Eine Geschichte über die Liebe von Eden und Robert von Doris Kording.
Beide haben sich nach langer Zeit gefunden, aber was wird die Zukunft bringen. Lest und schreibt an die Autorin was Ihr davon haltet.
 

Doris Kording
Drosselgasse 6
31655 Stadthagen
 

 

Eden und Robert – ein Paar für die Ewigkeit

Laguna

Eden und Robert verleben einige unbeschwerte Tage gemeinsamen Zusammenseins in Laguna. Eden fühlt sich ausgesprochen wohl in Roberts Gegenwart und genießt die Zeit mit ihm. Sie muß sich eingestehen, dass sie nach wie vor sehr viel für Robert empfindet und versteht nun immer besser, warum sie sich in ihn verliebt hat und ihn heiraten wollte.
Eines Abends als die beiden gemütlich vor dem Kamin beisammensitzen, Wein trinken und in Erinnerungen an ihr Leben auf Las Sirenas schwelgen, überreicht Robert Eden ein kleines Geschenk. Sie öffnet das Päckchen und die darin enthaltene Schmuckschatulle. Eine traumhaft schöne Perlenkette kommt zum Vorschein. Selten hat Eden ein so hübsches Schmuckstück in den Händen gehalten.
„Robert, die Kette ist einfach zauberhaft!“
Robert steht auf um Eden die Perlen anzulegen. Er legt ihr Haar zur Seite und wie zufällig berühren seine Finger ihren Nacken als er den Verschluss der Kette zuschnappen läßt.
„Die Perlen stammen aus dem Meer und haben mir so gefallen, weil sie ein Symbol dafür sind wie wir uns vor vielen Jahren kennengelernt haben - damals, als uns das Meer schicksalhafte Weise zusammenführte.“
„Ja, als du mir das Leben gerettet hast …“
Robert dreht Eden zu sich herum. Seine Hände umfassen zart ihr Gesicht.
„Wie wunderschön du bist, Eden!“ flüstert Robert
Sein Atem streift ihr Ohr. Eden spürt den Hauch und wünscht sich noch mehr von diesen vorsichtigen Annährungsversuchen Roberts. Er hebt ihr Kinn und sieht ihr in die Augen.
Edens Herz schlägt so laut, dass sie meint Robert könne es hören.
„Wenn du wüsstest wie sehr ich dich lebe, Eden!“
Roberts Mund bedeckt den ihren mit einem ungemein zärtlichen Kuss und jagt damit glühende Funken durch Edens Körper. Sie fühlt eine unglaubliche Sehnsucht nach Robert in ihrem Herzen und möchte endlich eins mit ihm werden.
„Ich weiß, dass du mich auch liebst, Eden. Ich kann es spüren. Wir sind füreinander bestimmt.“
Roberts Stimme klingen verführerisch. Eden glaubt in der Tiefe seiner Augen versinken zu müssen. Sie schmiegt sich an Robert, zeichnet zärtlich die Konturen seines Gesichts nach und gesteht dann endlich ein, worauf er so lange warte musste.
„Ja, Robert, ich liebe dich auch. Sehr sogar.“
Robert küßt Eden erneut. Diesmal wird der Kuss leidenschaftlicher und verlangender. Eden weiß, dass sie verloren hat. Von nun an würde ihr Herz wieder mit dem von Robert zu einer Einheit werden. In Roberts Armen sinkt Eden auf den flauschigen Teppichboden und erlebt mit Robert Stunden voller Glück und Leidenschaft …
 

Teil 2
 

Der neue Tag warf seine ersten Sonnenstrahlen in das Zimmer, vor dessen Kamin Eden und Robert lagen.
Robert war schon einige Zeit wach, hatte seinen Ellenbogen aufgestützt und beobachtete die neben ihm schlafende Eden zärtlich. Auf Edens Gesicht lag ein glückliches und entspanntes Lächeln. Robert fand sie schöner denn je. Er hatte sein Glück kaum fassen können, als er nach dem Aufwachen die Frau neben sich liegen sah, die er seit so vielen Jahren aus tiefstem Herzen liebte.
Wie sehr hatte er sich seit ihrer Trennung danach gesehnt, ihr nahe zu sein, sie in den Armen zu halten, ihre Haut spüren zu dürfen und ihrem Atem zu lauschen ...
Seit er Eden am Strand von Las Sirenas vor dem Ertrinken gerettet hatte und zum ersten Mal in ihre schönen Augen sah, war er fasziniert gewesen und wusste, dass das Schicksal sie beide füreinander bestimmt hatte. Es gab seither keinen Tag an dem er nicht an sie gedacht oder von einem gemeinsamen Leben mit ihr geträumt hatte. „Guten Morgen“ Edens schläfriger Gruß riss Robert aus seinen Gedanken. Er hatte vor lauter Glückseligkeit gar nicht mitbekommen, dass Eden inzwischen erwacht war. „Guten Morgen, mein Engel.“ Robert beugte sich über sie und küsste sie zärtlich. Eden öffnete die Augen und streichelte Robert sanft über die Wange. „Die letzte Nacht war wunderschön. Ich habe mich so danach gesehnt mit dir zu schlafen, Eden.“
„Es war genau wie früher, Bobby. Du machst mich so glücklich“, flüsterte Eden. „Weißt du wie lange ich von diesem Moment geträumt habe, den du mir gerade geschenkt hast, Liebes ? Morgens aufzuwachen, dich neben mir zu spüren, dir in die Augen zu schauen und zu erkennen, dass du mich liebst. Ich bin so froh, dass du endlich aufgehört hast, deine Gefühle für mich zu unterdrücken.“ Robert legte seine rechte Hand auf Edens Herz und führte ihre rechte Hand zu seinem Herzen. „Nicht nur unsere Seelen sind im Einklang, mein Engel, auch unsere Herzen.“ Roberts Berührung brannte auf ihrer Haut und als seine Hände ihren Körper liebkosten, glaubte Eden vor Glück zerspringen zu müssen ...

 

Das Rauschen der Wellen, die gleichmäßig am Ufer verstrichen, war das einzige Geräusch das am Strand zu hören war. Eden und Robert gingen barfuss durch den Sand, hielten sich an den Händen und schwangen in ihren freien Händen ihre Schuhe. Die beiden Verliebten hingen ihren Gedanken nach. Eden war die erste, die schließlich das Schweigen brach.

„Robert, diese Tage hier mit dir in Laguna haben mir gezeigt, wie sehr ich dich liebe und das ich für immer bei dir sein möchte.“ Sie blieb stehen, lächelte ihn liebevoll an und konnte der Versuchung ihn zu küssen nicht widerstehen. Als sie sich nach einer kleinen Ewigkeit von ihm löste, schlug ihr Herz schneller. 
„Ich fühle mich so geborgen bei dir, Bobby. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten um unseren Aufenthalt hier, unser Paradies auf Erden, für immer festzuhalten zu können.“
Robert löste kurz den Griff von Edens Hand um ihr eine widerspenstige Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen. Wie zufällig berührte er dabei ihre Haut um danach nach ihren Fingern zu tasten, die er zärtlich umschloss. „Ich war noch niemals so glücklich in meinem Leben wie in den vergangenen Tagen mit dir, mein Engel. In deiner Gegenwart kann ich so sein, wie ich wirklich bin. Du verstehst es, in mein Herz und meine Seele zu sehen und dafür danke ich dir.“ Robert hauchte einen Kuß auf Edens Handrücken und zog sie dann in seine Arme. „Du darfst mich nie wieder verlassen, Liebes. Wir waren schon viel zu lange getrennt, aber das Schicksal hat uns endlich wieder zueinander geführt, weil wir einfach zusammen gehören. Ich bin so glücklich darüber, dass wir noch eine 2. Chance bekommen haben.“ 
Eden kuschelte sich an ihn und spürte wie sich seine Brust hob und senkte. Robert zeichnete mit den Fingern die Konturen von Edens Gesicht nach und schenkte ihr ein Lächeln, das alles über seine Gefühle für sie verriet. Eng umschlungen ging das Paar weiter den Strand entlang. 
„Weißt du eigentlich, dass Kelly sich in dich verliebt hat?“ fragte Eden unvermittelt. Robert war überrascht, dass sie auf ihre jüngere Schwester zu sprechen kam. „Eure Abenteuer in El Diablo haben einen starken Eindruck bei ihr hinterlassen. Sie ist völlig fasziniert von dir.“ Robert war verlegen und wusste nicht so recht was er sagen sollte. „Meinst du nicht, dass du ein wenig übertreibst, Eden? Natürlich ist mir nicht entgangen, dass Kelly meine Nähe sucht, aber ich denke, das ist wirklich nur vorübergehend. Sie hat sich da in etwas verrannt und wird sehr schnell merken, wie absurd das ist. Außerdem weiß sie, dass ich nur eine einzige Frau liebe.“
„Ich kenne meine Schwester, Robert. Ihre Gefühle für dich sind offensichtlich. Du hättest Kelly mal erleben müssen, als du nach der Schießerei im Lagerhaus im Krankenhaus warst. Sie hat mich dafür gehasst, dass ich nicht von deiner Seite gewichen bin. Zu ihrem Glück hast du sie dann gebeten, dir bei der Flucht aus der Klinik zu helfen. Sie war bestimmt selig, dich pflegen zu dürfen. Du hast sie gebraucht und das hat Hoffnungen in ihr geweckt.“
Nicht nur das, dachte Robert und erinnert sich daran wie er im Capwell-Gästehaus lag und sich dazu hatten hinreißen lassen Kelly zu küssen ...

