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Iserlohner ECIEC-News 11.02.97

Zur Trainerfrage


Hallo Eishockey-Fans,

nach dem Sieg im Westderby müßte in Iserlohn eigentlich Jubel-Trubel-Heiterkeit herrschen. Dies tut es aber nicht. Das hat drei Gründe:

1. Andrè Brassards Aussetzer fünf Minuten vor Schluß. Der Verteidiger bekam mehrere Male den Schläger durch das Gesicht gezogen und hatte einen Blackout. Durch die schwere Disziplinarstrafe wird der IEC-Verteidiger sechs bis acht Spiele fehlen. Genaueres e ntscheidet das DEB-Sportgericht. Der Vorstand des IEC hat schon erklärt, daß es eine vereinsinterne Strafe für Brassard geben wird. "Vize"-Wolfgang Brück sagte schon am Sonntag scherzhaft, daß Brassard kein Rückflugticket bekommt, sondern über den großen T eich rudern muß. Da werden wohl intern einige Worte gesprochen. Unklar ist, ob diese Sperre evtl. dazu führt, daß sich der Kanadier nächste Saison einen neuen Arbeitgeber suchen muß. Dies wäre sehr schade für den symphatischen Spieler, der mit Andreas Poko rny der zweite Verteidiger ist, der den Puck mal nach vorne tragen kann. Dies kann dem IEC die Play-Offs und damit 80 - 100.000 DM kosten, wie Brück am Sonntag erklärte. Außerdem hätte dieser Blackout fast den Sieg gegen Essen gekostet. Ausreden gibt es da wohl kaum.

2. Die Verletzungen vonh wichtigen Spielern zieht sich durch die gesamte Saison. Mit Gröger und Christ fehlten zwei sehr routinierte Spieler, die Beauchamp hätten bedienen können. Lars Müller machte seine Sache zwar sehr gut, aber die Erfahrung fehlt ihm d och. Christ wird nach hoffentlich überstandener Magen-Darm-Grippe am nächsten Wochenende wieder dabei sein. Bei Thomas Gröger ist der Einsatz am Wochenende ungewiß, da ihn eine Aduktorenzerrung plagt. Dann wird Lars Müller wohl wieder in Einsatz treten.

3. Grefraths Sieg gegen Timmendorf. Kassierten die Nierstädter am Freitag noch eine satte 11:1-Niederlage gegen Neuwied so besiegten sie am Sonntag Timmendorf mit 5:3. Darüber ist man ist Iserlohn doch sehr verwundert. Gleichwohl wurde spekuliert, ob diese s Rumpfteam die Kraft hat, in den nächsten sechs Spielen alle Kräfte zu mobilisieren. Die Grefrather haben ein ähnlich schweres Restprogramm wie der IEC und besitzen sogar noch den besseren direkten Vergleich, wenn das DEB-Schiedsgericht den IEC-Protest ab schmettert.

Herauszuheben ist noch, daß die Kampfkraft eines Teal Fowler auf die gesamte Mannschaft übergeschwappt ist. Das Arbeitstier hat den IEC wieder auf den Weg gebracht. Mit Teal Fowler, so Essens Trainer Jan Benda, haben die Moskitos nicht verhandelt. Diese Ve rmutung wurde in der Iserlohner Presse laut. Es darf als sicher gelten, daß der IEC schnellst möglich mit dem Stürmer verhandeln wird, denn sein Einsatz ist mehr als vorbildhaft.

Die zweite Reihe hat sich gefangen. Die dritte spielt kämpferisch gutes Eishockey und klassiert kaum Gegentore. Allerdings läßt die Toreproduktion auch zu wünschen übrig. Aber am Sonntag hat sie den Essenern einige Schwierigkeiten bereitet. Die erste Reihe kann mit Beauchamp, Simon und Müller natürlich keiner erstligatauglichen Reihe Paroli bieten, denn ihr fehlte einfach der Biß. Beauchamp war durch seinen Trümmerbruch gehandicapt und ihm fehlte ein gescheiter Paßgeber. Lars Müller verrichtet seine Arbeit sehr gut und geht bei Überzahl vor das Tor.

Am Freitag muß ein Sieg gegen Trier her und am Sonntag gegen Timmendorf muß sich der IEC gut schlagen.

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Stand: 11.02.97

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