Töne
Töne,
erklingend, leise und sacht,
scheinen mich zu rufen, zu locken,
mitten in der dunklen Nacht.
Töne,
immer noch die gleichen,
mich ziehend in ihren Bann,
kann ich nicht erreichen.
Töne,
sie wollen mich nicht lassen,
verzaubern mich, machen mich trunkend,
ich fange an sie zu hassen.
Töne,
nun laut und hundertfach,
klagend und fordernd,
erhellen die Nacht.
Töne,
tanzend und schwebend,
umgeben mich, schließen mich ein,
ich falle zu Boden, bebend.
Töne,
jetzt ganz nah und doch weit weg,
wollen mich necken, mich ärgern,
drücken mich zu Boden, in den Dreck.
Töne,
wie eine unsichtbare Hand,
sich legend immer enger um den Hals,
mir schwinden die Sinne, ich drücke mich gegen die Wand.
Töne,
jetzt wehmütig und verzerrt,
hatten nur eines im Sinn,
ich bin verloren, gebe mich ihnen hin.
Töne,
erklingend, leise und sacht,
machten mich sterbend,
mitten in der dunklen Nacht.