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●痛苦
☉ Gewiss, du hast
recht, Bester, der Schmerzen waeren minder unter den Menschen, wenn sie
nicht--Gott weiss, warum sie so gemacht sind!--mit so viel Emsigkeit
der Einbildungskraft sich beschaeftigten, die Erinnerungen des
vergangenen UEbels zurueckzurufen, eher als eine gleichgueltige
Gegenwart
zu ertragen.(Mai 4)
●異化
☉Es ist ein einfoermiges Ding um das Menschengeschlecht. Die
meisten verarbeiten den groessten Teil der Zeit, um zu leben, und das
bisschen, das ihnen von Freiheit uebrig bleibt, aengstigt sie so, dass
sie
alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden. O Bestimmung des
Menschen!(Mai 17)
●剝削
☉"Wehe
denen", sagte ich, "die sich der Gewalt bedienen, die sie ueber ein
Herz haben, um ihm die einfachen Freuden zu rauben, die aus ihm selbst
hervorkeimen. Alle Geschenke, alle Gefaelligkeiten der Welt ersetzen
nicht einen Augenblick Vergnuegen an sich selbst, den uns eine
neidische Unbehaglichkeit unsers Tyrannen vergaellt hat".(Juli 1)
●自然
☉Du fragst, ob du mir meine Buecher schicken sollst?--lieber, ich bitte
dich um Gottes willen, lass mir sie vom Halse! Ich will nicht mehr
geleitet, ermuntert, angefeuert sein, braust dieses Herz doch genug
aus sich selbst; ich brauche Wiegengesang, und den habe ich in seiner
Fuelle gefunden in meinem Homer. (Mai 13)
☉Das bestaerkte mich in meinem Vorsatze, mich
kuenftig allein an die Natur zu halten. Sie allein ist unendlich reich,
und sie allein bildet den grossen Kuenstler. (Mai 26)
☉Musste denn das so sein, dass das, was des Menschen Glueckseligkeit
macht,
wieder die Quelle seines Elendes wuerde?
Das volle, warme Gefuehl meines Herzens an der lebendigen Natur, das
mich mit so vieler Wonne ueberstroemte, das rings umher die Welt mir zu
einem Paradiese schuf, wird mir jetzt zu einem unertraeglichen Peiniger,
zu einem quaelenden Geist, der mich auf allen Wegen verfolgt....
Ales, alles
bevoelkert mit tausendfachen Gestalten; und die Menschen dann sich in
Haeuslein zusammen sichern und sich annisten und herrschen in ihrem
Sinne ueber die weite Welt! Armer Tor! Der du alles so gering achtest,
weil du so klein bist....
Da ist
kein Augenblick, der nicht dich verzehrte und die Deinigen um dich her,
kein Augenblick, da du nicht ein Zerstoerer bist, sein musst; der
harmloseste Spaziergang kostet tausend armen Wuermchen das Leben, es
zerruettet ein Fusstritt die muehseligen Gebaeude der Ameisen und
stampft
eine kleine Welt in ein schmaehliches Grab. Ha! Nicht die grosse,
seltne Not der Welt, diese Fluten, die eure Doerfer wegspuelen, diese
Erdbeben, die eure Staedte verschlingen, ruehren mich; mir untergraebt
das Herz die verzehrende Kraft, die in dem All der Natur verborgen
liegt; die nichts gebildet hat, das nicht seinen Nachbar, nicht sich
selbst zerstoerte. Und so taumle ich beaengstigt. Himmel und Erde und
ihre webenden Kraefte um mich her: ich sehe nichts als ein ewig
verschlingendes, ewig wiederkaeuendes Ungeheuer.(Aug 18)
(大自然的兩面性:既偉大,又毀滅)
●夜晚
☉Wir waren still, und sie fing nach
einer Weile an: "niemals gehe ich im Mondenlichte spazieren, niemals,
dass mir nicht der Gedanke an meine Verstorbenen begegnete, dass nicht
das Gefuehl von Tod, von Zukunft ueber mich kaeme". "Wir werden sein!"
fuhr sie mit der Stimme des herrlichsten Gefuehls fort; "aber, Werther,
sollen wir uns wieder finden? Wieder erkennen? Was ahnen Sie? Was
sagen Sie?"(Sep 10)(分離的月夜)
●農民
☉Ich sage dir, mein Schatz, wenn meine Sinne gar nicht mehr halten
wollen, so lindert all den Tumult der Anblick eines solchen Geschoepfs,
das in gluecklicher Gelassenheit den engen Kreis seines Daseins hingeht,
von einem Tage zum andern sich durchhilft, die Blaetter abfallen sieht
und nichts dabei denkt, als dass der Winter kommt.(Mai 27)
●赤子
☉Ja, lieber Wilhelm, meinem Herzen sind die Kinder am naechsten auf der
Erde. Wenn ich ihnen zusehe und in dem kleinen Dinge die Keime aller
Tugenden, aller Kraefte sehe, die sie einmal so noetig brauchen werden;
wenn ich in dem Eigensinne kuenftige Standhaftigkeit und Festigkeit des
Charakters, in dem Mutwillen guten Humor und Leichtigkeit, ueber die
Gefahren der Welt hinzuschluepfen, erblicke, alles so unverdorben, so
ganz!--immer, immer wiederhole ich dann die goldenen Worte des Lehrers
der Menschen:"wenn ihr nicht werdet wie eines von diesen!"(June 29)
●快樂
☉Ich gestehe dir gern, denn ich weiss, was du mir hierauf sagen
moechtest,
dass diejenigen die Gluecklichsten sind, die gleich den Kindern in den
Tag hinein leben, ihre Puppen herumschleppen, aus--und anziehen und
mit grossem Respekt um die Schublade umherschleichen, wo Mama das
Zuckerbrot hineingeschlossen hat, und, wenn sie das gewuenschte endlich
erhaschen, es mit vollen Backen verzehren und rufen:"mehr!"--das sind
glueckliche Geschoepfe. Auch denen ist's wohl, die ihren
Lumpenbeschaeftigungen oder wohl gar ihren Leidenschaften praechtige
Titel geben und sie dem Menschengeschlechte als Riesenoperationen zu
dessen Heil und Wohlfahrt anschreiben.--Wohl dem, der so sein kann!
