Port Elizabeth
Montag, 8. April 2002

  Wir verlassen das Horseshoe Reef und nehmen wieder noerdlichen Kurs.  Auf den ersten Meilen ist die Navigation noch schwierig. Verborgene Felsen  im Wasser sollen unser Boot moeglichst unbeschaedigt lassen. Wir nehmen Kurs auf Bequia.
  Logbucheintrag fuer diesen Tag:
  Um 11.30 am sichtet Gerd H einen Schwarm Delfine (ca. 15 bis 20 Tiere) Kleinere  Delfine (Kinderstube) vollfuehren mehrfach Luftspruenge um die eigene  Laengsachse. Gegen 13.00 schiesst ein Thunfisch von rund 1.5 m durch die Wasseroberflaeche.
  Soweit die erfreulichen Geschehnisse. Wir steuern die Friendship Bay auf Bequia an. Wir wollen dort eine Werft fuer Holzboote besichtigen.  Einige Meilen vor dem Hafen wird der Wind unguenstig, wir starten den  Diesel und reffen die Segel. Nach kurzer Zeit zeigt der Diesel Ueberhitzung  an und wir muessen ihn ausschalten. Skipper und Bordingenieur kuemmern  sich um den Patienten. Der Impeller, verantwortlich fuer den Durchfluss  in der Wasserkuehlung, hat fast alle Fluegel verloren. Zwar haben  wir Ersatz an Bord, das Problem ist aber damit nicht behoben. Irgend etwas  scheint den Durchfluss zu verhindern (wir sollten spaeter noch herausfinden, was es war) und der Wassersammler aus Kunststoff bekommt durch die Ueberhitzung ein haessliches Loch. Jetzt sind wir ohne Maschine und der Wind steht unguenstig. Wir koennen die Friendship Bay nicht erreichen und versuchen um die Westspitze der Insel herum Port Elizabeth zu erreichen, wo wir uns schon auskennen und Hilfe erwarten koennen. Ohne Motor sind wir etwas nervoes und vor der Hafeneinfahrt bitten wir eine vorbeifahrende Yacht um Hilfe. Im Schlepptau erreichen wir den Hafen sicher und machen an einer freien Boje fest. Ein sachkundiger Mechaniker kommt an Bord und findet im Kuehlsystem nicht nur die vermissten Impellerblaetter, sonder noch einiges mehr. Den beschaedigten Wassersammler baut er aus und nimmt ihn zur Reparatur mit. Er verspricht die Fertigstellung fuer den naechsten  Morgen. Gerd H und Rolf versuchen auch dem Problem des eindringenden Wassers  auf die Spur zu kommen. Dabei stellen sie fest, dass auch verschiedene Entwaesserungsschlaeuche  falsch angeschlossen sind. Wir versorgen uns noch mit Lebensmitteln und Frischwasser  und legen uns zur Ruhe.
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