Titel: Ein Eiswürfel mit Folgen - oder Wie genießt man einen B52? Teil: 16 Autor: Neko, Seya, Silberchen E-Mail: sumeragi_subarukun@yahoo.de sheseya@yahoo.de silberchenxx@yahoo.de Genre: real, RPG Bewertung: PG-? Warnung: yaoi Inhalt: Ist eine Überraschung, vor allen Dingen für uns. 3 x ^^;;; Erklärung: Dies ist unser erstes Rollenspiel. Wie bitten hiermit um Gnade ... aber vor allen Dingen um C&C. *** Das Essen verlief in behaglichem Schweigen. Als schließlich auch der letzte Rest weggeputzt war, lehnte Nico sich zurück und streckte sich. "Und was machen wir nun?", fragte er in die Runde."Wir sollten gleich abwaschen," schlug Jonas praktisch vor, "sonst trocknet alles ein, und das macht unnötige Arbeit." Er stand gleich auf und begann abzudecken, dann sah er sich zu Nico um. "Kannst du abtrocknen? Dann kann Andreas sitzen bleiben." "Sicher doch." Sofort stand Nico auf, schnappte sich ein Handtuch und bezog neben der Spüle Stellung. Andreas grummelte, dass er nicht invalid sei. Doch er blieb ausnahmsweise mal gehorsam und erklärte seinen Stuhl für sein Reich. "Soll ich den Fernseher einschalten?", fragte er nach einer Weile, in der Jonas und Nico wie in einem eingeübten Tanz die Hausarbeit erledigten und er überlegte, ob die beiden angestellt werden könnten. "Dann könnt ihr euch nach der Musik bewegen." Er grinste frech, versuchte dann aber schnell wieder den Ernst hervorzukehren. Nico warf ein Handtuch nach Andreas."Sei froh, dass wir das machen!", schimpfte er spielerisch, dann grinste er. "Aber mach dir die Glotze ruhig an; vielleicht kommt ja was Gescheites." Andreas pflückte lachend das Tuch von sich und stand auf. Sein kleiner Fernseher stand gut sichtbar von der Kücheecke aus, aus gutem Grund: So konnte er selbst besser gucken. Mit der Fernbedienung ausgestattet, ging er zurück zum Esstisch und machte den Fernseher an."...in den nächsten Wochen", klang die Stimme des Nachrichtensprechers. "Die Einbruchsserie der letzten Wochen hat eine unerwartete Unterbrechung gefunden. Nachdem seit Anfang März jede Nacht mindestens zwei Wohnungen Überfallen und ausgeraubt worden waren, ist es seit letztem Donnerstag zu keinem weiteren Einbruch gekommen. Aus Polizeikreisen verlautete, dass noch kein Verdächtiger festgenommen worden sei, doch die Fahndungen liefen auf Hochtouren. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt jede Polizeidienststelle an." Jonas warf einen Blick auf den Fernseher, dann widmete er sich wieder dem Abwasch. Hoffentlich hatten die anderen Beiden nicht so genau zugehört, und noch mehr hoffte er, dass sie ihn jetzt nicht beobachteten. Zu genau erinnerte er sich an die Angst während eines Einbruches, die Unruhe, die ihn noch Tage danach quälte, und an das Gefühl, erwischt zu werden. Er schluckte und nahm einen weiteren Teller, um ihn zu säubern. "Hey", erklang Nicos leise Stimme plötzlich neben ihm, "alles okay mir dir?" "Ja, alles okay," bekam Jonas heraus und konnte den Teller gerade noch auffangen, der ihm aus der Hand rutschte. Glücklicherweise waren jetzt nur noch die beiden Töpfe zum Abwaschen da, und hier konnte er konzentriert erscheinen, während er den Boden sauber kratzte. "Was hast du, Jonas?", fragte Andreas ebenfalls. Er hatte sich umgedreht, um zu sehen, was los war. "Gar nichts," versuchte Jonas zu versichern, doch anscheinend gelang das nicht. Doch er wollte den beiden nun wirklich nicht noch mehr von sich erzählen, lief er so doch immer Gefahr, achtkant herausgeworfen zu werden. Nico blickte ihn streng an."'Gar nichts' lässt dich nicht blass werden und zittern. Also, was ist los?" Er blickte zum Fernseher. "Hast du Angst, die Einbrecher räumen auch bei dir alles aus?" "Komm, rück raus mit der Sprache", wurde Andreas direkter. "Hat es etwas mit den Nachrichten