Titel: Ein Eiswürfel mit Folgen - oder Wie genießt man einen B52? Teil: 11 Autor: Neko, Seya, Silberchen E-Mail: sumeragi_subarukun@yahoo.de sheseya@yahoo.de silberchenxx@yahoo.de Genre: real, RPG Bewertung: PG-? Warnung: yaoi Inhalt: Ist eine Überraschung, vor allen Dingen für uns. 3 x ^^;;; Erklärung: Dies ist unser erstes Rollenspiel. Wie bitten hiermit um Gnade ... aber vor allen Dingen um C&C. *** Langsam, um den gerade aufwachenden Kater nicht zu erschrecken, drehte sich Jonas um und hielt lockend seine Hand hin. Das große Tier schien zu verstehen und tapste über die weiche Decke auf ihn zu. In seiner Hosentasche suchte Jonas nach etwas Geeignetem, und fand prompt einen zerknüllten Zettel mit falschen Buchungssätzen und anderen Aufzeichnungen von gestern. Er zeigte Mephisto das Papier und warf es dann auf den Boden, einige Meter von sich entfernt. Wie erwartet sprang der Kater sofort hinterher und kämpfte mit dem Knäuel, "als wäre es eine Killermaus," grinste Jonas. "Danke", flüsterte Andreas erleichtert. "Wie kann eine Katze nur so groß sein?" "Liegt vermutlich am Futter", gab Nico gutgelaunt zurück und beobachtete Jonas und den Kater. Mephisto wetzte immer wieder dem inzwischen schon ziemlich zerrupften Papierknäuel hinterher, als gäbe es keine schönere Beschäftigung. Und auch Jonas machte es Spaß, mit dem Kater zu spielen. An sich fühlte er sich in diesem Moment wieder einmal unglaublich wohl in dieser Umgebung, und ohne großartig nachzudenken, lehnte er sich leicht an Nicos Seite. Dieser zog ein wenig überrascht die Augenbrauen hoch, aber er blieb, wo er war. Jonas lehnte sich doch tatsächlich an ihn! Von alleine! Nico verbuchte das als definitiven Erfolg. Während der Misserfolg in Form des schwarzhaarigen Barkeepers wie ein Häufchen Elend zusammenrutschte. Andreas bereute es zum ersten Mal in seinem Leben, dass er so war, wie er war: Ein Zyniker mit einer verletztenden Zunge. Bisher hatte ihn das die Menschen immer vom Leib gehalten, doch heute wollte er das nicht. Er mochte die zwei und er brachte alles durcheinander. Im Augenwinkel sah Nico Andreas an. Ging das schon wieder los? Kurzentschlossen piekste Nico ihn ein bisschen in die Seite und grinste ihn an. Überrascht sah Andreas auf und registrierte das Friedensangebot. "Du hast keine Ahnung, auf was du dich einlässt", erklärte er und schüttelte den Kopf. "Ich bin eigentlich unerträglich. Doch wie soll ich jahrelange Übung abstellen? Ich glaube nicht, dass Jonas mich wirklich ertragen kann." "Ich glaube, er ist tougher als er tut", erwiderte Nico leise, "und außerdem hast du uns bisher weder ernstlich beleidigt noch unsanft rausgeworfen. Ich glaube nicht, dass du so schlimm bist!" Andreas zuckte mit der Schulter und sah zu Jonas. Der war bei Nicos Worten mal wieder etwas errötet und sah nun die beiden anderen an. Ihnen schien wirklich etwas daran zu liegen, dass er, Jonas, bei ihnen blieb. Ein zartes Lächeln legte sich auf sein Gesicht, ein Lächeln, das von innen kam und nicht aufgesetzt war. "Danke," murmelte er leise und strich Mephisto gedankenvoll über den knochigen Kopf. Jonas' zartes Lächeln löste in Nico den Drang aus, sich den jungen Mann zu schnappen und zu knuddeln, als wäre er die Katze und nicht Mephisto. Aber er beherrschte sich. Der Tag war schon schreckreich genug gewesen. Schon lange war die Sonne untergegangen, und noch immer saßen Andreas, Nico und Jonas zusammen auf dem Bett. Jonas hatte sich zwischendurch eine Weile seinen Büchern gewidmet. Doch auch dazu hatte er sich nicht länger als unbedingt nötig vom Bett erhoben. Auch jetzt saß er noch im Schneidersitz an eine Wand gelehnt, doch statt des Buches hatte er Mephisto auf dem Schoß, der zufrieden schnurrte. "Mich hat meine Grundschullehrerin mal eine Stunde lang am Tisch stehen lassen, weil ich ständig mit dem Stuhl gekippelt hab," erzählte er gerade. "Meine hat mich ein paarmal aus dem Unterricht geschmissen, weil ich mit Papierkugeln geworfen habe", gestand Nico und grinste. Dann