Gedanken zur Politik
!dieser Text ist leicht abgeändert aus dem Buch "Gespräche mit Gott Band 2 - Gesellschaft und Bewußtseinswandel" von Neale Donald Walsch entnommen!
Die
Regierungen wissen, dass die Menschen, wenn ihnen die wahren Gründe
für die meisten außenpolitischen Entscheidungen bekannt wären,
sie nicht unterstützen würden. Das gilt für Regierungen überall
in der Welt. Es gibt sehr wenige Regierungen, die nicht
absichtlich das Volk in die Irre führen. Täuschungsmanöver
sind Bestandteil einer Regierung, denn nur wenige Menschen würden
sich dafür entscheiden, so regiert zu werden, wie sie regiert
werden - nur wenige würden sich dafür entscheiden, überhaupt
regiert zu werden -, wenn die Regierung sie nicht davon überzeugte,
dass ihre Entscheidungen dem Allgemeinwohl dienen.
Das bedeutet harte Überzeugungsarbeit, denn die meisten Menschen
durchschauen durchaus die in der Regierung vorherrschende
Dummheit. Also muss die Regierung lügen, um zumindest zu
versuchen, die Leute bei der Stange zu halten. In der Regierung
spiegelt sich getreu die Grundannahme wieder, dass eine Lüge,
wenn sie nur groß genug ist und lange genug verbreitet wird, zur
"Wahrheit" wird. Die Menschen, die an der Macht sind, dürfen
die Öffentlichkeit nie wissen lassen,
wie sie an die Macht gelangten und was sie alles getan haben und
willens sind zu tun, um an der Macht zu bleiben.
Wahrheit und Politik, sind nicht miteinander vereinbar, weil
Politik die Kunst ist, nur das zu sagen, was unbedingt gesagt
werden muss - und das auf die richtige Weise - , um zum erwünschten
Ziel zu gelangen. Nicht alle Politik ist schlecht, aber die Kunst
der Politik ist eine praktische Kunst. Sie macht sich ganz offen
die Erkenntnisse über die psychologische Struktur der meisten
Menschen zunutze. Sie stellt ganz einfach fest, dass die meisten
Menschen aus Eigeninteresse handeln. Also bedeutet Politik die
Art und Weise, in der Machtmenschen dich davon zu überzeugen
suchen, dass ihre Eigeninteresse dein Eigeninteresse ist.
Regierungen verstehen das Wesen des Eigeninteresses. Deshalb sind
sie sehr gut im Entwurf von Programmen, mit denen die Menschen
etwas bekommen. Ursprünglich hatte eine Regierung nur sehr
begrenzte Funktionen. Ihr Zweck bestand ganz einfach im "Bewahren
und Schützen". Dann fügte jemand das "Fürsorgen"
hinzu. Als die Regierungen anfingen, nicht nur Beschützer,
sondern auch Fürsorger des Volkes zu sein, begannen sie auch,
eine Gesellschaft zu schaffen, statt sie nur zu bewahren.
Was das Sorgen für die Bedürfnisse der Menschen angeht, so müsst
ihr aufpassen, dass ihr sie nicht ihrer größten Würde beraubt:
der Ausübung persönlicher Macht, individueller Kreativität und
des einzigartigen Erfindungsreichtums, der den Menschen erlaubt
festzustellen, dass sie für sich selbst sorgen Können. Hier müsst
ihr zu einem sehr empfindlichen Gleichgewicht finden. Ihr
Menschen scheint nur zu wissen, wie man von einem Extrem ins
andere fällt. Entweder wollt ihr, dass die Regierung "alles
und jedes" für das Volk tut, oder ihr wollt sämtliche
Regierungsprogramme abwürgen und alle Gesetze der Regierung
schon Morgen abschaffen.
