Nacht mit Mond und Sterne
Als Kind der Nacht geboren:
schattenhaft, zweifelnd, trostlos
ging es einher - mein Leben.
Graue Nebelschwaden,
wie schwarzes Seidenpapier so dicht
umhüllten mich, hielten gefangen -
Nacht ohne Mond, ohne Sterne - Kälte.
Lang war der Weg,
Steine groß wie Geröllbrocken
ließen mich stolpern, fallen, versagen.
Ich sah sie nicht - der graue Schleier -
wie eine Mauer versperrte die Sicht.
Vegetieren, resignieren - warten -
Nacht ohne Mond, ohne Sterne - allein.
Tastend Schritt für Schritt
suchte ich nach mehr,
suchte mich und dich und uns,
fand tretende Füße, bissige Münder,
bis ich griff - nach ihr - der Hand,
welche da war Nacht mit Mond und Sterne - Leben.