zu tun?", mutmaßte er. Das war das einzige, was in den letzten Minuten sich geändert hatte, außer Jonas war plötzlich etwas ungemein Wichtiges eingefallen. So etwas war ja nicht auszuschließen. Doch dann fiel Andreas der Inhalt der Nachrichten ein, wie in einer Wiederholungsschleife hörte er die Worte. "Es hat etwas mit den Nachrichten zu tun." Was sollte Jonas ihnen jetzt sagen? Angst vor Einbrechern? Das wäre sicher nachvollziehbar, aber er wollte seine Freunde nicht anlügen, niemals. Andreas ahnte sicher, was los war, immerhin kannte er Jonas' Vergangenheit. Dennoch wollte er nicht darüber reden. So schüttelte er nur den Kopf und widmete sich wieder der Pfanne, die inzwischen schon blitze. Fragend blickte Nico zu Andreas. 'Was geht hier vor', schien er sagen zu wollen. "Du kannst natürlich schweigen", meinte Andreas ruhig, "Aber meinst du nicht auch, dass du es dir damit zu einfach machst?" Wie konnte Andreas so etwas sagen? Er konnte sich doch denken, woran Jonas jetzt erinnert wurde, dass es ihm kalt den Rücken herunterlief. Hilfesuchend sah er ihn an und flehte stumm, das Thema doch fallen zu lassen. Beruhigend legte Nico Jonas eine Hand auf die Schulter, er konnte deutlich fühlen, wie angespannt dieser war. "Ich weiß zwar nicht, worum es geht, aber es ist immer besser, darüber zu reden, meinst du nicht?" Andreas erhob sich und sah Jonas durchdringend an. "Ich weiß nicht, warum du so reagierst", erklärte er, "Doch ich würde es gern verstehen. Ich weiß, dass du nicht gerade zu Selbstbewusstsein neigst, doch diese Angst verstehe ich nicht." 'Es ist auch besser so, dass du nicht weißt, worum es geht', dachte Jonas, wagte aber nicht, diesen Gedanken laut auszusprechen. Zögernd sah er auf, Nico in das Gesicht. "Jonas, ich kann dich zu nichts zwingen, aber ich dachte, wir waren Freunde geworden? Und ich möchte doch nur verstehen, was dich bedrückt." Fast wie von selbst nahm Nico die Hand von Jonas' Schulter und strich diesem ganz sanft über die Wange. Andreas machte den Fernseher aus und wartete...Zittrig drehte Jonas sich ganz zu Nico um und lehnte seine Kopf an die Schulter seines Freundes. Er hatte ja recht, Freunden sollte man alles erzählen - aber auch dann, wenn das erzählte, die Freundschaft zerstören würde? "Es tut mir leid," murmelte er lediglich und drückte sich ein wenig näher an Nico. Ein Freund, eine Person, die ihn hielt...Sanft strich Nico Über Jonas' Haar. "Ist schon okay", murmelte er, "wenn du meinst, dass du darüber reden kannst, dann sag mir Bescheid, ja? Ich werde nicht weiter nerven." Andreas schaute bedröppelt auf seine Füße, da hatte er ja mal wieder was auf seine forsche Art angestellt. Ohne weiter darauf einzugehen, schob Jonas Nico wieder von sich und drückte ihm die Bratpfanne zum Abtrocknen in die Hand. Dann ging er an Andreas vorbei und setzte sich auf das Bett, zog das Kopfkissen an sich und drückte sich in eine Ecke. Am liebsten hätte Nico laut geseufzt. Was war denn nun wieder los? Er verstand Überhaupt nichts mehr. Gut, Andreas war wieder einmal ein bisschen zu direkt gewesen, und Jonas wollte nicht mit der Sprache rausrücken. Aber dieses Geschmolle führte doch zu nichts! Frustriert trocknete Nico das restliche Geschirr ab und wartete darauf, dass irgendwer der Anwesenden wieder den Mund aufmachte. Das weiche Kopfkissen in Jonas' Armen beruhigte ungemein. Er konnte sich dahinter verstecken, konnte sich vor der Welt schützen, konnte sich verkriechen und musste nicht mehr nachdenken. Und zudem roch es so gut, gemütlich und nach Schlaf und verführerisch nach Andreas. Jonas schloss die Augen und blendete auch die Geräusche des Zimmers aus, das Sprudeln der Wasserflasche, aus der eingegossen wurde, die leisen Stimmen von Andreas und Nico. Langsam fühlte er sich