fiel sien Blick zufällig auf die Uhr an der Wand. "Mann, es ist ganz schön spät geworden! Ob ich überhaupt noch einen Bus nach Hause kriege?" "Ich glaube nicht", antwortete ihm Andreas, dessen Blick dem von Nico gefolgt war. "Ähm, ... ich, bitte nicht falsch verstehen. Aber wenn du nicht nach Hause kommst, kannst du auch hier übernachten. Irgendwie kriegen wir das schon hin." "Naja..", Nico kratze sich am kopf, "ich könnte theoretisch auch zu Hause anrufen und mich abholen lassen, aber auf eine weitere Predigt von meinem alten Herrn bin ich nicht wirklich versessen." Er sah Andreas ein wenig bittend an. "Wenn es dir also wirklich nichts ausmacht..." "Mir würde es nichts ausmachen," erklärte Jonas, hatte dabei aber ein etwas ungutes Gefühl. Was, wenn er sich wieder an einen der beiden ankuscheln würde? Nico würde es sicher nicht so auf die leichte Schulter nehmen wie Andreas... Aber andererseits waren sie schon heute am Tag sehr eng mit Nico zusammen gewesen, dass er sich irgendwie darüber freute, dass dieser sie heute Nacht nicht alleine lassen würde. Mit einem Lächeln sagte er deswegen. "Ich würde mich freuen, wenn du bleiben würdest" - und wurde prompt wieder knallrot. "Na, bei der Einladung werde ich auf jeden Fall bleiben", beschloss Nico und zwinkerte Jonas lächelnd zu. Doch um diesem weitere Verlegenheitsattacken zu ersparen, fischte Nico ein Handy aus der Tasche und tippte eine kurze sms nach Hause, damit sich dort keiner wunderte. "Ähm - ich geh dann schon mal ins Bad," versuchte Jonas sich aus der Affäre zu ziehen. Er schnappte sich seinen Rucksack, in dem er die wichtigsten Utensilien verstaut hatte, und stand auf. Nico sah zu Andreas. "Hast du vielleicht ein T-Shirt oder so, dass du mir borgen kannst?", fragte er, "und, äh, wo genau wollt ihr mich hinpacken?" Andreas senkte seinen Blick auf die Matratze, schien sie mit den Augen abzuschätzen und sah Nico wieder an. "Wenn du nichts dagegen hast, hier. Die Matratze reicht dicke für mehr als drei Personen. Wenn du ein T-Shirt brauchst, im Schrank sind welche. Du kannst dir eines aussuchen." Andreas lächelte und deutete mit dem Kopf in Richtung Schrank. "Yo, danke." Nico stand auf, ging hinüber zum Schrank und wühlte ein bisschen darin herum, bis er schließlich ein XXL-T-Shirt mit der Aufschrift "I'm too sexy for my shirt" fand. Grinsend hielt er es vor sich und blickte Andreas an. "Das hast du doch nicht ersthaft angehabt, oder?" Andreas überlegte und nickte dann. "Doch, habe ich. In etwa der selben Situation wie du. Es war nichts anderes da, also zieht man an, was sich noch im Schrank befindet." Andreas grinste. "Willst du danach ins Bad?", fragte er und deutete zur Tür, wo gerade die Klinke betätigt wurde. Zögernd öffnete Jonas die Tür. Irgendwie hatte er das Gefühl, in etwas hineinzuplatzen, doch das Gefühl legte sich, als sein Blick auf Nico fiel. Sein T-Shirt hing ihm bis weit über den Po, und die Aufschrift ließ Jonas breit lächeln. "Sowas trägst du?" fragte er halb entsetzt, halb im Spaß. Weder Andreas noch Nico hätte er ein solches Kleidungsstück zugetraut. Andreas lachte und schüttelte den Kopf, während Nico eine gespielt verletzte Miene aufsetzte. "Was denkst du von mir? Erstens habe ich ein solches Statement nicht nötig und zweitens ist es mir ganz ohne T-Shirt zu kalt! Ihr beide seid bestimmt notorische Deckenklauer!" Nach dieser letzten Äußerung konnte Nico sich das Grinsen dann doch nicht mehr verkneifen. "Niemals!", wehrte Andreas entschieden ab, "Aber frage doch mal Jonas." Mit diesen Worten erhob sich der Student, suchte kurzen Halt an der Wand, da sein Kreislauf noch immer nicht ganz so stabil war, wie er es wünschte und er machte sich auf in Richtung Bad. "Ich bin gleich fertig, ich kann sowieso nicht lange stehen", rechtfertigte er sein Vordrängeln. Dass ihn mit einem Mal seine Blase drückte, hoffte er, nicht erwähnen zu müssen. Ungastliches Verhalten war das eine, eine Gouvernantenblase das andere. Unsicher sah Jonas den kaum