Nach der Revolution im Oktober 1918 wurde die Privatschule Karl May vergesellschaftet und in die sowjetische einheitliche Arbeitsschule fuer Jungen und Maedchen umgewandelt.

In den Jahren vor dem Krieg aenderten sich mehrmals die Laenge der Schulzeit (sieben, acht, zehn Jahre) und auch die Ordnungsnummer (15., 12., 217., 17. Sowjetische Einheitsschule). Die �Mayschen" paedagogischen Traditionen wurden bis zum Winter 1929 weiter praktiziert, fielen dann aber einem antibourgeoisen Feldzug der Presse und nicht gerechtfertigten Anschuldigungen der �Leningradskaja Pravda" vom 15. Januar 1929 zum Opfer. Die meisten Lehrer und der Direktor der Schule wurden entlassen, und sogar der Maikaefer ueber dem Schuleingang wurde entfernt In den dreissiger Jahren stabilisierte sich unter dem Direktor K.I. Poljakov ein neuer Charakter der Schule mit den Jugendorganisationen der Pioniere und Komsomolzen. Wichtig fuer das Schulleben waren die schoenen Schulfeste, die der Sportlehrer R.V. Ozol organisierte.

Von Herbst 1937 bis zum 5. Februar 1942 wurde auf Regierungsbefehl im Schulgebaeude die o.Spezielle Artillerieschule eingerichtet, gebildet aus den Schuelern der achten bis zehnten Klassen dieser und der umliegenden Schulen. Die Absolventen kaempften heldenhaft an der Front im Grossen Vaterlaendischen Krieg, sie verteidigten und befreiten Leningrad, stuermten Berlin. 111 von ihnen fielen. Seit 1984 befindet sich in dem heutigen Schule Nr. 5 (Haus 28, 13. Linie) ein Museum der o.Speziellen Artillerieschule, eingerichtet auf Initiative der Schuldirektorin L. V. Tschernenkova.

Nach dem Ende der Blockade wurde am 1. September 1944 der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Nun hiess die Schule �Fuenfte Mittelschule fuer Jungen". Ab 1954 wurden auch Maedchen hier unterrichtet, und die Schule hiess fortan einfach �Fuenfte Mittelschule". 1966 wurde auf Initiative A. S. Baturina ein Museum zu Ehren der Arbeiter und Soldaten eingerichtet, in dem erstmals auch die vorrevolutionaere Zeit der Schule und Karl May erwaehnt wurden. Dieses Museum bestand jedoch nicht lange.

1976 musste das Schulkollektiv in ein anderes Gebaeude in der 14. Linie umziehen, da das alte Schulgebaeude renovierungsbeduerftig geworden war. Da zu diesem Zeitpunkt keine Mittel zur Erhaltung oder sofortigen Renovierung bereitstanden, verfiel die Einrichtung in dem leerstehenden Gebaeude. Die Kabinette, die Namenstafeln der Abgaenger, die Moebel, die Buesten der Gelehrten, all dies verfiel oder wurde gestohlen.

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