Wer aber in seiner Demut erkennt, wo das alles hinauslaeuft, wer da
sieht, wie artig jeder Buerger, dem es wohl ist, sein Gaertchen zum
Paradiese zuzustutzen weiss, und wie unverdrossen auch der Unglueckliche
unter der Buerde seinen Weg fortkeucht, und alle gleich interessiert
sind, das Licht dieser Sonne noch eine Minute laenger zu sehn--ja, der
ist still und bildet auch seine Welt aus sich selbst und ist auch
gluecklich, weil er ein Mensch ist. Und dann, so eingeschraenkt er ist,
haelt er doch immer im Herzen das suesse Gefuehl der Freiheit, und dass
er
diesen Kerker verlassen kann, wann er will.(Mai 22)
(小孩、作大事業、苦難中的人都是快樂的)
●意志
☉Ich merke, ich merke, das Schicksal hat mir harte
Pruefungen zugedacht. Doch guten Muts! Ein leichter Sinn traegt alles!
Ein leichter Sinn? Das macht mich zu lachen, wie das Wort in meine
Feder kommt. O ein bisschen leichteres Blut wuerde mich zum
Gluecklichsten unter der Sonne machen.(Okt 20)
●浪漫
☉O meine Freunde! Warum der Strom des Genies
so selten ausbricht, so selten in hohen Fluten hereinbraust und eure
staunende Seele erschuettert?--liebe Freunde, da wohnen die gelassenen
Herren auf beiden Seiten des Ufers, denen ihre Gartenhaeuschen,
Tulpenbeete und Krautfelder zugrunde gehen wuerden, die daher in Zeiten
mit Daemmen und Ableiten der kuenftig drohenden Gefahr abzuwehren wissen.
(Mai 26)(天才的破壞力)
☉Ich zuckte die Achseln und gab's ihm zu.--"Doch, mein
Lieber", fuhr ich fort, "finden sich auch hier einige Ausnahmen. Es
ist wahr, der Diebstahl ist ein Laster: aber der Mensch, der, um sich
und die Seinigen vom gegenwaertigen Hungertode zu erretten, auf Raub
ausgeht, verdient der Mitleiden oder Strafe? Wer hebt den ersten
Stein auf gegen den Ehemann, der im gerechten Zorne sein untreues Weib
und ihren nichtswuerdigen Verfuehrer aufopfert? Gegen das Maedchen, das
in einer wonnevollen Stunde sich in den unaufhaltsamen Freuden der
Liebe verliert? Unsere Gesetze selbst, diese kaltbluetigen Pedanten,
lassen sich ruehren und halten ihre Strafe zurueck".(Aug 12)
(人類並不只按理性判斷,如慈善)
☉"Ach ihr
vernuenftigen Leute!" rief ich laechelnd aus. "Leidenschaft!
Trunkenheit! Wahnsinn! Ihr steht so gelassen, so ohne Teilnehmung da,
ihr sittlichen Menschen, scheltet den Trinker, verabscheut den
Unsinnigen, geht vorbei wie der Priester und dankt Gott wie der
Pharisaeer, dass er euch nicht gemacht hat wie einen von diesen. Ich
bin mehr als einmal trunken gewesen, meine Leidenschaften waren nie
weit vom Wahnsinn, und beides reut mich nicht: denn ich habe in einem
Masse begreifen lernen, wie man alle ausserordentlichen Menschen, die
etwas Grosses, etwas Unmoeglichscheinendes wirkten, von jeher fuer
Trunkene und Wahnsinnige ausschreiten musste.(Aug 12)
(偉人常被認為瘋狂)
☉Gewiss, weil wir doch einmal so gemacht sind,
dass wir alles mit uns und uns mit allem vergleichen, so liegt Glueck
oder Elend in den Gegenstaenden, womit wir uns zusammenhalten, und da
ist nichts gefaehrlicher als die Einsamkeit. Unsere Einbildungskraft,
durch ihre Natur gedrungen sich zu erheben, durch die phantastischen
Bilder der Dichtkunst genaehrt, bildet sich eine Reihe Wesen hinauf, wo
wir das unterste sind und alles ausser uns herrlicher erscheint, jeder
andere vollkommner ist. Und das geht ganz natuerlich zu. Wir fuehlen
so oft, dass uns manches mangelt, und eben was uns fehlt, scheint uns
oft ein anderer zu besitzen, dem wir denn auch alles dazu geben, was
wir haben, und noch eine gewisse idealistische Behaglichkeit dazu. Und
so ist der Glueckliche vollkommen fertig, das Geschoepf unserer selbst.