wieder besser, versteckt hinter Andreas' Kopfkissen. Nico wusste immer noch nicht recht, was er machen sollte. Es widerstrebte ihm zutiefst, Jonas einfach so seinem Elend zu Überlassen, aber wenn dieser seinen Trost gar nicht wollte... "Miau?" Mephisto war wieder aufgetaucht und schnurrte Streicheleinheiten heischend um Nicos Beine. Dieser grinste, nahm den Kater hoch und ging damit zu Jonas hinüber. Der hob den Kopf kaum, als er Schritte auf sich zukommen härte. Nico war es, der sich scheinbar zu ihm gesellen wollte. Wieder senkte sich sein Blick. Gerne würde er Nico erzählen, woran er dachte, doch das ging nun mal nicht. Er erwartete nun, Nicos Körper zu fühlen, und er war nicht sicher, ob er das in diesem Moment wollte. Doch das Erwartete geschah nicht. Statt dessen wurde ihm etwas Schweres in die Arme gelegt, etwas Weiches, Pelziges, das sofort laut anfing zu schnurren. Jonas sah nicht auf, doch seine Hand verselbständigte sich und strich sanft durch Mephistos Fell. Nico hatte sich einfach nur neben Jonas gesetzt und beobachtete nun mit Erleichterung, wie dieser langsam hinter seinem Kissenwall hervorkam, um Mephisto zu streicheln. Das große Tier schnurrte wie eine Nähmaschine und drückte seinen Kopf gegen Jonas' Stirn. Es dauerte dann aber doch noch eine ganze Weile, bis Jonas wieder aufschaute - Nico in das vorsichtig aufmunternd lächelnde Gesicht. Auch er mühte sich um ein Lächeln, das aber etwas gequält aussah. "Jonas?" Nicos Stimme war nur ein Flüstern, dass nach Wunsch überhört werden konnte. "Ich..." unsicher sah Jonas ihn an. Doch die Entscheidung war gefallen, er würde Nico erzählen, was los war - wer er war. Hoffentlich reagiert er nicht zu heftig, dachte er noch und erinnerte sich an Andreas' Reaktion. Vielleicht... vielleicht..."Ich weiß, wie der sich fühlt," fing er dann unvermittelt an. "Er sitzt zu Hause, guckt sich die Sachen an, und zuckt bei jedem Klingeln an der Haustür zusammen. "Nico schwieg. Er war sich nicht ganz sicher, was Jonas meinte, aber er wollte erst einmal zuhören. "Ich habe auch schon so gesessen," hörte er nun Jonas leise Stimme wieder, "habe die Sachen angesehen und ein schrecklich schlechtes Gewissen gehabt. Und eine Woche später bin ich dann wieder losgegangen. "Nico schwieg eine Weile, doch als er merkte, das Jonas nichts mehr sagte, meinte er: "Aber du hast aufgehört, nicht wahr?" "Sonst würde ich es sicher nicht erzählen," lachte Jonas bitter, wurde dann aber wieder ernst. "Wir wurden erwischt, und seit dem habe ich nichts mehr getan." "Gab... gab es denn einen speziellen Grund, warum du das gemacht hast?", wagte Nico zu fragen, erwartete dann aber sofort eine Abweisung. Doch die kam nicht. "Einen Grund? Nicht direkt... Kevin, er war mit mir auf einem Zimmer. Er hatte Erfahrung damit, und hat mich dann mitgenommen. Ich weiß nicht, beim ersten Mal war es sicher, dass ich anerkannt werden wollte - ich war der Jüngste in der Gruppe, und hatte keinen leichten Stand. Naja, und danach - es ist schön, mal Geld zu haben..." Jonas erzählte leise, doch Andreas konnte dennoch verstehen, was er sagte. Langsam verstand er mehr von diesem verschlossenen, beinahe verängstigten Jungen, der wirklich dringend Freunde brauchte. Nico konnte nichts erwidern. Er selbst hatte nie verstanden, warum jemand auf den Gedanken kommen könnte, etwas zu klauen. Aber jetzt.... was war er selbst doch in einer privilegierten Situation dagegen! Nico blickte Jonas erneut an. Der merkte, wie es in seinem... Freund? arbeitete. Doch er sah ihn an, und das nicht unfreundlich. Sollte er auch bei Nico dieses unverschämte Glück haben? "Bei der Gerichtsverhandlung habe ich versprochen, so etwas nie wieder zu tun," erklärte er, "und daran habe ich mich gehalten. Was aus den anderen geworden ist, weiß