Ein ganz normaler Drehtag Autor: K-chan Email: kchan_yaoi@yahoo.de Disclaimer: Der Spot gehört nicht mir, die Charaktere hier schon. Kategorie: Challenge-Antwort, Reality, Comedy Warnung: fluff, sap, bisschen raue Sprache, Zickenterror Kommentar: Meine Antwort auf die Anschluss-Challenge. Ja~a, ich wusste keine gute Rahmenstory, also hab ich's so probiert. Geht das auch? Egal, hat Spaß gemacht. :) Schreibt mir eure Comments! ~*~*~*~*~*~ Matthias seufzte genervt auf. Ein Werbespot für die Bahn, klasse. Oh, er hatte nichts dagegen, mitzuspielen. Die Rolle war ja nicht so schwer und die Gage stimmte auch. Aber ansonsten stimmte rein garnichts! Die Visagistin war die Schusseligkeit in Person, wodurch er nun seit mehr als einer dreiviertel Stunde auf einem Stuhl saß und dieses blonde Ding an seinem Gesicht rumfriemeln lassen musste. Ab und zu kam der Regisseur rein und regte sich auf. Und diese aufgemotzte Brünette, die seine Partnerin sein sollte, lief wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her und meckerte allen die Ohren voll. Die Klamotten wären ja das Oberletzte etc etc. Meine Güte, der Spot würde im Endeffekt keine zehn Sekunden über die Mattscheibe flimmern! Dieser ganze Aufstand machte Matthias langsam aber sicher wahnsinnig. Als die Visagistin endlich mit ihrem Kunstwerk zufrieden war, wurde er auch schon zusammen mit dieser Diva zum Set gezerrt. Während der Regisseur ihnen noch einmal erklärte, was sie zu tun hätten, musterte Miss Ich-bin-der-Star-hier sich in einem kleinen Taschenspiegel. Matthias' Laune war bereits am Tiefpunkt angelangt. Es war schlicht gesagt arschkalt an dieser ach-so-romantischen Strandpromenade - und der dritte Schauspieler hatte sich gerade eine Gehirnerschütterung zugezogen als er über die Stufe seines Wohnwagens gestolpert war. Na Bravo. Der Star des Sets war natürlich außer sich vor Sorge. "Oh mein Gott! Mein erster Auftritt im Fernsehen! Na warte, wenn der wieder aus dem Krankenhaus zurück ist..." Der Herr Regisseur allerdings blieb eher gelassen. Er knabberte nur an den Fingernägeln und murmelte: "Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr!" Nach einigem Hin und Her entschloss sich einer der Asisstenten, ein gutaussehender Junge, sich doch mal an ihn ran zu wagen. "Ähm, also... Die Rolle ist doch nicht sehr schwer, das könnte auch einer von uns machen, oder?" Matthias starrte mittlerweile nur noch starr vor sich her. Ob der Meisterregisseur wirklich einen Laien spielen lassen würde? Der jedoch schaute den Jungen erst völlig verstört an, trat dann einen Schritt zurück und beguckte ihn von oben bis unten. Der Jüngere schaute ziemlich misstrauisch drein. "Gut, du wirst die Rolle übernehmen. Keine Zeit mehr für die Maske, wir fangen an!" Wäre es anatomisch nicht unmöglich gewesen, wäre der Kiefer des Jungen nun auf den Boden gekracht. So hatte er sich das sicherlich nicht gedacht. Matthias war eigentlich nur froh, das alles endlich hinter sich bringen zu können. Was nun doch trotz des miesen Wetters allen beteiligten den Schweiß auf die Stirn trieb war, dass tatsächlich so gut wie keine Zeit mehr war, bis die Sonne unterging. Und sie hatten nur diesen einen Tag. Was da hieße, dass sie nur einen einzigen Versuch hatten. Ton, Licht, Schauspieler, alles musste perfekt sein. Matthias atmete nochmal tief durch. Er nahm die Diva an die Hand und der Regisseur ließ das bekannte "Action!" verlauten. Sie schlenderten langsam die Promenade entlang, gaben sich ruhig. Dann kam der Junge ins Bild. Er ging auf die Beiden zu und sah Matthias dann in die Augen. Der war von diesem Blick so angetan, dass er garnicht mehr schauspielern musste. Schon automatisch löste er sich von der Brünetten und verwob seine Finger mit denen des Jüngeren. Dann gingen sie den Weg zurück. Erst das "Cut!" holte sie wieder in die Realität zurück. Man hätte meinen können, der Regisseur hätte Tränen in den Augen. "Fantastisch! Genial! Perfekt!" Die Diva warf ihr Haar übermütig zurück. "Was haben sie denn erwartet?" Nun, da alles gegessen war, konnte Matthias nicht anders. Er brach in schallendes Gelächter aus. Der Junge sah ihn etwas verwirrt an. Als Matthias sich wieder etwas beruhigt hatte, schauten sie sich wieder in die Augen. Und mussten beide lachen. Immer noch grinsend reichten sie sich dann die Hände, um sich endlich einander vorzustellen. "Ich bin Timo, und du?" "Matthias. Gehen wir noch einen Kaffee trinken?" "Gern." Die Zwei ließen das chaotische Set hinter sich und liefen Hand in Hand den in oranges Licht getauchten Strand entlang. "Für Leute mit Anschluss: Die Bahn ist im Fernverkehr zu 96% pünktlich." Lachend saßen die zwei vor dem Fernseher. "Na, für den Gesichtsausdruck dieser Tussi hat sich der ganze Stress ja gelohnt!" Gespielt schmollend schaute Timo ihn an. "Nur dafür?" Sanft lächelte Matthias ihn an und gab ihm einen leichten Kuss. "Nein. Für etwas viel Schöneres." ~*~*~*~*~*~ (29.05.2002) Danke für's Lesen! *lol* Und mehr habe ich nicht zu sagen. Schreibt mir Comments! ^^ K-chan ~Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen die Dinge, wie wir sind.~