Er war in einem erschöpften Schlaf gefallen, benommen von den Schmerzen und Medikamenten. Beim Aufwachen hatte Kelly neben ihm gelegen. Sie erzählte ihm, dass er Schüttelfrost gehabt hätte und sehr unruhig gewesen war. Kelly hatte beschlossen sich zu ihm zu legen und ihn festzuhalten damit er ruhiger würde. Er hatte geträumt sterben zu müssen und war immer tiefer gefallen, bis ihn plötzlich ein paar Arme festhielten. Sie waren warm und weich. Robert wusste, dass alles gut werden würde. Er hatte das Gesicht einer wunderschönen Frau gesehen, die ihn gerettet hatte. Und diese Frau war Kelly gewesen ! 

Er war verwirrt darüber, dass er von Edens Schwester geträumt hatte und noch unverständlicher war es für ihn, dass sich seine und Kellys Lippen getroffen hatten. 

Robert räusperte sich und kehrte in die Gegenwart zurück. 

„Das sich Kelly zu mir hingezogen fühlt ist wirklich das Letzte was ich wollte. Wir haben bedingt durch unsere geschäftliche Partnerschaft viel Zeit zusammen verbracht, in der ich sie näher kennengelernt habe. Während unserer abenteuerlichen Fahrt im Zug hat sie mir von ihrem ersten Mann erzählt. Wie hieß er noch gleich?“

„Joe Perkins“

„Joe, genau. Kelly hat ihn sehr geliebt und seinen Tod bis heute nicht verwunden. Er war ihre große Liebe. Sein Tod und die Umstände, die dazu führten, haben Wunden hinterlassen, die noch nicht verheilt sind. Es ist kein Wunder, dass alle ihre Beziehungen seither scheiterten.“

„Hat Kelly dir erzählt, dass Joe im Gefängnis saß? Er wurde verdächtigt unseren Bruder Channing erschossen zu haben. Kelly fand Joe über Channings Leiche gebeugt, die Tatwaffe in der Hand haltend. Ihre Aussage war ausschlaggebend, dass Joe verurteilt wurde. Sie hat sich das nie verzeihen können, auch als sich später herausstellte, dass unsere Mutter Channing versehentlich erschossen hatte.“

Die Erinnerung an die Tragödie durch die Channing aus der Familie gerissen wurde, ließ Wehmut in Eden aufkommen. Ein trauriger Glanz trat in ihre Augen. Robert spürte die Trauer die Eden bei dem Gedanken an ihren Bruder empfand und drückte ihr mitfühlend die Hand. Eden lächelte Robert dankbar an.

„Ich wünsche Kelly so sehr, dass sie den richtigen Mann findet, der sie glücklich macht. Sie hat es wirklich verdient, die Liebe und Warmherzigkeit zu empfangen, die sie bereit ist zu schenken. 

„Bestimmt wird sie lernen mit der Vergangenheit und der Erinnerung an Joe zu leben und irgendwann frei zu sein für eine neue Beziehung, die ihr dauerhaftes Glück beschert.“

„Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich damit umgehen soll, dass sich meine Schwester in dich verliebt hat, Robert. Ich bin eifersüchtig und wünschte Kelly hätte nicht diese Gefühle für dich. Als hätten sie und ich nicht schon genug Probleme miteinander ...“
„Eden, ihr beide steht euch so nahe, ganz egal, ob ihr derzeit einige Schwierigkeiten habt. Das ist doch völlig normal unter Geschwistern. Kelly möchte insgeheim so sein wie du, denn sie liebt und bewundert dich. Es ist gleich, was in eurem leben noch passiert – an eurer Bindung wird sich niemals etwas ändern.“
Eden blieb stehen und sah Robert an. In ihrem Blick spiegelten sich die Gefühle, die sie für ihn empfand.
“Ich danke dir für deine Worte, Bobby.“

Sie hob ihr Gesicht. Ihre Lippen berühren seine, dann vereinten sie sich. Eden lehnte sich an Robert und fühlte sich geborgen in der Wärme seiner Arme. Die Welt um sie herum versank. 

 
 

Teil 3

Am Abend waren Eden und Robert bei Charlotte und John Grant zum Essen eingeladen. Die beiden hatten das Haus von Robert übernommen und waren seither mit ihm befreundet. Als Robert aus Santa Barbara angerufen hatte, um zu fragen, ob er kurzfristig vorbeikommen und jemand ganz besonderes mitbringen durfte, hatten sie begeistert zugestimmt und ihm versichert wie sehr sie sich über ein Wiedersehen mit ihm freuen würden.
Sie hatten ihn herzlich empfangen als er schließlich vor der Tür stand und schlossen auch Eden sogleich in die Arme. Natürlich wußten sie wer diese Frau war. Robert hatte so oft von ihr erzählt und John und Charlotte waren glücklich Eden endlich kennenzulernen. Sie war also diejenige nach der sich Robert all die Jahre gesehnt hatte und die er so leidenschaftlich liebte ...
Damit das verliebte Paar das Haus für sich allein hatte, waren Charlotte und John kurzerhand in das Haus ihrer Tochter Lauren und ihres Ehemanns Paul übergesiedelt. Lauren und Paul verlebten einen mehrwöchigen Urlaub in Australien und daher hatten die Eltern einen guten Grund im Haus ihrer Kinder nach dem rechten zu sehen.
Eden und Robert hatten natürlich protestiert, aber das Paar, das nun schon seit mehr als 30 Jahren miteinander verheiratet war und sich noch immer wie am ersten Tag liebte, duldete keinen Widerspruch und wünschte Eden und Robert von Herzen ungestörte Tage glücklichen Zusammenseins.
Charlotte juckte es jeden Tag in den Fingern sich telefonisch zu erkundigen, ob bei den beiden alles in Ordnung war oder ob sie etwas brauchten, aber John sagte, dass einzige was die beiden Turteltauben derzeit benötigen würden, wäre Kerzenschein, leise Musik und ein prasselndes Kaminfeuer.
Nach einigen Tagen hatte Charlotte schließlich doch angerufen, um Robert und Eden zu einem Abendessen in ihrem "neuen" Hause einzuladen. Robert hatte die Einladung auch im Namen von Eden gern angenommen und nun saßen sie mit Charlotte und John im Eßzimmer bei einem guten Glas Chianti gegenüber. Charlotte hatte sich als ausgezeichnete Köchin erwiesen und als charmante Gastgeberin obendrein. John und ihr war deutlich anzumerken wie gern sie Robert hatten und sie wußten einige nette Anekdoten über ihn zu berichten. Eden hatte Robert noch nie so entspannt in Gegenwart anderer erlebt und es war als würde sie ihn durch das reizende Ehepaar Grant von einer ganz anderen Seite kennen, einer Seite, die ihr ausgesprochen gut gefiel. Es war schon weit nach Mitternacht als sie Eden und Robert für den wunderschönen Abend bedankten und sich verabschiedeten.

Eden war aus dem Badezimmer gekommen und tappte auf nackten Füßen ins Wohnzimmer wo Robert gerade eine CD in den Player schob.
Eden trat zu ihm, nahm ihre Hände aus den Taschen ihres Bademantels und legte sie Robert um den Hals. Dann lehnte sie ihren Kopf an seine Schulter und kuschelte sich an ihm.
"Du hast Tschaikowsky aufgelegt. Wie schön."
Eng aneinander geschmiegt tanzten Eden und Robert durch das Zimmer.
Robert vergrub das Gesicht in ihrem Haar um den Duft in sich aufzunehmen. Er strich Eden eine Haarsträhne hinters Ohr und begann zärtlich ihren Nacken zu streicheln.
"Weißt du was Charlotte mir beim Abschied ins Ohr geflüstert hat !?", fragte Robert während er eine Hand zum Gürtel von Edens Bademantel wandern ließ und ihn löste. "Sie sagte, dass sie nun nachvollziehen könnte warum ich dich seit so vielen Jahren liebe,mein Engel. Unsere Bestimmung füreinander sein so offensichtlich."
Robert hatte den Bademantel geöffnet und streifte ihn von Edens Schultern.Vorsichtig streichelte Robert Edens Bauch. Seine Berührungen hinterließen ein wohliges Kribbeln auf ihrer Haut. Eden hob die Hand zu seinem Gesicht, fühlte die rauhen Bartstoppeln unter ihren Fingerspitzen und fuhr dann über sein Gesicht.
"Ich liebe dich, Bobby", wisperte sie. Robert bedeckte Edens Lippen mit seinem Mund und Eden spürte ein nie gekanntes Verlangen. Sie küßte ihn leiden-schaftlich und ließ eine Hand unter seinen Bademantel gleiten. Zärtlich streichelte sie Roberts breite, muskulöse Brust. Der hob Eden hoch und trug sie auf seinen Armen ins Schlafzimmer wo ein leises Feuer im Kamin prasselte.
Sanft legte Robert Eden aufs Bett und betrachtete sie hingerissen. Sie war so wunderschön und er begehrte sie mit jeder Faser seines Herzens. Eden sah ihn sehnsüchtig an, streckte die Arme nach ihm aus und lud ihn damit ein, zu ihr zu kommen.
Robert streifte seine Bademantel ab und schob seinen Körper über Edens. Diese schaute in Roberts Augen und sah dort all seine Gefühle. Sie war überglücklich so von ihm geliebt zu werden.
Eden und Robert wandten ihre Blicke nicht voneinander ab, die tiefer und tiefer in den anderen dringen zu schienen. Der ungebrochenen Augenkontakt verstärkte ihr Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Das Paar liebte sich eine lange Zeit, das Feuer im Kamin war heruntergebrannt und malte dunkle Schatten ins Zimmer.
Robert flüsterte Edens Namen und zärtliche Worte in ihr Ohr. Sein Atem strich heiß über ihre Zeit und er streichelte unablässig ihren Körper. Eden genoß die Zärtlichkeiten und als sie das Schlagen seines Herzens an ihrer Brust spürte, dachte sie nie glücklicher sein zu können als in diesem Augenblick. Sie liebte Robert und würde ihn immer lieben. Er machte ihr Leben vollkommen. "Laß mich nie wieder allein, Bobby", bat sie. Ihre Lippen suchten die seinen, fanden sie und vereinten sich. Nichts anderes auf der Welt war von mehr Bedeutung.

