Zwischen Traum und
Wirklichkeit
Kann man Träume denn nur träumen,
die so gar vor Sehnsucht schäumen,
schmerzend tief im Innern
pochen, locken, rufen,
die lodernd auf Erfüllung hoffend
aus den Tiefen suchen?
Sind es nur Gedanken welche da gedacht,
von manchem Tag und mancher Nacht hervorgebracht,
ins Bewußtsein leise dringen,
rütteln, schütteln, fluchen,
wenn mancher mit nur wenig Bedacht,
sie zum verklingen gebracht?
Sind es nur Wünsche die da wünschen,
mit farbigsten Bildern die Wände des Herzens tünchen,
Seele und Körper tief berühren,
leidenschaftlich, forsch, gar frech,
mit weckend, wachsendem Verlangen,
uns von der Wirklichkeit entführen?
Was wenn der Traum kein Traum mehr ist,
der Verstand das Denken ganz vergisst,
was wenn der Wunsch Erfüllung findet,
Körper, Geist und Seele nicht nur wandeln,
sondern ganz in Harmonie und Einklang handeln?
Was wenn der Traum erwacht zum wahren Leben,
Geschenk empfängt und auch kann geben,
wenn sich eins ums andre fügt,
die Wirklichkeit den Traum besiegt?
Aber kommt es nicht zum großen Kampf,
zwischen Traum und Wirklichkeit, werden nicht
reell erlebte Stunden zum alten Traum der Ewigkeit?
Und wird auch Morgen unser Heute wahr,
der Traum bleibt doch dem Herzen nah.
Schlängelnd gehen wir den Weg, zwischen Traum und Wirklichkeit