B�cher / Zitate
Hier stelle ich ein paar B�cher vor, die ich sehr mag. Au�erdem oder auch zus�tzlich gibt's noch ein paar Zitate.
Liebe
von Yasushi Inoue
Suhrkamp Taschenbuch Verlag, 2002
ISBN 3-518-39829-6, 83 Seiten

Die drei Erz�hlungen wurden dem Band 3 der Gesamtausgabe entnommen, die 1974 unter dem Titel "Inoue Yasushi sh�setsu zensh�" bei Shinch�sha, Tokyo erschien.

Drei Erz�hlungen, drei Paare, drei Spielarten der Liebe.

"Seit den beiden Erz�hlungen, die ihn 1950 ber�hmt gemacht haben, "Das Jagdgewehr" und "Der Stierkampf", steht das Grundgef�hl der K�lte, der Distanz, der Fremdheit zwischen den Menschen im Mittelpunkt seines Werkes. Und in diese Zeit f�hren auch diese drei Erz�hlungen zur�ck, alle drei sind �beraus spannende Literatur." - Ludger L�tkehaus

Genau dem kann ich mich nur anschlie�en. Obgleich es in allen drei Geschichten um die Liebe geht, ist immer eine gewisse K�lte vorhanden, die die Dinge in einem anderen Licht erscheinen l�sst. Mir pers�nlich gef�llt Inoues Schreibstil ungemein, weswegen ich mir auch noch "Der Stierkampf" angeschafft habe.
Briefe an die K�nigin der Nacht
von Inger Edelfeldt
Spectrum Verlag, Stuttgart, 1985
ISBN 3-7976-1425-X, 164 Seiten


[Aus dem Klappentext:]
Georg ist ein Au�enseiter. Aber er hat diese Rolle bewusst gew�hlt, denn mit seiner ungeheuren Fantasie und Kreativit�t ist er vollauf bech�ftigt. Er ist ein junger Mensch, der das, was in seiner Umgebung passiert, nicht mit passiver Resignation hinnimmt, sondern sein Leben auf au�ergew�hnliche Art gestaltet.
In einer Mischung aus Tagebuch und Briefroman berichtet er �ber seine Probleme mit sich selbst und der Welt, �ber seine k�nstlerischen Ambitionen und �ber seine Liebe zu einer Mitsch�lerin.

Dies ist schon das zweite Buch von Inger Edelfeldt, dass ich genussvoll verschlungen habe. *g* (Das erste war "Jim im Spiegel", das die Geschichte von Jim erz�hlt, der von seiner Kindheit an irgendwie anders war. Sp�ter entdeckt er dann, dass er schwul ist.) Hab's f�r einen Euro auf dem Flohmarkt unserer Bibliothek mitgenommen. ^^


Hier ein paar Zitate aus dem Buch:


"Unsere Existenz ist allzu absurd, als dass man sie ernst nehmen k�nnte."
[...]
"Besser, auf Einwickelpapier zu malen, als seine Kunst zu prostituieren."
[...]
"Man muss sich �brigens davor h�ten, von Verwandten und Bekannten allzu abh�ngig zu werden. Man ist ja dennoch potentiell einsam und sollet dies stets bedenken. Wir sind alle voreinander verschlossen, kleine Gef��e, ein jedes mit seinem eigenen Universum im Inneren. Erst wenn die Menschen dies vergessen und glauben, sie k�nnten sich gegenseitig verstehen, setzen Tragik und Konflikt ein."
[...]
"H�tte manchmal am liebsten mit dem Kopf gegen die Wand geh�mmert: Wenn die Gedanken sich nur zerschmettern lie�en, w�rde ich mir die Stirn gern blutig schlagen!"
[...]
"Der Blick aus den Augen der Medusa hat mich verwandelt, ich bin kein Mensch mehr, sondern eine Steinfigur, die nie mehr Freude oder Inspiration erfahren wird. Wenn ich k�nnte, w�rde ich mir das Leben nehmen."
[...]
"Es ist erstaunlich, wie einsam man dadurch wird, dass man entdeckt, wie sehr man die Welt liebt."
Der Steppenwolf
von Hermann Hesse

