Max Weber, "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus"
韋伯,新教倫理與資本主義精神,于曉譯,谷風出版

●I.Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

☉Ein Blick in die Berufsstatistik eines konfessionell gemischten Landes pflegt mit auffallender Haufigkeit eine Erscheinung zu zeigen, welche mehrfach in der katholischen Presse und Literatur und auf den Katholikentagen Deutschlands lebhaft er-ortert worden ist: den ganz vorwiegend protestantischen Charakter des Kapitalbesitzes und Unternehmertums sowohl, wie der oberen gelernten Schichten der Arbeiterschaft, namentlich aber des hoheren technisch oder kaufmannisch vorgebildeten Personals der modernen Unternehmungen.(上層社會的絕大多數是清教徒)(p.21)

☉Von den Handwerksgesellen zeigen m. a. W. die Katholiken die starkere Neigung zum Verbleiben im Handwerk, werden also relativ haufiger Handwerks meister, wahrend die Protestanten in relativ starkerem Mase in die Fabriken abstromen, um hier die oberen Staffeln der gelernten Arbeiterschaft und des gewerblichen Beamtentums zu fullen.(p.23)(天主教徒固守傳統手工業)

☉Auch ein moderner Schriftsteller glaubte den Gegensatz, wie er in dem Verhalten beider Konfessionen gegenuber dem Erwerbsleben zutage tritt, dahin formulTieren zu sollen: "Der Katholik . . . ist ruhiger; mit geringerem Erwerbstrieb ausgestattet, gibt er auf einen moglichst gesicherten Lebenslauf, wenn auch mit kleinerem Einkommen, mehr, als auf ein gefahrdetes, aufregendes, aber eventuell Ehren und Reichtumer bringendes Leben. Der Volksmund meint scherzhaft: entweder gut essen, oder ruhig schlafen. Im vorliegenden Fall ist der Protestant gern gut, wahrend der Katholik ruhig schlafen will". (p.25)(刻板印象覺得天主教比較刻苦,新教享樂)

☉In der Tat mag mit dem "gut essen wollen" die Motivation fur den kirchlich indifferenteren Teil der Protestanten in Deutschland und fur die Gegenwart, zwar unvollstandig, aber doch wenigstens teilweise richtig charakterisiert sein. Aber nicht nur lagen die Dinge in der Vergangenheit sehr anders: fur die englischen, hollandischen und amerikanischen Puritaner war bekanntlich das gerade Gegenteil von "Weltfteude" charakteristisch und zwar, wie wir noch sehen werden, grade einer ihrer fur uns wichtigsten Charakterzuge.(p.25)(其實不然)

☉Montesquieu sagt (Esprit des lois Buch XX cap. 7) von den Englandern, sie hatten es "in drei wichtigen Dingen von allen Volkern der Welt am weitesten gebracht: in der Frommigkeit, im Handel und in der Freiheit". Sollte ihre Ueberlegenheit auf dem Gebiet des Erwerbs - und, was in einen anderen Zusammenhang gehort, ihre Eignung fur freiheitliche politische Institutionen - vielleicht mit jenem Frommigkeitsrekord, den Montesquieu ihnen zuerkennt, zusammenhangen ?(p.29)(★本書主題:既虔誠又賺錢是可能的。)

●II.Der "Geist" des Kapitalismus

☉"Bedenke, das die Zeit Geld ist; wer taglich zehn Schillinge durch seine Arbeit erwerben konnte und den halben Tag spazieren geht, oder auf seinem Zimmer faulenzt, der darf, auch wenn er nur sechs Pence fur sein Vergnugen ausgibt, nicht dies allein berechnen, er hat nebendem noch funf Schillinge ausgegeben oder vielmehr weggeworfen.

Bedenke, das Kredit Geld ist. Last jemand sein Geld, nachdem es zahlbar ist, bei mir stehen, so schenkt er mir die Interessen, oder so viel als ich wahrend dieser Zeit damit anfangen kann. Dies belauft sich auf eine betrachtliche Summe, wenn ein Mann guten und grosen Kredit hat und guten Gebrauch davon macht.

