IEC-News
25.06.97
Hallo Eishockey-Fans,
der Iserlohner EC schreibt auch im dritten Jahr seiner Existenz schwarze Zahlen. Das finanzielle Konzept von Jochen Vieler, der ebenso wie sein Vize Wolfgang Br�ck einstimmig f�r drei Jahre wiedergew�hlt wurde, bleibt Bestehen. Es gibt keine Harakiri-Planung und schwarze Zahlen bleiben ein Mu�.
Im �berf�llten Saal der Gastst�tte �Zur Dechenh�hle� berichtete der Vorsitzende von einer befriedigendeen sportlichen Saison. Das Saisonziel weiter als im letztenj Jahr zu kommen, ist zwar erf�llt worden, aber das Zittern um die Teilnahme soll vermieden werden. Insgesamt dankte Vieler allen Beteiligten, ob ehrenamtlich oderr nicht, daf�r, da� das �Wirtschaftsunternehmen IEC� so funktioniert, wie es funktioniert. Immerhin �berschritt der Verein erstmals die vier Millionen DM Grenze. Dies ist nach 2,3 Mio. im ersten und 3,3 Mio. im zweiten Jahr eine weitere Steigerung. Der Vorsitzende betonte, da� es richtig gewesen sei, Peter Gailer trotz 12 verlorenen Spielen hintereinander nicht zu entlassen. So war es m�glich, Peter Gailer in Ehren zu verabschieden, was der Ex-Trainer auch voll verdient hat. Der IEC wird sich weiterhin zur Aufgabe machen Jugendspieler an die erste Mannschaft zu bringen. Vieler bot Matthias Schiotka die Zusammenarbeit an. Obwohl Vieler deutlich machte, da� der Verein weiterhin sehen m�sse, wo das Geld bleibt, verlangte der am Donnerstag verabschiedete Nachwuchs-Chef J�rgen Schwerter 5% des IEC-Etats f�r den Nachwuchs. Dies w�ren 200.000 DM und ca. 80.000 DM mehr als letztes Jahr. Vorerst sch�ttelte Vieler noch mit den Kopf...
Bei dem finanziellen Bericht des Vorsitzenden �berraschte Vieler mit dem �berschreiten der 700.000 DM-Grenze in den Werbeeinnahmen. Allerdings � wird der Igel in der rechten Tasche bleiben�, so Vieler. Die Ausgabenstruktur des Vereins wird sich ver�ndern. Die beklemmende Situation der Stadtfinanzen verlangt ein st�rkeres Engement des Vereins bei Stadionverbesserungen. Dieser Situation k�nne sich der Verein nicht entziehen, aber �wir machen nicht alles mit!�, betont Vieler. N�chstes Jahr wird der Verein ca. 110.000 DM an die Berufsgenossenschaft bezahlen, dies sind gut 100% mehr als noch in der vergangenen Saison. Auch hier prognostiziert Vieler h�here Betr�ge.Der Verein werde versuchen noch mehr Gelder zu besorgen, allerdings wird es immer schwieriger noch Firmen zu finden, die gr��er einsteigen wollen. Es k�nnen sich Probleme bei den Kleinsponsoren ergeben, da diese ebenfalls mit Problemen zu k�mpfen haben. Im Bereich der Sponsoren dankte Vieler ausdr�cklich drei Firmen: Zum einen dem langj�hrigen Hauptsponsor Poco, der ab n�chster Saison in das zweite Glied treten wird, zum zweiten der Firma Sonneborn, die ab n�chster Saison ins erste Glied r�ckt, und zum dritten dem langj�hrigen Partner Iserlohner Brauerei. Vieler verga� aber auch nicht zu erw�hnen, da� der Verein seine Einnahmen nicht im Bereich der Eintritts- und Bierpreise erh�hen werde. �Die Schmerzgrenze beim Fan ist erreicht.� Wobei er nicht ausschlo�, da� es zu kleinen Erh�hungen bei Eintrittspreisen kommen kann. Eben: Der Spielplan bestimmt die Preise und dieser steht noch lange nicht fest.
