![]() Die Jubileum Abzeichen der Absolventen in 1906 �Erst lieben - dann lehren" lautete die Devise der Schule - ganz im Sinne des Begruenders des modernen Paedagogik, Jan Amos Komenskijs. Die Lehrer der Schule vertraten alle diese Geisteshaltung. Lev Uspenskij, der 1918 die Schule beendete, schreibt in seinen Memorien: �Bei May gab es keine Finsterlinge, keine Anhaenger der Schwarzen Hundertschaften, keine Menschen im Futteral. Die Lehrer, Generation nach Generation, wurden gemaess Mays wissenschaftlichen und paedagogischen Prinzipien ausgewaehlt." Das von May entwickelte Erziehungs- und Ausbildungssystem beruehte auf gegenseitiger Achtung und Vertrauen zwischen Lehrern und Schuelern und auf staendiger Zusammenarbeit mit der Familie. Die individuellen Begabungen der Schueler sollten beruecksichtigt und entwickelt, ihre Faehigkeit zum selbstaendigen Denken angeregt werden. Dieses paedagogische Konzept, zusammen mit dem hohen Niveau des Unterrichts, trug reiche Fruechte: Jahr fuer Jahr verliessen vielseitig ausgebildete junge Maenner die Schule, gut vorbereitet auf ihren beruflichen Lebensweg und von grossem Nutzen fuer die Gesellschaft. In der Schule herrschte eine besondere Atmosphaere, der �Maysche Geist". D.V. Filosofov, ein ehemaliger Schueler, beschreibt sie als �Staat im Staate, durch einen endlosen Ozean von den staatlichen Schulen getrennt". Die Schueler waren, sowohl was soziale, als auch nationale Herkunft anbetraf, aeusserst divers, ohne dass dies zu Schwierigkeiten getuehrt haette. Viele bedeutende Familien schickten ihre Soehne in Mays Schule, so die Adeligen Fuerst Gagarin, Fuerst Golitsyn und Graf Stenbock-Fermors, die Unternehmer Eliseev, Durdin, Thornton und Vertreter der liberalen Intelligenz wie Benois, Grimm, Roehrich, Rimskij-Korsakov und Semenov-Tjanschanskij. UEber die Jahre hinweg erhielten oft verschiedene Generationen einer Familie ihre Ausbildung �bei May". Den Rekord haelt die Dynastie der Benois: 25 Mitglieder dieser Familie besuchten das Realgymnasium May. Die Lehrer und Schueler der Schule nannten sich �Maikaefer". Mit diesem Spitznamen wurde nicht nur auf den Namen des Gruenders angespielt, sondern auch auf das Ende des Schuljahres im Mai, wenn die Kinder wie Maikaefer aus der Schule ausschwaermten. |
![]() Vor 1918 haben die Absolventen der Schule das goldene Medal bekommen |
![]() Die Abzeichen der Absolventen in 1928 |
![]() Die Abzeichen der Absolventen in 1927 |