Bedenke, das Geld von einer zeugungskraftigen und fruchtbaren Natur ist. Geld kann Geld erzeugen und die Sproslinge konnen noch mehr erzeugen und sofort. Funf Schillinge umgeschlagen sind sechs, wieder umgetrieben sieben Schilling drei Pence und so fort bis es hundert Pfund Sterling sind. Je mehr davon vorhanden ist, desto mehr erzeugt das Geld beim Umschlag, so das der Nutzen schneller und immer schneller steigt. Wer ein Mutterschwein totet, vernichtet dessen ganze Nachkommenschaft bis ins tausendste Glied. Wer ein Funfschillingstuck umbringt, mordet (!) alles, was damit hatte produziert werden konnen: ganze Kolonnen von Pfunden Sterling.

Bedenke, das - nach dem Sprichwort - ein guter Zahler der Herr von jedermanns Beutel ist. Wer dafur bekannt ist, punktlich zur versprochenen Zeit zu zahlen, der kann zu jeder Zeit alles Geld entlehnen, was seine Freunde gerade nicht brauchen.

Dies ist bisweilen von grosem Nutzen. Neben Fleis und Masigkeit tragt nichts so sehr dazu bei, einen jungen Mann in der Welt vorwarts zu bringen, als Punktlichkeit und Gerechtigkeit bei allen seinen Geschaften. Deshalb behalte niemals erborgtes Geld eine Stunde langer als du versprachst, damit nicht der Aerger daruber deines Freundes Borse dir auf immer verschliese.

Die unbedeutendsten Handlungen, die den Kredit eines Mannes beeinflussen, mussen von ihm beachtet werden. Der Schlag deines Hammers, den dein Glaubiger um 5 Uhr morgens oder um 8 Uhr abends vernimmt, stellt ihn auf sechs Monate zufrieden; sieht er dich aber am Billardtisch oder hort er deine Stimme im Wirtshause, wenn du bei der Arbeit sein solltest, so last er dich am nachsten Morgen um die Zahlung mahnen, und fordert sein Geld, bevor du es zur Verfugung hast.

Auserdem zeigt dies, das du ein Gedachtnis fur deine Schulden hast, es last dich als einen ebenso sorgfaltigen wie ehrlichen Mann erscheinen und das vermehrt deinen Kredit.

Hute dich, das du alles was du besitzest, fur dein Eigentum haltst und demgemas lebst. In diese Tauschung geraten viele Leute, die Kredit haben. Um dies zu verhuten, halte eine genaue Rechnung uber deine Ausgaben und dein Einkommen. Machst du dir die Muhe, einmal auf die Einzelheiten zu achten, so hat das folgende gute Wirkung: Du entdeckst, was fur wunderbar kleine Ausgaben zu grosen Summen anschwellen und du wirst bemerken, was hatte gespart werden konnen und was in Zukunft gespart werden kann. . . .

Fur 6 £ jahrlich kannst du den Gebrauch von 100 £ haben, vorausgesetzt, das du ein Mann von bekannter Klugheit und Ehrlichkeit bist. War taglich einen Groschen nutzlos ausgibt, gibt an 6 £ jahrlich nutzlos aus, und das ist der Preis fur den Gebrauch von 100 £. Wer taglich einen Teil seiner Zeit zum Werte eines Groschen verschwendet (und das mogen nur ein paar Minuten sein), verliert, einen Tag in den andern gerechnet, das Vorrecht 100 £ jahrlich zu gebrauchen. Wer nutzlos Zeit im Wert von 5 Schillingen vergeudet, verliert 5 Schillinge und konnte ebensogut 5 Schillinge ins Meer werfen. Wer 5 Schillinge verliert, verliert nicht nur die Summe, sondern alles, was damit bei Verwendung im Gewerbe hatte verdient werden konnen, - was, wenn ein junger Mann ein hoheres Alter erreicht, zu einer ganz bedeutenden Summe auflauft."