(Okt 20)(模仿完美之樂)
●浪漫:獨特
☉"Mein Freund", rief ich aus,
"der Mensch ist Mensch, und das bisschen Verstand, das einer haben mag,
kommt wenig oder nicht in Anschlag, wenn Leidenschaft wuetet und die
Grenzen der Menschheit einen draengen. Vielmehr--ein andermal davon",
sagte ich und griff nach meinem Hute. O mir war das Herz so voll--und
wir gingen auseinander, ohne einander verstanden zu haben. Wie denn
auf dieser Welt keiner leicht den andern versteht.(Aug 12)
(根本關鍵在於:熱情是巨大的,同理是困難的!!)
☉Auch schaetzt er meinen Verstand und
meine Talente mehr als dies Herz, das doch mein einziger Stolz ist,
das ganz und alles Elendes. Ach, was ich weiss, kann jeder
wissen--mein Herz habe ich allein.(Nach, Mai 9)(我心唯一)
☉Ich moechte mir oft die Brust zerreissen und das Gehirn einstossen,
dass man einander so wenig sein kann. Ach die Liebe, Freude, Waerme und
Wonne, die ich nicht hinzubringe, wird mir der andere nicht geben,
und mit einem ganzen Herzen voll Seligkeit werde ich den andern nicht
begluecken, der kalt und kraftlos vor mir steht.
Ich habe so viel, und die Emfpindung an ihr verschlingt alles; ich
habe so viel, und ohne sie wird mir alles zu Nichts.(Nach Ock. 27)
(人類間的同情是不可能的)
●虛無
☉Ja wohl bin ich nur ein Wandrer, ein Waller auf der Erde! Seid ihr
denn mehr?(Nac Jun,16)
●自殺
☉"Das sind nun wieder von deinen Grillen", sagte Albert, "du
ueberspannst alles und hast wenigstens hier gewiss unrecht, dass du den
Selbstmord, wovon jetzt die Rede ist, mit grossen Handlungen
vergleichst: da man es doch fuer nichts anders als eine Schwaeche halten
kann. Denn freilich ist es leichter zu sterben, als ein qualvolles
Leben standhaft zu ertragen".....
Doch fasste ich mich, weil ich's schon oft gehoert und mich oefter
darueber geaergert hatte, und versetzte ihm mit einiger Lebhaftigkeit:
"Du nennst das Schwaeche? Ich bitte dich, lass dich vom Anscheine nicht
verfuehren. Ein Volk, das unter dem unertraeglichen Joch eines Tyrannen
seufzt, darfst du das schwach heissen, wenn es endlich aufgaert und
seine Ketten zerreisst?....
"Die menschliche Natur", fuhr ich fort, "hat ihre Grenzen: sie kann
Freude, Leid, Schmerzen bis auf einen gewissen Grad ertragen und geht
zugrunde, sobald der ueberstiegen ist. Hier ist also nicht die Frage,
ob einer schwach oder stark ist, sondern ob er das Mass seines Leidens
ausdauern kann, es mag nun moralisch oder koerperlich sein. Und ich
finde es ebenso wunderbar zu sagen, der Mensch ist feige, der sich das
Leben nimmt, als es ungehoerig waere, den einen Feigen zu nennen, der an
einem boesartigen Fieber stirbt".(Aug 12)
(人性有其忍受限度,自殺者並不比本來懦弱者來的懦弱)
☉Sieh, Albert, das ist die
Geschichte so manches Menschen! Und sag', ist das nicht der Fall der
Krankheit? Die Natur findet keinen Ausweg aus dem Labyrinthe der
verworrenen und widersprechenden Kraefte, und der Mensch muss sterben.
(Aug 12)
☉"Mein Freund", rief ich aus,
"der Mensch ist Mensch, und das bisschen Verstand, das einer haben mag,
kommt wenig oder nicht in Anschlag, wenn Leidenschaft wuetet und die
Grenzen der Menschheit einen draengen. Vielmehr--ein andermal davon",
sagte ich und griff nach meinem Hute. O mir war das Herz so voll--und
wir gingen auseinander, ohne einander verstanden zu haben. Wie denn
auf dieser Welt keiner leicht den andern versteht.(Aug 12)
(根本關鍵在於:熱情是巨大的,同理是困難的!!)