Die Lage des IEC hat sich im Iserlohner Bereich gefestigt. Auch auf Grund der Zuschauerzahlen, aber nicht nur die Gunst bei der Bev�lkerung, sondern auch in der Verwaltung ist bemerkenswert. Dabei ist dies in der Verbandsarbeit nicht so. Vieler m�chte sich aus der Verbandsarbeit total herausziehen, weil es nichts bringt. Dort seien viel zu viele Vereine, die nicht in den Gr��enordnungen des IEC denken k�nnen. �Einige Vereine Vereine wissen gar nicht, wie man Dauerkarten verkauft, wir m�ssen 1.500 St�ck verkaufen�, so Vieler. Einigen Vereinen sei es egal, ob sie drei Tage vorher erfahren, ob, wie, wo und warum sie spielen. Dem IEC aber nicht.
Vieler wandte sich dann zu den Perspektiven des Vereins. Zum ersten betonte er den erh�hten Freizeitbedarf, dem der IEC Rechnung tragen m�sse. Der IEC werde ales tun, um seinen Freizeitwert zu erh�hen.Es wird also mehr Erlebnis um das Eishockey herum geben. Ob dies aber beim Iserlohner Publikum auf Gegenliebe st��t, darf auf Grund der Erfahrungen bezweifelt werden. Die n�chste Perspektive ist auch in Bezug auf die Dortmunder Fu�ballnachbarschaft interessant: Vieler und Br�ck werden in ihrer n�chsten dreij�hrigen Amtsperiode pr�fen, in welche Kapitalgesellschaft sie den IEC �berf�hren. �Es sei unverantwortlich, da� zwei Ehrenamtliche ein Wirtschaftsunternehmen in Umsatzgr��e von 4 Millionen f�hren. Einfach so nebenbei�, erkl�rt Vieler, warum er eine �nderung anstrebt. Allerdings l��t Vieler offen, welche Kapitalform angwendet wird. Eine GmbH sei nicht unbedingt das non-plus-ultra. Eine weitere Frage ist auch, ob der DEB sich so �ffnet, da� eine Kapitalgesellschaft �berhaupt in der 1.Liga spielen d�rfe. Dies sei derzeit noch nicht m�glich.
Trotz dieser wirtschaftlichen Orientierung sei f�r Vieler wichtig, da� ehrliches Eishockey gespielt wird. Er h�lt auch nichts von der Verausl�nderung des Eishockey. Es soll weiterhin eine enge Kooperation mit den Fan-Klubs erfolgen. Von diesem Wege l��t sich Vieler nicht abbringen, ebenso verspricht er, da� der Vorstand den Verein ruhig und ohne Selbstdarstellung f�hren wird. �Wenn der erste Puck eingeworfen ist, dann wird der Vorstand �berfl�ssig, dann mu� die Arbeit gemacht sein�, verk�ndet Vieler.
F�r den Nachwuchs sprach der Ex-Vorsitzende J�rgen Schwerter. Eine Wiedergabe des Berichtes findet Ihr ausf�hrlicher hier.
