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Arbeitstagung der Karpatendeutschen Assoziation Die fällige Arbeitstagung der KDA fand diesmal am 3.November 2000 im Haus der Begegnung in Einsiedel an der Göllnitz statt. Hier begrüßte die Vorsitzende der Region Unterzips, Frau Erika König, den Vorstand der KDA aufs herzlichste. Da alle Mitglieder des Vorstandes (Bartolomej Eiben, Otto Sobek, Anton Oswald, Vojtech Wagner, Erika König und Peter Sorger) pünktlich erschienen waren, konnte der Vorsitzende Wilhelm Gedeon die Arbeitstagung laut Tagesordnung zügig durchführen. Eingangs unterrichtete er die Anwesenden über seinen Besuch der Botschaft der BRD in Preßburg, wo er am 5. Oktober über das Beratungs-programm 2001 der deutschen Bundesregierung für die Slowakische Republik informiert wurde. In der Vorbereitungsphase zum Eintritt der Slowakei in die EU werden für unser Land Beratung und Fortbildungsmaßnahmen auf verschiedenen Gebieten durchgeführt werden. Obenan stehen die Gesetzesberatung sowie die Weiterbildung von Juristen, dann folgt Beratung von Unternehmen in relevanten Bereichen (Maschinenbau, Lederindustrie, Elektrizitätswirtschaft), Kooperationen mit Gewerbeverbänden, Börsenberatung, Ausbildung von Verwaltungsfachleuten, Tourismus- förderung, besonders in der Ostslowakei (weiterer Ausbau der gotischen Straße) und Privatisierungsberatung. Der Botschafter Dr. Frank Lambach erachtete diese Maßnahmen als dringend und notwendig. Den 2. Punkt der Arbeitstagung bildete die Wahl des Vorsitzenden der KDA. Am 7. November lief die 3-jährige Amtsperiode des jetzigen Vorsitzenden Wilhelm Gedeon ab. Da der Vorstand der KDA mit seiner bisherigen Tätigkeit zufrieden war und Wilhelm Gedeon sich mit einigen Vorbehalten für eine Wiederwahl zur Verfügung stellte, wurde er vom Vorstand einstimmig für eine weitere Amtsperiode, ab 7. November 2000 zum neuen Vorsitzenden der KDA gewählt. Wilhelm Gedeon dankte für das Vertrauen und wird die Wirt-schaftsförderungen im Rahmen der KDA intensiv weiterführen. Bei Punkt 3 der Arbeitstagung berichtete der Vorsitzende über die diesjährige Evaluierung der im J. 1999 geförderten Wirtschaftsprojekte. Der interessierte Leser findet im Artikel “Evaluierung der im Jahre 1999 geförderten Gewerbebetriebe” einen ausführlichen Bericht darüber. Hier sei noch hingefügt, daß Franz Falk im Rahmen der Evaluierungsreise noch weitere sechs Antragsteller - Kleinunternehmer zur zusätzlichen Förderung für das Jahr 2000 begut-achtete. Es sind zwei Holzbearbeitungsbetriebe aus dem Hauerland, ein Ökoservicebetrieb aus der Oberzips und drei Kleinbetriebe aus dem Bodwatal. Die vorgeschlagene Fördersumme beträgt 185.172,-DM. Bei Punkt 4 referierte Vorsitzender Gedeon über den Stand der Erledigung der Förderungen des Jahres 2000. Seit der sehr verspäteten Billigung der Förderungen des Jahres 2000 durch das BMI-Bonn, die erst im Juli 2000 erfolgte, gelang es der Leitung der KDA 13 komplette Projekte zu erledigen. Weitere 8 Projekte sind in Bearbeitung und werden in den kommenden Wochen erledigt werden. Außer den angeführten gebilligten Projekten gab es auch vier Antragsteller, die ihre gebilligten Projekte zurückzogen. Es waren meist lokale wirtschaftliche Gründe, die sie dazu zwangen, die gebilligten Fördermittel abzulehnen. Die Abwicklung der Fördermaß-nahmen verzögert oft die Erledigung einer Bürgschaft durch den Geförderten. Um bei den Rückzahlungen sicher zu gehen, verlangen wir bei hohen Fördersummen vom Geförderten eine entsprechende Bürg-schaft in Form eines Grundbucheintrags zu Gunsten der KDA. Bei Punkt 5 der Arbeitstagung wurde intensiv die säumigen Rückzahler und auch über einige notorische Nichtzahler gesprochen. Die Vorstandsmitglieder erhielten die Aufgabe, die säumigen Zahler periodisch zu kontrollieren. Für das Eintreiben von mehrmonatigen fehlenden Rückzahlungen empfahl der Vorstand notwendige gerichtliche Schritte einzuleiten. Bei Punkt 6 wurde unter anderem auch die Zahlungsdisziplin der Geförderten in den einzelnen Regionen analysiert. Laut unseren ökonomischen Verzeichnissen hat die III. Region (Oberzips) die beste Zahlungs-disziplin der Geförderten. Wertung 1,21. Dann folgt Hauerland mit der Note 1,37, dann Bodwatal mit 1,66, an vierter Stelle ist Preßburg mit 1,88 und an letzter Stelle ist die Unterzips mit 2,04. Die Notenstufen: 1 - regelmäßige Zahlungen, ohne 2 - zwei- bis dreimonatige Zahlungs- 3 - Zahlungsverspätungen bis zu 8 4 - Zahlungsverspätungen mehr als 9 Monate 5 - Nichtzahler, die dem Gericht übergeben wurden Die gezielte Förde-rung des BMI der BRD bildet für die Karpatendeutschen und für ihr Umfeld einen intensiven Beitrag zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage und damit zur Verbesserung der Infrastruktur des Gebietes, in dem sie leben.
Wilhelm Gedeon
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