●自殺:場景
☉Wie man sich nunmehr ueber die Strafe meines UEbermuts und meiner
Geringschaetzung anderer, die sie mir schon lange vorwerfen, kitzeln
und freuen wuerde. Das alles, Wilhelm, von ihr zu hoeren, mit der
Stimme der wahrsten Teilnehmung--ich war zerstoert und bin noch wuetend
in mir. Ich wollte, dass sich einer unterstuende, mir's vorzuwerfen,
dass ich ihm den Degen durch den Leib stossen koennte; wenn ich Blut
saehe,
wuerde mir's besser werden. Ach, ich hab' hundertmal ein Messer
ergriffen, um diesem gedraengten Herzen Luft zu machen. Man erzaehlt
von einer edlen Art Pferde, die, wenn sie schrecklich erhitzt und
aufgejagt sind, sich selbst aus Instinkt eine Ader aufbeissen, um sich
zum Atem zu helfen. So ist mir's oft, ich moechte mir eine Ader oeffnen,
die mir die ewige Freiheit schaffte.(Mar 16)
(第一次自殺動機:公務上遭到憎恨與嘲笑)
☉Sie weckt ihren Mann, sie stehen auf,
der Bediente bringt heulend und stotternd die Nachricht, Lotte sinkt
ohnmoechtig vor Alberten nieder.
Als der Medikus zu dem Ungluecklichen kam, fand er ihn an der Erde
ohne Rettung, der Puls schlug, die Glieder waren alle gelaehmt. ueber
dem rechten Auge hatte er sich durch den Kopf geschossen, das Gehirn
war herausgetrieben. Man liess ihm zum UEberfluss eine Ader am Arme, das
Blut lief, er holte noch immer Atem.....
Der Alte folgte der
Leiche und die Soehne, Albert vermocht's nicht. Man fuerchtete fuer
Lottens Leben. Handwerker trugen ihn. Kein Geistlicher hat ihn
begleitet.(卷末)
●反智
☉Sieh, mein Lieber, so beschraenkt und so gluecklich waren die
herrlichen Altvaeter! So kindlich ihr Gefuehl, ihre Dichtung! Wenn
ulyss von dem ungemessnen Meer und von der unendlichen Erde spricht,
das ist so wahr, menschlich, innig, eng und geheimnisvoll. Was hilft
mich's, dass ich jetzt mit jedem Schulknaben nachsagen kann, dass sie
rund sei? Der Mensch braucht nur wenige Erdschollen, um drauf zu
geniessen, weniger, um drunter zu ruhen.(Nach, Mai 9)
●反群眾
☉Man moechte rasend werden, Wilhelm, dass es Menschen geben soll ohne
Sinn und Gefuehl an dem wenigen, was auf Erden noch einen Wert hat.....
abgehauen! Ich moechte toll werden, ich koennte den Hund ermorden, der
den ersten Hieb dran tat. Ich, der ich mich vertrauern koennte, wenn
so ein paar Baeume in meinem Hofe stuenden und einer davon stuerbe vor
Alter ab, ich muss zusehen. Lieber Schatz, eins ist doch dabei: was
Menschengefuehl ist! (Nach, Sep 15)
●文藝
☉"Wie ich juenger war", sagte sie, "liebte ich nichts so sehr als
Romane.
Weiss Gott, wie wohl mir's war, wenn ich mich Sonntags in so ein
Eckchen setzen und mit ganzem Herzen an dem Glueck und Unstern einer
Miss Jonny teilnehmen konnte. Ich leugne auch nicht, dass die Art noch
einige Reize fuer mich hat. Doch da ich so selten an ein Buch komme,
so muss es auch recht nach meinem Geschmack sein. Und der Autor ist
mir der liebste, in dem ich meine Welt wiederfinde, bei dem es zugeht
wie um mich, und dessen Geschichte mir doch so interessant und
herzlich wird als mein eigen haeuslich Leben, das freilich kein
Paradies, aber doch im ganzen eine Quelle unsaeglicher Glueckseligkeit
ist".(June 16)
●舞蹈
☉Das Gespraech fiel aufs Vergnuegen am Tanze.--"wenn diese Leidenschaft
ein Fehler ist,"sagte Lotte, "so gestehe ich Ihnen gern, ich weiss mir
nichts uebers Tanzen. Und wenn ich was im Kopfe habe und mir auf
meinem verstimmten Klavier einen Contretanz vortrommle, so ist alles
wieder gut".(June 16)
●友情
☉Es ist doch gewiss, dass in der Welt den Menschen nichts notwendig
macht
als die Liebe. Ich fuehl's an Lotten, dass sie mich ungern verloere, und
die Kinder haben keinen andern Begriff, als dass ich immer morgen
wiederkommen wuerde.(Aug 15)
●愛情
☉Unterwegs sagte sie:"ueber die Ohrfeigen haben sie Wetter und alles
vergessen!"--ich konnte ihr nichts antworten.--"ich war", fuhr sie
fort, "eine der Furchtsamsten, und indem ich mich herzhaft stellte, um
den andern Mut zu geben, bin ich mutig geworden".--Wir traten ans
Fenster. Es donnerte abseitwaerts, und der herrliche Regen saeuselte
auf das Land, und der erquickendste Wohlgeruch stieg in aller Fuelle
einer warmen Luft zu uns auf. Sie stand auf ihren Ellenbogen gestuetzt,
ihr Blick durchdrang die Gegend; sie sah gen Himmel und auf mich, ich
sah ihr Auge traenenvoll, sie legte ihre Hand auf die meinige und sagte:
"Klopstock!"--Ich erinnerte mich sogleich der herrlichen Ode, die ihr
in Gedanken lag, und versank in dem Strome von Empfindungen, den sie
in dieser Losung ueber mich ausgoss. Ich ertrug's nicht, neigte mich
auf ihre Hand und kuesste sie unter den wonnevollsten Traenen. Und sah
nach ihrem Auge wieder--Edler! Haettest du deine Vergoetterung in
diesem Blicke gesehen, und moecht' ich nun deinen so oft entweihten
Namen nie wieder nennen hoeren!(June 16)
☉Ich lebe so glueckliche Tage, wie sie Gott seinen Heiligen ausspart;
und mit mir mag werden was will, so darf ich nicht sagen, dass ich die
Freuden, die reinsten Freuden des Lebens nicht genossen habe.--du
kennst mein Wahlheim; dort bin ich voellig etabliert, von da habe ich
nur eine halbe Stunde zu Lotten, dort fuehl' ich mich selbst und alles
Glueck, das dem Menschen gegeben ist.(June 21)
☉Was Lotte einem Kranken sein muss, fuehl' ich an meinem eigenen Herzen,
das uebler dran ist als manches, das auf dem Siechbette verschmachtet.