ich nicht - ich bin danach in ein anderes Heim gekommen." "Weißt du, ich denke, es ist sehr leicht, weiter zu machen, wenn man nicht an sich zweifelt. Aber wenn du immer ein schlechtes Gewissen hattest..." Unvermittelt umarmte Nico Jonas, wobei er darauf achtete, Mephisto nicht zu zerquetschen. Jonas konnte sein Glück kaum fassen, Nico verstieß ihn nicht, er nahm ihn sogar in den Arm. Unendlich erleichtert ließ er sich an Nico sinken und vergrub sein Gesicht an dessen Schulter.Etwas erschrocken sprang Mephisto vom Bett und trollte sich beleidigt in sein Körbchen, er wurde anscheinend nicht mehr gebraucht. Nico hielt Jonas fest und schwieg. Andreas stemmte sich vom Stuhl hoch und ging zu den beiden. Er musterte sie und machte sich seine eigenen Gedanken."Jetzt ist es heraus", meinte er mit leiser Stimme, "Fühlt es sich schlecht an, weil wir es wissen?" Die Frage war ernst gesprochen. Dann erschien jedoch sein typisches Lächeln. Dieses Mal aufmunternd, ohne Spott oder einer verborgenen, verbalen Falltür. "Ich habe mir schon so etwas gedacht. Aber ich wollte sicher sein. Eines frage ich mich jedoch, Jonas. Wie konntest du das überhaupt tun? Du hast schon beim geringsten bisschen Angst, fürchtest dich, dass man dir weh tut und dann machst du so etwas. Kann es sein, dass du noch mehr verborgene Talente hast?" Unsicher sah Jonas auf. Wie konnte er das tun? "Ich... ich weiß nicht," stammelte er und sah auf das Kissen, das noch immer auf seinen Knien lag. "Ich hab da nicht weiter nachgedacht..." "Naja, ich denke mal, das Gefühl kennt jeder von uns", meinte Nico, "aber ist das wirklich der einzige Grund?" "Ich weiß nicht... ja, eigentlich wollte ich nur mithalten mit den anderen." Verunsichert sah er Nico an, schwieg aber und schien nicht weiter über diesesThema sprechen zu wollen. Nico sagte nichts weiter. Wer weiß, vielleicht hätte er in Jonas' Lage genauso gehandelt. Wenn man einsam war, tat man manchmal seltsame Dinge... "Aber das ist jetzt vorbei, oder nicht? Es gibt auch Leute, die man nicht beeindrucken muss, um Freundschaft mit ihnen zu schließen." Verwundert sah Jonas auf. Freundschaft mit ihnen zu schließen... Sah Nico sich als sein Freund? Bildete er sich das nicht nur ein, war es nicht nur ein Wunschtraum? "Ich... ich würde es nie wieder machen," murmelte er und lehnte sich abermals an Nico an. Andreas schwieg und sah sich die beiden an. Da hatte er sich ja ein paar sehr kuschelbedürftige Freunde ausgesucht. Na ja, was sollte es, meinte er in Gedanken und hob die Schultern. Dann waren sie es eben halt! Über Jonas' Schulter hinweg sah Nico die Reaktion von Andreas. Störte den anderen etwa, was er sah? Oder war er... eifersüchtig? Nico beschloss, die sowieso schon angespannte Stimmung zu lockern. Noch dichter an Jonas heranrückend, flüsterte er ihm zu: "Sag mal, findest du nicht auch, dass Andreas auch ein paar Knuddler nötig hat?" Er erntete von Andreas große Augen und den Beginn einer abwehrenden Haltung. "Nicht nötig", wisperte er und wirkte fast entsetzt. Nicos schelmisch blitzende Augen hielten seinen Blick fest. "Ganz sicher?" Dieser rückte ein wenig verschämt von Nico ab. Er konnte sich doch hier nicht so einfach von einem Mann umarmen lassen! Doch sofort fühlte er, dass etwas fehlte - der körperliche Kontakt zu einem anderen Menschen, den er nie gekannt hatte und jetzt so brauchte. Sollte Nico ihn schon so weit durchblickt haben? Etwas zögernd beugte er sich wieder zu Nico vor und hoffte, dass dieser seinen Wunsch nach einer weiteren Umarmung verstand. "Das... das tut gut," murmelte er und hoffte im selben Moment, dass seine Freunde ihn nicht gehört hatten. Doch glücklicherweise war dem nicht so. Auch wenn Nico Jonas' Worte mehr erahnte als verstand, war ihm doch sofort klar, was der andere