Teil 4

Die Nacht tauchte das Zimmer in nahezu vollkommene Dunkelheit und da das Feuer im Kamin schon seit Stunden heruntergebrannt war, bildete der Mond, der durch das Fenster schien, die einzige Lichtquelle.
Eden stand am Fenster und blickte hinaus auf Meer, das im Mondlicht glitzte. Sie hatte keinen Schlaf gefunden und sich im Bett hin- und hergewälzt. Zu viele Gedanken schwirrten ihr im Kopf herum und ließen sie nicht zur Ruhe kommen. Schließlich war sie aufgestanden, in ihren Bademantel geschlüpft und dans Fenster getreten, das sie öffnete um den gleichmäßigen Rauschen des Meeres zu lauschen.
Das Meer hatte so viele Geschichten zu erzählen und sie, Eden, war Teil dieser Geschichten. Wäre sie damals in Las Sirenas nicht beinahe ertrunken und hätte Robert sie nicht aus dem Wasser gerettet, würde sie in dieser Nacht nicht schlaflos am Fenster stehen und aufs Meer hinaus sehen und auf eine Antwort warten. Um eine Entscheidung zu treffen.
Ihr war seit langem klar, dass sie zwei Männer liebte, doch bisher war sie immer überzeugt davon gewesen, dass sie zu Cruz zurückkehren würde, wenn die Zeit dafür gekommen sei und wenn er endlich seinen verletzten Stolz überwinden würde und ihr ihre Gefühle für Robert verzeihen könnte.
Die Tage mit Robert in Laguna hatten Eden allerdings gezeigt, dass ihre Liebe
zu ihm kein bloßes Wiederaufleben der Gefühle war, die sie vor mehr als 10 Jahren für ihn hatte. Sie fühlte sich so wohl in Roberts Gegenwart und genoß die langen Gespräche mit ihm. Es herrschte eine stille Vertrautheit zwischen ihnen und es schien, als seien sie seelenverwandt. Robert hatte sie zu nichts gedrängt, aber gespürt, als sie bereit war sich ihm endlich zu öffnen und mit ihm zu schlafen.
Eden hatte noch nie ein solches Glück empfunden wie in den Armen von Robert und sie wollte für immer mit ihm zusammensein.
Natürlich wußte sie, dass ihre Familie niemals verstehen würde, dass sie eine
Zukunft mit Robert plante, doch davon durfte sie sich nicht beirren lassen.
Sollte sie etwas ihr Glück opfern, nur weil sie Robert nicht akzeptieren ?
Eden wußte auch, dass eine Entscheidung für Robert auf Unverständnis stoßen würde, weil ein Ja zu einem gemeinsamen Leben mit ihm gleichbedeutend damit war, dass sie Cruz und die Kinder verletzten würde. Der Gedanke daran, dass Chip und
Adriana leiden würden, wenn ihre Mann und Daddy nicht mehr zusammen waren, brach Eden fast das Herz. In wenigen Stunden würde sie mit Robert nach Santa Barbara zurückkehren. Sie hatten ausgemacht, dass Eden das Weihnachtsfest zu Hause verbringen würde und das sie nach den Feiertagen mit ihrer Familie über ihre Entscheidung sprechen würde. Doch wie sah diese Entscheidung aus ? Sollte sie zu Cruz und den Kindern zurückkehren, obwohl sie Robert liebte. Sollte sie sich wirklich fürein Leben an der Seite von Robert entscheiden und ihre Familie dadurch unglücklich machen ?
Eden war so in Gedanken vertieft, dass sie nicht merkte wie Robert leise zu ihr ans Fenster trat. Sie erschrak als sie seine Händeauf ihren Schultern spürte, doch danach breitete sich sofort ein Gefühl der Wärme in ihr aus. Sie lehnte sich an Robert und ließ sich von ihm  ihreverspannten Schultern und Nackenmuskeln massieren.
 

Teil 5

„Ich konnte leider nicht schlafen. Es tut mit leid, wenn ich dich geweckt habe.“
„Das macht doch nichts Eden. Ohne dich ist es verdammt einsam im Bett. In all den Jahren ohne dich bin ich nachts oft aufgewacht und habe ich vermißt. Ich habe mich immer daran erinnert wie schön es war, deinen Körper neben mir zu spüren, deinen Duft zu riechen und deinem Atem zu lauschen.“
„Oh Bobby, ich liebe dich so sehr !“ Eden dreht sich zu Robert herum und schmiegte sich an ihn. Ihr liefen Tränen übers Gesicht, die Robert zärtlich wegwischte.
„Es wird alles gut werden, Liebes“, versprach er und wiegte die weinende Eden sanft in seinen Armen.
„Weißt du was ich jetzt gern machen würde ? Mit dir an den Strand laufen und schwimmen gehen. Wir beide im Meer bei Mondschein. Wäre das nicht romantisch ?“
„Das klingt wirklich verlockend. Allerdings habe ich keinen Badeanzug dabei“, sagte Eden, der schon wieder ein zaghaftes Lächeln gelang.
„Würdest du mir glauben, dass ich meine Badehose auch zu Hause vergessen habe ?“, fragte Bobby treuherzig und schaute Eden unschuldig an. Die mußte trotz ihrer Traurigkeit schon wieder lachen. Robert nahm ihre Hand und führte Eden die Treppe hinunter. Beide verließen das Haus durch die Hintertür. Der Strand war nur wenige Meter entfernt und das Meer lag einladend vor ihnen. Die beiden zogen ihre Bademäntel aus, ließen sie in den Sand gleiten und liefen Hand in Hand ins Wasser.
Ein leichter Wind wehte und der Mond schien auf das glitzernde Wasser herab.
Eden legte sich auf den Rücken und ließ sich treiben. Sie sah in den Himmel und entdeckte einige Sterne am Firmament. Sie spürte wie der Druck, der auf ihren schultern lastete, langsam von ihr abfiel und als sie zu Robert blickte, war ihr klar welche Entscheidung sie für die Zukunft treffen würde.
„Ich bin dir so dankbar, dass du die Idee vom Nachtbaden hattest, Bobby. Es ist  so unglaublich schön hier draußen.“
„Ja, aber auch unglaublich kalt. Du solltest besser zu mir kommen und mich wärmen.“
Eden lachte auf und schwamm in Roberts ausgebreitete Arme, die sie liebevoll umschlossen. „So ist einem alten Mann wie mir geholfen“, seufzte Robert.
„Meine Behandlung ist aber nicht umsonst, Mister Barr. Ich werde ihrer Sekretärin meine Rechnung zukommen lassen“, scherzte Eden.
"Ich pflege meine Rechnungen immer sofort zu begleichen, Miss Capwell", raunte Robert und küßte Eden zärtlich.
Als sie sich nach einer kleinen Ewigkeit voneinander lösten, flüsterte Robert : "Ich werde Dich immer lieben, mein Engel."
Er streichelte ihre Wange und Eden war erfüllt von einem Gefühl tiefster Glückseligkeit und Harmonie.
"Ich denke wir sollten wieder ins Haus gehen", beschied Robert. "Es ist doch recht kühl hier draußen, trotz deiner wärmenden Nähe. Sie schwammen ans Ufer zurück, nahmen ihre Bademäntel vom Strand auf und schlüpften hinein. Robert hob Eden hoch  und trug sie ins Haus, wo sie sich im Badezimmer mit Handtüchern abtrockneten.
"Ich werde versuchen noch etwas zu schlafen. Kommst du mit ins Bett, Bobby oder bleibst du noch ein wenig auf ?"
"Ich werde noch einen Drink nehmen. Möchtest du auch einen ?"
"Nein danke." Eden knipste das Licht im Badezimmer aus und gähnte. "Laß mich zu lange im Bett allein, ja ?!"
"Wie könnte ich das." Robert zog Eden an sich und sah ihr in die Augen.
"Schlaf schön, Liebes und vergiß nie, dass ich dich liebe."
"Ich liebe dich auch, Bobby" Eden warf ihm eine Kußhand zu und tappte auf nackten Füßen ins Schlafzimmer.
Sie ließ ihr Handtuch zu Boden gleiten und legte sich ins Bett.
Während sie sich in ihre Decke kuschelte, dachte sie daran, dass sie Robert noch vor der Heimreise nach Santa Barbara erzählen würde, dass sie ihre Familie nach den Weihnachtsfeierlichkeiten  informieren  wollte, dass ihr Platz an seiner Seite sei. Wenn ihre Familie sie wirklich liebte, würden sie ihre Entscheidung akzeptieren und vielleicht mit der Zeit erkennen, welch wunderbarer Mensch Robert war und warum sie ihn mit jeder Faser ihres Herzens liebte. Für die Kinder würde sich eine Lösung finden und Eden hoffte, dass Cruz so fair sein würde und mit einem gemeinsamen Sorgerecht für Chip und Adriana einverstanden seinen würde.
Sie würde alles dafür tun, dass ihre Kinder weiterhin ein behütetes und unbeschwertes Leben führen konnten, doch sie war nicht bereit ihre Liebe für Robert zu opfern. Sie hatte ihn schon einmal verloren und würde einen 2.Verlust nicht ertragen können.
"Robert Barr, du wirst mich nie wieder los", dachte Eden und schlief mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen schließlich ein.