(Juli 1)
☉Was man ein Kind ist! Was man nach so einem Blicke geizt! Was man
ein Kind ist!....Ich sah ihr nach und sah Lottens Kopfputz
sich zum Schlage herauslehnen, und sie wandte sich um zu sehen, ach!
Nach mir?--Lieber! In dieser Ungewissheit schwebe ich; das ist mein
Trost: vielleicht hat sie sich nach mir umgesehen! Vielleicht!--Gute
Nacht! O, was ich ein Kind bin!(Juli 8)(自己像個小孩)
☉Ach wie mir das durch alle Adern laeuft, wenn mein Finger unversehens
den ihrigen beruehrt, wenn unsere Fuesse sich unter dem Tische begegnen!
Ich ziehe zurueck wie vom Feuer, und eine geheime Kraft zieht mich
wieder vorwaerts--mir wird's so schwindelig vor allen Sinnen.--O! Und
ihre Unschuld, ihre unbefangene Seele fuehlt nicht, wie sehr mich die
kleinen Vertraulichkeiten peinigen. Wenn sie gar im Gespraech ihre
Hand auf die meinige legt und im Interesse der Unterredung naeher zu
mir rueckt, dass der himmlische Atem ihres Mundes meine Lippen erreichen
kann:--ich glaube zu versinken, wie vom Wetter geruehrt.--und, Wilhelm!
Wenn ich mich jemals unterstehe, diesen Himmel, dieses Vertrauen--!
Du verstehst mich. Nein, mein Herz ist so verderbt nicht! Schwach!
Schwach genug!--und ist das nicht Verderben?--sie ist mir heilig.
Alle Begier schweigt in ihrer Gegenwart. (Juli 16)(使人無慾)
☉Wilhelm, was ist unserem Herzen die Welt ohne Liebe! Was eine
Zauberlaterne ist ohne Licht! Kaum bringst du das Laempchen hinein, so
scheinen dir die buntesten Bilder an deine weisse Wand! Und wenn's
nichts waere als das, als voruebergehende Phantome, so macht's doch
immer unser Glueck, wenn wir wie frische Jungen davor stehen und uns
ueber die Wundererscheinungen entzuecken. Heute konnte ich nicht zu
Lotten, eine unvermeidliche Gesellschaft hielt mich ab. Was war zu
tun? Ich schickte meinen Diener hinaus, nur um einen Menschen um mich
zu haben, der ihr heute nahe gekommen waere. Mit welcher Ungeduld ich
ihn erwartete, mit welcher Freude ich ihn wiedersah! Ich haette ihn
gern beim Kopfe genommen und gekuesst, wenn ich mich nicht geschaemt
haette.(Juli 16)(愛情就像燈籠之光)
☉ich bin zu nah in der Atmosphaere--zuck! So bin ich dort. Meine
Grossmutter hatte ein Maerchen vom Magnetenberg: die Schiffe, die zu
nahe kamen, wurden auf einmal alles Eisenwerks beraubt, die Naegel
flogen dem Berge zu, und die armen Elenden scheiterten zwischen den
uebereinander stuerzenden Brettern.(Juli 26)(她就像致命的磁鐵山)
☉Diese Liebe, diese Treue, diese Leidenschaft ist also keine
dichterische Erfindung. Sie lebt, sie ist in ihrer groessten Reinheit
unter der Klasse von Menschen, die wir ungebildet, die wir roh nennen.
Wir Gebildeten--zu Nichts Verbildeten! Lies die Geschichte mit
Andacht, ich bitte dich.(Nach, Sep.4)(愛情之真與知識水準無關)
●愛情:痛苦
☉Entweder, sagst du, hast du Hoffnung auf Lotten, oder du hast keine.
Gut, im ersten Fall suche sie durchzutreiben, suche die Erfuellung
deiner Wuensche zu umfassen: im anderen Fall ermanne dich und suche
einer elenden Empfindung los zu werden, die alle deine Kraefte
verzehren muss.--Bester! Das ist wohl gesagt, und--bald gesagt.
