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Iserlohner EC - ASV Hamm


Hallo Eishockey-Fans,

Souveräner Heimsieg - Youngster nutzen Chance nicht - 20 Minuten Tiefschlaf bringen IEC nicht aus der Ruhe

Iserlohner EC - ASV Hamm 9:5 (3:1,5:0,1:4)

Der Iserlohner EC steht im Finale des Ligenpokals und spielt zwischen dem 11. und 25. Dezember gegen den EHC Neuwied.

Vor immerhin 1700 Zuschauern darunter gut 100 - 200 Hammer dominierten die Iserlohner das Spiel. Sie brachen sich zwar keine Zacken aus der Krone, spreich überangestreng wurde sich nicht. Dennoch muß ich von einem sehr sicheren und konzentrierten Spiel des IEC sprechen. Die Hammer wurden ziemlich unter Druck gesetzt.

Der neue Torhüter Pasi Paitanen wurde kaum geprüft und konnte ziemlich deshalb auch selten hervortun. Er spielt wie Beppo Schlieckenrieder am Freitag gegen den IEC. Er läßt den Puck selbst in gefährlichen Momenten weiterspielen. Gestern war dies ungefäh rlich und spielfreudiger. Gegen andere Gegner könnte es zu Problemen führen. Er ist auf jeden Fall sehr beweglich und zeigt Spielverständnis. Eine eingehendere Bewertung ist erst in einer Woche möglich. Die anwesenden Fans haben ihn schon gefeiert.

Zum Spiel ist wenig zu sagen:Der IEC führte nach einem durchschnittlichen Anfangsdrittel mit 3:1. Zwei wunderschöne Tore waren darunter: Der Winkelschuß von Maltby zum Ausgleich und die abgeschlossene Kombination von Pokorny zum 3:1.

Im zweiten Drittel brachen die Hammer auf Grund des erheblichen IEC-Drucks zusammen. Besonders schlimm spielte Utner an seiner alten Wirkungsstätte. Mindestens drei Tore gehen auf sein Konto. Nach dem sehenswert seltenen 8:1 durch den wiedererstarkten R iehl legte der IEC eine zwanzig minütige Schaffenspause ein.

In dieser Pause schoß der ASV vier Tore bis zum 8:5. Die Abwehr schlief den Schlaf der Gerechten. Gailer war später auf die jungen Spieler sauer. "Einige würden nur 40 Minuten spielen können" und "Ohne Bäcker läuft in der dritten Reihe gar nichts" waren sinngemäßige Verlautbarungen des Trainers, damit dürfte die Zeit von Daniels und Wilczek (leider) vorbei sein. Erst das 9:5 durch eine wunderbare Kombination brachte den Umbiegewillen der Gäste zum Erliegen. Der IEC spielte mit zwei Reihen und ließ ni chts mehr anbrennen.

IEC: 1 - 6 - 10
ASV: 1 - 4 - 7
Schiri: Zupp (Duisburg)
Strafen: IEC 16 ASV 20
Zuschauer: 1738
Tore:
1:0 6. Bäcker (Wilczek,Hesmert)
1:1 10. Maltby (Pawletta,Plate)
2:1 15. K.Feser (Pokorny,Beauchamp) 5-4
3:1 18. Pokorny (Gröger,Beauchamp) 4-4

4:1 28. K.Feser (Beauchamp,Gröger)
5:1 29. Gailer (Jablonski,Jedamzik)
6:1 31. Gailer (Beauchamp,Jablonski) 5-4
7:1 33. Gröger
8:1 33. Riehl

8:2 43. Maltby (Burke,Sorem)
8:3 45. Sorem (Burke,Maltby)
8:4 51. Sorem (Llano,Burke)
8:5 53. Plate (Burke,Llano) 5-4
9:5 55. Riehl (Klau,Gröger)

Trainerstimmen:

Peter Gailer IEC: Hamm war der erwartet unangenehme Gegner. Wir haben zwei Drittel gut gespielt und das Selbstvertrauen wieder etwas gestärkt. Im letzten Drittel wollten die Spiele unseren neuen Torwart testen. Nach dem 8:1 war die Konzentration weg, be i einigen Spielern reicht das Potential nicht für 60 Minuten. Nach der Umstellung auf zwei Blöcke haben wir uns wieder gefangen.

Dieter Brüggemann ASV: Glückwunsch an Iserlohn, der Sieg ist verdient. Der Unterschied war heute, daß Iserlohn einen Torwart hatte. Utner war im 2.Drittel sehr schlecht. Aber auch ein 8:1 ist im Eishockey kein sicherer Vorsprung. Ich hoffe, daß Iserlohn den Pokal gewinnt. Dann sind wir ghegen den Sieger ausgeschieden.


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Quelle: Iserlohner Kreisanzeiger vom 28.11.96

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