Als Eden am Morgen aus einem wunderschönen Traum erwachte und vorsichtig die Augen öffnete, wurde sie von der Sonne geblendet, die strahlend hell ins Schlafzimmer schien. Es versprach anscheinend ein besonders schöner Tag zu werden. Eden lächelte beim Gedanken daran, daß sie Robert heute den Entschluß offenbaren wollte, den sie in der vergangenen nacht gefaßt hatte und sie konnte es kaum erwarten mit ihm zu sprechen.
"Schläfst du noch, Bobby ?", flüsterte sie und ließ eine Hand nach links über die Bettdecke wandern um nach dem geliebten Mann zu tasten.
"Zu gönnen wäre es dir ja nachdem ich dich in der letzten Nacht geweckt habe."
Eden dreht sich um und raunte: "Weißt du eigentlich , wie schön es ist, neben dir aufzuwachsen und sich auf einen neuen Tag zu freuen ?"
Sie hielt inne und war erstaunt, weil sie erkannte, dass der Platz neben ihr im Bett leer war. Ein merkwürdiges Gefühl beschlich sie, doch sie sagte sich, dass Robert wahrscheinlich  schon im bad war oder sein berühmt-berüchtigtes Frühstück in der Küche bereitete.
Eden wollte sich gerade aus dem Bett schwingen um sich auf die Suche nach Robert zu machen, als sie den Briefumschlag entdeckte, der auf Roberts Kopfkissen lag. Sie verspürte einen bohrenden Stich im herzen als sie mit zitternden Händen nach dem Umschlag griff auf dem ihr Name stand. Zögernd öffnete sie den Umschlag und entnahm ein beschriebenes blatt.
Die Worte verschwammen ihr fast vor dem Augen, doch Eden versuchte krampfhaft die tränen zurückzuhalten damit sie lesen konnte, was auf dem bogen geschrieben stand.

Meine geliebte Eden,
  es fällt mir wirklich sehr schwer, dir diese Zeilen zu schreiben und der Versuchung zu widerstehen, den Stift sinken zu lassen, zu dir zu gehen, dich in die Arme zu nehmen und nie wieder loszulassen, aber mein Entschluß steht fest und nun muß ich ihn auch mit aller Konsequenz ausführen.
Ich weiß, wie sehr du darunter leidest, eine Entscheidung zwischen den beiden Männern, die du liebst, treffen zu müssen und mit dem Schritt, den ich gehe, möchte ich dich vor dieser Entscheidung bewahren.
Verzichte meinetwegen nicht auf deine Kinder, Liebes. Du weiß ebenso gut wie ich, dass Cruz dir Adriana und Chip niemals überlassen würde um sie zusammen mit mir großzuziehen und du weißt auch, dass du dir immer Vorwürfe machen würdest, wenn die Kinder unter der Trennung von dir und Cruz leiden würden. Es ist nun mal die traurige Wahrheit, dass eine Trennung der Eltern Narben auf der Kinderseele hinterläßt und ich möchte nicht, dass deine Kinder dieses Schicksal teilen.
Eden, wir hatten unseren Sommer auf Las Sirenas und diese Tage hier in Laguna.
Ich werde mich immer an diese Zeit erinnern und die Erinnerung in meinem Herzen tragen.
Ich bin so dankbar dafür, dass uns das Schicksal eine 2. Chance gegeben hat und das du dich wieder an unsere gemeinsame Vergangenheit erinnern konntest.
Es erfüllt mich mit großer Erleichterung, dass ich nun die Gewißheit habe, dass du mich immer geliebt hast.
Du bist die einzige, die es verstanden hat, in mein Herz und in meine Seele zu blicken. Meine Liebe zu dir reicht für die Ewigkeit, aber unser Beisammensein endet hier in Laguna, unserem Paradies auf Erden.
Ich möchte, dass du nach Santa Barbara zurückkehrst, dich mit Cruz aussprichst  und einen Neuanfang machst, eure Liebe ist sehr stark und ihr werdet die Prüfungen des Lebens meistern und eure Kinder zu großartigen Menschen heranwachsen sehen.
Ich gebe dich frei, mein Engel.
Mit all meiner Liebe, Robert

Entsetzt, ratlos und voller Schmerz versuchte Eden die geschriebenen Worte zu verstehen, die wie Hammerschläge in ihr Bewußtsein drangen  und doch nichts als Leere  in ihrem Kopf hinterließen.
"Warum Robert ???" schluchzte sie auf und ließ ihren Tränen, die sie beim lesen unterdrückt hatte, über ihre Wangen rollen.
"Wie konntest du mich allein lassen ? ich liebe dich doch."
Sie preßte den Brief an ihr Herz und starrte mit tränenverschleiertem Blick vor sich hin.
"Wir gehören doch zusammen, Bobby", flüsterte sie verzweifelt. "Wir gehören doch zusammen ..."
 

Teil 6

"ich bin an allem Schuld ! Ich hätte ihm gleich, als ich mir darüber klar geworden bin,  sagen müssen, dass ich nur mit ihm zusammen sein will ! Verdamm, warum habe ich nur damit gewartet, ihm meine wahren Gefühlen zu offenbaren ???"
Eden warf achtlos einige Kleidungsstücke in ihren Koffer, der auf dem Bett lag. Es war nicht einmal eine halbe Stunde vergangen, seit sie Roberts Brief gefunden hatte und doch erschien es ihr wie eine Ewigkeit.
Eden war völlig verstört darüber, dass Robert gegangen war und sie allein zurückließ.
Sie kannte dieses Gefühl - vor mehr als 10 Jahren hatte sie schon eeinmal so empfunden. Als Robert so plötzlich von Las Sirenas verschwunden war und sie ihn stundenlang auf der Insel gesucht hatte, nicht ahnend, dass er von der Polizei verhaftet worden war.
Sie hatte damals gedacht, sie müßte sterben als sie Robert nicht finden konnte und jetzt fühlte sie sich ebenso elend.
Sie wußte nicht was sie tun sollte und hatte hilflos damit begonnen ihren Koffer zu packen.
Als es an der Tür läutete, begann Edens Herz schneller zu schlagen.
"Robert. Er ist zurück."
Eden rannte die Treppe herunter und riß die Haustür auf.
"Robert, ich wußte, dass du ... "
Sie hielt inne als sie Charlotte Grant erkannte, die verlegen lächende mit einem Picknickkorb in der Hand vor der Tür stand.
"Bitte entschuldigen Sie die Störung, Eden. Ich wollte Ihnen und Robert nur ein wenig Proviant für die Heimfahrt vorbeibringen."
Die Erwähnung von Roberts Namen und die Enttäuschung darüber, dass er nicht wie erhofft zurückgekommen war, war zu viel für Eden.
Sie schlug die Hände vorm Gesicht zusammen und begann hemmungslos zu weinen.
"Eden, um Himmels Willen, was ist passiert ?"
Charlotte sah Eden erschrocken an, stellte ihren Korb auf den Boden und drückte die weinende Frau liebevoll an sich.
Während Eden ihr Gesicht an die Schulter von Charlotte bettete und ihren Tränen freien Lauf ließ, strich Charlotte beruhigend Edens Rücken entlang.
"Jetzt bin ich ja hier, Eden. Lassen Sie uns ins Haus gehen und erzählen Sie mir dann was passiert ist."
Sanft führte Eden ins Haus zurück, ließ die Tür hinter sich ins Schloß fallen und dirigierte die jüngere Frau in Richtung Wohnzimmer.
"Kommen Sie, setzten Sie sich Kind. Mein Gott, Sie sind ja ganz aufgelöst !"
Charlotte nahm neben Eden auf dem Sofa Platz und umarmte sie erneut. Eden strömten die Tränen übers Gesicht und hinterließen einen salzigen Geschmack auf ihren Lippen.
Die Nähe und die Wärme von Charlotte waren wohltuend und ließen Eden langsam ruhiger werden.
Sie löste sich aus Charlottes Umarmung und wischte sich ein paar Tränen aus den Augenwinkeln.
"Wollen Sie mir jetzt erzählen was passiert ist ?", fragte Charlotte.
Eden nickte und begann mit leiser Stimme zu sprechen.
"Robert ist weg. Als ich heute morgen aufgewacht bi, war er nicht mehr da. Ich habe einen Brief gefunden, indem er erklärt, dass er mich freigeben will um nicht länger zwischen mir und meiner Familie zu stehen. Er hat den Wunsch geäußert, dass ich zu meinem Mann zurückgehen soll und einen Neuanfang mit ihm wage. Und wissen Sie warum Robert das getan hat, Charlotte ? Weil ich ihm im unklaren über meine wahren Gefühle gelassen habe und ihm verschwieg, dass meine Zukunft an seiner Seite ist.
Erneut lösten sich einige Tränen aus Edens Augen.
"Warum macht Ihr beiden Euch Euer Leben bloß so komplziert, Kind ?", seufzte Charlotte.
"Da habt Ihr Euch endlich nach all den Jahren wiedergefunden und teilt eine Liebe die viele Menschen zeitlebens niemals erfahren - und was macht Ihr mit diesem Geschenk ?
Ich weiss, dass die Situation insbesondere für Sie nicht einfach ist. Sie sind schließlich verheiratet und haben Kinder. Ich kenne ihren Mann nicht, aber ich kenne Robert und das nicht erst seit gestern. Es gab seit der Zeit auf Sirenas immer nur Sie für ihn. ich war wirklich sehr gespannt darauf Sie endlich kennenzulernen und als Sie gestern zusammen mit Robert bei John und mir zum Essen waren, habe ich sie unauffällig beobachtet. Ich hatte mir nicht vorstellen können, dass Sie benso viel für Robert empfinden, wie er für sie, doch sie haben mich eines besseren belehrt. Sie haben Robert mit so viel Liebe angesehen und Ihre Augen hatten einen ganz besonderen Glanz. Es war offensichtlich dass Sie beide zusammen gehören. Ich habe Robert noch niemals so glücklich erlebt wie in Ihrer Gegenwart. Er war sich genau bewußt was Sie für ihn empfinden und wie sehr sie ihn lieben. Wenn ein Mensch es verdient hat, endlich glücklich zu sein, dann ist es Robert. er ist wirklich etwas ganz besonderes und John und ich lieben ihn wie einen Sohn. Eden, Sie wissen ebenso gut wie ich, dass es nur einen Ort gibt wo Robert jetzt seien könnte und wenn ich Sie wäre, würde ich keine Zeit verlieren und mich sofort auf den Weg zu ihm machen. Ich bin sicher Robert auf Sie, ganz gleich was er Ihnen geschrieben hat."
"Sie sind ein erstaunlicher Mensch, Charlotte Grant, hat Ihnen das vielleicht schon mal jemand gesagt ?"
"Nun ja, mein Mann sagt es mir seit 34 Jahren zumindest einmal im Jahr - an unserem Hochzeitstag", lachte Charlotte.
"Ich danke Ihnen für alles und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen werden."
"Ja, das hoffe ich auch, Eden. So, und jetzt ab mit Ihnen - es gibt jemanden, der auf Sie wartet."