bekleideten Nico an, dann erinnerte er sich, dass er selbst ebenfalls nur ein T-Shirt und seine Shorts trug. Wieder einmal fühlte er das Blut in sein Gesicht steigen, und um das nicht zu deutlich werden zu lassen, setzte er sich gleich aufs Bett. "Andreas hat schon schön vorgewärmt," grinste er und suchte sich schon mal einen Platz aus - an der Wand. "Letzte Nacht hatten Andreas und ich keine Probleme mit der Decke, aber vielleicht bist du ja morgen früh der einzige, dem warm ist, weil du sie uns geklaut hast..." Nico grinste und ließ sich ebenfalls aufs Bett fallen, direkt in die Mitte. "Keine Ahnung, ob ich Decken klaue. Aber wenn wir hier zu dritt nebeneinander liegen wie die Sardinen, wirds bestimmt nicht kalt!" Jonas fiel gerade etwas auf: " Es wird sogar sehr kuschelig werden, wenn Andreas nicht irgendwo eine dritte Decke herzaubert," grinste er. Bei der näheren Überlegung, wie sie dann wohl schlafen würden, röteten sich wieder einmal seine Ohren. Aber er sagte nichts dazu, sondern zog sich die Decke schon einmal über die Beine. "Was meinst du, wollen wir das Fenster heute nacht kippen? Zu dritt wirds sonst doch ein bisschen... stinkig." "Ja, die Idee ist nicht verkehrt", erwiderte Nico und trat zum Fenster. Nach einigem Rütteln ließ sich dies dann auch öffnen. "Uff, ich und Technik", murmelte Nico entschuldigend zu Andreas, der gerade aus dem Bad kam, und verschwand selbst darin. Zunächst setzte Jonas sich auf, doch als Andreas doch recht sicher auf das Bett zugeschritten kam und sich nicht unbedingt festhalten mußte, ließ Jonas sich lächelnd wieder nach hinten kippen. "Jeden Tag wirds enger in deinem Bett, was? Wie viele Leute willst du hier noch unterbringen?" In diesem Moment sprang Mephisto nach seiner abendlichen Wäsche auf das Bett und rollte sich am Fußende zusammen. Jonas mußte grinsen, immerhin waren sie jetzt noch ein Mann mehr im Bett. Andreas hob eine Augenbraue und hob dann die Schultern. "Wenn es zu eng wird, dann wird der Kater wohl weichen müssen", meinte er dann und rollte sich auf die Seite. "Der Kater bleibt, der kann denjenigen wärmen, der den Kampf um die Decke verloren hat," knüpfte er an das Gespräch an, das er eben mit Nico geführt hatte. "Oder hast du irgendwo noch eine Decke, die wir beziehen könnten? Zu dritt wirds sonst wirklich eng. Noch dazu, wo wir das Fenster auflassen sollten, wenn wir hier alle in einem Raum schlafen." Andreas hob den Kopf und sah in Mephistos' grüne Augen. "Im Schrank müsste noch eine sein", antwortete er und blinzelte dem Kater zu. Schon stand Jonas auf und ging zum Schrank. "Und wo genau?" fragte er und öffnete die linke obere Tür, wie Andreas ihn bat. Ein weißes Sommerbett quoll hervor, und im Fach darunter lagen einige Bettbezüge, von denen er einen grünen mit stilisierten, bunten Vöglen aussuchte. Er bezog die Decke und ging er wieder auf das Bett zu und setzte sich mit der Decke darauf, um wieder an die Wand zu krabbeln, den Platz, an dem er gerne schlafen wollte. Andreas legte sich neben ihm und atmete tief durch. Obwohl er eigentlich viel geschlafen hatte, war er einfach nur noch müde. Aber er fühlte sich insgesamt besser. Seltsam fand er nur, dass niemand ihn angerufen hatte, aber er hätte ja auch anrufen können. Doch diese Gedanken verschwanden schon hinter einem Nebel, als ihm die Augen zufielen und er einschlief. Er bemerkte noch nicht einmal mehr, wie Nico aus dem Bad kam. Dieser sah, als er wieder ins Wohnzimmer trat, dass Jonas mit einem Finger auf den Lippen auf Andreas deutetete. Auf Zehenspitzen schlich Nico zum Bett und krabbelte so leise wie möglich neben die zwei. Andreas sah schon wieder zu niedlich aus, wenn er schlief. Ein lautloses "Gute Nacht" zu Jonas hauchend kuschelte Nico sich ebenfalls in die Kissen. Auch Jonas schloss die Augen, und er registrierte kaum die gleichmäßigen Atemzüge der beiden anderen, da war er auch schon eingeschlafen. Selbst das weiche Fellbündel zu seinen Füßen war schon in seine Träume verschwunden. ***