Und kannst du von dem Ungluecklichen, dessen Leben unter einer
schleichenden Krankheit unaufhaltsam allmaehlich abstirbt, kannst du
von ihm verlangen, er solle durch einen Dolchstoss der Qual auf einmal
ein Ende machen? Und raubt das UEbel, das ihm die Kraefte verzehrt, ihm
nicht auch zugleich den Mut, sich davon zu befreien?(Aug 8)
(★★愛情是一種使人喪失逃離勇氣的病)
☉Es ist ein Unglueck, Wilhelm, meine taetigen Kraefte sind zu einer
unruhigen Laessigkeit verstimmt, ich kann nicht muessig sein und kann
doch auch nichts tun. Ich habe keine Vorstellungskraft, kein Gefuehl
an der Natur, und die Buecher ekeln mich an. Wenn wir uns selbst
fehlen, fehlt uns doch alles.(Aug 22)(失去一切興趣,哀莫大於心死)
☉Ich kuesse diese Schleife tausendmal, und mit
jedem Atemzuge schluerfe ich die Erinnerung jener Seligkeiten ein, mit
denen mich jene wenigen, gluecklichen, unwiederbringlichen Tage
ueberfuellten. Wilhelm, es ist so, und ich murre nicht, die Blueten des
Lebens sind nur Erscheinungen! Wie viele gehn vorueber, ohne eine Spur
hinter sich zu lassen, wie wenige setzen Frucht an, und wie wenige
dieser Fruechte werden reif! Und doch sind deren noch genug da; und
doch--o mein Bruder!--koennen wir gereifte Fruechte vernachlaessigen,
verachten, ungenossen verfaulen lassen?(Aug 28)(都成了過去式)
☉Genug, dass in mir die Quelle alles Elendes
verborben ist, wie ehemals die Quelle aller Seligkeiten. Bin ich
nicht noch ebenderselbe, der ehemals in aller Fuelle der Empfindung
herumschwebte, dem auf jedem Tritte ein Paradies folgte, der ein Herz
hatte, eine ganze Welt liebevoll zu umfassen? Und dies Herz ist jetzt
tot, aus ihm fliessen keine Entzueckungen mehr, meine Augen sind
trocken, und meine Sinne, die nicht mehr von erquickenden Traenen
gelabt werden, ziehen aengstlich meine Stirn zusammen.(Nach,Nov 3)
(從前如天堂的大自然,現在卻是地獄)
●人生:痛苦
☉Was ist es anders als
Menschenschicksal, sein Mass auszuleiden, seinen Becher auszutrinken?
--Und ward der Kelch dem Gott vom Himmel auf seiner Menschenlippe zu
bitter, warum soll ich grosstun und mich stellen, als schmeckte er mir
suess? Und warum sollte ich mich schaemen, in dem schrecklichen
Augenblick, da mein ganzes Wesen zwischen Sein und Nichtsein zittert,
da die Vergangenheit wie ein Blitz ueber dem finstern Abgrunde der
Zukunft leuchtet und alles um mich her versinkt und mit mir die Welt
untergeht? Ist es da nicht die Stimme der ganz in sich gedraengten,
sich selbst ermangelnden und unaufhaltsam hinabstuerzenden Kreatur, in
den innern Tiefen ihrer vergebens aufarbeitenden Kraefte zu knirschen:
"mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?" und sollt' ich
mich des Ausdruckes schaemen, sollte mir es vor dem Augenblicke bange
sein, da ihm der nicht entging, der die Himmel zusammenrollt wie ein
Tuch?(Nach,Nov 15)(人生本是苦,為上帝所棄)
☉"Der toerichte
Mensch!" rief sie mit mitleidigem Laecheln, "da meint er die Zeit, da er
von sich war, das ruehmt er immer; das ist die Zeit, da er im
Tollhause war, wo er nichts von sich wusste."--Das fiel mir auf wie
ein Donnerschlag, ich drueckte ihr ein Stueck Geld in die Hand und
verliess sie eilend. Da du gluecklich warst! Rief ich aus, schnell vor
mich hin nach der Stadt zu gehend, da dir es wohl war wie einem Fisch
im Wasser!--Gott im Himmel! Hast du das zum Schicksale der Menschen
gemacht, dass sie nicht gluecklich sind, als ehe sie zu ihrem Verstande
kommen und wenn sie ihn wieder verlieren!(Nach, Nov 30)
(歡樂只是上帝給人類的假象)
●憂鬱
☉Unmut und Unlust hatten in Werthers Seele immer tiefer Wurzel
geschlagen, sich fester untereinander verschlungen und sein ganzes
Wesen nach und nach eingenommen. Die Harmonie seines Geistes war
voellig zerstoert, eine innerliche Hitze und Heftigkeit, die alle
Kraefte seiner Natur durcheinanderarbeitete, brachte die widrigsten
Wirkungen hervor und liess ihm zuletzt nur eine Ermattung uebrig, aus
der er noch aengstlicher empor strebte, als er mit allen UEbeln bisher
gekaempft hatte. Die Beaengstigung seines Herzens zehrte die uebrigen
Kraefte seines Geistes, seine Lebhaftigkeit, seinen Scharfsinn auf, er
ward ein trauriger Gesellschafter, immer ungluecklicher, und immer
ungerechter, je ungluecklicher er ward. (Herausgeber)
●愛情:情敵
☉Indes kann ich Alberten meine Achtung nicht versagen. Seine gelassene