Finale - Teil 1

Las Sirenas

Robert war damit beschäftigt das Haus, dass seit langer Zeit leergestanden hatte, wieder auf Vordermann zu bringen. Die Wände benötigten dringend einen neuen Anstrich, die Möbel mussten entstaubt und die Fenster geputzt werden. Robert arbeitete ohne Pause um sich keinen Gedanken an Eden zu erlauben, doch das war unmöglich. Jeder Winkel des Hauses schien von ihr erfüllt zu sein und an der einen Wand stand sogar noch das Versprechen geschrieben, das sie ihm während ihrer Monate auf Sirenas gegeben hatte: Eden is here to stay ...
Doch das Schicksal hatte es anders gewollt und ihrer beider Leben in verschiedene Richtungen geführt.
Was hatten ihm die letzten Jahre seines Lebens gebracht? 5 verdammte Jahre im Gefängnis von San Sebastian, die er nur durch seinen eisernen Willen Eden eines Tages wiederzusehen überlebt hatte. In all den langen Tagen und Nächten der Einsamkeit und der Verzweiflung hatte er an sie gedacht, ihr Bild vor Augen gehabt und sich im Geiste sogar mit ihr unterhalten. In Gedanken hatte er sein Leben mit Eden weitergelebt. Niemanden war es je gelungen aus den Mauern von San Sebastian zu entkommen, doch Robert hatte 5 Jahre Zeit gehabt seine Flucht zu planen: letztlich war es ihm dann aber mit mehr Glück als Verstand gelungen, sich aus dem Gefängnis zu schmuggeln. Er hatte sich nach LA durchschlagen können, eine Wohnung gefunden und war sogar Eden begegnet – einmal am Strand und das andere Mal bei einer „Phantom der Oper“ Aufführung im Theater. Beide Male hatte sie geradezu durch ihn hindurchgesehen und kein Zeichen des Wiedererkennens von sich gegeben.
An ihrer Seite war ein Mann gewesen, ein Latino, den sie verliebt angesehen hatte. Sie schien die Welt um sich herum kaum wahrzunehmen.
Robert verbittert darüber, dass er sich so in Eden getäuscht hatte. Er war für die im Gefängnis gewesen, hatte den Tod von Raoul auf sich genommen und galt als verurteilter Mörder. Während all der Jahre hatte sie sich nie bei ihm gemeldete. Er konnte es ja noch verstehen, dass sie ihn nie besucht hatte, aber dass sie ihm keine Zeile geschrieben hatte, nicht einen einzigen Brief, dass hatte ihn geschmerzt. Doch das sie jetzt so tat als würde sie ihn nicht kennen, war nichts im Vergleich zu den Gefühlen, die er im Gefängnis gehabt hatte.
Er wusste, dass er sich seine Liebe für Eden aus dem Herzen reißen musste, sonst würde sie ihn zerstören. Es war an der Zeit sich ein neues Leben aufzubauen, ein Leben, in dem es keinen Platz mehr für seine Gedanken und Gefühle zu Eden Capwell gab.
Robert kehrte aus seinen Erinnerungen zurück in die Gegenwart. Tauchte den Pinsel, den er in der Hand hielt, in ein Glas Wasser und wischte sich die Hände mit einem Tuch sauber. Er beschloss einen Spaziergang am Strand zu machen und danach mit dem Streichen weiterzumachen. Als er die Tür zum Haus hinter sich zu zog, hoffte er damit auch für eine Weile die Erinnerung an Eden hinter sich zu lassen.
Während er den Strand entlangging, die Hände tief vergraben in den Taschen seiner Jeans, dachte er daran, wie er damals als Robert Barr, Amerikas aufstrebender Tycoon, zum ersten Mal nach Sirenas zurückgekehrt war. Er hatte sich seinerzeit in ein anderes Leben zurückversetzt gefühlt, ein Leben in Armut und mit dem frühen Verlust der Eltern. Beides hatte ihn schnell erwachsen werden lassen. Ob seine Eltern wohl stolz auf ihn wären, wenn sie ihn jetzt sehen würden? Ihren Robert, der auf dem Weg nach ganz oben war ...
Das dieser Weg des Ruhmes und der Macht genauso entbehrungsreich, wenn auch auf eine andere Art und Weise war, wie sein altes Leben, gestand sich Robert noch nicht ein. Er ging noch mal durch das Haus, in dem er seine Kindheit verlebt hatte und wäre beinahe über etwas gestolpert, das auf dem Fußboden lag. Er bückte sich und hob den Gegenstand auf. Plötzlich fühlte er wie sich seine Herzmuskeln zusammenzogen und sein Puls zu rasen anfing. Er kannte den mit Perlen besetzten Kamm. Vor Roberts Augen erschien ein Bild, das er lange verdrängt hatte – Eden, die ihr schweres blondes Haar mit jenem Kamm zurückgehalten hatte.... Er sah, wie sie sich den Kamm aus dem Haar zog und ihr Haar über ihre Schultern fallen ließ. Er sah, wie seine Finger durch das seidene Haar glitten, hörte sich sagen „Wie schön du bist, Eden“ und fühlte, wie es gewesen war als sich ihre Lippen trafen. Er spürte, wie sich ihre Haut angefühlt hatte und erinnerte sich daran, wie es war als er ihren Körper liebkost hatte ...
Ihm wurde schwindelig angesichts der Erinnerung. Er lies den Kamm auf den Tisch fallen, doch es war schon zu spät. Er hatte bereits verloren – der Gedanke an Eden, jene Frau, die er aus seinem Herzen bannen wollte, hatte ihn heimgesucht.
Robert war einige Tage auf Sirenas geblieben, hatte den Kauf der Insel arrangiert und sich wehmütig an die Monate mit Eden erinnert. Er wäre wahrscheinlich nicht mehr nach Las Vegas zurückgekehrt, doch dann war Anthony Tonell gekommen und hatte ihn von seinem Vorhaben, eines der renommiertesten und wichtigsten Imperien der USA zu übernehmen erzählt – Capwell Enterprises.
Wieder kehrten Roberts Gedanken in die Gegenwart zurück. Er zog die Schuhe aus und ging mit nackten Füßen durch das kühle Wasser. Der Strand war menschenleer. Es lebten nur noch wenige Leute auf der Insel. Viele hatte es fortgezogen nach San Sebastian, in umliegende Städte oder in die große USA. Auch er war einst fortgegangen, hatte den amerikanischen Traum verwirklicht und war doch nicht glücklich geworden. Er besaß mehr Geld als er jemals in seinem Leben würde ausgeben können, aber was zählte alles Geld der Welt, wenn man einsam war, keine Familie und Freunde hatte? Er war der Inhaber diverser Firmen und Hotels, doch was wollte er eigentlich damit? Vielleicht sollte er Renfield damit beauftragen, die Firmen und Hotels denjenigen zurückzugeben, denen er sie gestohlen hatte ...
Wie hatte Eden gesagt als sie sich an seine Gaunereien auf Sirenas erinnert hatte? „Sie waren ein Dieb und sind es noch.“
Robert bliebe stehen und sah auf die weite des Meeres hinaus. Wie es wohl sein mochte, monatelang auf dem Wasser zu sein? Er sah sich im Geiste bereits die Weltmeere durchkreuzen. Würde ihm das endlich Frieden mit sich selbst beschere? Oder war es doch wieder nur eine neue Flucht?
Zuletzt war er Hals über Kopf von Laguna wegegegangen und hatte Eden verlassen. Es hatte ihm zwar das Herz gebrochen, aber er konnte es nicht länger ertragen, wie sie zwischen ihm und Cruz hin-und hergerissen war. Sie hatten so wunderschöne Tage miteinander verlebt, von denen er jede Minute in den Wochen, Monaten und Jahren im Gefängnis geträumt hatte, doch diese Tage waren letztlich auch wieder nur ein Diebstahl gewesen. Eden war fern von ihren Kindern, die sie so dringend brauchten, fern von ihrer Familie, deren strahlender Mittelpunkt sie war. Er hatte wirklich nicht das Recht dazu zu verlagen, dass sie bei ihm blieb, wo sie doch von so vielen Menschen in SB geliebt und gebraucht wurde.
Wie viele Jahre seines Lebens hatte er eigentlich damit verbracht an Eden zu zweifeln? In ihrer Liebe zu ihm, an allem was während der Monate auf Sirenas geteilt hatten. Wie lange hatte er sich mit der Frage gequält – warum hatte Eden diese gemeinsame Zeit vergessen und ihn so leiden lassen?
Die Übernahme von Capwell Enterprises hatte ihm ein Wiedersehen mit Eden beschert und er war aufgeregt wie ein Schuljunge gewesen, als er ihr zum ersten Mal gegenübergestanden hatte. 5 Jahre waren vergangen seit er sie in LA zuletzt gesehen hatte. Sie gab sich so wie sie auf Sirenas gewesen war – leidenschaftlich, unabhängig, forsch und stark. Im Grunde ihres Herzens war sie aber verletzlich wie eh und je gewesen. Robert hatte diese immense Verlangen gehabt, sie zu berühren, in den Arm zu nehmen, ihre Wärme zu spüren und ihr zu sagen, dass er sie noch immer liebte. Gleichzeitig wollte er sie aber auch an den Schultern packen, sie kräftig schütteln und sie auffordern sich endlich zu ihm zu bekennen. Wie konnte sie nur so ein grausames Spiel mit ihm spielen?
Doch dann war der Tag gekommen als Eden ihn aufgesucht und angefleht hatte, die Firma ihrer Familie nicht zu übernehmen. Er würde alles zerstören, wenn das Imperium an sich riss. Da war er endlich aufgewacht und hatte erkannt, dass Eden nicht spielte. Sie erinnert sich tatsächlich nicht an und die gemeinsame Zeit.
Robert erschrak als er sich so sah, wie ihn Eden sehen musste – egoistisch, gefühlskalt und machtgierig. Er war von sich selbst abgestoßen und versuchte Tonell davon zu überzeugen, sich aus der Übernahme zurückzuziehen. Sein Partner machte ihm jedoch unmissverständlich klar, dass es keinen Weg zurück gab.
Zu dieser Zeit hatte Robert Veränderungen an Eden wahrgenommen. Sie verhielt sich merkwürdig und war oft unkonzentriert und abwesend. Eines Tages war sie dann zu ihm geeilt und hatte ihm von ihrer Vision erzählt, in der er sie vor dem Ertrinken gerettet hatte. Sie fragte ihn, ob sie sich von früher kennen würden, was er bejahte. Daraufhin war sie vollkommen verstört davongelaufen und hatte ihn in großer Sorge, aber auch in der Hoffnung, dass sie sich nun an alles erinnern würde, zurückgelassen.
Er begann wieder davon zu träumen, dass sie zu ihm zurückkehren würde und das sie das Leben, das sie auf Sirenas führten wieder aufnehmen könnten.
Robert wollte ihr behutsam dabei helfen sich an die Vergangenheit zu erinnern, auch an den Tod von Raoul, der ja der Grund dafür war, dass sie damals auseinander gegangen waren.
Leider mischte sich Edens Mann in alles ein und wirbelte viel Staub auf. Tonell sah das gar nicht gern und gab Robert zu verstehen, dass er gefälligst dafür sorgen sollte, dass die Aktivitäten von Castillo ihr Vorhaben nicht gefährdeten. Robert wusste, dass Tonell nicht zögern würde Cruz umzubringen, wenn er weiterhin so viele Schwierigkeiten bereiten würde. Robert sah keinen anderen Ausweg als Cruz für eine Weile aus Santa Barbara fortzubringen und beauftragte Craig auf ihn aufzupassen. Auf diese weise würde Cruz nichts passieren und Eden könnte sich endlich ungestört an das letzte fehlendes Detail erinnern. Natürlich hatte Robert nicht bedacht, dass Eden nichts wichtiger war als ihren Mann heil zurückzubekommen und um das zu erreichen, hatte sie Robert irgendwas zusammengereimtes erzählt.
Glücklicherweise hatte sie sich dann aber doch noch an die Nacht erinnert in der Raoul gestorben war. Die Erkenntnis, dass sie seinen Tod verschuldet hatte, verstörte sie zutiefst. Robert berichtete ihr, was geschehen war, nachdem sie ihn zu dem toten Raoul geführt hatte. Eden konnte es kaum glauben, dass Robert die Tat auf sich genommen hatte und für sie ins Gefängnis gegangen war. Die Ermittlungen von Cruz ergaben, dass Eden nicht für Raouls tödliche Verletzung verantwortlich war. Um den wahren Mörder zu entlarven, arrangierte Cruz eine Party und lud jene Personen dazu ein, die auf der Capwell Yacht zu Gast gewesen waren. Eden begab sich in große Gefahr, als sie vortäuschte sich an den Täter zu erinnern. Sie lief direkt in die Arme von Jerry Calhoun, Masons Jugendfreund und Santa Barbaras Bürgermeisterkandidaten.
Er war es gewesen, der Raoul getötet hatte und schweigend in Kauf genommen hatte, dass Robert Parisi für ihn ins Gefängnis gegangen war.
Robert hätte Jerry am liebsten mit bloßen Händen umgebracht, doch Cruz hielt ihn davon zurück. Jerry entzog sich seiner Festnahme durch Selbstmord.
Nach mehr als 5 Jahren war Robert endlich befreit von der Anschuldigung des Mordes. Robert kehrte aus seinen Erinnerungen zurück in die Gegenwart  und wandte seinen Blick vom Meer ab. Er beschloss in die kleine Postfiliale zu gehen und Renfield daheim in SB anzurufen. Sie sollte ein entsprechendes Papier vorbereiten, in dem er CC Capwell Enterprises überschreiben wollte. Es war an der Zeit, dass die Familie ihre Firma zurückerhielt.
Robert wischte sich den Sand von den Füßen und schlüpfte in seine Schuhe. Dann suchte er den Postladen auf, den Christiana Casal betrieb. Die Frau begrüßte ihn freundlich als er zur Tür hereinkam.
„Senior Parisi, schön Sie wiederzusehen. Wie geht es Ihnen?“
„Gut, Christian. Und Ihnen?“
„In meinem Alter muß man dankbar für jede Krankheit sein, die einen nicht heimsucht. Der Doktor rät mir immer wieder meine Arbeit hier aufzugeben, aber was soll ich den ganzen Tag allein zu Hause? Die Kinder führen ihr eigenes Leben, ich kann mich glücklich schätzen, wenn sie einmal im Jahr zu Besuch kommen. Vor acht Monaten ist noch mein geliebter Carlos in Frieden heimgegangen und vor unseren Schöpfer getreten.“
Die Augen der Frau füllten sich mit Tränen und sie bekreuzigte sich.„43 Jahre sind wir gemeinsam durchs Leben gegangen und nun muß ich den Rest des Weges allein gehen.“