Es ist Benjamin Franklin.... Das es "Geist des Kapitalismus" ist, der aus ihm in charakteristischer Weise redet, wird niemand bezweifeln, so wenig etwa behauptet werden soll, das nun alles, was man unter diesem "Geist" verstehen kann, darin enthalten sei. (p.33)(代表的富蘭客林的美國資本主義精神)

☉....deren Lebensweisheit Kurnbergers "Amerikamuder" dahin zusammenfast: "Aus Rindern macht man Talg, aus Menschen Geld", so fallt als das Eigentumliche in dieser "Philosophie des Geizes" das Ideal des kreditwurdigen Ehremannes und vor allem: der Gedanke der Verpflichtung des einzelnen gegenuber dem als Selbstzweck vorausgesetzten Interesse an der Vergroserung seines Kapitals auf. In der Tat: das hier nicht einfach Lebenstechnik, sondern eine eigentumliche "Ethik" gepredigt wird.(p.34)(累積信用與資本就是目的)

☉"er (Fugger) hatte viel einen andern Sinn, wollte gewinnen dieweil er konnte" , so unterscheidet sich der "Geist" dieser Aeuserung offensichtlich von Franklin: was dort als Ausflus kaufmannischen Wagemuts und einer personlichen, sittlich indifferenten, Neigung geausert wird, nimmt hier den Charakter einer ethischgefarbten Maxime der Lebensfuhrung an. In diesem spezifischen Sinne wird hier der Begriff "Geist des Kapitalismus" gebraucht. Naturlich: des modernen Kapitalismus. Denn das hier nur von diesem westeuropaisch -amerikanischem Kapitalismus die Rede ist, versteht sich angesichts der Fragestellung von selbst. "Kapitalismus" hat es in China, Indien, Babylon, in der Antike und im Mittelalter gegeben. Aber eben jenes eigentumliche Ethos fehlte ihm, wie wir sehen werden. (p.34)(所謂現代資本主義精神)

☉Benjamin Franklin, obwohl selbst konfessionell farbloser Deist, in seiner Autobiographie darauf mit einem Bibelspruch, den, wie er sagt, sein streng calvinistischer Vater ihm in der Jugend immer wieder eingepragt habe: "Siehst du einen Mann rustig in seinem Beruf, so soll er vor Konigen stehen" . Der Gelderwerb ist - sofern er in legaler Weise erfolgt - innerhalb der modernen Wirtschaftsordnung das Resultat und der Ausdruck der Tuchtigkeit im Beruf und diese Tuchtigkeit ist, wie nun unschwer zu erkennen ist, das wirkliche A und O der Moral Franklins, wie sie in der zitierten Stelle ebenso wie in allen seinen Schriften ohne Ausnahme uns entgegentritt . In der Tat: jener eigentumliche, uns heute so gelaufige und in Wahrheit doch so wenig selbstverstandliche Gedanke der ★Berufspflicht.....(p.36)(★天職說:以勤勞地累積資本代替金錢與享受)

☉Die Habgier des chinesischen Mandarinen, des altromischen Aristokraten, des modernen Agrariers halt jeden Vergleich aus..... Die universelle Herrschaft absoluter Skrupellosigkeit(不謹慎) der Geltendmachung des Eigeninteresses beim Gelderwerb war gerade ein ganz spezifisches Charakteristikum solcher Lander, deren burgerlich - kapitalistische Entfaltung - an den Masstaben der okzidentalen Entwicklung gemessen - "ruckstandig" geblieben war. Wie jeder Fabrikant weis, ist die mangelnde "coscienziosita"(缺乏自覺) der Arbeiter solcher Lander, etwa Italiens im Gegensatz zu Deutschland, eines der Haupthemmnisse ihrer kapitalistischen Entfaltung gewesen und in gewissem Mase noch immer. Der Kapitalismus kann den praktischen Vertreter des undisziplinierten "liberum arbitrium"(自由人) als Arbeiter nicht brauchen, so wenig eir, wie wir schon von Franklin lernen konnten, den in seiner ausern Gebarung schlechthin skrupellosen Geschaftsmann brauchen kann. In der verschieden starken Entwicklung irgendeines "Triebes" nach dem Gelde also liegt der Unterschied nicht.(p.39)(凡人皆有貪欲,但前現代是沒有紀律的)

