespräch gemacht und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden !
Nachfolgend einige Beispiele, die Mut machen:
Kurzum: bis heute haben in Deutschland 37 Bürgerentscheide zum Thema Wasser stattgefunden. Kein einziger Bürgerentscheid ist Pro-Privatisierung ausgegangen !! Lediglich ein Bürgerentscheid hatte eine Privatisierung zum Ziel ( Herrsching ) und ist damit klar gescheitert !
Nehmt diese Beispiele als Vorbild! Startet kommunale Bürgerentscheide! Wichtig sind jetzt Bürgerentscheide, um:
Um einen Bürgerentscheid einzuleiten, sollte man so vorgehen:
Demokratie braucht das Engagement aller Bürgerinnen und Bürger ! Wasser und Daseinsvorsorge gehören in die Verfügungsgewalt der Bürgerinnen und
Bürger ! Für die Umsetzung bundesweit geben wir Unterstützung in Form von Beratung, Vordrucken und Standardformularen. Wir können über die formalen und rechtlichen Schritte der Einleitung eines Bürgerentscheides informieren. Kontaktadressen: Omnibus für Direkte Demokratie, Öschstr. 24, 87437 Kempten web: www.omnibus.org und www.buergerbegehren.org
Mehr Demokratie e.V., Fritz-Berne-Str. 1, 81241 München
NWWP (Netzwerk WeltWeite Projekte)
|