„Das tut mit wirklich sehr leid für Sie. Carlos war ein guter Mann. Mein Vater hat immer sehr respektvoll über ihn gesprochen.“
Robert schwieg einen Moment, ehe er fortfuhr: „Christina, ich müsste einen dringenden Anruf tätigen. Darf ich das Telefon benutzen?“
„Aber Sie doch immer, Senior Parisi.“
Christina stellte das Telefon auf den Tresen. „Ich werde Sie allein lassen, damit Sie ungestört telefonieren können.“
„Das ist nett von Ihnen, vielen Dank“, rief Robert Christina Casal nach, die einen hellen Vorhang zur Seite schob und in ein Nebenzimmer trat.
Robert wählte und hatte nach 2maligen Klingeln seine Sekretärin am Apparat.
„Renfield, ich bin’s. Ich rufe aus Sirenas an.“
„Schön, dass Sie sich doch noch melden. Ich wollte schon eine Vermisstenanzeige ihretwegen aufgeben. Aber wieso sind Sie auf Sirenas? Sie waren doch in Laguna.“
„Ja, da war ich auch, doch dann dachte ich  mir, dass ich hier mal nach dem Rechten sehe. Um die Antwort auf Ihre nächste Frage vorwegzunehmen, ich weiß nicht, wie lange ich hier bleiben werde. Santa Barbara wird eine Weile ohne mich auskommen müssen.“
„Wie stellen Sie sich das vor, Robert? Sie werden hier dringend gebraucht, Sie leiten schließlich ein Unternehmen. Auf Ihrem Schreibtisch stapeln sich die unerledigten Papiere und wenn Sie noch länger wegbleiben, bricht der Tisch zusammen.“
„Dann kaufen wir eben einen neuen Schreibtisch, wenn ich wieder da bin“, sagte Robert trocken.
„Hören Sie Renfield, es gibt da etwas, was Sie für mich tun könnten. Würden Sie bitte ein Schriftstück aufsetzen, in dem die Rückgabe von Capwell Enterprises geregelt wird? Ich möchte das Unternehmen an CC Capwell überschreiben.“
„Sie wollen was?“, klang die entsetzte Stimme seiner Sekretärin durch die Leitung. „Aber Mister Tonell hat in seinem Testament verfügt, dass Sie die Firma bekommen sollen.“
„Eben deshalb. Ich möchte von Tonell nichts geschenkt bekommen. Bitte bereiten Sie die Papiere entsprechend vor und schicken Sie sie mir zur Unterschrift.
„Ich brauche wohl nicht zu fragen, ob es auf Sirenas ein Faxgerät gibt?“
„Nur wenn Sie es den Dokumenten beilegen“, entgegnete Robert und lächelte ChristinaCasals zu, die aus dem Nebenzimmer kam.
„Ich verlasse mich auf Sie Renfield. Schönen Tag noch.“
Bevor sie etwas sagen konnte, hatte er schon aufgelegt und fischte einen Geldschein aus seiner Hosentasche, den er Christian reichte.
„Vielen Dank fürs Telefonieren.“ Robert wandte sich zum Gehen.
„Bitte warten Sie Senior Parisi. Es ist ein Eilbrief für Sie angekommen.“
“Ein Brief? Das ist merkwürdig. Außer meiner Sekretärin weiß niemand, dass ich hier bin und Renfield weiß es auch erst seit ein paar Minuten.“
Verwundert nahm Robert den Umschlag aus den Händen von Christan Casal entgegen. Er erkannte die Handschrift von Charlotte Grant. Warum schrieb sie ihm? Sie hatten sich doch gerade in Laguna gesehen. „Ist alles in Ordnung?“ . Seniora Casal hatte Roberts verwunderten Gesichtsausdruck bemerkt.
„Das hoffe ich. Ich muß jetzt gehen. Es war wirklich nett Sie zu sehen.“
„Es hat mich auch gefreut, dass Sie mal wieder vorbeigekommen sind.“ „Auf Wiedersehen.“
Sichtlich beunruhigt trat Robert vor die Tür. Er zögerte, den Brief zu öffnen und wartete damit, bis er den Strand erreicht hatte. Er setzte sich in den von der Sonne erwärmten Strand, riss hastig den Umschlag auf, dem er ein beschriebenes Blatt Papier entnahm. In Charlotte Grants vertrauter Handschrift war folgendes zu lesen :

