Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder in Bratislava

Ein Fest für das ganze Land

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, begleitet von dem Staatsminister des Außenministeriums der BRD Christoph Zöpel und einer großen Gruppe der deutschen Unternehmer, besuchte am 23. Oktober dieses Jahres Bratislava. Diesen histo-risch ersten Besuch des deutschen Kanzlers nach der Entstehung der selbständigen Slowakei bezeichnete der Regierungschef der SR, Mikuláš Dzurinda, als “ein Fest für das ganze Land”.

Bilaterale Beziehungen und Integrationsbemühungen der SR waren die Themen des Treffens von Mikuláš Dzurinda mit Gerhard Schröder. Der Premier der SR hob unter anderem das Tempo des Wachstums, des gegenseitigen Handelsaustausches mit dem wichtigen deutschen Partner hervor, das sich viermal vervielfacht habe. Gerhard Schröder kam auch deswegen “sehr gern” in die Slowakei, weil es zwischen der BRD und der Slowakei “sehr enge und vertraute Beziehungen gibt, und zwar nicht nur auf dem wirtschaftlichen, sondern auch auf dem kulturellen Ge-biet”. Im Zusammenhang mit der Perspektive der Slowakei, der Europäischen Union beizutreten, konstatierte er, dass es sich im Fall der Slowakei nicht um den Beitritt, sondern mehr um die Rückkehr nach Europa handelt. In keiner anderen Hauptstadt als gerade in Bratislava, wo sich die verschiedensten Kulturen getroffen haben, spüre man deutlich “wie sehr die Slowakei nach Europa gehört”.

“Deutschland hat ein politisches, aber auch ökonomisches Interesse an schneller Erweiterung der Europäischen Union und daran, dass die Slowakei zur EU kulturell, politisch sowie ökonomisch gehört. Die Geschwindigkeit der Erweiterung der EU hängt von zwei Dingen ab, und zwar davon, was wir auf dem Gipfeltreffen in Helsinki beschlossen haben und davon,was wir in Nizza beschließen wollen, nämlich, dass die EU am Ende des Jahres 2002 vorbereitet ist, die neuen Mitglieder aufzunehmen. Das hängt aber auch von den Vorleistungen der einzelnen Bewerber für den Beitritt ab.” Die Union werde sich nach den Worten des Kanzlers erst Anfang des Jahres 2003 erweitern können. “Jedes Land entscheidet verantwortungsvoll selbst, wann es zum Beitritt bereit ist,” führte Schröder aus. Wenn die Slowakei das hohe Tempo der Reformen hält, bzw. noch erhöht, so “kann sie sich bei der Erweiterung der Europäischen Union auf die Unterstützung von Deutschland verlassen,” fügte er hinzu.

Der Deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder mit seiner Begleitung wurde auch von dem Vorsitzenden des Nationalrates der SR Jozef Mi-gaš und dem Bürgermeister von Bratislava Jozef Moravèík empfangen. In dem alten Sitz des Nationalrates der SR am Župné námestie in Bratislava traf sich der Kanzler danach auf
einem Empfang mit Regierungsmitgliedern der SR, mit Abgeordneten de
s Nationalrates sowie mit Unter-nehmern. Der Empfang wurde von der Deutschen Botschaft in Bratislava in Zusammenarbeit mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer veranstaltet.

Eine nicht alltägliche Gelegenheit, die höchsten politischen Vertreter der SR und Deutschlands direkt zu befragen, bekamen die Studenten in einer Fernsehdiskusion im STV1. Ihre Fragen hinsichtlich der EU, ihrer Erweiterung, der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik wurden vom Premier Dzurinda und Kanzler Schröder beantwortet.

Weil einer der wichtigen Aspekte des Besuchs auch die wirtschaftlichen Kontakte zwischen beiden Ländern waren, sprachen der Premier und der Kanzler auch über die Kanzlei der Delegierten der deutschen Wirtschaft in der Slowakei, die von Deutschland bald in Bratislava eröffnet wird.

 

 

Košice/Kaschau

 

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