meinte. Lächelnd breitete er einfach wieder die Arme aus. Und Jonas lehnte sich vertrauensvoll an seinen Freund an. Er schloss die Augen und fühlte nur noch, wie die Arme ihn hielten.Sanft strich Nico Über Jonas' Rücken, wanderte zum Nacken und die Wirbelsäule hinunter. Jonas war ganz schön dünn, fiel ihm auf. Ohne weiter nachzudenken lehnte sich Jonas jetzt völlig an Nico an. Die Wärme, die von ihm ausging, die Geborgenheit seiner Arme, der Schutz, all das ließ ihn jeden Zweifel vergessen. Andreas gab seine angespannte Haltung auf. Irgendwie fühlte er sich erschöpft. Abwesend strich er sich über das Pflaster unter seinen Haaren. Die Naht hatte begonnen zu jucken, doch bewusst war es ihm noch nicht. Wieder sah er zu den beiden und lächelte still. Wenigstens konnte Jonas in diesem Kreis seine Maske fallen lassen, genauso wie Nico. Was für ein seltsames Paar. Nico behielt jedoch weiterhin ein Auge auf Andreas. Wieder einmal dieses leise Lächeln... was ging nur in dem anderen Jungen vor? Irgendwann bemerkte Jonas wieder etwas von seiner Umwelt, und vorsichtig löste er sich ein wenig von Nico. Nein, bloß nicht zuviel, bloß nicht dieses angenehme Gefühl der Nähe verlieren. Sein Blick fiel auf Andreas, der noch immer irgendwie verloren am Tisch saß undsie ansah. "Magst... magst du dich nicht mit hier hersetzen?" fragte er zögernd und wurde prompt wieder rot. Andreas blinzelte verständnislos. Er war mit seinen Gedanken abgeschweift und latente Kopfschmerzen begann sich bemerkbar zu machen. Jonas Angebot würde ihn in intime Nähe seines Bettes bringen...Was solls, ermutigte er sich selbst und erhob sich. Langsam sank er auf seine Matratze und fühlte sich schwerer als er war. "Na, war das jetzt so schwer?" Unglücklicherweise saß Andreas so, dass Nico ihn noch immer im Blick hatte. "Man könnte ja denken, du hast Angst, dass wir dich beißen..." Bei diesem Ausspruch sah Jonas seinen Freund ein wenig entsetzt an. Wie konnte der so etwas sagen? Es war doch schon schön, dass Andreas jetzt nicht mehr so weit entfernt war... dass er nicht mehr auf dem Stuhl sitzen musste... dass er vielleicht bald freiwillig zu ihnen... Schnell brach Jonas diese verwirrenden Gedanken ab und lächelte Andreas an. "Danke, dass ich... dass wir hier sein dürfen," kam ein leiser Satz aus tiefstem Herzen. "Vielleicht" Andreas hob eine Schulter. "Macht weiter. Ich störe nicht", wisperte er und visierte sein Kopfkissen an. Ob er das bekommen könnte? Nico runzelte die Stirn. Ja, Andreas störte doch nicht, er hielt sich heraus, aber GENAU DAS WAR DAS PROBLEM!!! Kurzerhand löste Nico einen Arm von Jonas, griff nach dem Kissen und pfefferte es Andreas ins Gesicht. Andreas wollte erst aufschreien und fragen, was das sollte. Doch dann wurde ihm bewusst, dass er das Gewünschte in der Hand hielt. Konnte Nico Gedanken lesen? Glücklich sah er auf und lächelte. Er wischte sich die verrutschten Haare aus dem Gesicht und bedankte sich. Zufrieden knautschte er es zusammen und machte sich daran, sich auf einem kleinen Stück der Matratze zusammenzurollen. Den beiden Verliebten keinen Gedanken mehr schenkend. Seine Kopfschmerzen wurden deutlicher. Mitliedig sah Jonas den Eingekuschelten an. Er schien wirklich erschöpft zu sein, und so, wie er eben das Gesicht verzogen hatte, waren seine Kopfschmerzen nicht weniger geworden. "Willst du noch eine von den Tabletten? Oder eine Halbe?" fragte er leise und rutschte zögerliche ein wenig von Nico weg. Leise hockte er sich neben Andreas' Kopf und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Nico stand auf und war schon dabei, die Tabletten zu suchen."Mann, die hätten wir fast vergessen. Wir sind ja schöne Krankenpfleger", murmelte er schief grinsend und reichte Andreas die Medizin und ein Glas Wasser. ***