☉Die Heraufsetzung der Akkordsatze bewirkte auffallend oft nicht etwa, das mehr, sondern: das weniger an Arbeitsleistung in der gleichen Zeitspanne erzielt wurde, weil die Arbeiter die Akkorderhohung nicht mit Herauf-sondern mit Herabsetzung der Tagesleistung beantworteten....Dies ist eben ein Beispiel desjenigen Verhaltens, welches als "Traditionalismus" bezeichnet werden soll: der Mensch will "von Natur" nicht Geld und mehr Geld verdienen, sondern einfach leben, so leben wie er zu leben gewohnt ist und soviel erwerben, wie dazu erforderlich ist. (p.41)(人性本惰的前現代精神) 

☉Das ist in der Tat die einzig zutreffende Motivierung und sie bringt zugleich das, vom personlichen Glucksstandpunkt aus angesehen, so Irrationale dieser Lebensfuhrung, bei welcher der Mensch fur sein Geschaft da ist, nicht umgekehrt, zum Ausdruck. (p.50)(為賺錢而生活,不是為生活而賺錢)

☉Selbstverstandlich spielt die Empfindung fur die Macht und das Ansehen, welches die blose Tatsache des Besitzes gewahrt, dabei ihre Rolle: wo einmal die Phantasie eines ganzen Volkes in der Richtung auf das rein quantitativ Grose gelenkt ist, wie in den Vereinigten Staaten, da wirkt diese Zahlenromantik mit unwiderstehlichem Zauber auf die "Dichter" unter den Kaufleuten.....Der ★"Idealtypus" des kapitalistischen Unternehmers, wie er auch bei uns in einzelnen hervorragenden Beispielen vertreten war, hat mit solchem groberen oder feineren Protzentum nichts Verwandtes. (p.50)(真正的資本家,與那些追求名利慾望的暴發戶是不同的)(★"Idealtypus")

☉Es scheint also, als sei die Entwicklung des "kapitalistischen Geistes" am einfachsten als Teilerscheinung in der Gesamtentwicklung des Rationalismus zu verstehen und musse aus dessen prinzipieller Stellung zu den letzten Lebensproblemen ableitbar sein.....wie wir sahen, vom Standpunkt der rein eudamonistischen Eigeninteressen aus so irrationale - Sichhingeben an die Berufs- arbeit erwachsen ist, welches einer der charakteristischsten Bestandteile unserer kapitalistischen Kultur war und noch immer ist. (p.57)(★「資本主義精神」歸結為「理性主義」發展的一部份,反功利而非理性般的)

●III.Luthers Berufskonzeption. Aufgabe der Untersuchung.

☉Unbedingt neu war jedenfalls zunachst eins: die Schatzung der Pflichterfullung innerhalb der weltlichen Berufe als des hochsten Inhaltes, den die sittliche Selbstbetatigung uberhaupt annehmen konne. Dies war es, was die Vorstellung von der religiosen Bedeutung der weltlichen Alltagsarbeit zur unvermeidlichen Folge hatte und den Berufsbegriff in diesem Sinn erstmalig erzeugte. Es kommt also in dem Begriff "Beruf" jenes Zentraldogma aller protestantischen Denominationen zum Ausdruck, welches die katholische Unterscheidung der christlichen Sittlichkeitsgebote in "praecepta" und "consilia" verwirft und als das einzige Mittel, Gott wohlgefallig zu leben, nicht eine Ueberbietung der inner - weltlichen Sittlichkeit durch monchische Askese, sondern ausschlieslich die Erfullung der innerweltlichen Pflichten kennt, wie sie sich aus der Lebensstellung des einzelnen ergeben, die dadurch eben sein "Beruf" wird.(p.59)(享樂→禁欲→圓融)

☉Bei Luther entwickelt dieser Gedanke sich im Laufe des ersten Jahrzehntes seiner reformatorischen Tatigkeit. Anfangs gehort ihm, durchaus im Sinne der vorwiegenden mittelalterlichen Tradition, wie sie z. B. Thomas von Aquino reprasentiert, die weltliche Arbeit, obwohl von Gott gewollt, zum Kreaturlichen, sie ist die unentbehrliche Naturgrundlage des Glaubenslebens, sittlich an sich indifferent wie Essen und Trinken. Aber mitder klareren Durchfuhrung des "sola - fide" (唯一的信仰)- Gedankens in seinen Konsequenzen und mit dem dadurch gegebenen, mit steigender Scharfe betonten Gegensatz gegen die "vom Teufel diktierten" katholischen "evangelischen Ratschlage" des Monchtums steigt die Bedeutung des Berufs. Die monchische Lebensfuhrung ist nun nicht nur zur Rechtfertigung vor Gott selbstverstandlich ganzlich wertlos, sondern sie gilt ihm auch als Produkt egoistischer, den Weltpflichten sich entziehender ★Lieblosigkeit. Im Kontrast dazu erscheint die weltliche Berufsarbeit als auserer Ausdruck der Nachstenliebe und dies wird in allerdings hochst weltfremder Art und in einem fast grotesken Gegensatz zu Adam Smiths bekannten Satz....(p.60)(★★禁欲反而是違反同胞愛)