Das Problem ist, dass es so viele Menschen gibt, die nicht für
sich selbst sorgen können, weil die Gesellschaft in aller Regel
die besten Lebenschancen an jene vergibt, die die "richtigen"
Empfehlungen und Beglaubigungen vorzuweisen haben, die in einer
Nation nicht für sich selbst sorgen können, weil in dieser
Nation die Hauseigentümer nicht an Großfamilien vermieten, die
Wirtschaftsunternehmen keine Frauen befördern, Gerechtigkeit zu
oft vom Status abhängig ist, Zugang zur Gesundheitsfürsorge an
jene, mit ausreichendem Einkommen, beschränkt ist und viele
andere Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten im breitesten
Umfang existieren.
Ihr müsst drauf achten, dass ihr nicht selbst in Gesetzen
erstickt, mit denen ihr versucht, den Menschen eine Chance zum
Atmen zu garantieren! Ihr könnt Moral und Ethik nicht gesetzlich
vorschreiben. Ihr könnt Gleichberechtigung nicht zwangsweise
verordnen. Was nottut, ist ein im Kollektivbewußtsein
stattfindender Wandel, nicht die Erzwingung eines kollektiven
Gewissens. Das Verhalten und alle Gesetze und alle
Regierungsprogramme müssen eurem Sein entspringen, müssen
wahrhaft widerspiegeln, was-und-wer-ihr-wirklich-seid.
Eure Gesetze sind meist Ausdruck dessen, was ihr nach Meinung jener,
die an der Macht sind, sein solltet , aber nicht seid.
Ihr könnt nicht wachsen und groß werden, wenn euch von der
Regierung ständig vorgeschrieben wird, was ihr zu tun habt. In
großartigen Gesellschaften, sind nur sehr wenige Gesetze nötig.
Eure Regeln und Übereinkünfte sollten auf ein höheres Verständnis
und eine umfassendere Definition des Selbstinteresses gründen.
Faktisch stellen die meisten Gesetze eine Aussage über die
Eigeninteressen der Mächtigsten unter euch dar: z.B. das Rauchen:
Das Gesetz sagt, dass ihr Hanf nicht anbauen und nutzen dürft,
weil sie nicht gut für euch ist. Doch es ist in Ordnung, Tabak
anzubauen, nicht weil diese gut für euch ist (die Regierung verkündet
sogar, dass sie schlecht für euch ist), sondern weil ihr dies
schon immer getan habt. Der wahre Grund warum Hanf verboten ist
und Tabak nicht, hat nichts mit der Gesundheit zu tun. Er hat mit
Wirtschaftsinteressen zu tun. Und das heißt, mit Macht. Eure
Gesetze spiegeln also nicht wieder , was eure Gesellschaft über
sich selbst denkt, und was sie sein möchte - eure Gesetze
spiegeln wieder, wo die Macht liegt.
Die Lösung lautet: so wenige Gesetze wie möglich zu haben, die
allerdings wirkliche Grenzen setzen.
Der Grund, warum Hanf verboten ist, hat nur angeblich mit der
Gesundheit zu tun. Die Wahrheit ist, dass Hanf nicht süchtiger
macht oder kein größeres Gesundheitsrisiko darstellt als
Zigaretten oder Alkohol, die beide vom Gesetzt GESCHÜTZT werden.
Er wird nicht erlaubt, denn, würde er angebaut werden, die Hälfte
der Baumwollpflanzer, der Hersteller von Nylon oder Kunstseide
und der Holzhändler auf der Welt pleite gehen würden.
Hanf gehört zufällig zu den nützlichsten, stärksten, zähesten
und dauerhaftesten Materialien auf eurem Planeten. Ihr könnt
keine besseren Fasern für eure Kleidung, kein stärkeres
Material für eure Seile, keine leichtere anzubauende und zu
erntende Quelle für Papier produzieren. Ihr fällt jedes Jahr
Hunderttausende von Bäumen für eure Sonntagszeitung, um in
ihnen dann über die Dezimierung eurer Wälder zu lesen. Hanf könnte
zu einem Zehntel der Kosten ungemein viele Rohstoffmaterialien
ersetzen.