Dies war das (bisher?) einzige Buch, das wir im Unterricht gelesen haben und welches ich einfach nur liebe.
Hier ein paar Zitate:


"[...] Also: >Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen, als bis sie es k�nnen.< Ist das nicht witzig? Nat�rlich wollen sie nicht schwimmen! Sie sind ja f�r den Boden geboren, nicht f�rs Wasser. Und nat�rlich wollen sie nicht denken; sie sind ja f�rs Leben geschaffen, nicht f�rs Denken! Ja, und wer denkt, wer das Denken zur Hauptsache macht, der kann es darin zwar weit bringen, aber er hat doch eben den Boden mit dem Wasser vertauscht, und einmal wird er ersaufen."
[...]
"Und was hingegen mir in meinen seltenen Freudenstunden geschieht, was f�r mich Wonne, Erlebnis, Ekstase und Erhebung ist, das kennt und sucht und liebt die Welt h�chstens in Dichtungen, im Leben findet sie es verr�ckt. Und in der Tat, wenn die Welt recht hat, wenn diese Musik in den Caf�s, diese Massenvergn�gungen, diese amerikanischen, mit so wenigem zufriedenen Menschen recht haben, dann habe ich unrecht, dann bin ich verr�ckt, [...]."
[...]
"Wunderlich, was der Mensch alles schlucken kann! Wohl zehn Minuten las ich in einer Zeitung, lie� durch das Auge den Geist eines verantwortungslosen Menschen in mich hinein, der die Worte anderer im Munde breit kaut und sie eingespeichelt, aber unverdaut wieder von sich gibt. Das nahm ich zu mir, eine ganze Spalte lang."
[...]
"Hierzu mu� eines noch gesagt werden. Es gibt ziemlich viele Menschen von �hnlicher Art, wie Harry einer war, viele K�nstler namentlich geh�ren dieser Art an. Diese Menschen haben alle zwei Seelen, zwei Wesen in sich, in ihnen ist G�ttliches und Teuflisches, ist m�tterliches und v�terliches Blut, ist Gl�cksf�higkeit und Leidensf�higkeit ebenso feindlich und verworren neben- und ineinander vorhanden, wie Wolf und Mensch in Harry es waren. Und diese Menschen, deren Leben ein sehr unruhiges ist, erleben zuweilen in ihren seltenen Gl�cksaugenblicken so Starkes und unnennbar Sch�nes, der Schaum des Augenblickgl�ckes spritzt zuweilen so hoch und blendend �ber das Meer des Leides hinaus, da� dies kurze aufleuchtende Gl�ck ausstrahlend auch andere ber�hrt und bezaubert. [...] Unter den Menschen dieser Art ist der gef�hrliche und schreckliche Gedanke entstanden, da� vielleicht das ganze Menschenleben nur ein arger Irrtum, eine heftige und mi�gl�ckte Fehlgeburt der Urmutter, ein wilder und grausig fehlgeschlagener Versuch der Natur sei."
[...]
"Jede Menschenart hat ihre Kennzeichen, ihre Signaturen, jede hat ihre Tugenden und Laster, jede ihre Tods�nde."
[...]
"Wenn nun also ein Mensch schon dazu vorschreitet, die eingebildete Einheit des Ichs zur Zweiheit auszudehnen, so ist er schon beinahe ein Genie, jedenfalls aber eine seltene und interessante Ausnahme. In Wirklichkeit aber ist kein Ich, auch nicht das naivste, eine Einheit, sondern eine h�chst vielf�ltige Welt, ein kleiner Sternenhimmel, ein Chaos von Formen, von Stufen und Zust�nden, von Erbschaften und M�glichkeiten. [...] Als K�rper ist jeder Mensch eins, als Seele nie."
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