☉Milton schliest den letzten Gesang des "Paradise lost" nach der Schilderung der Ausstosungaus dem Paradiese wie folgt:

"Sie wandten sich und sah'n des Paradieses 
Oestlichen Teil, - noch jungst ihr sel'ger Sitz -
Von Flammengluten furchtbar uberwallt,
Die Pforte selbst von riesigen Gestalten, 
Mit Feuerwaffen in der Hand, umschart.
Sie fuhlten langsam Tranen niederperlen,
Jedoch sie trockneten die Wangen bald:
Vor ihnen lag die grose weite Welt.
Wo sie den Ruheplatz sich wahlen konnten, 
Die Vorsehung des Herrn als Fuhrerin.
Sie wanderten mit langsam zagem Schritt 
Und Hand in Hand aus Eden ihres Weges."

Und wenig vorher hatte Michael zu Adam gesagt:

" . . . . . Nur fuge zu dem Wissen auch die Tat; 
Dann fuge Glauben, Tugend und Geduld
Und Masigkeit hinzu und jene Liebe, 
Die einst als christliche gepriesen wird, 
Und, Seele wird von allen Tugenden.
Dann last du ungern nicht dies Paradies, 
Du tragst in dir ja ein viel Sel'geres."

Jeder empfindet sofort, das dieser machtigste Ausdruck der einsten puritanischen Weltzugewendetheit, das heist: Wertung des innerweltlichen Lebens als Aufgabe, im Munde eines mittelalterlichen Schriftstellers unmoglich gewesen ware.(p.65)(塵世主義)

☉Wir fragen also lediglich, was von gewissen charakteristischen Inhalten dieser Kultur dem Einflus der Reformation als historischer Ursache etwa zuzurechnen sein mochte. Dabei mussen wir uns freilich von der Ansicht emanzipieren: man konne aus okonomischen Verschiebungen die Reformation als "entwicklungsgeschichtlich notwendig" deduzieren. Ungezahlte historische Konstellationen, die nicht nur in kein "okonomisches Gesetz", sondern uberhaupt in keinen okonomischen Gesichtspunkt irgendwelcher Art sich einfugen, namentlich rein politische Vorgange, musten zusammenwirken, damit die neu geschaffenen Kirchen uberhaupt fortzubestehen vermochten. Aber andererseits soll ganz und gar nicht eine so toricht -doktrinare These ) verfochten werden wie etwa die: das der "kapitalistische Geist" (immer in dem provisorisch hier verwendeten Sinn dieses Wortes) nur als Ausflus bestimmter Einflusse der Reformation habe entstehen konnen oder wohl gar: das der Kapitalismus als Wirtschaftssystem ein Erzeugnis der Reformation sei. Schon das gewisse wichtige Formen kapitalistischen Geschaftsbetriebs notorisch erheblich alter sind als die Reformation, stande einer solchen Ansicht ein fur allemal im Wege.(p.68)(既不是經濟條件決定了宗教改革;也不是宗教決定了經濟)


●IV. Die religiosen Grundlagen der innerweltlichen Askese.

