Angst

Lähmend, einengend,
schleichend langsam,
breitet sie ihre Schwingen aus,
bis sie eine undurchdringbare,
undurchstoßbare Hülle bildet.

In der Mitte,
zusammengekauert,
klein, hilflos,
schließt das Ich die Augen,
ist müde, will schlafen, nicht erwachen,
ist müde, gelähmt, bis es schläft.

Doch es erwacht,
müde zwar, aber die Angst weicht nicht.
Bedrohlich, dunkel,
es fühlt Auswegslosigkeit,
weiß nicht ein, nicht aus - schreit.

Doch der Schrei erstickt
in den Tränen des Ichs.
Weinend, erstickend leise,
will es der Hülle entweichen, die festhält.
Doch diese lacht hämisch.

Ein Wort und ein Lächeln,
zwei haltende Arme und zärtliche Finger.
Die Angst fühlt sich bedroht.
Für einen Moment ist das Ich ganz munter,
bis Ich und Angst wieder allein sind.


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