mit wehendem Haar
Es war Nacht,
sie stand da,
groß von Statur,
mit wehendem Haar.
Ihr Schatten,
deutlich und klar,
beschienen vom Mond,
mit wehendem Haar.
Die Brüstung umklammert,
verkrampft und starr,
in langem Kleid,
mit wehendem Haar.
Es war ein Kampf,
doch der Gewinn war nah,
nur noch Minuten,
mit wehendem Haar.
Sie stieg hinüber,
ihr war es klar,
jetzt oder nie,
mit wehendem Haar.
Ein letztes Zittern,
nein, kein Schluchzen war da,
keine Träne floß - einfach,
mit wehendem Haar.
Da kam der Zug,
ihr Atem wurde rar,
sie ist gesprungen,
mit wehendem Haar.
Kein Brief, kein Gruß,
nicht hier nicht da,
nur der Gedanke,
an ihr wehendes Haar.