Seelenheimat
Heller Stern, der du kommst in dunkler Nacht,
sanft dringt dein Schein lautlos durch mein Fenster,
öffnet Herz und Seele mir ganz sacht,
sacht umhüllst du mich mit deinem wärmenden Licht.
Dein Atem, einem stillen Hauche gleich,
der mir Ruhe bringt, jede Angst und Sorge nimmt,
zärtlich in meinen Ohren klingt,
in den süßesten Tönen mir Liebe singt.
Wer bist du,
dass ich dir verborgene Tiefe öffne?
Wer, dass dein leises Werben mein Vertrauen,
mein Schauen und Bauen erreicht?
Bist du ein Bote,
aus fernem Lande mir gesandt?
Bringst lebensverheißende Kunde,
bist gar verstehend mir verwandt?
Dann mein Stern hab gut acht
und trag die Sehnsucht in die Nacht,
die seit Jahr und Tag mich einsam ganz durchdringt,
nach einer andern Seele Heimat winkt.
(06.03.05)