Titel: Ein Eiswürfel mit Folgen - oder Wie genießt man einen B52? Teil: 3/? Autor: K-chan, Seya, Silberchen E-Mail: kchan_yaoi@yahoo.de sheseya@yahoo.de silberchenxx@yahoo.de Genre: real, RPG Bewertung: PG-? Warnung: yaoi Inhalt: Ist eine Überraschung, vor allen Dingen für uns. 3 x ^^;;; Erklärung: Dies ist unser erstes Rollenspiel. Wie bitten hiermit um Gnade ... aber vor allen Dingen um C&C. Was zuletzt geschah: Durch einen kleinen Zwischenfall mit einem Eiswürfel wird der Barkeeper Andreas am Kopf verletzt, zwei der Gäste des "Lollypop," Nico und der Unfallverursacher Jonas begleiten ihn ins Krankenhaus. Andreas wird kurz operiert, und nach einem kurzen Besuch in seinem Krankenzimmer werden seine "Retter" von der Nachtschwester nach Hause geschickt... *********************************************************************** Andreas schaute Jonas und Nico hinterher, wie sie sein Krankenzimmer verließen. Er war nicht unbedingt der Meinung, dass es eine gute Idee war, nach Hause zu laufen, Jonas stand wirklich noch recht wackelig auf den Beinen. Der Tag forderte unnachgiebig seinen Tribut. Er rieb sich die schmerzende Stelle, aus der die Schwester die Kanüle rausgezogen hatte. Mit einem stummen Seufzer schloss er die Augen und hörte nur noch das leise Klick, als die Tür geschlossen wurde. Draußen musste sich Jonas gleich an der Wand festhalten, denn wieder einmal drehte sich alles um ihn. Aber an der frischen Luft würde das bestimmt besser werden, hoffte er. Besorgt griff Nico ihm unter die Arme. "Geht's?", fragte er leise. Jonas schloss für einen Moment die Augen, dann nickte er vorsichtig. Langsam setzte er den linken Fuß vor, dann den Rechten, immer darauf bedacht, keine zu schnelle Bewegung zu machen. Wie er auf diese Weise den Weg nach Hause hinter sich bringen wollte, war ihm nicht klar, aber es war die einzige Möglichkeit. Nach und nach arbeiteten sie sich voran, zum Fahrstuhl; beim Runterfahren konnten sie eine kleine Pause einlegen. Dann gingen sie Richtung Eingangshalle. Der schwarzhaarige Nico seufzte leise. Wie sollten sie das so bitte zu Jonas nach Hause schaffen? Schließlich blieb er stehen. Jonas sah ihn fragend an. "Was ist? Kannst du nicht mehr?", fragte er und verzog das Gesicht mühsam zu einem Grinsen. Doch Nico sah ihn nur ernst an. "Tut mir leid, aber so geht das nicht. Ich ruf uns jetzt ein Taxi." Ohne auf eine Antwort zu warten, zog er sein Handy aus der Hosentasche. "Hey, lass das", versuchte Jonas den anderen davon abzubringen. Es wurde doch schon mit jedem Schritt besser - versuchte er sich mehr oder weniger erfolgreich einzureden. Außerdem hatte er doch gar keinen Grund, hier schlapp zu machen! Ihm war doch noch gar nichts passiert - das würde wohl erst morgen kommen, wenn er Andy hier besuchte und seine gerechte Strafe abholte. Er bemühte sich, zuversichtlich auszusehen, als mit möglichst festem Schritt durch die Eingangstür des Krankenhauses ging. Verwirrt schaute Nico ihm hinterher. Was sollte das ganze Theater? Schnell schloss er zu Jonas auf und hielt ihn an der Schulter fest. Zwangsläufig blieb Jonas wieder stehen. "Du musst uns kein Taxi rufen, die frische Luft tut mir sicher gut, und nach Hause kommen wir auch so." Diese Begründung musste Nico einfach überzeugen, er hatte keine Lust, den Jungen über seinen chronischen Geldmangel aufzuklären. Und so setzte er sich wieder in Bewegung. Die kühle Nachtluft schlug ihm ins Gesicht, und er hatte recht, es ging ihm schon besser. Ein bisschen zumindest... Nico allerdings wurde es langsam zu bunt. Wie konnte man sich gegen so etwas Banales wie eine Taxifahrt sträuben? Einige Sekunden dachte er ehrlich daran, den Anderen einfach gehen zu lassen. Sollte er doch sehen, wo er blieb! Wenn da nicht eine kleine Stimme in seinem Hinterkopf gewesen wäre, die ihm sagte, er solle dem Braunhaarigen gefälligst folgen. Ergeben joggte Nico ein Stück und ging mit verschränkten Armen neben Jonas her. Inzwischen konnte Jonas seinen Schritt schon ein wenig beschleunigen, bis sie am Ende des großen Besucherparkplatzes angekommen waren. Hatte er Nico überzeugen können? Unsicher blieb er stehen. "Wohin müssen jetzt? Oder eher... Wohin musst du? Und wie komme ich zu mir?" Einige Zeit stand Nico unschlüssig da und versuchte sich zu orientieren. Tatsächlich konnte er die Gegend zuordnen. Nach kurzer Überlegung sagte er nach links gewandt: "Also, ich müsste da lang. Aber ich denke, ich begleite dich lieber bis zu dir. Wo musst du denn hin?" Eigentlich wollte Jonas die Lage seiner Wohnung ebenso geheim halten wie den Grund, warum er nicht mit dem Taxi fahren wollte. Wenn er seine Wohngegend nannte, wusste Nico augenblicklich, was für Leute dort wohnten. Und gerade das wollte er ja mit allen Mitteln vermeiden. Er zögerte noch einen Moment, dann sah er zur Seite, als er