Warum diese unendliche Sehnsucht nach Liebe?
Warum dieses zerreisende Verlangen nach menschlicher Wärme,
nach Schutz und Geborgenheit?
So viele Ziele die es zu erreichen gilt, säumen unseren Weg, so
vieles scheint es zu geben,
das wir doch unbedingt haben müssen.
Aber nichts davon scheint unsere ureigenste Begierde stillen zu können.
Nie kommen wir an einen Punkt, der uns ausruhen und durchatmen lässt.
Nirgends finden wir einen Ort, an dem wir uns einfach wohl fühlen,
nirgends scheinen wir die Heimat zu finden, nach der wir auf der
Suche sind.
Immer gibt es noch größeres, noch gewinnversprechenderes, das
auf uns zu warten scheint.
Liebeskrank erscheint unsere Welt, ohne Hoffnung auf Genesung.
Wieso nur ist lieben so schwer? Wieso fällt es uns nicht
einfach, Vertrauen zu fassen?
Ist nicht unseres Lebens Ursprung die Liebe, die Liebe nicht
Mutter unserer selbst?
Kann denn etwas ohne Liebe gedeihen? Wieso vergessen wir unsere
Wurzeln im bunten Treiben des Windes in unseren Ästen? Was wäre
ein Leben ohne Liebe und was wäre Liebe ohne Leben? Gehört
nicht eins zum anderen, ja ist Leben denn nicht Liebe? Liebe des
Universums, Liebe unseres Schöpfers, die Liebe unseres Gottes an
uns und unsere Liebe zur Gesamtheit der Welt?
Können wir irgendwo Heimat finden außer in der Liebe?
Kann etwas anderes als die Liebe Inbegriff unseres Verlangens,
unserer Sehnsucht und Begierde sein?
(25.08.05)