Aussenseite sticht gegen die Unruhe meines Charakters sehr lebhaft ab,
die sich nicht verbergen laesst. Er hat viel Gefuehl und weiss, was er
an
Lotten hat. Erscheint wenig ueble Laune zu haben, und du weisst, das
ist die Suende, die ich aerger hasse am Menschen als alle andre.(Juli
30)
(情敵總是沈穩)
☉Und, darf ich es sagen? Warum nicht, Wilhelm? Sie waere mit mir
gluecklicher geworden als mit ihm! O er ist nicht der Mensch, die
Wuensche dieses Herzens alle zu fuellen. Ein gewisser Mangel an
Fuehlbarkeit, ein Mangel--nimm es, wie du willst; dass sein Herz nicht
sympathetisch schlaegt bei--O!--bei der Stelle eines lieben Buches,
wo mein Herz und Lottens in einem zusammentreffen; in hundert andern
Vorfaellen, wenn es kommt, dass unsere Ermpfindungen ueber eine Handlung
eines Dritten laut werden. Lieber Wilhelm!--Zwar er liebt sie von
ganzer Seele, und so eine Liebe, was verdient die nicht!(Nach, Jun 29)
(自信比情敵有更多感性,能真正與情人共鳴)
☉Saettigkeit ist's und Gleichgueltigkeit! Zieht
ihn nicht jedes elende Geschaeft mehr an als die teure, koestliche
Frau? Weiss er sein Glueck zu schaetzen? Weiss er sie zu achten, wie sie
es verdient? (Herausgeber)
●愛情:獨佔
☉Jene Schwelle, worauf die Nachbarskinder so oft
gespielt hatten, war mit Blut besudelt. Liebe und Treue, die
schoensten menschlichen Empfindungen, hatten sich in Gewalt und Mord
verwandelt.....
"Was hast du begangen, Ungluecklicher!" rief Werther aus, indem er
auf den Gefangenen losging.--Dieser sah ihn still an, schwieg und
versetzte endlich ganz gelassen: "keiner wird sie haben, sie wird
keinen haben."--Man brachte den Gefangnen in die Schenke, und
Werther eilte fort.(Herausgeber)
☉"Nein,
Lotte," rief er aus, "ich werde Sie nicht wiedersehen!"--"Warum
das?" versetzte sie, "Werther, Sie koennen, Sie muessen uns wiedersehen,
nur maessigen Sie sich. O warum mussten Sie mit dieser Heftigkeit,
dieser unbezwinglich haftenden Leidenschaft fuer alles, was Sie einmal
anfassen, geboren werden! Ich bitte Sie," fuhr sie fort, indem sie
ihn bei der Hand nahm, "maessigen Sie sich! Ihr Geist, Ihre
Wissenschaften, Ihre Talente, was bieten die Ihnen fuer mannigfaltige
Ergetzungen dar! Sein Sie ein Mann, wenden Sie diese traurige
Anhaenglichkeit von einem Geschoepf, das nichts tun kann als Sie
bedauern."--Er knirrte mit den Zaehnen und sah sie duester an.--Sie
hielt seine Hand. "Nur einen Augenblick ruhigen Sinn, Werther!" sagte
sie. Fuehlen Sie nicht, dass Sie sich betriegen, sich mit Willen
zugrunde richten! Warum denn mich, Werther? Just mich, das Eigentum
eines andern? Just das? Ich fuerchte, ich fuerchte, es ist nur die
Unmoeglichkeit, mich zu besitzen, die Ihnen diesen Wunsch so reizend
macht."(Nach Dez 20)(Lotte猜出Werther的獨佔性)
☉"Es kann sie jeder machen," versetzte sie drauf, "und sollte denn
in der weiten Welt kein Maedchen sein, das die Wuensche Ihres Herzens
erfuellte? Gewinnen Sie's ueber sich, suchen Sie darnach, und ich
schwoere Ihnen, Sie werden sie finden; denn schon lange aengstigt mich,
fuer Sie und uns, die Einschraenkung, in die Sie sich diese Zeit her
selbst gebannt haben. Gewinnen Sie ueber sich, eine Reise wird Sie,
muss Sie zerstreuen! Suchen Sie, finden Sie einen werten Gegenstand
Ihrer Liebe, und kehren Sie zurueck, und lassen Sie uns zusammen die
Seligkeit einer wahren Freundschaft geniessen."(Nach Dez 20)
(Lotte希望能將關係訂在與Werther的友情,這便是衝突點)
☉Alles das ist vergaenglich, aber keine Ewigkeit soll das gluehende
Leben ausloeschen, das ich gestern auf deinen Lippen genoss, das ich in
mir fuehle! Sie liebt mich! Dieser Arm hat sie umfasst, diese Lippen
haben auf ihren Lippen gezittert, dieser Mund hat an dem ihrigen
gestammelt. Sie ist mein! Du bist mein! Ja, Lotte, auf ewig.(絕筆信)
☉So verstaendige, so gute Menschen fingen wegen gewisser
heimlicher Verschiedenheiten unter einander zu schweigen an, jedes
dachte seinem Recht und dem Unrechte des andern nach, und die
Verhaeltnisse verwickelten und verhetzten sich dergestalt, dass es
unmoeglich ward, den Knoten eben in dem kritischen Momente, von dem
alles abhing, zu loesen. Haette eine glueckliche Vertraulichkeit sie
frueher wieder einander naeher gebracht, waere Liebe und Nachsicht
wechselsweise unter ihnen lebendig worden und haette ihre Herzen
aufgeschlossen, vielleicht waere unser Freund noch zu retten gewesen.