Und das ist der springende Punkt. Jemand verliert Geld, wenn
diese wunderbare Pflanze - die übrigens auch noch außergewöhnlich
medizinische Eigenschaften hat - angebaut werden darf. Und
deshalb ist Marihuana in eurem Land illegal.
(auch Massenproduktion von Elektroautos, Einführung eines
erschwinglichen, vernünftigen Gesundheitsfürsorgesystems und
die Nutzung von Sonnenenergie in jedem Heim)
Wenn in eurer Gesellschaft vom Gemeinwohl oder kollektiven
Interesse die Rede ist, schreit jeder: Kommunismus! Wenn in eurer
Gesellschaft das Wohl vieler nicht für jemanden einen enormen
Profit abwirft, wird das Wohl vieler in der Mehrheit der Fälle
ignoriert. Das gilt für alle Länder auf dem Globus.
Deshalb lautet die Grundfrage, mit der sich die Menschheit
konfrontiert sieht: Kann das Eigeninteresse je durch das beste
Interesse, das gemeinschaftliche Interesse der Menschheit ersetzt
werden? Und wenn ja, wie?
Die Vereinigten Staaten haben versucht, durch Gesetze für das
Gemeinwohl, das beste Interesse aller, zu sorgen. Darin haben sie
kläglich versagt. Sie ist die reichste und mächtigste Nation
der Erde und weist eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten
auf. Weil arme Leute sich keine gute Betreuung während der
Schwangerschaft und nach der Geburt leisten können -und sie
Profit besessen ist.
Andere Länder sorgen für die Kranken und Bedürftigen, die
Alten und die Schwachen. Die USA sorgt für die Reichen und
Wohlhabenden, die Einflußreichen und Gutsituierten. 85 % der in
Rente gegangen Amerikanern und die meisten Menschen mit niedrigem
Einkommen, wenden sich an die Notaufnahme der örtlichen Krankenhäuser,
statt an ihren Hausarzt, suchen unter den schrecklichsten Umständen
zu einer medizinischen Behandlung zu kommen und erhalten
praktisch keinerlei Gesundheitsfürsorge.
Mit Menschen, die wenig Geld ausgeben können, läßt sich kein
Profit machen. Sie sind nicht länger nützlich, siehst du. Und
das ist eure großartige Gesellschaft.
Amerika hat viel getan, aber es gibt von ihrem Bruttosozialprodukt prozentual gesehen weniger für Entwicklungshilfe aus, als viel kleinere Länder. Der Punkt ist, dass ihr euch vielleicht einmal die Welt um euch herum anschauen solltet, bevor ihr euch selber allzusehr beglückwünscht. Denn nicht nur die USA lebt in einer verschwenderischen, dekadenten Gesellschaft. Ihr alle baut praktisch in alles was ihr macht eine "künstliche Veralterung" ein. Autos kosten dreimal so viel, als sie müssten, und halten nur ein Drittel so lang, wie sie könnten. Kleider fallen auseinander, nachdem sie zehnmal getragen worden sind. Ihr versetzt eure Nahrungsmittel mit Chemikalien, damit sie länger in den Regalen liegen können, auch wenn das für euch ein kürzeres Verweilen auf diesem Planeten bedeutet. Ihr unterstützt und ermuntert und befähigt Sportvereine dazu, dass sie für lächerliche Leistungen unglaubliche Gehälter zahlen, während Lehrer, Geistliche und Forscher, die darum kämpfen Heilmittel für Krankheiten zu entdecken, um Geld betteln müssen. Ihr werft jeden Tag in den Supermärkten der Nation, in den Restaurants und zu Hause mehr Nahrungsmittel weg, als nötig wäre, um die halbe Welt zu ernähren.
Das ist keine Anklage, es ist nur eine Beobachtung. Diese
Einstellung, die das Herz krank macht, findet sich in
epidemischen Ausmaßen überall auf der Welt.
