Denke nicht...!

Denke nicht, alles ist, wie es früher war.

Denn wir haben erkannt

Und mit der Erkenntnis kam das Wissen.

Und das Wissen brachte den Schmerz.

Dieser verursachte das Leiden.

Und das Leiden sandte die Tränen,

die schlaflosen Nächte,

die Selbstvorwürfe und die vielen Flüche -

auf das Leben, auf Gott und die Welt, auf dich und mich –

 

Die Augen sind wieder trocken und die Flüche haben sich gelegt.

Aber all das was uns übermannte schläft nur – schlummert –

Kann jeder Zeit wieder erwachen – noch heftiger – noch niederschmetternder.

Wenn wir Vergessen –

nichts ist wie es war,

denn wir haben erkannt

und Wissen jetzt.

 

Wissen,

dass es Nichts sein darf,

in das wir alles geben,

und aus dem wir alles nehmen,

was wir haben und brauchen.

 

Vorsichtig müssen wir geben

Und umso vorsichtiger nehmen.

Jederzeit zum Rückzug, zum Ende

Und zugleich zu Neuem bereit.

 

(23.08.06)

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