(借槍)(愛少的是寬容!!)
●愛情:衝突
☉Lotte war indes in einen sonderbaren Zustand geraten. Nach der
letzten Unterredung mit Werthern hatte sie empfunden, wie schwer es
ihr fallen werde, sich von ihm zu trennen, was er leiden wuerde, wenn
er sich von ihr entfernen sollte.(Nach Dez 20)
☉Sie sah sich nun mit dem Mann auf ewig verbunden,
dessen Liebe und Treue sie kannte, dem sie von Herzen zugetan war,
dessen Ruhe, dessen Zuverlaessigkeit recht vom Himmel dazu bestimmt zu
sein schien, dass eine wackere Frau das Glueck ihres Lebens darauf
gruenden sollte; sie fuehlte, was er ihr und ihren Kindern auf immer
sein wuerde. Auf der andern Seite war ihr Werther so teuer geworden,
gleich von dem ersten Augenblick ihrer Bekanntschaft an hatte sich die
uebereinstimmung ihrer Gemueter so schoen gezeigt, der lange dauernde
Umgang mit ihm, so manche durchlebte Situationen hatten einen
unausloeschlichen Eindruck auf ihr Herz gemacht. Alles, was sie
Interessantes fuehlte und dachte, war sie gewohnt mit ihm zu teilen,
und seine Entfernung drohte in ihr ganzes Wesen eine Luecke zu reissen,
die nicht wieder ausgefuellt werden konnte. O, haette sie ihn in dem
Augenblick zum Bruder umwandeln koennen, wie gluecklich waere sie
gewesen! Haette sie ihn einer ihrer Freundinnen verheiraten duerfen,
haette sie hoffen koennen, auch sein Verhaeltnis gegen Albert ganz
wieder
herzustellen!(Nach Dez 20)(Albert負責任,Werther可交心,二者不能得兼)
●愛情:決裂
☉Die Welt
verging ihnen. Er schlang seine Arme um sie her, presste sie an seine
Brust und deckte ihre zitternden, stammelnden Lippen mit wuetenden
Kuessen.--"Werther!" rief sie mit erstickter Stimme, sich abwendend,
"Werther!" und drueckte mit schwacher Hand seine Brust von der
ihrigen; "Werther!" rief sie mit dem gefassten Tone des edelsten
Gefuehles.--Er widerstand nicht, liess sie sich aus seinen Armen und
warf sich unsinnig vor sie hin.--Sie riss sich auf, und in
aengstlicher Verwirrung, bebend zwischen Liebe und Zorn, sagte sie:
"Das ist das letzte Mal! Werther! Sie sehn mich nicht wieder." Und
mit dem vollsten Blick der Liebe auf den Elenden eilte sie ins
Nebenzimmer und schloss hinter sich zu.(Nach Ossian)
(超越禮防的激情使Lotte激起完全的抗拒)
●婚姻
☉wir sehnen uns, ach! Unser
ganzes Wesen hinzugeben, uns mit aller Wonne eines einzigen, grossen,
herrlichen Gefuehls ausfuellen zu lassen.--und ach! Wenn wir hinzueilen,
wenn das Dort nun Hier wird, ist alles vor wie nach, und wir stehen
in unserer Armut, in unserer Eingeschraenktheit, und unsere Seele
lechzt nach entschluepftem Labsale.
So sehnt sich der unruhigste Vagabund zuletzt wieder nach seinem
Vaterlande und findet in seiner Huette, an der Brust seiner Gattin, in
dem Kreise seiner Kinder, in den Geschaeften zu ihrer Erhaltung die
Wonne, die er in der weiten Welt vergebens suchte.(June 21)
●政治
☉Die Toren, die nicht sehen, dass es eigentlich auf den Platz gar nicht
ankommt, und dass der, der den ersten hat, so selten die erste Rolle
spielt! Wie mancher Koenig wird durch seinen Minister, wie mancher
Minister durch seinen Sekretaer regiert! Und wer ist dann der Erste?
Der, duenkt mich, der die andern uebersieht und so viel Gewalt oder List
hat, ihre Kraefte und Leidenschaften zu Ausfuehrung seiner Plane
anzuspannen.(Jan 8)(擁有權力者其實無權)
●死亡
☉Sterben! Was heisst das? Siehe, wir traeumen, wenn wir vom
Tode reden. Ich habe manchen sterben sehen; aber so eingeschraenkt ist
die Menschheit, dass sie fuer ihres Daseins Anfang und Ende keinen Sinn
hat.(絕筆信)
1999.9.24
立人祕密書齋
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