Die Unterprivilegierten müssen im Dreck wühlen und knapsen, nur
um an Leben zu bleiben, während die wenigen Machthabenden ihre
Geldhaufen schützen und vermehren, auf Seidenlaken schlafen und
jeden Morgen Badezimmerarmaturen aus Gold betätigen. Und während
ausgezehrte Kinder, die nur noch aus Haut und Knochen bestehen,
in den Armen weinender Mütter sterben, sind die Führer des
Landes in politische Korruption verstrickt, durch die verhindert
wird, dass die gespendeten Nahrungsmittel die hungernden Massen
erreichen.
Niemand scheint die Macht zu haben, diese Umstände zu verändern,
doch die Wahrheit ist, dass nicht die Macht das Problem ist.
Niemand scheint WILLEN dazu zu haben. Und so wird es immer sein,
solange niemand die Notlage des Anderen als seine eigene
betrachtet.
Es ist ein Mangel an Mitgefühl. Der ganze Planet steckt in einer
Bewusstseinskrise. Ihr müsst entscheiden, ob ihr Mitgefühl füreinander
habt. Ihr betrachtet euch selbst nicht als Teil der menschlichen
Familie, und damit sind deren Probleme nicht eure eigenen.
Eliminiert deswegen alle Trennung zwischen euch, indem ihr ein
neues Modell von der Welt aufbaut. Indem ihr es in den Rahmen
einer neuen Idee stellt.
Gegenwärtig betrachtet ihr die Welt - wir sprechen nun im
geopolitischen Sinn - als eine Ansammlung von Nationalstaaten,
ein jeder souverän, getrennt und unabhängig von den Anderen.
Die inneren Probleme dieser unabhängigen Nationalstaaten, werden
im Großen und Ganzen nicht als die Probleme der Gruppe in der
Gesamtheit betrachtet - es sei denn, sie wirken sich grundsätzlich
oder plötzlich auf die gesamte Gruppe (oder mächtigste
Mitglieder dieser Gruppe) aus. Die Reaktionen der Gruppe als
Ganzes auf die Umstände und Probleme der einzelnen Staaten gründen
sich auf die Eigeninteressen der größeren Gruppe. Wenn niemand
in der größeren Gruppe irgend etwas zu verlieren hat, kann ein
Einzelstaat zum Teufel gehen, und keiner würde sich groß darum
scheren. Tausende können jedes Jahr verhungern, Hunderte können
in einem Bürgerkrieg sterben, Despoten können ihr Land ausplündern,
Diktatoren und ihre bewaffneten Schläger können vergewaltigen,
stehlen und morden, Regime können die Menschen ihrer Grundrechte
berauben - und ihr werdet nichts unternehmen. Das heißt, ihr
sagt, das ist eine "innere Angelegenheit".
Wenn aber EURE Interesse bedroht ist, wenn eure Investition, eure
Sicherheit , eure Lebensqualität davon betroffen wird, dann
trommelt ihr die Nation zusammen und versucht, euch der Rückendeckung
eurer Welt zu versichern und stürmt dort hinein, wo selbst Engel
ihren Fuß kaum hinsetzen wagen. Dann erzählt ihr die große Lüge
- behauptet, dass ihr das , was ihr tut,, aus humanitären Gründen
unternehmt, um den unterdrückten Völkern auf der Welt zu
helfen, wo ihr doch in Wahrheit nur ganz einfach eure eigenen
Interessen schützt. Der Beweis dafür ist der, dass ihr dort, wo
ihr keine Interessen zu verteidigen habt, euch auch um Nichts kümmert.
Die politische Maschinerie der Welt agiert auf der Basis des
Eigeninteresse. Das ist nichts Neues.
Etwas wird aber Neu sein müssen, wenn ihr eure Welt verändern
wollt. Ihr müsst anfangen, die Interessen eines Anderen als eure
eigenen zu betrachten. Und das wird nur geschehen, wenn ihr eure
globale Realität umgestaltet und euch dementsprechend regiert.
---> Weltregierung!/p>
Ich
finde treffender kann man es nicht mehr sagen..