murmelte: "Adenauerallee". Nico überlegte. Nicht gerade die beste Gegend, aber was ging ihn das an? "Hm, ist sogar die gleiche Richtung." Gut, es war trotzdem ein Umweg, aber alleine wollte er den Anderen nicht nach Hause gehen lassen. Mit einem Blick zur Seite setzte er sich in Bewegung. Jonas wunderte sich, dass er keinen Kommentar zu seiner Wohnung hörte. Entweder kannte sich dieser Nico kaum in der Stadt aus, oder er war zu höflich, um etwas zu sagen. Egal, was der Grund auch immer war, Jonas würde sich hüten, etwas zu sagen. Tief durchatmend - das half tatsächlich, stellte er fest - folgte er dem Anderen. Nach ungefähr zehn Minuten, so schätzte Nico zumindest, brach er das anhaltende Schweigen zwischen den beiden. "Hier links rein.", war sein leiser Kommentar. Ihm fiel aber auch nichts ein, worüber er mit Jonas hätte reden können. Jonas empfand die Stille, die sie umgab, als angenehm, nicht als ein peinliches Schweigen, sondern einfach nur als Ruhe. Es war schön, die Stille genießen zu können, nach dem lauten und hektischen Abend und der stressigen Nacht. Inzwischen gingen sie recht zügigen Schrittes, ein Tempo, das Jonas noch vor einer Viertelstunde nicht für möglich gehalten hätte. Und es war angenehmer, Nico neben sich zu wissen, als alleine durch die nächtliche Stadt zu laufen. Dieser Gedanke wunderte Jonas - er war immer froh gewesen, alleine zu sein, und jetzt das... Nico gähnte herzhaft. Die Nachtluft tat wirklich gut, aber wacher wurde er dadurch trotzdem nicht. Der Abend war einfach zu viel gewesen. Er mochte gar nicht daran denken, dass er schon in einigen Stunden wieder zur Schule gehen sollte. Den Gedanken an die besagte Anstalt verscheuchte er auch gleich und deutete auf eine Straßeneinfahrt: "Die noch bis zum Ende, dann rechts und ein Stück geradeaus. Da beginnt die Adenauerallee." Bis zum Ende... rechts... geradeaus... das klang noch ziemlich weit. Vorsichtig sah Jonas den anderen an. "Wohin musst Du jetzt eigentlich noch gehen?" "Ähm... ich muss zur Georg-Gröning-Straße, also noch ein Stück zurück." Ein wenig verlegen war Nico schon, er selbst fühlte sich in dem sogenannten "Villenviertel" nicht so sonderlich wohl. Aber für seine Eltern kam natürlich kein anderer Stadtteil in Frage. Wenigstens würde er denen heute nicht mehr über den Weg laufen. Georg-Gröning-Straße, überlegte Jonas. Dann war es mit Sicherheit Nicos gute Erziehung, dass er nichts zu Jonas' Straße gesagt hatte. Aber ein guter Schauspieler war der andere schon, da er Nico nichts angemerkt hatte. "Na ja... dann gute Nacht...", wünschte er leise, "Vielleicht sehen wir uns morgen ja im Krankenhaus..." Ein frommer Wunsch, denn es wäre ein Wunder, wenn dieser Nico sich dort noch einmal blicken lassen würde. Jonas hatte genügend Erfahrungen mit solchen Leuten gemacht wie Nico - sie gaben sich betroffen, und dann waren sie weg. Eigentlich schade, Nico schien ein netter Kerl zu sein. Eben dieser nickte kurz. "Okay, ich denke, ich werde morgen mal vorbei schauen." Das nahm Nico sich jedenfalls ganz fest vor. Gleich nachdem er aus der Totenstarre erwachte, in die er fallen würde, sobald in seinem Bett angekommen war. Aber aus irgendeinem Grund wollte er Jonas und auch Andreas unbedingt noch einmal wiedersehen. Jetzt aber musste er sich jedoch erst einmal verabschieden. Er reichte seinem Gegenüber die Hand und hoffte, dass der diese Geste nicht als zu distanziert empfand. "Gute Nacht.", entbot er freundlich. Jonas griff die ihm dargebotene Hand. "Gute Nacht," wünschte auch er. '...und alles Gute,' dachte Jonas, denn an ein Wiedersehen glaubte er nicht. Fast unbewusst strich Nico mit einem Daumen über Jonas' Wange, drehte sich dann um und machte sich auf den Heimweg. Und Jonas blieb auf der Stelle stehen und sah dem Anderen hinterher. Prickelnd fühlte er noch die Berührung des Anderen in seinem Gesicht. Sollten sie sich doch wieder sehen? Erst als Nico an der nächsten Straßenkreuzung nach links verschwunden war, machte sich Jonas ebenfalls auf den Heimweg. Er wollte gar nicht darüber nachdenken, dass er am nächsten Tag Telefondienst hatte und bis halb vier arbeiten musste. Aber der Gedanke, Nico vielleicht wiederzusehen, ließ ihn verhalten lächelnd nach Hause gehen. Auch Nico schlüpfte leise ins Haus. Er hätte genauso gut die Tür zuknallen können, aber irgendwie wollte er die allgemeine Ruhe wahren. Nach einer kurzen Katzenwäsche betrat er sein Zimmer. Mit letzter Kraft schälte er sich aus seinen Klamotten. Nur in Boxershorts setzte er sich auf das Bett und stellte den Wecker auf 8.30 Uhr. Würde er die ersten Stunden eben verpassen, auch egal. Mit einem Seufzer ließ er sich nach hinten fallen, zog die Decke noch halb über sich und war fast sofort eingeschlafen. ******* C&C wird von uns dreien gerne genommen und kollektiv zur Motivation genutzt ;-)