Lieber Robert,

Du bist ja immer für Überraschungen gut, aber diesmal hast du dich selbst übertroffen. Ich bin heute morgen zum  Haus gegangen um mich von dir und Eden zu verabschieden und euch ein wenig Proviant für die Heimreise vorbeizubringen.
Auf mein Klingeln öffnete mir eine völlig verstörte Eden, die nicht eine alte Frau wie mich, sondern den Mann ihres Herzens, erwartet hatte. Sie erzählte mir unter Tränen, dass du dich in einer Nacht- und Nebelaktion davongeschlichen hättest und ihr zum Abschied ein paar auf Papier geschriebene Worte, auf dem Kopfkissen platziert, hinterlassen hättest.
Ich konnte kaum glauben was ich da hörte!
Ihr beiden habt wirklich ein seltsames Talent dafür nicht miteinander glücklich zu werden. Mein Junge, es war ja wirklich sehr nobel und uneigennützig von dir, Eden für ihren Mann und ihre Kinder freizugeben, aber du hattest nicht das recht dazu ihr die Entscheidung abzunehmen. Es lag einzig und allein an ihr, sich für dich oder gegen dich zu entscheiden. Ich sage bewusst, dass Eden wählen musste, ob du fortan zu ihren leben gehören würdest oder nicht. Denn das war die wahre Entscheidung die sie treffen musste.
Eine Entscheidung für oder gegen ihre Kinder stellt sich einer Muter nicht, aber die frage nach dem Lebenspartner sehr wohl. Leider hat auch Eden zunächst den Fehler gemacht und gedacht, dass sie sich zwischen dir und der Familie entscheiden müsste, doch dann wurde ihr klar, dass es in erster Linie um ihr ganz persönliches Glück gehrt. Bedauerlicherweise hat sie es nicht dir nicht gleich erzählt, dass du neben Chip und Adriana ihr größtes Glück bist, aber sie hatte sich auch nie und nimmer träumen lassen, dass du so einfach aus ihren Leben verschwinden würdest... Ich habe Eden gesagt, dass ihr beiden einfach so etwas kostbares und wertvolles teilt, nach dem viele Menschen zeitlebens suchen. Ihr müsst mir versprechen, dass ihr eure liebe nie wieder leichfertig auf Spiel setzen werdet. Bewahrt euch dieses Geschenk des Himmels und vielleicht wird es euch dann auch vergönnt sein so viele Jahre jemanden an eurer Seite zu haben wie John und mir.
Bestimmt ist Eden inzwischen bei dir auf Sirenas eingetroffen und ihr konntet euch aussprechen. Wir grüßen euch herzlich und hoffen euch bald wiederzusehen,
Charlotte und John

Robert ließ den Brief sinken und versuchte, das gelesene zu verstehen. Charlotte war zum Haus gekommen und Eden hatte die Tür geöffnet, in der Hoffnung, dass er zurückgekommen sei. Sie hatte erkannt wie wichtig er ihr war und es ihm sagen wollen, doch da hatte er sie schon verlassen.
Roberts Herz begann wie verrückt zu schlagen. er sucht einen Satz am Ende des Briefes und nachdem er ihn gefunden hatte, las er die Worte noch einmal:
Bestimmt ist Eden inzwischen bei dir auf Sirenas eingetroffen...
Hieß das Eden war auf dem Weg zu ihm?
Würde sie tatsächlich kommen? Gab es wirklich noch eine Chance für sie beide?
Robert las Charlottes Zeilen noch ein zweites Mal und erkannte erst jetzt, dass es noch einen Nachtrag gab.
P.S. Nachdem Eden ins Taxi gestiegen und weggefahren war, habe ich mich darangemacht, das Haus ein wenig in Ordnung zu bringen. Die Schublade Deines Nachttisches war leicht geöffnet, lieber Robert, und als ich sie zuschieben wollte, habe ich etwas darin entdeckt. Du weißt wie neugierig ich mitunter sein kann und so sah ich natürlich nach was in der Schublade lag. Ich war erstaunt als ich feststellte, dass es ein Brief an dich war und nahm die Papierbögen aus dem Fach. Ich füge sie bei. Ungelesen. Denn dieser Brief ist bei dir sicher besser aufgehoben als in der Schublade.
Charlotte.
Robert fasste den Umschlag und zog ein weiteres Blatt heraus. Er war mehr als erstaunt, als er erkannte von wem die Zeilen stammten ...

„ Lieber Bobby,

als du vor ein paar Monaten in Santa Barbara auftauchtest, warst du ein völlig fremder Mensch für mich, denn ich hatte ja jegliche Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit auf der Insel verloren. Ich sah in dir das was jeder aus meiner Familie in dir sah – einen feind, der skrupellos das Lebenswerk meines Vaters zerstören wollte. Wir verachteten dich samt deiner Macht und deines Reichtums und ließen nichts unversucht, dich davon abzuhalten das Capwell-Imperium an dich zu reißen.
Ich war verwirrt, als ich schon nach kurzer Zeit spürte, dass Du mir klarzumachen versuchtest, dass du gar kein so schlechter Mensch bist und noch verwirrter war ich darüber, dass ich dir das sogar glaubte.
Ich verstand nicht, warum du ausgerechnet in mir eine Vertrauensperson zu sehen schienst, aber ich wollte mir das natürlich zu nutze machen, um Capwell-Enterprises vor der Übernahme durch Barr Industries zu bewahren. Es war beinahe so, als hätte ich aus irgendeinem Grund Macht über dich – du warst wie eine Marionette in meinen Händen und ich fand Gefallen daran, die Fäden zu ziehen. Doch dann hatte ich auf einmal diese Visionen in deiner Nähe, die mich beunruhigten und die ich nicht zu deuten wusste.
Erst nach und nach setzten sich die Bilder mit Deiner Hilfe zusammen und ich begann mich an die Vergangenheit zu erinnern. Aber nicht nur die Vergangenheit wurde in mir wach, sondern auch Gefühle, die ich mit jeder Faser meines Herzens empfand, Gefühle die ich eigentlich nicht hätte haben dürfen denn ich habe schließlich ein Ehegelöbnis abgelegt und mit Cruz eine Familie gegründet.
Doch ich konnte mich nicht dagegen wehren, dass ich mich immer mehr zu dir hingezogen fühlte und mich zu fragen begann, wie mein Leben an deiner Seite wohl verlaufen wäre, wenn uns das Schicksal nicht auseinander gerissen hätte. Ich weiß, dass ich einigen Menschen sehr weh tue, wenn ich mit dir nach Laguna fahre, aber ich weiß auch, dass ich um so verletzter wäre, wenn ich diese Tage, die vor uns liegen, nicht zusammen mit dir verbringen werde.
Obwohl 10 Jahre zwischen La Sirenas und dem Hier und Jetzt liegen, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Ich verstehe so gut, warum ich dich früher so geliebt habe, Bobby, und ich träume insgeheim auch davon, endlich das teilen zu können, was uns so lange verwehrt geblieben ist – ein gemeinsames Leben.
Hoffentlich bleibt es nicht nur ein Traum,
mit all meiner Liebe Eden“