▼A.Calvinism

☉"Westminster confession" von 1647 
Nr. 7: Es gefiel Gott, die ubrigen des Menschengeschlechts gemas dem unerforschlichen Rat seines Willens, wonach er Gnade erteilt oder vorenthalt, wie es ihm gefallt, zur Verherrlichung seiner unumschrankten Macht uber seine Geschopfe zu ubergehen und sie zu ordnen zu Unehre und Zorn fur ihre Sunde, zum Preise seiner herrlichen Gerechtigkeit.(p.78)(★上帝可以不按賞善罰惡的法則,祂是「超驗論」。)

☉"Mag ich zur Holle fahren, aber solch ein Gott wird niemals meine Achtung erzwingen" - war bekanntlich Miltons Urteil uber die Lehre.(p.79)

☉以塵世公正與否的標準來衡量上帝的最高旨意,不僅是毫無意義的,而且褻瀆神靈,因為只有上帝絕對自由,不受制於任何法律。(p.80)

☉宗教發展中的偉大歷史過程:把魔力從世界排除出去,在這裡達到他的邏輯結局。(p.82)

☉對故土的愛高於對自己靈魂不得救的恐懼。(p.85)

☉同胞愛只能為了上帝的榮耀而存在,而不是為肉體服務,那麼這種友愛首先只能表現在,完成自然所給予人們的日常工作中。(p.86)

☉但加爾文宗在其發展過程中,為這一傾向(每一個基督徒必須成為僧侶)添加了某種肯定性的東西,亦即增加此一觀念:必須在世俗活動中證明一個人的信仰。由此便給更為廣大的、具有宗教傾向的人,帶來一種明確的禁欲主義實踐誘引。通過將其倫理建立在「預定論」的基礎上,加爾文宗得以用,今生今世就已預定為上帝的聖徒的精神貴族,來代替僧侶們那種出世、超世的精神貴族。(p.97)(★宗教的世俗化)

☉Goethe的話經常可以適用於Calvinism:「行動的人從來就是殘酷無情,除了旁觀者以外,沒有任何人有良心。」(p.123)

▼B.虔信派

▼C.循道宗

▼D.浸禮宗

●V. Askese und kapitalistischer Geist.

☉他們直持反對態度的道德依據是:佔有財富將導致懈怠,享受財富會造成遊手好閒、屈從肉體享樂誘惑,最重要的是,將使人放棄對正義人生的追求。事實上,反對佔有財富的全部理由就是,他可能招致放縱懈怠。....按照主的意志,唯有勞作,而非悠閒享樂方能增益上帝榮耀。(p.129)(★從「財富」到「追求財富」的過渡)

☉St.Paul的「不勞動者不得食」無條件地適用於每個人,厭惡勞動本屬墮落的表徵。(p.131)

☉要是上帝為你指明了一條路,延循它你可以合法地牟取更多利益(而不會損害你自己的靈魂或者他人),而你卻拒絕它並選擇不那麼容易獲利的途徑,那麼你會背離從事職業的目的之一,也就是拒絕成為上帝的僕人,拒絕接受祂的餽贈、並遵照祂的訓令而為祂使用他們。祂的聖訓是:你須為上帝而辛勞致富,但不可為肉體、罪孽而如此。(p.134)(★圓融觀)

☉(財富本身不是罪惡;為它所奴役才是罪惡)(p.134)

☉Charles I 竟然通過立法來規定,人們在禮拜日做完禮拜後,有權從事通俗娛樂活動,這引起了清教徒們的狂熱反對。....封建勢力與君主勢力保護尋歡作樂者,壓制新興的中產階級道德、和反專制統治的禁欲主義宗教集團,這種情況與當今資本主義社會保護樂意工作者,而壓制無產階級道德與反集權主義工會,完全是同一回事。(p.137)(★宗教的禁欲精神在世俗社會中是危險的。)

☉事實上,修道院制度的全部歷史,在某種意義上,就是與財富的世俗化影響不斷鬥爭的歷史。在一種廣泛意義上來講,世俗的清教禁欲主義也是如此。(p.144)(★難免走向墮落的教義)

☉只能通過完成神示的天職去尋求上帝之國,並且教會自然又把嚴格的禁欲主義教規,特別強加於一無所有的階層,這一切,很明顯,必定對資本主義意義上的「勞動生產力」產生極有力的影響。(p.147)

☉....在Franklin的時代,宗教基礎已經腐朽死亡了....大獲全勝的資本主義,依賴於機器的基礎,已不再需要這種精神支持了。(p.150)

☉專家沒有靈魂,縱欲者沒有心肝,這個廢物幻想著自己已經達到前所未有的文明程度。(p.151)


■立人書摘
2003.5.28閱





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