Ich seh neue Zweige aus dem Stumpf entspriesen,
sehe Völker Wurzeln schlagen und gedeih'n:
da wo Friede Bunker sprengt, froh das Lied der Kinder klingt
und der Dürstende von frischem Wasser trinkt.

Wenn das Gleichgewicht, die Weisheit und der Friede
wieder Einzug halten in Bethlehems Stall,
bleibt Gott nicht unter vier Augen, nicht in Ohnmacht:
die Verfassung guter Herzen dringt ins All.

Ich seh Fromme, die nicht mehr von Angst getrieben,
seh die doppelten Erträge des Danks,
seh die Liebe Platz den Wachsenden geben
und ein off'nes Klima den Gemeinden Glanz.

Ich trink Wasser, das bei Sternen sich ausruhte,
das mit jedem Regen neuen Frieden schafft,
das die vielen Durste stillt und ich vermute,
dass nicht leer die Krüge werden, wo man hofft.

Ich seh Menschen, die das Holz des Kreuzes tragen,
die sich fällen lassen müssen, wie ein Baum,
die verzweifeln und die doch noch Wurzeln haben
dort im Himmel, wie auch hier im Himmelstraum.

Wenn sie dann wie Sterne über Kindern leuchten
Und ich Eltern Wiegenlieder singen hör',
spür ich, dass wo wir für Gott mehr Eltern bräuchten,
ohne ihre Hilfe Gott viel ferner wär.

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