Robert war erfüllt von einer schmerzhaften Sehnsucht nach Eden. Er strich andächtig über ihren Brief und fragte sich, wann sie ihn wohl für ihn in der Nachtischschublade hinterlegt hatte. Dann ließ er sich zurück in den Sand fallen und schloss die Augen. Bilder jener Tage des Glückes in Laguna tauchten vor ihm auf. Er erinnerte sich daran, wie sie zu Abend gegessen hatten, wie er ihr die Perlenkette um den Hals gelebt hatte, wie sich geküsst und leidenschaftlich vor dem Kamin geliebt hatten ... Er sah, wie sie gemeinsam am Strand entlang liefen und Händchen gehalten hatten wie zwei verliebte Teenager. Er dachte an die langen Gespräche zurück, die sie geführt hatten und an das nächtliche Bad im Meer, als ein Himmel voller Sterne auf sie herabgeleuchtet hatte. Aber er erinnerte sich auch daran, wie er in jener Nacht im Wohnzimmer gesessen hatte und den Brief an Eden schrieb. Es hatte ihn soviel kraft gekostet, die Zeilen zu Papier zu bringen und später nach oben zu gehen um den Brief unter das Kopfkissen zu schieben.
Robert hatte Eden ein letztes Mal betrachtet wie sie im Bett lag und selig schlief, ein verträumtes Lächeln im Gesicht. Er hatte sie in der traurigen Gewissheit des Abschieds geküsst, bedacht darauf, sie nicht zu wecken.
Bevor er der Versuchung erlag, es sich vielleicht doch noch anders zu überlegen, verließ er rasch das Haus und stieg in seinen Wagen. Robert öffnete die Augen und blinzelte gegen die Sonne, die strahlend auf ihn niederschien. Er stand auf und klopfte sich den Sand von der Kleidung. Ihm fiel auf, dass dies die Stelle des Strandes war, wohin er Eden getragen hatte, nachdem er sie damals aus dem Wasser gezogen und vor dem Ertrinken bewahrt hatte. Er wusste noch genau, wie er über ihr gestanden und darauf gewartet hatte, dass sie die Augen aufschlug. Als sie es tat und ihn anblickte, war es um ihm geschehen gewesen – er hatte sich rettungslos in sie verliebt und gefühlt, dass sie sein Schicksal war.
Beim Gedanken daran musste Robert lächeln. Er beschloss zum Haus zurückzugehen und dort auf Eden zu warten. Doch dann sah er sie den Strand entlang kommen. Sie war nur noch wenige Schritte von ihm entfernt und ließ sich in seine ausgebreiteten Arme fallen.
Sie küssten sich voller Begehren und Leidenschaft und wollten sich gar nicht mehr voneinander lösen. Es war Eden, die nach einer kleinen Ewigkeit einen Schritt zurücktrat und zärtlich mit dem Handrücken über sein Gesicht strich.
„Hast du wirklich geglaubt, dass du so einfach aus meinem Leben verschwinden könntest?“, fragte sie leise.
„Es hat mir das Herz gebrochen, als ich ging, denn ich dachte, dass ich dich niemals wiedersehen würde, mein Engel.“
Robert schob ihr eine widerspenstige Haarsträhne hinters Ohr.
„Verzeih mir bitte, dass ich dich so lange im unklaren über meine Gefühle gelassen habe, Bobby. Ich hatte große Angst davor, mich zu dir zu bekennen. Du hast mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll.“
„Es wird alles gut werden, Liebes, das verspreche ich dir.“
Robert verschloss Edens Lippen mit einem heißen Kuss. Dann nahm er Edens Hand und zog die Frau, die er seit Jahren aus tiefstem Herzen liebte, mit sich in Richtung Haus. Vor der Tür hob er Eden hoch und trug sie über die schwelle. Er ging mit ihr zum Bett, legte sie vorsichtig ab und lächelte sie an. „Willkommen zu Hause, mein Engel.“
 
 

Nachdem sie sich leidenschaftlich geliebt und voller Verlangen geliebt hatten, lagen sie eng aneinander geschmiegt im Bett.
Eden erzählte Robert, dass sie von Laguna nach Santa Barbara gefahren sei um Chip und Adriana zu sehen, die mit ihrer Großmutter Carmen aus Mexiko zurück gekommen waren. Eden hatte sich nach Cruz erkundigt und Raphael hatte ihr berichtet, dass sein Sohn im Moment dieses Mädchen am Hals hatte, Nikki, die unter Polizeiaufsicht gestellt worden war.
Eden bat ihre Schwiegereltern sich noch ein paar Tage um die Kinder zu kümmern, da sie nochmals wegfahren müsste. Sie organisierte den Flug nach Sirenas und war glücklich die kurze Zeit bis dahin mit den Kindern zu verbringen.
Schweren Herzens ließ sie Chip und Adriana an darauffolgenden Morgen zurück, doch sie konnte es kaum erwarten endlich zu Robert zu kommen und sich mit ihm auszusprechen.
„Ja, und nun bin ich hier bei dir.“ Eden strich mit den Fingern sanft über seine Brust und kuschelte sich an ihn.
„Ich kann es noch immer nicht glauben. Es ist wie ein Wunder, dass du in meinen Armen liegst.“ Robert vergrub sein Gesicht in ihrem Haar. Eden drehte sich zu ihm um und sah ihm in die Augen.  „Ich liebe dich, Bobby.“
„Ich liebe dich auch.“
Robert küsste sie zärtlich. Dann schob er sie sanft weg und sah sie fragend an.  „Was hältst du davon, wenn wir an den Strand gehen und uns den Sonnenuntergang anschauen?“
„Das klingt wunderbar. die Sonnenuntergänge auf Las Sirenas waren immer einzigartig. Ich erinnere mich daran. dass wir früher oft am Strand gesessen  haben und zusahen, wie die Sonne über dem Meer unterging.“ Eden seufzte wohlig und sah Robert verliebt nach, der aus dem Bett sprang und sich seine Jeans anzog. „Wir könnten ein Picknick machen. Ich habe Brot, Wein und Käse da, wenn dir das als Abendessen genügt.“
„Das hört sich sehr gut an. Ich bin jetzt auch richtig hungrig.Im Flugzeug war ich so aufgeregt und angespannt dich zu sehen, dass ich nichts essen konnte.“ Eden stand ebenfalls auf und griff nach ihrem Kleid, das auf dem Boden lag.
“Was ist eigentlich mit deinem Gepäck?“
Robert verstaute gerade eine Flasche Rotwein und zwei Gläser in einem Picknickkorb. „Oh, das habe ich am Flughafen vergessen“, lachte Eden und knöpfte sich ihr Kleid zu. „Ich wollte doch unbedingt zu dir, da konnte ich es mir nicht erlauben unnötig Zeit zu verlieren.“ Sie trat zu Robert und umarmte ihn. „Ich hatte solche Sehnsucht nach dir, dass es mir weh tat, Bobby. Kennst du so ein Gefühl?“
„Ja, so habe ich in jeder Sekunde empfunden, die ich in San Sebastian hantiert war. Doch diese Sehnsucht nach dir hat mich davor bewahrt mich aufzugeben. Sie hat mich bestärkt, an den Tag zu glauben an dem mir die Flucht gelingen würde.“
Robert hatte diese Worte mit ernster Stimme gesprochen.
„Wirst du mir irgendwann einmal von San Sebastian erzählen?“
„Ja, das werde ich. Aber jetzt komm, sonst verpassen wir noch den großen Moment und die Sonne geht unter, während wir hier um den Tisch versammelt sind.“
Hand in Hand verließen sie  das Haus und suchten sich eine besonders schöne Stelle am Strand, sie breiteten eine mitgebrachte Decke aus und setzten sich. Robert packte den Korb aus, öffnete die Weinflasche und schenkte den roten Rebensaft in die Gläser. Nachdem sie angestoßen und den ersten Schluck getrunken hatten, stellte Robert sein Glas ab und nahm Eden ihres aus der Hand. Sie schaute ihn verwundert an. Robert griff abermals in den Korb und holte eine große Muschel hervor, die Eden seltsam bekannt vorkam. Robert klappte die Muschel auf und nahm einen Ring heraus. Edens Herz pochte wie wild. Zärtlich griff Robert nach

Edens Hand. „Mein Engel, ich habe dir diesen Ring schon einmal gezeigt und dir eine Frage gestellt. seither ist viel in unser beider Leben passiert, doch ich habe nie die Hoffnung aufgegeben, dir eines Tages noch einmal diese Frage stellen zu können.“
Er streifte den Ring auf Edens Ringfinger und hielt die Hand fest in seiner. Dabei schaute er Eden tief in die Augen, in denen Tränen schimmerten. „Willst du mich heiraten?“
Eden strömten die Tränen übers Gesicht, Tränen des Glückes als sie Robert die Antwort auf seine Frage gab: „Ja, Bobby, ich möchte deine Frau werden.“
 

Ich widme die Geschichte all denen, die das gleiche für das Paar Eden und Robert fühlen wie ich und die es auch nicht verstehen konnten, warum die Autoren von SB den beiden keine gemeinsame Zukunft gönnten. Robert war der einzige der Edens Liebe zu Cruz je in Frage gestellt hat und ich bedaure es sehr, dass die Autoren nicht den Mut gefunden haben, den entscheidenden Schritt zu wagen – Eden und Cruz zu trennen und ihnen neue Partner zu geben. Nach dem Ausstieg von Marcy hielt man die Illusion des Paares schließlich auch nicht mehr aufrecht und schrieb Cruz die Affären mit Suzanne und Kelly ins Drehbuch, wobei insbesondere die Romanze mit Edens Schwester Kelly ein Schlag ins Gesicht eines jeden Eden und Cruz Fans war, viel mehr als Edens Liebe  zu Robert.
Ich möchte Kerstin ganz herzlich für das fleiß0ige Abtippen meine kleinen Geschichte danken – ich weiß das wirklich zu schätzen.
Liebe Kerstin, tausend Dank, dass du Eden und Robert einen Platz in der Rundschau und auf deiner Homepage eingeräumt hast.

Doris Kording
 

 
 

 
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
 

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