Gesch�ftsf�hrer Thomas Aumer erl�uterte dann den letztj�hrigen Saisonabschlu�:
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Einnahmen: |
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Eintrittsgelder |
1.467.147 DM (36 Heimspiele: Im Schnitt: 3.081 Zuschauer - Schnitt der Meisterschaft und den Play-Offs: 3.633 Zuschauer) |
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Werbung |
756.265 DM |
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Souvinierverkauf |
217.274 DM |
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Gastronomie |
1.133.377 DM (Allein die Bierst�nde: 692.000 DM) |
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Nachwuchs |
164.510 DM |
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Mitgliedsbeitr�ge |
23.000 DM |
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Sonstiges (Pacht, L�nderspiel, Aus-r�stung, Sonderzug, Saisoner�ffnung) |
271.789 DM |
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Gesamt: |
4.033.362 DM |
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Wareneins�tze: |
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Gastronomie |
357.191 DM |
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Fanartikel |
156.047 DM |
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Gesamt: |
513.238 DM |
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Ausgaben: |
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Personal |
1.604.041 DM (inklusive Gastronomie, Verwaltung) |
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Spielbetrieb |
861.051 DM (Ausr�stung 150.000 DM, Pacht 203.000 DM, Verbandsabgaben 117.000 DM) |
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Werbung |
229.888 DM (Werbebanden 69.000 DM) |
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Gastronomie (Pacht, Energie, M�ll) |
218.119 DM |
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Nachwuchs |
223.000 DM |
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L�nderspiel/Sonder-zug |
167.832 DM |
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Sonstiges (Telefon, Porto, B�romiete, Buchhaltung) |
93.686 DM |
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Investitionen (Renovierung/Inventar Cafe, Spielerwohnungen, Pkw, EDV, Schleifmaschine, Sauna) |
67.147 DM |
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Gesamt: |
3.464.764 DM |
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�berschu�: |
55.360 DM |
Ein kleiner Nachtrag zu den Verbandsabgaben: Als Aumer die Zahl 117.000 DM verlautbarte ging ein Raunen durch den Saal und als er dann noch sagte, da� der Verband Geld wolle, um Richard Ott zu bezahlen, dann lachte der Saal zuerst und, weil Aumer diesem Vorhaben eine eindeutige Absage gab wurde laut geklatscht.
Nach der Wahl von Jochen Vieler und Wolfgang Br�ck en bloc (Demokratietheoretisch bedenklich...) �u�erte sich Jochen Vieler zu den Fragen der 161 anwesenden Mitglieder.
Das Maskottchen soll nun zum Start der eingleisigen Liga im Januar pr�sentiert werden. Und zwar richtig pr�sentiert werden. Nicht nur die Grafik, sondern auch in richtigen Formen.
Zum Thema Stefan B�cker sagte der neue und alte Vorsitzende, da� der IEC keine Taktierereien mitmache und B�cker mit immer neuen Konditionen gekommen sei.
Es wird auch ein neues Trikotdesign geben, welches sich wieder mehr an die Vereinsfarben orientieren wird und erheblich vom letztj�hrigen abweichen wird, obwohl es ein Renner gewesen sei. Es sei ein modernes Trikot mit mehr Blau-Wei�.
Vieler gabe auf Anfrage bekannt, da� sich der Verein mit der Stadt verst�ndigen wird, um die Sicherheit der Zuschauer vor den Eing�ngen zu gew�hrleisten. Es sollen Warteschlangen eingerichtet werden. Sicher ist dagegen, da� die Verglasung der Bande rundherum erh�ht wird, obwohl sie schon den Standardma�en entspricht.
Zum Thema Sly Beauchamp gab Vieler bekannt, da� der Franzose drei konkrete Angebote bekommen hat, die sich �ber zwei Jahre erstreckt haben. Trotz einer Zukunftsoption habe er dies nicht angenommen und er wird nun f�r erheblich geminderte Bez�ge bei Neuwied sein Gl�ck versuchen. Vieler meinte, da� Sly sich eine sehr schwerwiegende Verletzung zugezogen habe und es noch nicht sicher ist, ob er �berhaupt spielen kann.
Die sportliche Richtung geht auf jeden Fall in die eingleisige 1. Liga. Mittelfristig verspricht Vieler noch nicht die DEL, aber er m�sse sich auf Grund der Struktur in der 1. Liga schon �berlegen, ob es nicht sinnvoller ist, dort zu spielen. Es werden aber noch Gespr�che mit den Verantwortlichen gef�hrt und abgewogen, was wirtschaftlich machbar ist.
Der Vorsitzende versprach zu dem, da� es n�chstes Jahr keinen Security-Dienst geben wird.