Der 6. Tag der zipserdeutschen Kultur

Ein Fest der Deutschen

in der Oberzips

Nach einem Jahr hat am 29. September d. J schon der 6. Tag der zipserdeutschen Kultur stattgefunden. Die Veranstaltung hat die Poprader Ortsgruppe des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei organisiert. Das Stadtamt und Tatramuseum in Poprad haben natürlich auch wirkungsvoll mitgearbeitet.

Es ist erfreulich, dass dieses Kultur - und Gesell-schaftsunternehmen die breite Öffentlichkeit noch mehr als voriges Jahr angesprochen hat. Es wurde zu einem bedeutungsvollen Ereignis und zugleich auch zum Feiertag der in der Oberzips lebenden Deutschen. Ohne Übertreiben kann man sagen, dass der diesjährige Tag der zipserdeutschen Kultur einer der erfolgreichsten war und gesellschaftlich die Bedeutung dieses Unternehmens wieder um eine Stufe höher schob. Es haben auch bedeutende Besucher teilgenommen. Ausser dem Oberbürgermeister aus Poprad, Ing. Štefan Kubík, besuchte uns auch der Kulturattaché der Österreichischen Botschaft in der SR, Mag. Walter Persché mit Gattin. Mit ihrer Teilnah-me erfreuten aus Deutschland der Landesvorsitzende der KDLM Bayern, Univ. Prof. Dr. Ferdinand Klein und Frau Aranka Stigloher. Zu den ehrenwerten Gästen gehörte Herr Andreas Metzl, Pfr. i. R. vom Hilfskomitee der luth. evang. Slowakeideutschen aus Stuttgart mit seinem Bruder und weitere Landsleute.

Den Karpatendeutschen Verein vertraten: der Landesvorsitzende des KDV Ing.Bartolomej Eiben, der Vorsitzende der Region Bodvatal und der OG des KDV aus der Oberzips mit vielen Landsleuten. Zu den bedeutenden Gästen der Veranstaltung gehörte der Künstler Helmut Bistika, der mit seiner Familie und seinen Eltern kam. Das Vertreten der Familie war für die Veranstaltung fast symbolisch. Den Festtag bereicherte der Künstler mit seinem Schaffen. Seine Mutter hat für den Festtisch wunderbar schmeckende Hauskuchen mitgebracht, die sie mit Liebe den Gästen der Vernissage angeboten hat. Das alles hat bestätigt, dass sich in Poprad auf den Koordinaten der Herzen eine grosse Familie der Karpaten-deutschen getroffen hat.

Die Ausstellung von Helmut Bistika aus Metzenseifen, der sich zur Botschaft der deutschen Ahnen, die das Land unter der Tatra besiedelten, bekennt, bereicherte mit deutschen Liedern die Sängergruppe der OG des KDV Poprad. Vladimír Majovský, der Vorsitzende der OG des KDV in Poprad, hat in kurzer Ansprache den Künstler vorgestellt. Nach einem deutschen Ge-
dicht öffnete der Künstler sein “13. Gemach” und die zahlreichen Gäste konnten eintreten. Im Ausstellungsraum des Tatramuseums glimmerten im Dämmerlicht viele Kerzen, die die richtige Atmosphäre bildeten und dann erstrahlten in vollem Licht die Bilder, welche Helmut Bistika den Augen der Öffentlichkeit bot.

Es war keine anmutige Schöpfung. Der künstlerische Ausdruck des Autors und sein Sehen hat vielleicht einige Teilnehmer konsterniert. Jeder aber war gezwungen stehen zu bleiben und in Gedanken zu versinken. Es waren z.B. Gedanken über tabuisierte Sachen und “Sächelchen” dieser Welt, über menschliche Natürlichkeit, von der man (wer weiß, warum) meistens keusch schweigt... Mehr über Helmut Bistika erfahren Sie auf Seite 6.

Der diesjährige Tag der zipserdeutschen Kultur gipfelte mit einem Festkonzert in der evangelischen A. B. Kirche in Poprad. Unter dem Taktstock von Peter Hartmann stellte sich der gemischte Chor Goldseifen aus Metzenseifen vor. Kompositionen weltbekannter Autoren sang die Künstlerin Marta Beòaèková (Alt), auf der Orgel spielte A. Zúriková - Predmerská. Der Tüpfel nach dem gelungenen Tag war das Gesellschaftstreffen der eingelade-nen Gäste in den Räumen der OG des KDV in Poprad. (kb-net)

 

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