Iserlohner ECIEC-News vom 19.08.96

Hallo Eishockey-Fans,

wie ich in meinem Spielbericht schon angedeutet habe: Der Iserlohner EC hat einen langfristigen Verlust erlitten. Patrick Heinz, der erst letztes Jahr in Kanada scheiterte und dann zur DEG wechselte, erfüllte sein mündliches Versprechen beim IEC spielen zu wollen nicht. Er wechselt wieder nach Kanada. Er will dort in der höchsten Nachwuchsklasse für Vancouver spielen. Der Coup muß längere Zeit vorbereitet worden sein. Dennoch informierte das Talent den Vorstand erst am Freitag. Der Trainer Peter Gaile r meint, daß sich Patrick Heinz mit dem Wechsel keinen Gefallen tut, aber Reisende soll man nicht aufhalten. Der IEC hofft unterdessen, daß die Lücke, die Patrick Heinz hinterläßt, von Thomas Wilczek vom HCT "Dragons" Hemer geschlossen wird. Der Stürmer aus Kattowitz hat schon letztes Jahr beim IEC trainiert und dort einen Vorvertrag abgeschlossen. Allerdings war er für einige Zeit verschwunden. Der Vater von Thomas trainiert im übrigen die Dragons und Teile des IEC-Nachwuchs.


Dieses Jahr präsentierte der IEC die Mannschaft nicht während oder vor einem Spiel, sondern während der gigantischen Veranstaltung "Seilersee in Flammen". 2000 Besucher sahen die Vorstellung der Mannschaft 96/97. Es fehlten Jerzy Christ, Kevin Riehl und der heute in Iserlohn erwartete Steve Gibson. Dabei waren allerdings die beiden Gastspiellizenzinhaber Thomas Wilczek und Andreas Pokorny. Leider war die Vorstellung wohl eine Enttäuschung, da die Neuzugänge nicht viel sagen brauchten/sollten.

Interessanter waren da die Ausführungen von Steffen Klau:Klau ist stolz wieder in Iserlohn spielen zu dürfen. Der Weißwasseraner ist in Iserlohn richtig heimisch geworden. Er erklärte, daß er mit Eishockey aufgehört hätte, wenn der IEC ihm kein Angebot g emacht hätte. Eine weitere Aussage läßt aufhorchen: »Als ich in der letzten Saison im Dortmunder Trikot in Iserlohn auflief, hätte ich dieses am liebsten ausgezogen und mich auf die IEC-Bank gesetzt." Ein entscheidender Punkt trennt Steffen Klau von e inem Vollprofi. Er muß jeden Arbeitstag um 06.00 Uhr zur Arbeit. Egal, ob er am Sonntag in Timmendorf oder Nauheim gespielt hat. Sonderrechte gibt es nicht.


Keinen Ordnungsdienst hat momentan der IEC. Am Freitag trat der Ordnungsdienst nach dem Spiel gegen die DEG zurück, da der Verein einen professionellen Dienst verpflichet hat.


Es gibt ein neues IEC-Lied. Es heißt: "Ganz egal" und wird von Jürgen Prinz gesungen.


Quelle: Iserlohner Kreisanzeiger vom 17.08. und 19.08.1996


Mit sportlichen Grüßen



Marc Kaulisch


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