Inhaltsangabe

In dem Roman "Sansibar oder der letzte Grund", von Alfred Andersch, geht es um fünf Personen,
die während des 3. Reichs in Rerik, einer Hafenstadt an der Ostsee, zufällig aufeinander treffen
und von denen jeder auf seine Art, auf der Suche nach der Freiheit ist.

Diese fünf Personen sind Helander, Knudsen, Judith, Gregor und der Fischerjunge.
Helander der kriegsversehrte Pfarrer, will die Figur des "lesenden Klosterschülers",
die von den Nazis als entartete Kunst bezeichnet wird und welche als Sinnbild für die Freiheit steht,
vor den Nationalsozialisten retten. Als diese, nachdem der Klosterschüler weggebracht wurde, kommen,
erschießt er einen von ihnen, wird dann aber selbst getroffen. Er betet den Fischer Knudsen die Holzfigur
nach Schweden zu bringen. Doch dieser hat eine behinderte Frau und fühlt sich für jene verantwortlich und
mag sie nicht verlassen. Später spielt das KPD-Mitglied dann doch die wichtige Rolle des Bootsführers,
wenn auch nur durch den Zwang des jungen Kommunisten Gregors, der auch ein KPD Mitglied ist und
im Auftrage seiner Partei den Klosterschüler in Sicherheit bringen. So wird er zur treibenden Kraft und zwingt
Knudsen dazu sie nach Schweden zu bringen. Er ist die Schlüsselfigur und spielt auch, als er Judith,
die junge hübsche Jüdin trifft, die ebenfalls auf der Flucht ist, die Rolle des Verbindungsmannes
und wird zum Retter in der Not. Judith kommt aus Hamburg und hat sich, nachdem sich ihre Mutter
vergiftet hat auf nach Rerik gemacht, um deren Wunsch, zu fliehen, zu erfüllen.
Im Laufe der Handlung entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen Gregor und Judith.
Der 15 Jahre alte Fischerjunge, dessen Vater auf hoher See umgekommen ist,
hat drei Gründe Rerik zu verlassen. Erstens, weil in Rerik nichts los ist, Zweitens, weil Rerik angeblich
seinen Vater getötet hatte und Drittens, weil er Abenteuer, wie er sie in "Huckleberry Finn" liest, erleben will.
Er will nach Sansibar, welches ebenfalls ein Zeichen der Freiheit ist.

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